#03 - Euer Input für die Schlusskonferenz


#1

Aufzeichnung ist Montag Vormittag, Schwerpunkt weiß ich leider noch nicht (suche noch einen weiteren Gast). Freue mich über eure Beobachtungen zu den Spielen, die ihr über 90 Minuten gesehen habt. Und natürlich über Fragen.


#2

Der neue Trainer von Chicago Fire, Peter Neururer.


#3

In Mainz stand heute die bisher jüngste 11 auf dem Platz. Noch dazu mit vielen Eigengewächsen. Jonathan Burkardt zum Beispiel hat in seinem Debut echt gut gespielt und sah am Ende auch ziemlich fertig aus, der Arme. Das war schon krass, dass diese junge Mannschaft so eine Moral zeigte und nach dem Rückstand kurz vor Schluss noch so aufholt und am Ende mit 2:1 gewinnt. Auch sonst war das Spiel schon sehr ansehnlich, nur die Chancen müssen kaltblütiger genutzt werden. Leider hat sich Bungert direkt wieder verletzt. Gute Besserung ihm. Er konnte immerhin mit einem dicken Eispack am Bein am Ende die HUMBA anstimmen…


#4

Wie wärs mit dem Thema Champions League und der Tatsache, dass der Zuschauer durch die Zerstückelung der Spieltage und dem weiteren künstlichen Aufblasen des Evebts immer weiter ausgequetscht wird. So wird einem zugemutet neue Pay Tv Angebote erschließen zu müssen um Spiele wie z.B. Liverpool gegen PSG am ersten Spieltag - die Hauptgründe warum man CL schauet - sehen zu können. Da die CL nun komplett aus dem Free TV verbannt ist habe ich schon von vielen Boykott aufrufen gehört.


#5

Hier einfach mal meine Eindrücke aus dem Stadion zum Spiel #M05FCA

Das war auf jedenfalls eine Willensleistung meiner Mainzer. Die sich dieses Mal im Gegensatz zum letzten Auswärtsspiel in Nürnberg überhaupt nicht von Rückstand beunruhigen lies sondern den Druck erhöhte und letztendlich folgerichtig durch den Steigende Druck den Ausgleich erarbeitet haben. Das man dann in der Nachspielzeit das Spiel drehen konnte ist dann auch jeden Fall des neuen Willens (der neuen Widerstandskraft, die Sandro in der Vorbereitung trainieren wollte) und des Vertrauens in die eigenen Fähigkeiten noch gefallen. Mit dem Ausgleich wurde das Spiel von Augsburger Seite eigentlich auch Vogelwild. Manuel Baum flog dabei wegen seiner überzogenen Reaktion (da fand ich das Bungert Foul schlimmer) noch auf die Tribüne. Nach der Führung waren auf jeden Fall noch die Chancen da noch das Ergebnis auf bis zu einem 4:1 zu erhöhen. Das waren schon ziemlich aufregend letzten Minuten und ich muss hier auf jeden Fall auch mal den Schiedsrichter loben der die ganze Partie sehr ruhig und ohne Fehler geleitet hat. Der Videoassistent ist mir ebenfalls nicht negativ aufgefallen sondern hat sicher hier positiv gezeigt.

Insgesamt wird das Spiel bestimmt keinen Schönheitspreis gewinnen, aber wer Mainz gegen Augsburg sich ansieht wird das hoffentlich auch nicht erwartet haben. Im Gegensatz zu meiner Erwartungen hat sich Augsburg im Mittelfeld dann doch sehr schwer getan, obwohl ich gedacht habe das hier durch den Ausfall von Gbamin Augsburg die besseren Karten hat. Besonders nach den Abseitstreffer von Greogeritsch in der Anfangsphase (übrigens gute Aktion von ihm auch wenn es Abseits war) kam dann Mainz auch immer mehr auf und erspielte sich eine Vielzahl an Chancen. Augsburg hingegen war dennoch immer präsent und zeigte sich auch gefährlich vor den Tor. Mit der Druckphase von Mainz ging es dann auch in die Halbzeit. Mit Wiederanpfiff nimmt Mainz diese sofort wieder auf, man hat keinen wirklichen Bruch im Spiel gemerkt. Nach vorne hat man viel mit Flanken versucht Augsburg zu knacken und so auch ein paar schöne Kopfballchancen bekommen, leider waren die Chancen dann doch zu selten aufs Tor gegangen. Die zwei Einwechslungen von Ujah der sein zweites Saisontor bereits markierte (hoffentlich wechselt er sich mit Mateta ab :grin:)und Maxim (sein drittes Saisontor) erwiesen sich von Sandro Schwarz als richtiger Glücksgriff.

Quaison und Mateta vorne harmonieren sehr gut und auch der junge Burkhardt (der sein Bundesligadebüt in diesem Spiel mit 18 gibt) zeigte eine starke Leistung genauso wie Baku und Kunde mit Mittelfeld die sich auch vor allem defensiv gut hervorgehoben haben. Die Abwehr war am Anfang etwas offen vor allem über die Außen kam Augsburg immer wieder zu guten Gelegenheiten, der sehr unkonventionelle Greogeritsch hat da teilweise Problem verursacht. Bungert und Niakathe eigentlich mit eine guten Vorstellung vor allem wenn man bedenkt das die Abwehr nicht wirklich eingespielt ist (Bell fehlt leider aufgrund einer Gehirnerschütterung) umso bitterer das Bungert verletzte das Feld verlassen muss, so kam es zum zweiten Debüt in einem Spiel. Mit Güreleyen kam ein weitere Jugendspieler zu seinen Bundesligaeinsatz, der mir jetzt nicht groß hinten aufgefallen ist (was für einen Verteidiger gut ist) dafür aber vorne als Stürmer das 3:1 erzielen wollte. Ich musste bei der Szene sehr schmunzeln :grin:
Dass wir ständig unser Abwehr immer wieder mal umbauen müssen und auch mit Gbamin und Öztunali sowie Holtmann Stammspieler fehlen macht diese Sieg für mich umso wertvoller, weil das heißt es stimmt in der Kaderzusammenstellung und macht mir Mut für die weitere Saison.Im übrigen war das unsere jüngste Elf die jemals für Mainz 05 auf einen Fußballplatz standen, da gibt es noch einiges an Potenzial das geweckt werden kann.Vor allem das Spiel mit Ball kann und sollte teilweise auch noch besser werden, wobei hier denke ich der Ausfall von Gbamin etwas mehr schmerzt.

Die 7 Punkte sind natürlich für einen Verein wie Mainz 05 ein Traumstart und lässt sich vor allem in Anbetracht der nächsten schweren Aufgaben Leverkusen (auswärts) Wolfsburg (heim) Schalke (auswärts) und dann Bayern (heim) etwas Luft.
Das ganze ist jetzt etwas länger geworden als eigentlich geplant und vielleicht auch ein bisschen umfangreicher in Sachen Kader gewesen, aber ich hoffe einfach mal es war wenigstens informativ zu lesen.


#6

Die vor dem Spiel jüngste Mannschaft von Mainz hat übrigens vor drei Wochen gegen Nürnberg gespielt :smiley:

Zum Spiel muss ich nicht mehr viel sagen, aber vielleicht kann man auch die geringe Zuschauerzahl thematisieren? Irgendeinen Stimmungskiller muss es ja auch geben :smiley:

Edit: Besonders freue ich mich, dass die letzte Saison oft gescholtenen Maxim und Ujah getroffen haben. Da waren wohl die Transfers letzte Saison doch nicht so mies :smile:


#7

Die geringe Zuschauerzahl ist wirklich seltsam. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass die Dauerkarteninhaber zu großen Teilen da waren, anstatt zusätzlich gefehlt zu haben, sodass die 21000 Zuschauenden wirklich ganz gut hinkommen. Die Stimmung während des Spiels würde ich trotzdem als durchgehend gut und nicht schlechter als sonst bezeichnen: offenbar fehlen eben eher so die Gelegenheitszuschauerinnen und -zuschauer. Ich kann nicht so wirklich sagen, woran es liegt, dass nur noch die Spitzenspiele ausverkauft sind, aber ein Faktor wird in jedem Fall einfach die Gewöhnung sein. Es ist leider irgendwie normal geworden, dass man in Mainz 1. Liga schauen kann, und nichts aufregendes, neues mehr. Ich sehe im Moment leider keine Gründe für das Fernbleiben, an dem der Verein einfache Stellschrauben drehen könnte, um die Leute ins Stadion zu bringen. Es sind eher die Leute gefragt, die in der Vergangenheit mal da waren. Möglich wäre vielleicht auch sowas, mehr Kids kostenlos oder für fast nichts ins Stadion zu lassen…


#8

Ja, die Gewöhnung sehe ich auch als Hauptgrund. Mainz gegen Augsburg ist halt nicht sexy. Ich würde noch hinzufügen, dass Mainz irgendwie noch ein “junger” Verein ist im Vergleich zu den "Traditionsvereinen, die einfach über eine große Fanbasis verfügen. Die meisten Mainz-Fans kamen mit Klopp und dann mit Tuchel. Ein Stück weg könnte man sagen, dass es einfach viele Erfolgsfans sind, die bei den namhaften Gegnern kommen, aber gegen besagte Augsburger was besseres zu tun haben. Wenn man dann auch noch sportlich entweder gegen den Abstieg oder im Niemandsland der Tabelle ist, tut das auch sein übriges.


#9

Ja, natürlich, aber damit müssten ja auch andere Vereine ebenso zu kämpfen haben.

Wie gut, dass wir dann jetzt auf Europapokal-Kurs sind… :muscle:
:wink:

Nachtrag:
Heute abend hat Jean-Philippe Mateta als Gast bei der SWR Sendung “Flutlicht” sogar die Mainzer Meisterschaft als sein persönliches Ziel ausgegeben. Auch sonst hat er sich als sehr lustiger und sympathischer Spaßmacher gezeigt. :relaxed:


#10

Aspektanalyse zu BMG-S04:

Beide Schalker Gegentore fielen nach Flanke auf den langen Pfosten, das 1-0 dabei aus einer Ecke. Jeweils verliert der Außenverteidiger/Flügelläufer unserer 3er/5er-Kette den Zweikampf, Caligiuri ein Kopfballduell, Schöpf ist im Bodenzweikampf einen Schritt zu spät um noch blocken zu können.

Gladbach scheint dort unsere Schwäche ausgemacht zu haben. Und logisch: im Gegensatz zu den drei Hünen unserer Innenverteidigung sind die Außen mit 178-182cm Körpergröße im Luftzweikampf bezwingbarer. Aber auch am Boden fehlt die Sicherheit etwas, besonders auf links. Mendyl und Schöpf holen sich beide ihre gelbe Karte im Defensivzweikampf, um den Gegner zu stoppen ehe er frei zum Schuss oder zur Flanke kommt.

Das Problem entsteht aus der Staffelung der Verteidigung bei Flanken. Der ballnahe Innenverteidiger rückt mit nach außen (Sané steht beim 2-0 auf der Strafraumseitenlinie), in der Mitte deckt Naldo den kurzen Pfosten, der ballferne Innenverteidiger zentral vor dem Tor. Der lange Pfosten bleibt entsprechend für den Außenverteidiger.
Das kann gut funktionieren. Der ballnahe Innenverteidiger hat die Möglichkeit im Zweikampf die Flanke verhindern, Naldo fängt oft genug zu niedrig geratene Flanken ab und der ballferne Innenverteidiger ist in der gefährlichsten Zone des Strafraums präsent. Nur darf der Ball nicht an allen Dreien vorbei gehen…

Personelle Lösungen bieten sich kaum: der defensiv solidere Oczipka fällt leider verletzt aus, Allrounder Kehrer verließ uns im Sommer. Ein Tausch mit Caligiuri verlagert das Problem nur auf die andere Seite. Einer aus dem Trio Baba, Mendyl, Schöpf muss vermutlich ran und seine Defensivstatistik verbessern. Tedesco ist es zumindest zuzutrauen die Spieler daraufhin zu coachen.
Oder er zaubert wieder mal eine Überraschung aus dem Hut. McKennie zum Beispiel hatte ja schon einen (wenig erfolgreichen) Versuch als Rechtsverteidiger. Da lies er sich unter Anderem bei einer Wolfsburger Ecke von seinem Gegenspieler Richtung kurzen Pfosten ziehen statt in der Raumdeckung am langen Pfosten zu bleiben. Brooks köpft daraufhin freistehend ein. Und auch gegen Berlin verliert er das Duell auf dem rechten Flügel vorm 0-1.
Eine dritte Möglichkeit wäre das Umstellen auf die Viererkette (Nastasic-Naldo-Sané-Caligiuri). Damit holt man sich dann aber einen neuen Sack an Problemen heran, etwa die fehlende Eingespieltheit, den größeren Raum, den der im Alter langsamer gewordenen Naldo abdecken müsste oder die Asymetrie zwischen den Außenverteidigern, da einer gelernter Innenverteidiger und der andere gelernter offensiver Flügelspieler ist.

Doch egal welche Änderung angestrebt wird, wegen CL und englischer Bundesligawoche hat man vor den nächsten Länderspielpause kaum Gelegenheit etwas im Training einzustudieren. Also wird vielleicht erstmal so weitergespielt wie bisher. Und wenn man vorne die Chancen konsequent (herthalike) macht, erzielt man so vielleicht ja mehr Tore, als man Hinten fängt. Aber das ist ein anderer Aspekt…


#11

Nicht viel gesehen, aber KEIN Team ohne Gegentor? Ist das irgendwie interessant/betrachtenswert? Verlernt die Liga nun neben dem Angreifen noch das Verteidigen oder lernt sie wieder das Angreifen?

Ich meine: Ich gucke nur zweite Liga und die ist noch kurioser, von daher ist das nicht mega ungewöhnlich, aber liest sich schon komisch.


#12

Ich kotze jetzt einfach mal aus, wie ich das Spiel Werder-Nürnberg gesehen habe. Als Franke und Werderfan ist diese Begegnung für mich natürlich das Highlight der Hinrunde und war letztendlich entscheidende Motivation, mich im Forum des grandiosen Rasenfunk anzumelden.

Der SV Werder lief in seinem diesjährigen Stammsystem - einem 4-3-3 mit falscher 9 - auf und veränderte auch personell nichts gegenüber dem 2:1 in Frankfurt, was durchaus eine kleine Überraschung war, da mit Nuri Sahin noch ein ambitionierter Neuzugang geholt wurde. Auch Milot Rashica hatten nach seinen zwei sehr guten Jokereinsätzen sicherlich viele in der Startelf erwartet.

In der ersten Halbzeit übernahm Werder von Anfang an die Kontrolle und lieferte eine der besten Halbzeiten der letzten Jahre ab. Die überragende Spieleröffnung von Niklas Moisander war dabei nichts neues, entscheidend war aber, dass Sechser Philipp Bargfrede sich im Gegensatz zum Frankfurt-Spiel aktiv am Aufbau beteiligte. So konnte Werder ein ums andere Mal Eggestein und Klaassen im Mitteldrittel anspielen.
Von dort aus lief die Kombination insbesondere über links äußerst flüssig. Der sehr ballsichere Osako ist hierbei hervorzuheben. So konnte Werder mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine gehen.
Der FCN startete (glaube ich, hab mehr auf Werder geachtet) in einem 4-1-4-1 und stand in der Abwehr relativ kompakt, sodass es trotz Werders Überlegenheit kein Chancenfestival gab. Mit dem Ball offenbarte der Club allerdings Schwächen im Aufbau, insbesondere Marggreiter prügelte mehrere Bälle ins Seitenaus. Positiv hervorzuheben ist der fußballerisch starke Torwart Bredlow, dank dem der FCN Werders selten vorgetragenes Angriffspressing entspannt auflösen konnte.
Nach vorne ging nicht allzu viel. Ich kann mich an keinen Nürnberger Torschuss in der ersten Halbzeit erinnern. Neuzugang Matheus Pereira konnte allerdings das eine oder andere starke Dribbling setzen, damit gibt er dem Club eine Facette, die zuvor nicht unbedingt da war.

In der zweiten Halbzeit lief zunächst alles einfach weiter: Werder hatte das Spiel unter Kontrolle. Doch nach dem zu Recht weggepfiffenen Ausgleich wurde der FCN aggressiver, es gelangen mehr Balleroberungen und das Momentum begann sich zu drehen. Mit der Einwechslung von Eduard Löwen, der übrigens gefälligst Stammspieler zu sein hat, gewann der Club die Kontrolle über das Mittelfeld. Werder verzichtete - meiner Meinung nach unnötigerweise - auf Mittelfeld- und Angriffspressing und verlegte sich spätestens mit der Einwechslung von Rashica, der die Bälle stets zuverlässig bei der Nürnberger Innenverteidigung ablieferte, aufs Kontern.
Am Ende kackten sich die Werderaner in die Hose, wechselten ultradefensiv und bolzten die Bälle nur noch hinten raus. Alleine deshalb war der Ausgleich in der Nachspielzeit hochverdient.

Das meiner Meinung nach große Problem in Werders Offensivspiel ist die Verwendung der falschen Neun. Deshalb kommt Werder, obwohl Spieleröffnung und Kombinationsspiel mittlerweile durchaus auf hohem Niveau sind, fast nie gefährlich in den Strafraum. Außerdem hat Werder nicht die für ein 4-3-3 passenden Flügelstürmer. Harnik ist völlig außer Form und gehört ins Sturmzentrum, Kainz und Osako sind ebenfalls Spieler, die ins Zentrum ziehen. Einzig Rashica ist ein Spieler, der seine Stärken im Dribbling hat.
Für mich wäre aktuell die gute alte Werderraute mit Sahin als Sechser, Kruse als Zehner (wo er meiner Meinung nach eh hingehört) und einem Sturm aus Osako und Pizarro/Harnik die bessere Wahl.


#13

Kurzer Eindruck zu F95-TSG:
Habe zwar von Düsseldorf bisher nur dieses eine Spiel gesehen, aber wenn die Defensive so weiter spielt, sollten sie mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Es ist schon verdammt schwer ein Tor gegen die zu schießen.

Hoffenheim hinterließ insgesamt einen starken Eindruck, aber die Ausfälle in der Abwehr sind nur schwer zu kompensieren.Zu viele gravierende individuelle Fehler führten zu einfachen Chancen und auch zum Elfmeter. Vogt kann einem da hinten schon manchmal leid tun. Dennoch ist das Kombinationsspiel nach vorne ansehnlich und auch die Szenen im Strafraum wussten, trotz der oben genannten Defensivstärke der Fortuna, zu gefallen.Wenn jetzt Kramaric noch den Ball trifft…


#14

Nachdem ich meine Stadioneindruecke nochmal mit den Highlights abgeglichen habe, ein paar Worte zu SCF - VfB. Der SC hat mir spielerisch, speziell in der ersten Haelfte, gut gefallen. Die Spielausloesung scheint man wieder eher spielerisch suchen zu wollen als mit langen Baellen. In der zweiten Haelfte lief der VfB aggressiver an und setzte damit den SC doch ziemlich unter Druck. Der SC fiel daraufhin auch (gefuehlt) eher in ein Mittelfeldpressing zurueck und stand nicht mehr wie in der ersten Haelfte 5-10 Meter vor der Mittelfeldlinie. Dem SC gelang es auch selten den Ball mal sauber zu klaeren und dann auch rauszuruecken.

Die Abwehrarbeit bleibt auch weiterhin ein Manko. Beim 1:1 war der Rueckraum bei der Ecke eigentlich nur durch Aytekin abgedeckt. Das 1:2 und das 2:3 fielen dann jeweils nach Flanken aus der gleichen Feldposition, wo der flankenden Spieler jeweils mit ausreichend Platz versehen wurde. Das 2:3 war dann noch aergerlicher, weil gefuehlt jeder SC Spieler 3 Moeglichkeiten hatte den Ball einfach hinten rauszuschlagen und stattdessen eine Kopfballstafette gebildet wurde.

Noch zwei Anmerkungen abseits des Spiels:

  • In der zweiten Haelfte wurde es nach ein paar Freiburger Rueckpassen mal sehr unruhig im Stadion. Das hat mich sehr ueberrascht, weil ich das Freiburger Publikum da eigentlich als sehr geduldig kenne. Eventuell gab es aber auch eine Provokation im Stuttgarter Block die ich nicht sehen konnte.
  • Nachdem wir das letzte mal Graefe sehr gelobt haben, fand ich Aytekin diesmal nicht so ueberzeugend. Speziell in der zweiten Haelfte konnte ich teilweise keine klare Linie erkennen, wann etwas ein Foul war und wann nicht. Im Gegensatz zu Graefe konnte ich auch erst sehr spaet im Spiel wirkliche Kommunikation mit den Spielern (und ein scheinbares erklaeren der Entscheidung) erkennen

#15

Hätte man beim FC Bayern ahnen können, dass es eher eine suboptimale Idee ist mit einem 19 Mann Kader, bei dem mindestens 1/4 aller Spieler als verletzungsanfällig zu bezeichenn sind, in eine Saison mit Dreifachbelastung zu gehen?

:thinking:


#16

Danke euch für den Input! Aufzeichnung ist vorbei.