Ich finde die Spielbesprechungen bisher sehr gelungen, das Intro hat mir jetzt nicht das Gefühl von viel Mehrwert gegeben. Alle paar Spieltage hat man diese Diskussion, ich meine auch dieses Gespräch so oder so ähnlich schon oft im Rasenfunk gehört zu haben (im Forum ist die Bayern Dominanz und ihre Folgen eh einer der Evergreens) und es dreht sich halt irgendwie total im Kreis. Ja, Bayern dominiert, ja, nur Geldverteilungen werden daran was ändern können, ja, von diesem Punkt sind wir aktuell ganz weit weg. Dann geht es ein bisschen um die internationale Konkurrenzfähigkeit, wobei immer die jüngsten (Miss)erfolge für das Argument verwendet werden (meistens dann über einzelne Spiele, Stuttgart hat in Istanbul verloren, alles doof - aber nein, Freiburg hat in Basel gewonnen, ist doch nicht so schlimm!). Also ja, ich hoffe das klingt als Feedback nicht zu herabwürdigend, ich wollte nur ein bisschen äußern wie ich diese Debatte auch über den Rasenfunk hinaus wahrnehme und vielleicht geht es ja einigen hier auch ganz anders damit.
Danke für die Folge, hat mir Spaß gemacht, der Tonaussetzer ist ja schon erwähnt.
Eine Sache: Ich war recht verwirrt über die HSV-Besprechung. Dem HSV wird von Florian von Beginn an eine “viel höhere Intensität” bescheinigt, der SC käme kaum ins Spiel und habe noch Winterpausen-Schnee auf den Klamotten, der HSV wolle es viel mehr.
Aber es passiert ja das genaue Gegenteil? Der HSV findet 30 Minuten lang überhaupt nicht statt, steht nur hinten drin und findet gar nicht in die Pressingmomente. Der erste HSV-Abschluss ist in der 41. Minute (!), bis dahin steht es 9:0 (!!) bei Abschlüssen für den SC. Nur Heuer Fernandes verhindert den Rückstand, Polzin ist draußen sauer, nutzt die Torwart-Verletzungspause für eine taktische Mannschaftsbesprechung und sagt im Interview danach, dass man die erste halbe Stunde klar unterlegen war. Und er findet bemerkenswerterweise auch, dass der Sieg von Freiburg schon allein wegen dem Spielbeginn verdient sei, trotz der Wut über das 2:1. Man habe die Pressingauslöser nicht richtig gesehen und sich komplett hinten reindrängen lassen.
Dagegen macht es der HSV später in Unterzahl bemerkenswert gut, finde ich. Max erwähnt Freiburgs gute Struktur und Druck, aber trotzdem gerät z.B. der BVB vor der Winterpause zu 10. gegen Freiburg deutlich mehr ins Schwimmen, als es der HSV hier tut. Finde die 2. Hälfte des HSV viel besser als die 1., wo man den Start komplett verpennt hat, eigentlich hätte zurückliegen müssen und nur die gut 5 Minuten vor der Pause kurz Gefahr entwickelt.
Meine das gar nicht als großen Vorwurf oder so, aber bin einfach erstaunt, weil ich hatte selten eine so große Wahrnehmungsdifferenz bei einer Spielbesprechung.
Finde zu der Debatte mit der Geldverteilung muss immer wiederholt werden. Vielleichtändert sich dann was. Finde das macht der Rasenfunk stark vorallem Max in der Sasionvorbereitung und in den Schwerpunkten.
Sonst heißt es ja oft Bayern arbeitet soviel besser als andere oder Dortmund fehlt die Mentalität.
Am Beispiel Transfers werden immer vom Ende her bewertet. Es sollte aber die Situation in den er stattgefunden hat berücksichtigt werden.
Habe heute gelesen Dortmund hätte sich auch Olise für 50 Mio holen können.
Habe der Freiburg HSV Teil schon gehört finde da gehe ich mit der Bewertung von Flo nicht mit. Die ersten 35 Minuten war Freiburg klar besser und sollte 1:0 führen. Dann wird noch über spielsituationen gesprochen, dass DHF den Elfmeter ja fasr hällt. Höler hat auch den Kopfball leider nur kurz hinter der Linie von Vuskovic geklärt und somit war es ein Tor. Habe dazu auch als Freiburgfan den Spodcast Freiburg gehört.
Bin bei der Bewertung eher bei Max, dass Freiburg vielleicht wenn das Tor aberkannt wird doch noch später das 2:1 macht.
Habe da im Kicker von Carsten Schröter Lorenz ein Kommentar gelesen der mich umgestimmt hat. Jetzt ist es für mich auch ein Foul obwohl Torunarigha schon etwas in Manzambi reinrennt.
Und der Elfmeter war hart aber die Entscheidung war richtig. Und die Gelb rote Karte auch hart aber korrekt. Da muss sich Elfadli besser anstellen das war naiv. Aber das ist ja schon öfter bei ihm passiert.
Und der Anfang mit der allgemeinen Lage der Liga finde ich immer gut.
Finde Constatins Aussage schon teilweise zu hart aber bei Stuttgart hat er Recht. Sie müssen zumindest nicht verlieren gegen Istanbul und Basel.
Bei der Einstiegsdiskussion fehlt für mich, auch wenn es redundant ist, der Faktor der 50+1 Ausnahmen. Spätestens als Max die aktuell sportlich interessanten Projekte der Bundesliga (Hoffenheim und Leipzig) aufzählt, sollte einem auffallen, dass die sportlich interessanten Geschichten regelmäßig bei den am Reissbrett hochgezogenen Marketingkonstrukten abseits des öffentlichen Interesses passieren. Ist ja auch ganz logisch. Wenn richtige, historisch gewachsene, lokal verwurzelte Sportvereine wie Schalke, Bremen, HSV, Köln, usw mit einer schlechten Strategie zu hoch ins finanzielle Risiko gehen, ist danach jahrelange Konsolidierung bis hin zum Abstieg in die zweite Liga angesagt. Wenn in Leverkusen, Leipzig, Hoffenheim oder Wolfsburg das Selbe passiert und mit einem CL-Etat der Europapokal verpasst wird, gibt es da keine Konsolidierungsphase, sondern macht der Eigentümer mit einer 50-100 Mio Finanzspritze einfach einen Reset ohne weitere negative Implikationen.
Wenn man einmal kurz die “Bayern-Frage” ausklammert und nur den Rest der Liga betrachtet ist es das, was den “oberen Mittelbau der Liga”, wie Constantin es nennt, zerstört. Es gibt keinen echten Wettbewerb, weil es vier Konstrukte gibt, die permanent mit CL-Etat wirtschaften können, ohne sich ihn sportlich verdienen zu müssen.
ja, da kann es wirklich keine zwei Meinungen geben. Die ersten 35 Minuten waren ein Klassenunterschied und Freiburg muss sich fragen, warum man die Angriffe nicht vernünftig zu einer 1-2 Tore Führung ausgespielt bekommt. Viel Gegenwehr gab es nicht. Komischerweise hat der HSV aber rund um die Halbzeit das Ruder komplett an sich gerissen, so dass das 0:1 dann auch nicht aus dem Nichts kam. Da hätten mich Erklärungsansätze interessiert. Wahrscheinlich eine Kombination daraus, dass der HSV in der ersten halben Stunde Kräfte sparen konnte und durch die Freiburger Zahnlosigkeit zusätzlichen Mut geschöpft hat?
Namenswitze sind wieder auf gewohnt niedrigem Leweling, was mir gefällt; ebenso wie der launige Stil. Der rutscht nicht zu sehr ins reisserische und belebt das Format. Gelungene Sendung, Danke.
ein Verein ist aus meiner Sicht historisch gewachsen, wenn er seine Existenz, Größe und Relevanz aus seiner jahrzehntelangen Verwurzelung in der Region, der Stadt oder dem Stadtteil zieht und nicht aus dem (kartellrechtlich illegalen) unendlichen Geldhahn des Eigentümers.
Aber interessanter Vergleich. Dazu zwei rhetorische Fragen:
was wäre für die/euch Medienschaffenden die aufregendere Storyline: wenn Köln um die CL-Plätze mitspielt, oder Wolfsburg?
was davon hat die größere Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 3-5 Jahren zu passieren?
Also Wolfsburg oder Leverkusen sind lokal sehr wohl historisch stark verwurzelt. Nur eben nicht so groß wie andere Vereine.
Dazu vielleicht noch eine Anmerkung: Viele dieser selbsternannten Traditionsvereine haben ihren sportlichen Niedergang selbst verschuldet. Da kam nicht das böse Imperium und hat die “Guten” vertrieben. Sondern die haben sich selbst so oft ein Bein gestellt, dass sie ihren Platz in der höchsten Spielklasse auf sportlichem Weg verloren haben. Und dafür haben dann andere Vereine (bspw. Mainz, Augsburg, Union, Heidenheim etc.) diesen Platz übernommen.
Sehe ich genauso. Gibt da auch keine zwei Meinungen und hab mich sehr gewundert über die Bewertung von Florian. In einem anderen Podcast wurde richtigerweise angemerkt, dass der HSV wiederholt in den letzten Auswärtspartien (man denke an Augsburg) die Anfangsphase verschlief. Sehr rätselhaft, vielleicht liegt es daran, dass man grundlegend etwas abwartender auswärts agieren will, dem Team diese Passisvität aber nicht bekommt.
ich glaube, du hast meinen Post missverstanden. Ich habe explizit geschrieben, dass viele Traditionsvereine den Preis für eine Kombination aus zu schlechter Strategie und zu hohem Risiko zahlen. Das bestreitet glaube ich kaum jemand.
Das strukturelle Problem das ich mit meinem Post aufgezeigt habe ist, dass du die 50+1 Cheater in der Liga hast, die in der jüngeren Vergangenheit an den Beispielen Hoffenheim und Wolfsburg mindestens ebenso schlecht arbeiten wie etliche Traditionsvereine, aber anders als die Traditionsvereine überhaupt kein Risiko tragen, weil sie im Zweifelsfall immer die 50-100 Mio Finanzspritze vom Eigentümer bekommen um sich strategisch ohne jegliche Konsolidierungsphase neu ausrichten zu können. Dann wird halt einfach mal die halbe Mannschaft per Abfindung vom Hof gejagt oder in Trainingsgruppe Zwei verschoben, der ganze Staff entlassen und dafür Sturm Graz eingegliedert. Das könnte kein normal arbeitender Verein so machen, sondern nur ein Konstrukt, das ohne jegliches Risiko wirtschaftet.
Ich bin ja wirklich kein Fan von Hoffenheim, aber ist es wirklich ein Marketingkonstrukt?
Denke nicht, dass die Intension der Investition war ein Marketing-Tool für SAP in der Bundesliga zu etablieren. Würde daher auch ein Unterschied zwischen Leipzig und Hoffenheim machen.
Hoffenheim und Wolfsburg haben auch kein CL-Etat. Wenn man sich die letzten Finanzkennzahlen der DFL anschaut, liegt zwischen Hoffenheim und Leverkusenb(Platz 4) beim Personalaufwand knapp 100 Mio und vor Hoffenheim liegt noch Stuttgart, Frankfurt, Wolfsburg und Mönchengladbach. Der Punkt ist halt, dass weder Wolfsburg noch Hoffenheim sich diese Mannschaft einfach leisten kann.
Siehe folgenden Bericht des Kickers dazu:
Ich gehe bei vieles bezüglich der Kritik ja mit und es gibt schon seine Gründe, warum Hoffenheim relativ problemlos das Risiko eingehen kann, dass bei ihnen Rohergebnis und Personalaufwand das mit Abstand ungesündeste Verhältnis aufweist und sie eben die größten Verluste der Liga relativ problemlos ausgleichen können. Das Risiko ist mit Hopp im Hintergrund halt geringer als an andere Standorte.
Trotzdem sollten wir bei der Kritik schon bei den Fakten bleiben.
Danke!
Die Ausnahmen und Umgeungen der 50+1 Regel sind aus meiner Sicht das aktuell größte Problem der Liga. Wie lange will die DFL noch auf Krampf versuchen diese Clubs als spannend zu verkaufen. Es ist einfach ein Drama, dass im oberen Drittel mit Leipzig, Leverkusen und (aktuell wieder) Hoffenheim Clubs mitmischen, die finanziell nach anderen Regeln spielen als die anderen Vereine! Und da wird nicht besser gewirtschaftet, da ist einfach scheiß egal, wenn schlecht gewirtschaftet wird, dann wird im Winter nämlich einfach für zweistellige Millionenbeträge nachgekauft und so wird man diese Clubs auf sportlichem Wege auch nie wieder los werden. Spannend finden diese Clubs aber leider eine viel zu kleine Anzahl Menschen gemessen am Gesamtinteresse an der Liga.
Im Bereich Finanzregeln und Interesse spielen sie in anderen Ligen, aber sportlich dürfen sie in der Bundesliga mitspielen, das passt einfach nicht und macht Menschen verständlicherweise wütend.
Mich beruhigt einigermaßen, dass ich nicht der einzige bin, der bei Pieringers Tor im ersten Moment von einem Kopfballtor ausgegangen ist… Und bitte gerne auch weiter zynisch sein, Humorphasen wie in dieser Sendung liebe ich.
PS: Wenn ich grade schon mal die Chance habe, dass Constantin Eckner hier reinliest: Mir fehlt Audiodromo