16. Spieltag: Eure Fragen für die Schlusskonferenz

Was zum 16. Spieltag müssen wir besprechen? Ab dafür!

Die eklatante BVB Schwäche in der Abwehr
Die Systemschwäche: Ball wird nur von links nach rechts geschoben, all der Ballbesitz bringt keinen Gewinn

Warum bleibt man als Verein bei Spielern die unbedingt wechseln wollen als Verein nicht hart und setzt sie zur Not mal ein Jahr auf die Tribüne, dann hätte man einen oder mehrere Präzedenzfälle als Verein geschaffen und vermutlich in Zukunft Ruhe mit dem Thema. Pacta sunt servanda…

In dieser Anspielung auf Draxler ( ich tippe der geht zu den Bayern im Winter) muss man aber auch sagen das der Kruse nach einem Jahr vom Verein trotz Vertrages vom Hof gejagt wurde. Da zählt der Vertrag auch nix.

Am Dienstag habe ich erstmals in der Saison ein komplettes Spiel von Schalke gesehen - hauptsächlich, weil der Bankfüller Kehrer aus meiner Kicker-Manager-Mannschaft jetzt plötzlich spielt. Was ich gesehen habe waren zwei biedere Bundesligamannschaften der unteren Tabellenhälfte. Der HSV zumindest mit etwas Euphorie und Schwung. Schalke spielte das Ding hingegen nur runter und wartete auf Weihnachten.
Meine Frage: Spielt Schalke die ganze Saison schon so plan- und lustlos? Und wenn ja, warum brennt da nicht schon wie gewohnt der Baum?

Also ein Spieler sagt, dass er wechseln will und wird dann für ein Jahr auf die Tribüne gesetzt?

Ich würde sagen, dass das grundsätzlich nicht gemacht wird damit der Spieler seinen Wert nicht verliert, den er auch meistens noch spielerisch für seine Mannschaft hat und deshalb aufgestellt wird- sonst könnte er selten wechseln - und der Verein selbst in Zukunft wechselwillige Spieler von anderen Vereinen kaufen möchte. Man bleibt als Verein also glaubwürdig.

Weiterhin haben Spieler auch immer ein Eigeninteresse gut zu spielen, wenn sie wechseln wollen, somit schadet es dem Verein auch selten sie spielen zu lassen. Bei Wolfsburg z.B. überzeugt im Grunde momentan keiner, somit scheint da das Problem einfach woanders zu liegen. Deshalb hält wahrscheinlich nicht Draxlers Wechselwunsch ihn davon ab gut zu spielen.

Bei Dortmund waren letzte Saison auch 3 Leistungsträger wechselwillig und es hat deren Leistung nicht geschadet und selbiges hatte ein Jahr zuvor bei De Bruyne keine negativen Auswirkungen. Aubameyang spielt diese Saison auch nicht so schlecht und ich habe auch bei ihm nicht das Gefühl, dass Dortmund nach seiner Meinung der letzte Verein in seiner Karriere sein soll.

Ich habe keine Erinnerung an eine Situation, wo ein Spieler, der wechseln will, ein funktionierendes System zerstört hat. Es ist meistens so, dass das System nicht funktioniert und für die Öffentlichkeit unklar ist wo die Ursache dafür liegt. Wechselwillige Spieler sind dann eine der wenigen für die Öffentlichkeit sichtbaren “Erklärungen”. Somit bedingen wahrscheinlich eher schlechte Systeme wechselwillige Spieler als umgekehrt.

Ich weiß nicht, ob das was ich jetzt hier schreibe Max auch wirklich bei seiner Sendungsvorbereitung hilft, aber bei dem Thema kann ich nicht anders und muss mich kurz zu Wort melden :wink: und vielleicht hilft es sonst wenigstens dem ein oder anderen Leser hier :slight_smile:

Nein, Schalke spielt nicht die ganze Saison so fürchterlichen Fußball wie gestern. Allerdings leider doch zu häufig. Und das schlägt sich auch sehr deutlich in den Ergebnissen nieder. Es ist kein Zufall, dass man gerade zu Saisonbeginn und jetzt zum Ende der Hinrunde sehr schlechte Resultate einfährt. Zu Anfang lag es vor allem an den Schwierigkeiten im bevorzugten 4-2-3-1-System. Ich weiß nicht inwieweit das von Weinzierl so gewollt war oder ob es sich noch um über Jahre eingeschliffenen Abläufe handelte, aber es war schon so, dass man im Angriffsspiel extrem auf die Flügel fixiert war, viele lange Bälle schlagen musste und im (flachen) Spielaufbau große Probleme hatte das Zentrum einzubinden.

Mit der Systemumstellung rund um die Spieltage 6-8 wurde das dann erstaunlich schnell deutlich besser, vielleicht auch eben weil gewisse Abläufe und Verhaltensmuster der einzelnen Spieler durch die neue Formation angepasst werden mussten. Und um ehrlich zu sein war das wohl (zumindest rein taktisch) sogar mit der beste Fußball den ich in den letzten Jahren von einer Schalker Mannschaft gesehen habe. Man hatte sogar erfolgsstabile Mittel und Wege um hohes gegnerisches Pressing zu Umspielen (das habe ich so auf Schalke noch nie gesehen :slight_smile: ) Die Siegesserie bis zum Spiel in Leipzig war also alles andere als unverdient.

Die Spiele gegen Leipzig und Leverkusen lasse ich jetzt mal bewusst aus der Bewertung raus, die waren von sehr vielen unglücklichen Umständen geprägt. Dass die Spiele gegen Freiburg und Hamburg jetzt so negativ verliefen habe ich auch nicht unbedingt erwartet, lässt sich aber recht einfach erklären. Die vielen Verletzten (plus die Sperre von Naldo) treffen uns schon recht hart. Geis und Kehrer haben weder defensiv noch im Spielaufbau die Qualität der Stamm-IV, die Rollenverteilung im Mittelfeld hat sich durch die vielen Verschiebungen verändert, was zu Problemen führte, und ein klarer Stürmer vorne drin fehlt. Nicht, dass Konoplyanka und Meyer vorne drin nicht genug Qualität hätten, aber gerade um sich aus höherem Pressing (wie z.B. das des HSV) zu befreien brauchte man immer einen Zielspieler vorne drin, den man mit gezielten hohen Bällen in Zonen anspielen kann, in denen man ggf. nach Ballverlust gut gegenpressen kann. Die vier Spieler, die diese Rolle theoretisch ausfüllen könnten, sind momentan allesamt verletzt.

So, und nachdem ich nun lange vor mich hin geschrieben habe vielleicht doch noch eine Frage für Max und die kommende Schlusskonferenz oder auch den Rasenfunk-Royale: Um ehrlich zu sein sehe ich bei Weinzierl nicht so ganz die fußballerische Philosophie die er vertritt. Wenn man sich mal die anderen Trainer seiner Generation ansieht erkennt man bei vielen doch recht schnell eine durchgehende Idee. Bei Tuchel veränderte sich diese stark von Mainz zu Dortmund (vom Umschaltfußball mehr zum Pep-Style), bei Nagelsmann sind viele seiner so oft betonten Prinzipien immer wieder zu sehen und auch Trainer wie beide Schmidts, Hasenhüttel, Dardai und Stöger kann man recht fix bestimmten Richtungen zuordnen. Bei Weinzierl tue ich mich damit schwer. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass er sich im Vergleich zu seinen Kollegen ggü. der Medien extrem zurückhält und praktisch gar nicht über fußballerische Dinge spricht. Ich will Weinzierl deshalb gar nicht zwingend schlecht reden, aber ich habe nicht das Gefühl, dass Weinzierl in die Schublade von Trainern, in die er gesteckt wird, auch wirklich passt. Vielmehr sehe ich einen extrem pragmatischen Trainer, der sich in erster Linie nach dem vorhandenen Spielermaterial richtet, dabei aber auch nicht die ganz große Flexibilität oder neue Ideen im taktischen Bereich mitbringt. Denn mal ganz ehrlich, bei der entsprechenden Personalsituation noch an der Dreierkette und dem bekannten System festzuhalten war schon ein extremes Wagnis zeugte nicht gerade von taktischem Know-How (ich weiß, ist im Nachhinein leicht zu sagen :slight_smile: ). Deshalb meine Frage an euch: Übersehe ich da etwas bei Weinzierl? Wie war das früher in Augsburg? Und ist diese beschriebene Art von Weinzierl jetzt eher etwas gutes oder eher etwas schlechtes (vor allem als Trainer von Schalke 04)?

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Was genau hat Schubert falsch gemacht ? Hat er nur von Favre profitiert und die Ernte eingeheimst ? Welcher Trainer passt zur Borussia ? Fehlt nicht einfach nur ein Knipser ?

Bei Dortmund frage ich mich ob die Saison in der Rückrunde wohl ähnlich weiterläuft (“Übergangssaison”) und man damit nicht riskiert, im Sommer wieder wichtige Spieler wie Aubameyang abgeben zu müssen. Eigentlich kann man aktuell beim BVB doch überhaupt nicht zufrieden sein, oder täusche ich mich da? Kann man sich wirklich eine maue Saison, die vielleicht in der Europa League endet, leisten?

WTF, Hecking? Wäre meine Frage diesbezüglich. :slight_smile:
Daraus resultierend: Ist Eberl für Bayern wirklich eine gute Idee? Dann doch besser Favre und Lahm! Vielleicht ist der zweite Teil tagesaktuell aber auch irrelevant. :smiley:

Daher wohl logische Frage Hecking bei Borussia kann das passen?

Zeitraum: 01.07.2004-07.09.2006+++11.09.2006-19.08.2009+++22.12.2009-22.12.2012+++22.12.2012-17.10.2016
           Alemannia Aachen 	        Hannover 96 	     1. FC Nürnberg 	       VfL Wolfsburg 
Ligaspiele: 	   71                       101 	         102 	                   126
Siege: 	           37                        35 	          35	                    56
Unentschieden: 	   11 	                     29 	          23 	                    36
Niederlagen: 	   23   	             37	                  44 	                    34 
Punkteschnitt:    1,72                      1,33                 1,25                      1,62

Das ist seine Bilanz bei den bisherigen Klubs, habe jetzt nicht bei Aachen nach 1. und 2.Liga unterschieden.

Eberl hätte wohl doch besser noch paar Nächte darüber schlafen sollen …was ich zumindest gut finde das zumindest die abwicklung schnell und seriös ging und kaum Raum für Spekulationen dadurch entstanden sind und der neue Trainer die Chance hat bei Spielerwünsche einzugreifen und ne kleine Vorbereitung planen zu können …seine Idee von Fußball ist ja nicht recht kompliziert :slight_smile:

Das mit Eberl und Bayern sollten wir ne Nacht darüber schlafen