#20: Popp-Songs in Mecklenbeck

Wir haben über den 20. Spieltag gesprochen und das mit diesen Gästen:

Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Bin grade drin in der Folge und wollte einfach nur das wunderbare „SC Sand“ „ausgesiebt“ Wortspiel hier feiern.

Wunderbares Ding.

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Szenk bekommt mal die Anerkennung, die sie verdient hat. :wink: Ich sehe sie trotzdem (hoffentlich) noch 1-2 Jahre in Freiburg. Noch gibt es für sie Raum sich auch beim SC zu entwickeln und zur kompletten Bundesligaspielerin zu reifen (und ehrlich gesagt sehe ich da auch Potential für die Nationalmannschaft perspektivisch - umso weniger verstehe ich ihre nicht Berufung in die U23…)

Sie hat (zu Saisonbeginn) natürlich stark vom dem Ausfall von Gudorf profitiert und ist schon wegen daher fehlender Alternativen sehr gesetzt. Ihr Entwicklung zeigt aber, was möglich ist, wenn einer junge Spielerin das Vertrauen gegeben wird. Zwar gab es letzte Saison (im Bayern Spiel) schon einen kleinen Fingerzeig von ihr, aber die rasante Entwicklung ist trotzdem erstaunlich. Ich bin nicht immer Fan von dem SC Selbstverständnis als Ausbildungsverein, aber so etwas zu beobachten, wie jemand in einer Saison so wachsen kann, ist dann doch beeindruckend.

Edit: Eben noch die Statistiken aus dem Nürnberg Spiel angeschaut: 82 % gewonnene Bodenzweikämpfe von ihr…

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Mein Feedback zum Eingangsthema: Ich denke, dass es mittelfristig (in 3-5 Jahren) 16 bis 18 Vereine geben wird, die eine vollprofesionelle Frauenmannschaft unterhalten. Das würde bedeuten, dass die große Trennlinie zwischen erster und zweiter Liga sich etwas weiter nach unten verschieben könnte. Möglicherweise wird dann die zweite Liga eine Zwei-Klassengesellschaft, wo es zwei bis vier Mannschaften geben wird, die sich um die Aufstiegsplätze balgen und der Rest entweder gegen den Abstieg spielt oder einfach nur teilnimmt.

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Zum Thema vom Intro, ein paar Gedanken

Ich denke, es ist fraglich, ob die U 20 vom 1. FC Köln, sofern sie es sportlich schaffen, dann auch tatsächlich in die 2. Liga aufsteigen und die Spiellizenz beantragen würden. In der 2. Liga kann man kein Geld verdienen und hat ungleich höhere Kosten im Vergleich zur Regionalliga z. B. aufgrund langer Auswärtsfahrten.
Der HSV hat sich zuletzt aus diesem Grund gegen den Aufstieg seiner U 20 entschieden.

Beim BVB wird neben der Vorfreude auf einen potenten zukünftigen Player in der Frauen-Bundesliga zugleich auch sehr deutlich, dass die Professionalisierung der Liga für etablierte Vereine im Frauenfußball mit einem schmerzhaften Abstieg verbunden ist.

In Dortmund hat man sich eine Zeit lang dagegen gesträubt eine Frauenabteilung zu gründen und die Argumentation war damals, dass man den etablierten Frauenfußballvereinen in der Region wie z. B. der SGS Essen oder dem FSV Gütersloh nicht das Wasser abgraben möchte. Es gab zugleich im Verein aber auch Stimmen, die für die Gründung dieser Abteilung eintraten, und letztlich eine Mitgliederbefragung, die mit einem Votum für den Frauenfußball beim BVB endete.

Daraufhin wurde 2021 eine Abteilung für Mädchen- und Frauenfußball gegründet, und das Frauenteam spielt sich nun Jahr für Jahr, eine Liga nach der anderen, nach oben und ist mittlerweile in der Regionalliga angekommen.

Für die Frauenfußballvereine in der Region ist der Impakt durch den BVB bereits sehr deutlich spürbar. Für die SGS Essen war der Wechsel von Markus Högner schmerzhaft, während man den Wechsel von Annika Enderle wohl eher verkraften konnte.
Für den FSV Gütersloh allerdings war der kontinuierliche Aderlass Richtung Dortmund nicht zu kompensieren und erinnere mich an die Emotionalität in den Worten von Sebastian Kmoch während der PK zum erfolreichen Crowdfunding “Schenk uns eine Zukunft” und der Präsentation der Klaus-Peter Reinert Stiftung als Förderer.
Zum damaligen Zeitpunkt hatte der BVB 14 Spielerinnen vom FSV Gütersloh abgeworben. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga ging das dann weiter und es wechselten weitere vier Spielerinnen vom FSV zum BVB (Melanie Schuster, Ronja Leubner, Celina Baum und Lucy Wisniewski).

Ich schreibe das ohne diese Entwicklung bewerten zu wollen.

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Hab mir erstmal nur das Jena - HSV Segment angehört und war überrascht, wie negativ der aktuelle HSV doch gesehen wurde. Damit meine ich nicht Themen wie die Kaderplanung im letzten Sommer. Fand da deshalb die positiven Einwände von Max richtig und wichtig.

Frage mich z.B., ob es bei einem Aufsteiger wirklich so angemessen ist, sich in dem Maße über schlechte Passquoten oder fehlende Spielkontrolle zu beschweren. Der HSV ist in der Rückrunden Tabelle auf Platz 9 mit 8 Punkten, Jena auf Platz 13 mit 4 Punkten und Essen auf Platz 14 mit nur 3 Punkten. Der HSV außerdem mit einer TD von -1, Jena -16 und Essen -10. Da kann dann doch nicht die Schlussfolgerung sein, dass der HSV zu spät angefangen hat zu punkten, denn wenn alle 3 Teams ungefähr so weiterspielen, wird der HSV ja ganz klar drin bleiben. An Passquoten etc. kann man finde ich gerne nächste Saison arbeiten, aber das kann doch aktuell noch nicht der Maßstab sein. Zumal die Spiele vom HSV gg Hoffenheim und Bremen (oder eben auch das Jena Spiel) zuletzt ja gezeigt haben, dass es keinen hohen Ballbesitz und herausragende Passquoten braucht, um zu punkten bzw. sogar zu gewinnen.

Mich hat außerdem gewundert, dass eine Linberg überhaupt nicht genannt wurde, als es um die Qualität in der Offensive ging. Wenn sie so weiter spielt, ist sie am Ende der Saison mit eine der Top Scorerin, obwohl sie nur die Hälfte der Saison gespielt hat. Sie hat jetzt schon 4 Scorerpunkte nach 6 Spielen, Brunnthaler und Hillebrand haben jeweils 9 nach aber 19 bzw. 20 Spielen. Lotta Wrede, bei allem Potenzial und jetzt schon Qualität, nur 3 nach 20 Spielen. Und es ist doch eben auch Linberg, die die Vorlage zum 1-1 gibt und nicht Jonna Wrede, glaube da hatte Max sich vertan.

Nachvollziehen kann ich ein Stück weit aber die Aussagen zur Torhüterinnen-Position. Hatte mich auch schon gefragt, warum Haidner zumindest scheinbar plötzlich die Nr 3 ist, nachdem sie sich ja eigentlich gg Schuldt durchgesetzt bei der Frage, wer spielt nach Siegers Verletzung. Dass nach Fehlern wahllos so oft durchgetauscht wird, ist ja aber auch nicht korrekt. Schuldt hatte nach Siegers Verletzung zuerst ein paar Spiele bekommen und dann ist man bei Haidner geblieben bis Haidner vor der Winterpause krank war und Schuldt eben spielen musste und seit Januar spielt Paulick durchgehend.

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Ein paar Gedanken zu @gnetzer’s Take, Vereine wie Union, Stuttgart, BVB sollten mehr ausbilden statt nur zu kaufen. Mit dem HSV hast du genau dieses Gegenbeispiel und siehst, dass es nicht wirklich funktioniert. Mit Mühlhaus, Baum und Veit hat man drei Leistungsträgerinnen für die Konkurrenz ausgebildet. Mühlhaus und Baum haben in den letzten Wochen gegen den HSV getroffen und den Verein somit unmittelbar Punkte gekostet. Mühlhaus und Veit wurden in der jüngsten Länderspielpause zu A-Nationalspielerinnen. Soccerdonna bewertet die Drei mit einem kombinierten Marktwert von ca. 500k €. Nach den Länderspieldebüts dürfte es bald in Richtung 1M € gehen. Der HSV hat für alle Drei zusammen Null Cent Ablöse oder Ausbildungsentschädigung bekommen. Unter anderem deshalb, weil die Mädels etwas früher im Profifußball wettbewerbsfähig sind als die Jungs und deshalb häufig ihr Können im Seniorinnenebreich unter Beweis gestellt haben, bevor sie ihren ersten Profivertrag unterschreiben. Und ohne Profivertrag keine/kaum Ablöse. Im Sommer folgen mit Stoldt und L. Wrede zwei weitere U-Nationalspielerinnen, deren Verträge auslaufen bzw. noch gar keinen Profivertrag besitzen und das Interesse von anderen Vereinen geweckt haben dürften. Essen durchleidet das selbe Schicksal seit Jahren, sogar ohne starken Männerbundesligisten im Rücken, dass sie klammheimlich die halbe Nationalmannschaft ausgebildet haben aber nie für diese herausragende Arbeit belohnt wurden. Mit den aktuellen Rahmenbedingungen ist ambitionierte Jugendarbeit ein Abziehbild der Frauen Bundesliga im Gesamten: ein idealistisches Draufzahlgeschäft.

Danke @gnetzer für den Rant gegen den peinlichen Social Media Ragebait des HSV bzgl Basler. Der HSV macht durchaus guten Social Media Content für die Frauenabteilung aber das ist es echt nicht gewesen.

bei aller offensichtlichen Qualität ist das die große Frage, ob sie noch an ihrer Produktivität schrauben kann. So ästhetisch ihre Dribblings auch sind, ist es denke ich nicht nur für den Zuschauer, sondern vor allem auch das eigene Team sehr frustrierend, wie häufig sie besser stehende Mitspielerinnen übersieht. Wobei besser stehend leider sehr wörtlich zu nehmen ist. Häufig verstehe ich, dass Wrede ihre Mitspielerinnen meidet, wenn diese zwar freien Raum vor sich haben, aber überhaupt gar keine Dynamik für irgendeine erfolgsversprechende Anschlussaktion anbieten. Bisher gebe ich die Schuld nicht Wrede, sondern den nicht existenten offensiven Mechanismen. Die von dir angesprochene Linberg wird da ein wichtiges Puzzleteil werden, da sie eine Spielintelligenz mitbringt, die (aktuell) niemand anderes in der Offensive hat.

Letztendlich muss man Wrede mal mit besseren Mitspielerinnen sehen und deshalb hätte ich sie auch für die U23 nominiert und nicht für die U19. Bei der U19 sieht es genau so aus wie beim HSV: “Ball zu Wrede und beten das ihr irgendwas einfällt”.

eigentlich war es vor der Saison ja genau so angekündigt, dass Haidner erstmal dritte Torhüterin ist und über Profitraining plus Einsätze in der Regionalliga herangeführt werden soll. Das sie zwischendurch Stammspielerin wurde, war nie so geplant, sondern Siegers schwerer Verletzung und Schuldts Patzern zu verdanken. Inwiefern dieser Plan Sinn macht, eine Stammspielerin von Austria Wien für die Regionalliga zu verpflichten, kann uns höchstens @PEitzinger verraten.

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Zur Freiburg-Besprechung schwebe ich so zwischen beiden Welten. Zu Beginn der Saison war ich enthusiastisch und hatte oft das Gefühl hier kann jederzeit etwas passieren. Das hat sich doch so ein wenig gelegt. Jetzt überwiegt so ein Gefühl, jetzt klappt es schon wieder nicht und jetzt fangen wir uns gleich ein blödes Gegentor. Versteht mich nicht falsch, es passiert trotzdem immer noch was. Gegen Frankfurt waren 100%ige Chancen da, die man nicht nutzte. Gegen Union oder Nürnberg kommt auch vors Tor und trifft trotz lahmen Angriffsspiel. Sogar gegen Bayern, in den Phasen, wo man mutig war.

Über 90 Minuten ist es in den letzten Wochen aber zu wenig. Ich finde es auch ein wenig dröge und lahmarschig in einigen Phasen. Es fehlt die Idee, es fehlt der gute Pass und/oder Dynamik/Geschwindigkeit. Das man es besser kann, blitzt dann im selben Spiel immer wieder auf.

Kapllani beschreibt mal wieder richtig nach dem Spiel. Ich akzeptiere, dass wir viele junge Spielerinnen haben. Aber diese Effizienz, die Präzision und der letzte Pass, da darf in den restlichen Spielen die Kurve nach oben gehen.

„Die erste Halbzeit war ausgeglichen, auch wenn wir mehr Ballbesitz hatten. Nürnberg hatte immer wieder seine Momente, weil sie ihr Ding durchziehen“, sagte Edmond Kapllani nach der Begegnung. „Wir haben immer wieder versucht, ins letzte Drittel zu kommen, aber es hat häufig der letzte Pass und die Präzision gefehlt.

„Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen, denn jeden Sieg in der Bundesliga muss man sich erkämpfen“, ergänzte Edmond Kapllani. „Wir müssen noch reifer werden, um die Phasen, in denen wir die Spielkontrolle haben, effizienter zu nutzen.“

Ja. So wie Essen kann auch der SC ein Lied davon singen. Mit Klara Bühl kommt die aktuelle beste deutsche Spielerin aus Freiburg. Mit Giulia Gwinn und Janina Minge sind die Kapitänin und Co-Kapitänin der Nationalmannschaft auch beim SC groß geworden. Letztes Jahr mit Zicai das nächste große Talent. Mit Däbritz, Leupolz, Benkarth dann noch drei Namen. Wenn man wollte könnte man mit nicht selbst ausgebildeten Spielerinnen weitermachen. Junge Spielerinnen, denen man Einsatzzeiten und Stammplätze in der Bundesliga gegeben hat und die sich zu Führungsspielerinnen entwickelten. Da kommt auch zu Magull (21), Knaak (21), Memeti (21) oder auch Frohms (23) endlich als erste Torhüterin.

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An dieser Stelle möchte ich im Bezug zum, 1. FC Union ergänzen, dass in der letzten Saison neben Lisa Heiseler, Katja und Dina Orschmann, auch Celine Frank und Sarah Hornschuch zum Kader gehörten und allesamt in Köpenick ihre fußballerische Jugend verbracht haben (wie übrigens auch Josephine Bonsu und Gwen Mummert, beide spielen in Jena). Naika Reissner spielt zudem nun im vierten Jahr schon bei Union.

Soweit möglich hat man versucht bei der Professionalisierung auf Eigengewächse zu setzen. Auch die Trainerin hat ihre Karriere als Spielerin in Köpenick verbracht. Anders als beim BVB oder dem VfB gibt es Frauenfußball beim 1. FC Union seit 1968, seitdem ein paar Studentinnen Lust zu kicken hatten. Ein Jahr später wurde daraus das erste Frauenteam vom 1. FC Union, also zu einer Zeit als im damailgen Westen der DFB den Vereinen den Frauenfußball noch verbot.

Die Professionalisierung des Frauenfußballs bei Union bezieht auch maßgeblich die Juniorinnen mit ein. Es wurden Internatsplätze geschaffen und der Nachwuchsbereich jüngst als DFB-Leistungszentrum weiblich ausgezeichnet. Davon gibt es aktuell sechs in ganz Deutschland.
Ailien Poese wird dann ab der kommenden Saison als Cheftrainerin die Entwicklung der Juniorinnen verantworten.

Die Nachwuchsteams bei den Mädchen sind vom Leistungsvermögen mittlerweile auf hohem Niveau. Die U 17 scheiterte letztes Jahr erst spät im DFB-Pokal und gewann zweimal hintereinander die Deutsche Meisterschaft im Futsal.

Einige Juniorinnen vom 1. FC Union werden zudem regelmäßig in ihre jeweiligen Nationalteams berufen. (Hannah Wegner und Lena Golz für die Deutsche U 16, Amelie Doganer für die Deutsche U 15, Amina Charifi für Marokkos U 17).
Mariann Noack (aktuell verletzt) sowie Leona Seifert wurden in dieser Saison bereits in der Bundesliga eingesetzt, ebenfalls beide in der Vergangenheit mit Einberufungen vom DFB.

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Gar keinen.

Ich empfand Haidner von Haus aus als die (sogar relativ deutlich) beste der drei zur Verfügung stehenden Torhüterinnen und dass gerade Laura Sieger - die als Backup-Keeperin von St. Pölten zum HSV gekommen war - als Nummer 1 in die Saison ging und Haidner, die bombenfester Rückhalt vom Vizemeister war, gar nur als Nummer drei, war absolut beyond me.

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achso, Nürnberg rechnet ihr finde ich eine Woche zu früh aus dem Abstiegskampf raus. Sie haben jetzt am Wochenende das Bonusspiel zu Hause gegen Köln, für die es um nix mehr geht. Wenn sie das gewinnen, bin ich bei euch. Dann sind sie durch.

Wenn sie gegen Köln allerdings nicht gewinnen, ist auch bei Nürnberg nochmal richtig Druck drauf. In den drei Auswärtsspielen gegen Bayern, Frankfurt und Wolfsburg werden sie unter normalen Umständen nix holen. Und die beiden Heimspiele gegen HSV und Essen wären dann absolute 6 Punkte Spiele.

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Es ist ja vor allem Jascha Schmidt, der die Clubfrauen nicht mehr im Abstiegskampf sieht.

Seine Aussage zum SC Freiburg, von wegen großartiger Zukunftsperspektive aufgrund des jungen und begabten Kaders, könnte man eher schon mitgehen, meiner Ansicht nach. Allerdings glaube ich nicht, dass der SC Freiburg im Moment gut darin ist seine Spielerinnen zu halten, wenn attraktive Angebote eintreffen, wie es sich z. B. bei Aurélie Csillag zeigte.

Wenn diese attraktiven Angebote eintreffen, ist das aber allemal besser als wenn ein Abgang ablösefrei ist. Ich hatte mal im SCF-Thread den Beitrag unten geteilt. Anhand der Summe ist zwar nicht klar, wie viel Csillag an Ablöse eingespielt hat. Zieht man aber von diesen über 1 Mio. Pfund, die Liverpool im Winter ausgegeben hat, die 300k und zwei Leihen ab, hat man noch drei Spielerinnen für den restlichen Betrag.

Ich denke, für z. B. Nicole Nicole Ojukwu oder Nia Szenk würde der SC Freiburg auch jeweils Ablöse erhalten, die sich sehen lassen kann. Aber sie wäre(n) dann dennoch weg.

Mein Gedanke dabei ist die Frage: Wie kann man bei den Spielerinnen die Lust auf einen Wechsel reduzieren bzw. als SC Freiburg im Wettbewerb mit den Verlockeungen anderer Vereine sich attraktiver positionieren?
Zuletzt fand ich den SC Freiburg darin nicht sehr erfolgreich.

Für alle Spielerinnen mit Vertrag sicherlich möglich. Für mich kommt es trotzdem auf die Höhe der Ablöse an. Eine Ablöse wie für Campbell von wohl 30.000 Euro halte ich definitiv für zu wenig für eine Nationalspielerin. Auch wenn ich persönlich fand, dass der Abgang nicht so wehtat, da die Torausbeute noch übersichtlich war. Ein Abgang von Ojukwu oder Szenk zum jetzigen Zeitpunkt würde natürlich schmerzen. Laut Soccerdonna haben bei noch Vertrag bis 2027, vielleicht gibt es sogar in den nächsten Wochen und Monaten Vertragsverlängerungen. Ich finde eine Ojukwu hat noch eine gute Reise vor sich und kann dem Spiel beim SC noch mehr ihrem Stempel aufdrücken und zur Führungsspielerin werden.

Wechsel müssen auch nicht immer negativ sein. Natürlich hätte ich Cora Zicai noch gerne mehrere Saisons in Freiburg gesehen. Auf der anderen Seite haben sich andere Spielerinnen in letzten Saison ein wenig versteckt. Cora Zicai macht das schon. In dieser Saison haben einige andere Spielerinnen gezeigt, wie es geht. Was halt nicht passieren darf, dass man im Sommer wieder eine halbe Mannschaft austauschen musst. Das ist Gift.

Da muss man nicht groß drüber nachdenken: 1. Ambitionen und 2. Finanzen sind die zwei Zauberwörter. Darüber gab es auch mal eine Diskussion im SC-Thread. Ich sehe da gar nicht mal so einen großen Unterschied zu den SC-Männern. Mit der einzigen Ausnahme, dass man bei den Männern sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat und ein paar Spielzeiten mehr einholen konnte bei Spielern. Man hat sich in der Liga weiter oben etablieren können, ist nicht mehr die Fahrstuhlmannschaft von früher. Man spielt sogar international und konnte durch TV-Gelder, Europapokal-Einnahmen und Transfererlöse einen Schritt machen. Ein Atubolu oder Manzambi werden trotzdem nicht ewig in Freiburg spielen und weiterziehen.

Zurück zu den Frauen: Das fehlt hat. In Freiburg wird man aktuell nicht international spielen (solange es keinen anderen Europapokal-Plätze gibt, geht es im Ligabetrieb nur um die Top 3), man wird nicht um Titel spielen (Meisterschaft? Für das Pokalfinale muss alles stimmen) und auch nicht mit qualitativ besseren Spielerinnen tagtäglich in einem Team auflaufen und trainieren (bei vergangenen Wechseln ging es oft nach München oder Wolfsburg). Das wäre erstmal der sportliche Anreiz, um sich auch zu verbessern. Finanziell muss man in Freiburg sicherlich auch mitziehen, um nicht abgehängt zu werden. Es wird aber immer Teams geben, die mehr Geld haben. Da muss man sich auch nichts vormachen.

Mir ist klar, dass Union investiert und setzt durch entsprechende fairen Gehälter den Standard mit. Zusätzlich will man oben angreifen. Letzteres ist auf jeden Fall eine Ansage.. Aber denkst du, dass man in Berlin jede Spielerin halten kann? Für mich ist das auch bei den Frauen ein Fußballromantik. So schön es klingt. Es wird Spielerinnen geben die sicherlich die DNA für den Verein leben und länger bleiben (in Freiburg ist es eine Karl und eine Felde, Stegemann aktuell auch, eine Benkarth kam zurück). Auf der anderen Seite wird es auch Stammspielerinnen und Talente geben, wo man den nächsten Schritt sucht. Das ist auch vollkommen okay.

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Das gilt in der Herren-BL aber für 17 der 18 Vereine. Für die hochveranlagten Spieler sind das alles nur Durchgangsstationen.

Bei den Frauen hatten wir ein ähnliches Bild, außer das es hier zuletzt zwei, vielleicht drei Vereine waren, die die Top-Spielerinnen angezogen haben. Man wird sehen, ob Wolfsburg wegbricht. Man wird sehen, ob einer, der neu-ambitionierten Vereine (Union, Stuttgart, BVB, …) dort reinpreschen wird.

Mein Ausganspunkt ist die Aussage von Jascha Schmidt im Podcast in der er dem SC Freiburg mit dem jungen Kader eine erfolgreiche Zukunft vorhersagt. Dafür müsste der SC Freiburg aber seine talentierten Spielerinnen länger halten. Eine Antwort habe ich bekommen, danke dafür:

Ist der SC Freiburg dazu bereit?

Insgesamt sind meiner Ansicht nach ausnahmslos alle Bundesligaklubs, auch der FC Bayern, aktuell nicht in der Lage ihre Spielerinnen zu halten, wenn es hart auf hart kommt. Georgia Stanway hat es deutlich ausgedrückt, der Standard wird von der BWSL gesetzt, sie sieht diese als Vorreiter. Klara Bühls Vertragsverlängerung ist meines Erachtens nach eher die Ausnahme, als die Regel.

Aktuell ist es so, dass dann wenn die BWSL ruft, die Spielerinnen “Yes” sagen, so wie Molly Bloom im berühmten Selbstgespräch am Ende des Romans Ulysses, “and yes I said yes I will Yes”.

Um dem gegenzusteuern wurde die FBL gegründet. Das alleine reicht aber sicher nicht aus. Es braucht auch von jedem Verein in der Liga Engagement für deren Entwicklung.

Im Podcast wird auch kurz der Wechsel von Oliwia Wós in die WSL 2 angesprochen, wie bei Aurélie Csillag schon nach einem halben Jahr. Und beide sagen in den Interviews, dass England ihr Traum sei.

In so einem Spannungsfeld kann kein Verein in der Bundesliga seine Spielerinnen halten. Viola Odebrecht bestätigt neulich, dass in ihrem Kader eigentlich alle Spielerinnen von England träumen. Und nicht in erster Linie wegen dem Geld, sondern wegen der Wertschätzung und der Möglichkeit vor vielen Zuschauern zu spielen.

Der Sommer könnte bitter werden: Georgia Stanway, Vivian Endemann, Lineth Beerensteyn und Selina Cerci sind die ersten Namen, die bereits mit der BWSL in Verbindung gebracht werden. Rafaela Borggräfe und Mara Alber sind ohndies nur ausgeliehen.

Man könnte natürlich auch argumentieren, dass der Fokus auf qualitativ hochwertige Ausbildung junger Spielerinnen gelegt werden sollte. Dann kann die Liga sozusagen von unten, also mit jungen Talenten, nachgefüllt werden.

Als jemand, der die Entwicklung der Liga auch mit Sorge betrachtet:

Ich finde tatsächlich, dass bisher Bayern da noch ausgeklammert werden kann. Bisher ist Stanway die Ausnahme. Und bei ihr kommt ihre Nationalität dazu. Sonst wäre das vielleicht anders ausgegangen.

Sämtliche anderen Leistungsträgerinnen der letzten Jahre wurden verlängert. Glaube ich, dass es auch für Bayern schwieriger wird? Ja sicher. Aber bisher hat man es sonst geschafft.

Das kann natürlich in 1-2 Sommern anders aussehen.

Die anderen Abgänge, Schüller und Lohmann waren Einsatzzeitbedingt.

@MaestroFlaves Das werden wir wahrscheinlich dann sehen, wenn Momoko Tanikawa oder Franziska Kett ein attraktives Angebot aus England bekommen, wie die Bayern in der Lage sind ihren Kader zusammenzuhalten. Und die Antwort auf diese Frage gibt nicht der FC Bayern allein, meiner Ansicht nach, sondern ein wichtiger Faktor dabei ist auch die grundsätzliche Attraktivität der Frauen-Bundesliga.

Bei Georgia Stanway ist es zum einen das Heimatland, aber eben nicht nur. Sie sagt explizit, dass die BWSL der Bundesliga als Vorbild dienen sollte.

Der Vorschlag von @Mortimer_Hitllethorp, den Fokus auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung junger Spielerinnen zu legen, unterstütze ich. Dies ist aus meiner Sicht sicher notwendig und ich erlebe auch, dass dies von Seiten der Bundesligaklubs peu á peu umgesetzt wird. Es ist beispielsweise im Gespräch ab übernächster Saison ein DFB-Leistungszentrum für Bundesligavereine zur Auflage zu machen.

Dennoch ist es in der Breite für Mädchen oft schwierig einen Verein zu finden, da Trainingsmöglichkeiten und Sportplätze rar und zumeist ausgelastet sind.
Bianca Rech hat vor noch nicht so langer Zeit darauf hingewiesen, dass im Fußball der Frauen der Pool an guten Spielerinnen insgesamt nicht sonderlich groß ist. Deshalb sind junge Spielerinnen schnell begehrte Transferziele und es ist schwer für Ausbildungsvereine von der Entwicklung dieser Spielerinnen zu profitieren. Tendentiell werden diese früh schon abgeworben.

Die Ausbildung junger Spielerinnen würde ich als ein wichtiges Standbein der Vereine sehen, nicht aber zur grundsätzlichen Ausrichtung der Bundesliga machen, so im Sinne einer Damallsvenskan 2.0.

Ich würde neben dem berechtigten Fokus auf die Ausbildung junger Spielerinnen den Fokus auch sehr darauf legen, die Attraktivität der Liga zu steigern. Das fängt bei den Zeiten der Spielansetzungen an, geht über die Spielorte, die Qualität der Wettbewerbs, Zuschaueraquise, professionelle Trainingsbedingungen, ansprechende Bezahlung der Spielerinnen, erfolgreiche Vermarktung der Liga, etc.

Dabei allerdings würde ich mir wünschen, dass sich tatsächlich ein eigenes Ökosystem entwickeln darf, das sich vom professionellen Männerfußball unterscheidet, familienfreundlicher ist, toleranter, respektvoller, gerne ohne Pyro, …, und beim Catering mit mehr Matcha Latte :grinning_face_with_smiling_eyes: aufwartet.

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