TSG - SVW aus Stadionsicht
Zuersteinmal ganz dicken
an die Blöcke E - J (evtl. auch D + K
) für den Support und an das Team von Werder, das über nahezu die gesamte Spielzeit in doppelter Unterzahl gut gegengehalten hat.
Dann bediene ich mich direkt bei den Vorschlägen für die Saison-Awards
Sören Storks hatte hier beste Chancen auf den Award.
Unglaublich schlecht was er alles nicht gesehen und/oder bewertet hat. Mehrfach wurde auf am Boden liegende Spieler beider Teams erst reagiert nachdem es von Spieler-Seite Hinweise gab. Ellbogen-Schlag an den Kopf (Njinmah), überhartes Einsteigen gegen Mio Backhaus, mehrfache tatkische Fouls (auf beiden Seiten)… wurden teilweise gar nicht gepfiffen und wenn dann entgegen den Regeln nicht mit gelb bestraft.
Ingesamt hatte man aus Stadionsicht den Eindruck, dass er tatsächlich viele Situationen gar nicht wahrgenommen hat. Dazu dann auch mehrfach Szenen in denen die Kommunikation auf dem Platz zwischen ihm und den Spielern offenbar sehr schlecht war. Allenvorran die Situation um die rote Karte. Er stand einige Meter vor dem 16ern. Zwei Hoffenheimer standen zur Ausführung des Strafstoßes bereit der Rest beider Teams im und am 16er und er gab den Ball einfach nicht frei. Irgendwann sind dann von beiden Teams Spieler bei ihm der Rest dachte offenbar immer noch, dass der Freistoß jetzt dann freigegeben wird. Selbst Hoffenheimer hoben fragend gestikulierend die Arme…
Da passt der Award eigentlich wie die Faust aufs Auge…
Aber da war ja noch Justin Njinmah. Was er gestern auf dem Platz geboten bzw. nicht geboten hat, habe ich als Ohrfeige für jeden anderen Werder-Spieler empfunden der gestern auf dem Platz stand. Das er vor dem Tor seine, teilweise selbst toll herausgespielten, Chancen kläglich vergibt, häufig nicht den Blick für die Mitspieler oder die Situation hat, kennt man ja schon. Kann er offenbar nicht (mehr) besser, ist dann halt so. Warum er dann soviel Spielzeit bekommt muss man dann vor allem die Trainer fragen. Ich habe nach dem Platzverweis gehofft, dass er runter geht und nicht Musah, weil man in der Zeit bis zum Wechsel schon gesehen hat, dann Musah in der Lage war vorne Bälle festzumachen und anspielbar war.
Wie gesagt, sein Unvermögen kennt man ja schon und das muss man dann halt ertragen. Was ich aber unteridisch fand, war sein Verhalten auf dem Platz. Während alle gerannt und gekämpft haben wie die blöden um die Unterzahl zu kompensieren ist er einfach nur über den Platz gegangen oder getrabt. Hat häufig Steil geschickte Pässe nach wenigen Metern abgebrochen, stand falsch oder schlecht und hat sich teilweise dann aber noch beschwert wenn die Zuspiele seiner Mitspieler mal nicht gut genug für ihn waren. Oder um es zusammenfassend zu sagen. Er hatte keinen Bock. Und wer keinen Bock hat, der soll runter vom Platz und den möchte ich dann auch ehrlicherweise nicht mehr bei Werder spielen sehen. Wenn man gesehen hat wieviel Kraft das Spiel gekostet hat, dass Schmid und Stage völlig platt ausgewechselt werden mussten, das Friedl nach dem Spiel humpelt in die Fankurve kam und dann siehst du im Gegenzug >90 Minuten einen Spieler mit „Null Bock“ rum laufen, dann nervt mich das gewaltig und er hat sich dann den Award auch redlich verdient.
So jetzt aber mal weg von einzelnen Personen…
Insgesamt hat Werder es in meinen Augen sehr gut geschafft, nicht nur ordentlich zu vertedigen sondern ja sogar zu Beginn der zweiten Halbzeit sich einige gut bis sehr gute Chancen heraus zu spielen. Die TSG kam ein paar mal sehr gefählich vors Tor, teilweise konnte sich Werder Minutenlang nicht hinten heraus befreien, selbst mit langen Bällen nicht und hat es trotzdem geschafft das meiste weg zu verteidigen. Den Rest hat ein, erneut, in meinen Augen, überragender Mio Backhaus gehalten.
Was ich allerdings überhaupt nicht verstanden habe und mich kirre gemacht hat, war die Abstoß-Variante von Werder. Nahezu alle Abstöße folgtem dem Schema:
Alle Spieler auf Werders rechte Seite, die Hoffenheimer ziehen mit nach Rechts, dann der Abstoß genau in diesen Bereich und in 99% der Fälle landet der Ball, spätestens nach zwei, drei Mal rumgestocher, bei Hoffenheim. In Halbzeit zwei, gab es ein zwei Mal das ganze auf Links, aber das war die Ausnahme, die aber auch genauso „erfolgreich“ war. Und ich verstehe den Sinn dahinter nicht. Warum diese Variante (grundsätzlich), warum daran festhalten wenn sie nichts bringt und warum den Umstand, dass sich fast alle am Spielfeldrand tummeln nicht anders ausnutzen.
Zwei, drei Mal stand Schmid am Mittelkreis. Die Hoffenheimer in seiner Nähe alle rechts neben ihm, mit Blick zum Spielfeldrand und einige Meter von ihm weg. Er bewegt sich dann auch Richtung Spielfeldrand. Warum er dann nicht stattdessen sich langsam in die entgegengesetzte Richtung bewegt, Mio den Ball nicht wie von allen erwartet in den Pulk schießt sondern Schmid links bzw. Mitte schickt, habe ich nicht verstanden.
Evtl. könnt ihr in der Sendung ja was zu sagen, wenn ihr eine Idee habt.