#4: Hamburger SchattenundLicht Verein

Zu zwei allgemeineren im Podcast angesprochenen Dingen:

  1. Ist die BL angesichts der momentan hohen Torquoten pro Spieltag angriffsstark oder abwehrschwach? M. E. eher Letzteres - Überlegungen dazu: Erstmal kann man auch hinterfragen, ob es insgesamt wieder einen Trend zu mehr Toren gibt. Zwar liegen die Schnitte seit 2018/19 wieder konstant über 3/Spiel, aber zB 24/25 lag mit 3,134/Spiel über 62 Saisons betrachtet im Mittelfeld. Legt man aber die ersten vier Spieltage der aktuellen Saison zugrunde, liegt 25/26 mit 3,5833/Spiel weit oben, nämlich auf Platz 2.

Es hat aber Gründe. In der Nachbetrachtung zur letzten Saison (meiner Erinnerung nach mit Max, Karo und Tobi) wurde ein gewisser Trend weg von der Raumdeckung hin (= zurück) zur Manndeckung erwähnt. Inwieweit dieser Trend über D hinausgeht, vermag ich nicht zu sagen, aus den spärlichen Eindrücken vom Premier League-, LaLiga- und Serie A-Schauen und nach dem urteilend, was ich in der CL gesehen habe, denke ich aber: das ist in der Ausprägung eher ein deutsches Ding. Jedenfalls konnte man das schon im Final Four vor allem gegen Portugal beobachten, dass man mit einer nicht richtig funktionierenden Hybrid-Lösung arbeitete: Gingen speziell die IVs in Manndeckung, waren sie flugs auseinandergezogen und die Lücken wurden sofort bespielt; versuchte man, im Raum zu bleiben, hatten die gegnerischen Angreifer prompt zuviel Freiheiten. - Natürlich gibt es heutzutage nicht mehr (und gab es so extrem gedacht auch nie) „reine“ Mann- oder „reine“ Raumdeckung. Aber die beschriebene Unsicherheit, was eigentlich Phase ist, konnte man schon 24/25 bei vielen BL-Teams beobachten, ich sag mal etwas pauschal: bei allen, die 1,5 Tore oder mehr pro Spiel kassierten, also alles ab 51 Gegentoren aufwärts (Gladbach, Wiolfsburg, Stuttgart, Dortmund…um nur mal die konkret zu nennen). Da gab es oft Unklarheiten, ob jetzt einer oder die ganze Gruppe dies oder das zu tun hat. Wiederum allgemein gesprochen waren diejenigen stabiler, die mit geordneten gruppentaktischen Prozessen entweder ausgestattet waren oder entsprechende Vorgaben gut umsetzten, allen voran St. Pauli und auch Mainz. Und das wäre die Antwort: Zurzeit funktionieren bei relativ vielen Teams die Abläufe nicht. Beginnend mit einfachen situativen Dingen wie einer sticht raus > hinter ihm muss geschlossen werden über Verschieben in der Horizontalen im Block hin zu kleineren Abständen in der Vertikalen, um flüssig spielerisch aufbauen zu können - im Ganzen hakt es da bei vielen.

  1. Elfmeter: Ich kann nur zustimmen. Was da zzt. von den Schützen angeboten wird, ist absolut kläglich. Nicht falsch verstehen, man kann verschießen, aber man muss wissen, was man will. Das Ausgucken-Wollen ist einfach Quatsch. Man kann die jüngere Geschichte heranziehen: Für 2006 trainierte man, sich vor dem Schuss festzulegen, wie und wohin man schießt. Gegen Argentinien haben alle vier Schützen die Dinger ohne viel Federlesen reingehauen. 2012 wollte Schweinsteiger allzu offensichtlich abwarten, was Cech macht; der dachte sich, wenn du wartest, warte ich auch. Desgleichen Müller gegen Buffon 2016. Das ist nämlich das Thema: Irgendwas in der Körpersprache signalisiert dem Torwart schon früh, dass man sich nicht sicher ist, und das hilft ihm. - VfB-St. Pauli sah ich original mit einer Freundin im Pub; Ton war aus wg Karaokeabend. Wir sagten beide schon etwa 10 Sekunden vor dem Schuss, das wird nix - man konnte sehen, das Stiller nicht wusste, was er machen will.

In der Zeit, als Arie Haan den VfB trainiert hat, habe ich dort etwa ein halbes Dutzend Mal beim Training zugeschaut. Es begann immer mit ein paar Aufwärmübungen, was für Eike Immel bedeutete: der Coach höchstpersönlich haut ihm erstmal 30 Elfer rein. Immer!, und die waren alle! drin. Und nicht ein einziges Mal hat Haan den Anlauf verzögert, versucht auszugucken oder irgendwas von diesem Firlefanz. Er wusste, was er macht, und das wars.

Die Teampsychologen von 2006 wussten natürlich, dass man denen nicht das Schießen beibringen muss, sondern sie trainierten mit ihnen, sich etwas vorzunehmen und das unter Druck umzusetzen. Und das gehört in jedes Training.

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Demgegenüber steht halt ganz klar Harry Edward Kane mit seiner unmenschlichen Quote an verwandelten Elfern. Mit der entsprechenden Veranlagung und dezidiertem Training ist ausgucken dann offensichtlich doch erfolgreich. Erfolgreicher als ausrechenbar immer zB. hart und flach in die gleiche Ecke. Meiner Hypothese ist aber, dass das für die Mehrheit auch der technisch beschlagenen Spieler*innen nicht reproduzierbar ist.

Und ohne das despektierlich zu meinen, aber 1987 - 90 ist in dem Kontext dann doch irgendwie graue Vorzeit. Das ist ja noch bevor Berti Vogts sich daran versucht hat den Deutschen Raumdeckung und Viererkette beizubringen. Oliver Kahn ist frisch Profi beim KSC. Das Torwartspiel hat sich schon stark weiterentwickelt seitdem.

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Abgesehen davon, dass Harry Kane wahrscheinlich ein Alien ist :cold_face: , stimmt das zwar, was die Bewegung angeht - aber es ist ihm letzten Endes egal, ob der Torwart die Ecke hat. Am Wochenende hat er gesehen, dass Baumann von sich aus gesehen nach links taucht, und er hat trotzdem da hin geschossen…ich behaupte jetzt einfach mal, dass Kane vorher genau weiß, was er macht, ggf. inkl. vermeintlichem Täuschnungsmove. - Ich meine übrigens nicht, dass man immer in die gleiche Ecke schießen, sondern trainieren soll, sich für den jetzt anstehenden Elfer vorzunehmen, was man macht.

Zu 87-90, klar - da kommt natürlich hinzu, dass die Torhüter zu der Zeit quasi gar nichts durften, zB war das Auf-der-Linie-Tänzeln nicht erlaubt. So wie ich den Typ aber damals erlebt habe, würde ich stark vermuten, dass er auch heute die meisten verwandeln würde.

Guckst du Berti Vogts 1974. :joy:

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Ja?! Wieviel Zeit haben wir? Aber sag doch erstmal genau, worauf du rauswillst? 1974, da würde mir vieles zu einfallen. Aber ich will jetzt nicht alles mit 1000 Bar durch ein Küchensieb schießen, wenn nicht klar ist, wovon wir reden.

Sonntag 7. Juli 1974 von 16:03 Uhr bis 17:47 Uhr.

Als jemand, der das beruflich macht, wäre mir in dieser Folge nichts so aufgefallen, dass es mich gestört hätte. Allerdings hab ich auch in 1,25facher Geschwindigkeit im Zug gehört, da fallen dann, würde ich gefühlsmäßig sagen, kleinere Störgeräusche nicht so auf.

Aber mir ist es auch schonmal passiert bei einzelnen Folgen, dass mich Geräusche so getriggert haben, dass ich fast nicht mehr zuhören konnte: das Schlucken von Eva Bohle, als sie offensichtlich übers Headset aufgenommen hatte und das Headsetmikro direkt an ihrem Hals auflag, oder das Atmen von Jule Meuser. Mein Tipp in solchen Fällen: einmal tief durchatmen (auf Hörer*innenseite) und auf was anderes fokussieren. Oder einfach aushalten.

@GNetzer nutzt ihr eigentlich KI zur Qualitätsverbesserung? Wir haben damit tw. sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Mich haben die Kratzgeräuche ehrlich gesagt schon sehr gestört teilweise. Bin da leider auch sehr empfindlich und kann es nicht abstellen, selbst wenn ich wollen würde. Mir ist bewusst, dass Max und die Gäste nichts dafür können. Aber ich finde es schon einen legitimen Kritikpunkt. Vor allem, weil es sicher viele Rasenfunkhörer gibt, die das ähnlich stört aber jetzt nicht unbedingt ins Forum schreiben, sondern dann einfach weniger hören.

Inhaltlich fand ich die Folge aber auch super. Und mir gefällt es auch sehr, dass erwähnt wird, wenn Dinge im Forum passieren. Das motiviert auf jeden Fall zum Mitmachen.

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Dacht ich mir :grin:

Vielleicht noch eine Anmerkung allgemeiner Art:

Wäre es möglich, wenn sich Teilnehmer mal ausblenden, stattdessen Stockfotos einzublenden. Ich schau meist auf youtube und es irritiert mich irgendwie, wenn 3 Leute reden und dann sieht man aber nur 2 + schwarzen Bildschirm bzw. manchmal auch nur 2.

Ich hab dann immer den Eindruck der- oder diejenige hat dann das Gespräch verlassen.

Der HSV ist wieder da. Einmal gewonnen und gleich in allen Kategorien erwähnt. Zurecht. :smiley:

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Zur Qualität:

Qualität ist wichtig. Ich höre einen Podcast, i dem sie es nicht schaffen, zwei Sprecher auf die gleiche Lautstärke einzupegeln. Hört man den mit Kopfhörern, muss man im einen Moment genauestens hinhören und im nächsten fliegt dir das Trommelfell weg. DAS sind Probleme. Das bisschen Geknister in dieser Folge, ist dabei doch Peanuts. Spielt keine Rolle, da kann man mal drüber hinweghören. (Die allermeisten können das zumindest)

Einmal kurz Feedback geben, damit Max Bescheid weiß und gut is. Werden die Probleme zum Regelfall, was im Rasenfunk ja nu wirklich nicht der Fall ist, dann kann man es ja nochmal ansprechen.

Im übrigen kenne ich Podcasts von anderen Profis (Max ist auch Profi), die sind schlechter, als jeder Hobbypodcast. Grüße gehen raus ans Abendblatt :waving_hand:t2:

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Das kommt doch extrem selten vor, oder übersehe ich grad etwas? Dafür lohnt sich der Aufwand nicht, der bisschen größer ist als man denkt, weil ich Video “dreckig” in der Audio-Software einfach mitschneide. Deshalb gibt es auch keine Einblendungen und Effekte, weil das einfach da nicht geht.

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So oft kommt das nicht vor. Aber wenn, dann fällt es mir halt auf. Ich kenne mich mit der Technik auch nicht aus und hab generell wenig mit Zoom-Calls o.Ä. zu tun.

Ich dachte sowas ließe sich vielleicht von der verwendeten Kommunikationssoftware lösen, indem jeder Gesprächspartner von sich aus ein “Profilbild” oder so hochlädt und wenn man sich dann ausblendet, wird automatisch das Profil angezeigt statt dem schwarzen Bildschirm.

Am Ende ist es aber natürlich ein Podcast und kein Videoformat. Deswegen ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn das so bleibt, wie es ist.

Ich fand die Rückmeldung zum Forum und den Rückmeldungen hier total hilfreich. Ich fand der Ton hier wurde zum Teil rauer, dann auch von Max Seite, so dass ich irgendwann das Gefühl hatte, dass das Forum dich Max nur noch nervt. Das hätte ich schade gefunden. Hat gut getan dich dazu mal wieder reden zu hören, um deine Kommentare hier wieder besser einordnen zu können.

Ansonsten fand ich das Segment zu Werder sehr lustig. Alles rätselhaft :smiley: aber interessant der Aspekt, ob wohl Steffens Fußball Idee funktioniert in der 1. Liga.

Ich Versuche gerade mit mehr Geduld auf den Verein zu blicken. Bin in letzter Zeit selber sehr schnell auf Sachen und v.a. Kritik angesprungen, um dann festzustellen, dass nach ein paar Wochen doch alles anders war.

Auf Elfmeter werde ich nun verstärkt achten.

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DAS sind Probleme. Das bisschen Geknister in dieser Folge, ist dabei doch Peanuts.

Ich finde es schwierig, anderen Menschen zu sagen, wie sie ihre Probleme empfinden sollen, gerade wenn man diese in einen Vergleich mit den eigenen zieht. Wir Menschen empfinden sehr unterschiedlich. Ein User hat diese Nebengeräusche sogar als Feature bezeichnet. Das jemand diese Ansicht hat, hätte ich nie gedacht.

Man könnte aus der Kritik etwas Positives ziehen: Wenn sich niemand an den Geknister gestört hätte, könnte man zu dem Schluss kommen, dass die viele Arbeit in der Post-Produktion unnötig war. Nun weiß man, dass man in der Vergangenheit dem ein oder anderen Nutzer, durch das aufwändige aufpolieren der Audiospur, noch eine Freude gemacht hat. :blush:

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“… da kann man mal drüber hinweghören. (Die allermeisten können das zumindest)”

Ich denke, das erklärt es.

“Werden die Probleme zum Regelfall, was im Rasenfunk ja nu wirklich nicht der Fall ist, dann kann man es ja nochmal ansprechen.”

Und das passt zum zweiten Teil deiner Aussage

Meanwhile wundere ich mich hier grad über die ganze Debatte, weil ich mich an kein Nebengeräusch erinnern kann :sweat_smile:

Meine Ohren scheinen schlechter als gedacht

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Hörgerät checken lassen :wink:
(Ich hab sie auch fast nicht gehört btw.)

Von mir noch inhaltlicher… Nachdruck? Wurde auch erwähnt und man sollte es nach 4 Spieltagen auch nicht überbewerten.
Aber man hat am Wochenende, ganz eindeutig gesehen, dass Bayern „nur“ mit seiner ersten Elf die Position des Branchenprimus hat. Der Abfall zu den Ergänzungsspielern ist zumindest momentan noch extrem. Bei manchen, wie Lennard Karl ist das zu erwarten und der kann und muss sich noch entwickeln.
Aber von Jackson hätte ich schon mehr erhofft und bei Boey hab ich jegliche Hoffnung aufgegeben.

Ob die Kaderplanung mit den kommunizierten Zielen aufgeht find ich nsch wie vor sehr… spannend

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