6. Spieltag: Euer Input für die Schlusskonferenz


#1

Ich bin am Wochenende familiär unterwegs, werde noch so viel es geht nachschauen, bin aber umso mehr dankbar für Input von euch!

Gäste werden sein:

  • Stefan Rommel (freier Journalist, u.a. für den Weser-Kurier, @knallgoewer)
  • Florian Bogner (Eurosport.de, @flopumuc)

Schwerpunkt der Folge wird Werder Bremen. Aufnahmetag ist Montag, Start 11:30 Uhr.


#2

FC Bayern - Wolfsburg:
Wurde denn schon irgendwo geschrieben oder gesagt wann der FC Bayern zuletzt zu Hause einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt hat?
Ansonsten wurde ja in der letzten Schlusskonferenz recht lange darüber diskutiert, wie man gegen die Bayern herangehen kann und wie Trainer wahrgenommen werden, die die Bayern schlagen. In dem Zusammenhang die Frage, wie man Martin Schmidt sieht? Ist er einer der Trainer, die sich nicht damit zufrieden geben “in München nicht zu hoch zu verlieren” und entsprechend Lösungen suchen und offensichtlich finden? Er war der Trainer, der den Bayern die letzte Heimniederlage zugefügt hat (15/16), dann letzte Saison mit Mainz auch einen Punkt in München geholt hat, während die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf regelmäßig abgeschossen wurden. Im übrigen ein Punkt, ohne welchen die Mainzer abgestiegen wären, was ich in Bezug auf das Thema “das Spiel bei den Bayern abzuschenken” öffentlich zu wenig gewürdigt fand. Und jetzt immerhin wieder einen Punkt geholt.

Ansonsten:
Mein Beilad an Max, wenn er sich die Spiele vom Samstag Nachmittag nochmal nachträglich anschaut. Ich fand ja schon die Zusammenfassungen in der Sportschau schwer erträglich…


#3

Ah super, der @knallgoewer. :slight_smile: Da hast Du ja auch einen VfB-Experten zur Hand.

Ich war bei VfBFCA vor allem von der Klasse eines Holger Badstuber beeindruckt, der direkt nachdem er fit geworden ist, wieder von Beginn an auf dem Platz stand und eine unglaubliche Ruhe und Souveränität ausstrahlte. Defensiv stand der VfB, wie gegen Gladbach eigentlich auch ziemlich gut, aber nach vorne war es wieder dünne. Augsburg hat die Flügel konsequent zugemacht und in der Mitte fehlte jemand wie Akolo, der da einfach mal durchzieht.

Bezeichnende Szene: Benjamin Pavard, nominell ja Innenverteidiger, diesmal neben Ascacíbar aber auf der Doppelsechs, hat im Mittelfeld viel Platz, stürmt nach vorne…und legt dann rechts raus auf Beck, dessen harmlose Flanke sofort abgewehrt wird. Hannes Wolf sagte nach dem Spiel:

„Für das, was wir gespielt haben, haben wir ein bisschen wenig Punkte … und auch nur drei Tore“

So empfinde ich es auch. Der VfB bemüht sich, spielt viele Pässe, hat viel Ballbesitz, kommt aber am gegnerischen 16er nicht mehr weiter, weil ihnen nicht mehr einfällt, als Terodde Flanken zu füttern. Donis wurde ja leider gegen Ginczek ausgewechselt, von dem hätte ich mir noch ein Überraschungsmoment erhofft. Mangala, eigentlich ja eher defensives Mittelfeld, hat mir hingegen offensiv ganz gut gefallen.

Alles in allem aber etwas enttäuschend. Natürlich kann man gegen den Tabellenvierten Remis spielen. Aber gefühlt lässt der VfB zu leichtfertig Punkte liegen.


#4

Ich zitiere mich kurz:

"Für mich war die Eindimensionalität und der zu schmale Kader auch der Grund den HSV vor der Saison auf einen Abstiegsplatz zu setzen. Nun hat man gegen Abstiegskonkurrenten Augsburg mehr als glücklich gewonnen und gegen das formschwache Köln. Aber es geht nun gegen den BVB und Leverkusen und mit unserem schmalen Kader sind da zwei Niederlagen mehr als wahrscheinlich. Sechs Punkte nach zwei Spielen waren schön, aber wenn dann vier Niederlagen folgen, steht man schnell wieder unten drin.

Sehe ich zu Schwarz? Ich bin, mal wieder, wirklich beunruhigt ob des HSV."

Wenigstens wurde ich nicht davon überrascht, wie einige andere HSV Fans…


#5

Nach der Vorstellung des BVB gegen Gladbach bleibt eigentlich nur die Frage nach der Leistungseinordnung.

Defensiv hat es – bis auf das eine Gegentor – wieder sehr gut bis gut funktioniert, auch wenn diesmal 2-3 Chancen am gut aufgelegten Bürki verpufften. Gerade der Schuss von Hazard, gleich zu Spielbeginn, ist mir da in guter Erinnerung.

Ins Grübeln kann einen nur die Harmlosigkeit der Gladbacher bringen, die sich für eine halbe Stunde in disziplinierten Abwehrreihen staffelten, diese Konzentration aber nicht lange halten konnten. Die wenigen Vorstöße über Hazard und Stindl wären ertragreicher gewesen, wenn das nach hinten gezogene Mittelfeld nachgerückt wäre. Heckings Plan war es hier sicherlich mit hohen Bällen zu agieren – Toprak und Sokratis haben hier allerdings gut aufgepasst.

Real Madrid wird sich gegen den BVB sicherlich nicht so defensiv präsentieren, auch wenn ihnen mit Marcelo ein schneller, dribbelstarker Außenverteidiger fehlt. Dennoch sehe ich Toprak und Sokratis in Sprintduellen gegen Bale, Ronaldo und Co. etwas im Nachteil, wenn sie so hoch stehen wie bisher. Bosz hat allerdings gezeigt, dass er gegnerspezifisch optimieren kann, wie zum Beispiel beim Spiel gegen Hamburg, in dem sich der BVB mehr auf Ballbesitzspiel verstand. So körperlos wie Gladbach werden die kommenden Gegner jedoch nicht mehr sein.

Fragen:
Götze - Libero 2.0 oder Ballverteiler vor der Abwehr?
Philipp - Wer ist nochmal Marco Reus?


#6

Danke für eure Mithilfe!