Ich möchte hier mir keine Bewertung anmaßen, weil ich die Details des Falles viel zu wenig kenne. Ich würde Max Eberl recht geben, dass es jedenfalls keine „Rückkehr zum FC Bayern“ ist, wenn JB mal bei ein paar Trainings zuschaut. Trotzdem bleibt natürlich die Frage, ob man es will, dass er am Trainingsgelände auftaucht und man ihn bei seiner beruflichen Weiterbildung unterstützt (die Frage ist von meiner Seite ergebnisoffen gestellt).
Wenn Dreeßen hier von „Resozialisierung“ spricht, dann wäre für mich die erste Voraussetzung eine Art Einsicht und eine realistische Stellungnahme zu den bekannten Vorfällen. Sonst kann man mMn nicht von guten Voraussetzungen für eine Resozialisierung sprechen. „Schwamm drüber“ ist jedenfalls keine Resozialisierung.
Wie gesagt, ich maße mir kein Urteil an, es besteht ja doch die Möglichkeit, dass Boateng wirklich nur soviel Schuld auf sich geladen hat, wie es das Urteil feststellt. Aber zumindest in der Öffentlichkeit klafft, wie man an den Transparenten sieht, zwischen dem Eindruck und den Äußerungen von Boateng doch eine erhebliche Lücke.