#7: Kane – der perfekte Leader

Ich fand’s auch eine gute Folge. Besonders der Teil zu Boateng hat mir gefallen und mir nochmal ein paar Perspektiven gegeben. Und ich fand es da auch super, dass direkt auf die verschiedenen Narrative eingegangen wurde, mit denen man versucht die Sache runterzuspielen.

Eine Sache muss ich aber anmerken. Auch weil es mir in letzter Zeit häufiger aufgefallen ist, dass viele Leute immer noch „ManU“ sagen, wie auch Jan in dieser Folge. Der Begriff hat nämlich eine sehr tragische bzw. sehr böse Geschichte. Er wurde von gegnerischen Fans von Manchester United erfunden, um die Opfer des Flugzeugabsturzes von 1958 zu verhöhnen.

Das ist ein deutscher urban myth, den Raphael Honigstein schon debunked hat. Fragt man United-Fans, wissen die meist gar nicht, wovon man spricht.

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Zu Boateng: Ist er denn nu unschuldig, oder muss er resozialisiert werden? :nerd_face:

Zum Thema Mainz: vielleicht haben sie “erst” 14 Gegentore und wenn man die 4 von Leverkusen abzieht, sind es “nur” 10. Man sollte aber auch nicht ausser acht lassen, dass man im Spiel davor auch 4 Tore kassiert hat. Also 8 Gegentore in zwei Spielen. Da sollte man nicht über den Schiedsrichter schimpfen, sondern es sollten alle Alarmglocken läuten.

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Bei den Männers sind auch noch drei CSU Politiker dabei (Stoiber, Fahrenschon, Schmid), dazu der amtierende Münchner SPD Bürgermeister Reiter und der amtierende SPD Bundesvorsitzende Klingbeil.

Da wäre ich gerne mal Mäuschen.

Desweiteren hat der FC Bayern 151 Ehrenmitglieder, davon fünf Frauen.

Feine Sendung, die mich dazu gebracht hat, mir das Tor von El Mala extra anzuschauen. Hier zwei Feedback-Punkte zur Episode:

  • Union: Ich finde, dass in der Betrachtung von Union immer auf das Urs-Fischer-Union zurück verwiesen wird. Doch so sicher, wie auch ihr das in der Sendung darstellt, steht Union nicht. Gladbach kam öfter durch und war einerseits selbst sehr schlecht im Ausspielen der Möglichkeiten bzw. es kam doch immer noch irgendwo ein Union-Bein dazwischen. Es fehlt dem Team nach einer Führung das Thema Kontrolle über eine Partie, damit meine ich nicht zwangsläufig Ballbesitz. Aber Präzision im vertikalen Pass-Spiel wäre hilfreich. Positiv: Ansah/Köhn in der Offensive könnten in Zukunft vielleicht ein ähnlich vielversprechendes Duo sein wie Kemlein/Khedira auf der Doppelsechs.
  • Zum Thema Kapitelmarken: Ich nutze Overcast und habe die fehlenden Kapitelmarken nur im Feed Bundesliga Männer. Bei den Frauen sind sie da.
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Okay, das wusste ich nicht. Danke für den Hinweis. Allerdings hab ich jetzt bei Google keine entsprechendes Debunken gefunden. Hast du (oder jemand anderes) den Artikel parat? Würde mich jetzt doch sehr interessieren.

“Zieht dem Kane die Leaderhosen aus”

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Danke für die knallhart ehrliche Analyse des Mainz Spiels als Trap Game! In der Bundesliga ist das derzeit unerträglich live mit anzusehen. Die Abwehrprobleme sind eklatant. Spieler lassen Köpfe hängen. Alles Warnsignale.

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Wobei die beiden Gäste in dieser Hinsicht doch gut kontra gegeben haben, oder nicht? Ich habe während der Diskussion leider den Gorgonzola im Rewe gesucht, deshalb erinnere ich mich vielleicht nicht richtig, aber so wie ich es verstande haben, sah Max Stärke in der Defensive von Union, während die Gäste eher die Offensive Schwäche von Gladbach gesehen haben. (Ganz knapp zusammengefasst)

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Oddly specific, hat man gleich ein Bild, finde ich gut. Bitte mehr solche Informationen in den Kommentaren hier :smiley:

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Oh, ich meinte das gar nicht auf spezifische Personen bezogen, sondern vor allem dass man schnell in vermeintlich sichere Erzählungen („Union traditionell defensiv kompakt und sicher“) zurückfällt. Die Diskussion fand ich insgesamt sehr hilfreich, weil sie die jeweils verschiedenen Aspekte betonte.

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Vielen Dank wieder für die schöne Folge.

Ich will ein bisschen Feedback aus der SC-Fanbrille zu den Takes von Jan Lukas zu Freiburg geben.

Ich war nämlich ganz schön baff, was ich da zu hören bekam. Das deckte sich so gar nicht mit meinen Gedanken zum Spiel.

Er beginnt damit, dass das 2-2 als kurioses Tor nicht so wirklich in die Wertung mit reinzählen dürfte und tut so, als wäre diese Kuriosität der einzige Grund, dass Freiburg da “aus dem nix” zu diesem Punkt kommt. Die dargelegten xG der zweiten HZ von Max ignoriert er dazu komplett.

Zum einen, wenn man die Kuriosität des Freistoßes von Grifo anspricht, dann muss man doch mindestens die Entstehung des 1-1 dagegen halten. Und auch der Abschluss vom 1-2 ist eher glücklich als Absicht wie ich meine. Auch wenn Santos die Mauer und sich richtig stellt, ist das eine weitere gute Chance für den SC. Und das war bei der SGE wirklich Mangelware.

Der xG Wert von understat lautet 1,13 zu 0,77, woanders hab ich sogar 1,5 zu 0,8 gesehen. Aber gut, sind ja nur xGs mit all ihrer Ungenauigkeit.

Aber auch die anderen Statistiken sprechen gegen die These von Jan Lukas.

Im gesamten Spiel hält Autubolu nur noch einen weiteren Ball neben den beiden Gegentoren. Drei Schüsse aufs Tor, noch 5 weitere daneben. In der zweiten HZ sogar nur 0/3 aufs Tor.

Dagegen Freiburg mit 5 aufs Tor und 12 gesamt, ja, auch nicht herausragend, aber halt signifikant mehr.

9-1 erfolgreiche Dribblings, 15-6 Fouls won, mehr Pässe im gegnerischen Drittel, dabei 70-48% Genauigkeit, mehr als doppelt so oft im gegnerischen Strafraum gewesen…. Quasi alle anderen Statistiken sind ausgeglichen.

Also dafür, dass in den Segmenten davor wirklich oft solche Zahlen als Argumente verwendet wurden, hätte man wenigstens mal darstellen sollen, wie man TROTZ dieser Zahlen darauf kommt, dass Frankfurt öfters das Spiel gewinnt als Freiburg.

Und wenn ich mir jetzt Teile des Spiels nochmal anschaue, dann kann ich mir die 20 Minuten von 65-85 anschauen und feststellen, dass Frankfurt das Spiel kontrolliert, aber es eben auch gar nicht schafft, irgendwie den Deckel aufs Spiel zu machen. Also auch kaum eine echte Möglichkeit entsteht.

Oder ich schaue mir die 20 Minuten davor an, von der 45.-65. und sehe, dass in diesen 20 Minuten Frankfurt nicht ein einziges Mal den Ball im letzten Freiburger Viertel hat. Nicht ein einziges Mal. Und in dieser Zeit hat Freiburg mehrere wirklich gute Aktionen, in denen es meist nur der Abschluss ist, der nicht ganz sitzt.

Minute 48, Manzambi hat einen freien Kopfball aus 6 Metern, Beste kann in der Folge nur ans Außennetz schießen. Minute 54. Adamu wird ziemlich gezogen (nein, kein 11m aber fehlt auch nicht arg viel), legt den Ball auf Manzambi, der aus 16 Metern wieder Schießen kann und der Ball geblockt wird. Bei der darauf folgenden Ecke kommt Kübler im 5er zum Kopfball und setzt ihn drüber. In der 58. Minute bekommt Scherhant seitlich im Strafraum eine vielversprechende Ablage, verzieht aber deutlich. In der 60. Minute hat Höler einen freien Kopfball im 5er, setzt ihn drüber. In der 62. hat Scherhant einen freien Volleyschuss aus 11 Metern, den er nicht so richtig trifft. In der 63. flank Beste in den Strafraum und trifft leider genau den Frankfurter, der zwischen zwei völlig freien Freiburgern steht.

Das war zum Teil kläglich im Abschluss. Aber dass da nicht gleich mehrere Tore fallen liegt ganz sicher nicht an der Frankfurter Stabilität.

Danach kommen die Wechsel, und vor allem Frankfurts Umstellung sorgt dafür, dass diese Chancenflut der Freiburger wieder abebbt und Frankfurt wieder mehr vom Spiel hat. Aber eben auch überhaupt nichts Zwingendes zustande bringt.

Vielleicht bin ich auch nur so sehr begeistert, weil ich mir das Spiel davor gegen Gladbach halt auch angeschaut habe und Freiburg dort gegen den Tabellen-letzten nix nach vorne hinbekommen hat und ich erwartet hatte, dass Frankfurt Freiburg abschießt. Aber ich habe hier versucht, meine Sicht hier nochmal zu objektivieren und bin mittlerweile für mich am Urteil, spielt man dieses Spiel 10 Mal, gewinnt Freiburg das öfters als Frankfurt.

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Die Statistiken müssen im Kontext des Spielverlaufs interpretiert werden. Die Eintracht hat 2:1 geführt und so gespielt. Dass Freiburg da mehr drückt und abschließt, ist normal und halt doch egal, wenn nicht Kaua einen Bock schiesst.

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Einerseits ja und ich gehe bei Max Analyse komplett mit, andererseits nervt mich dieser Panikmodus nach 7 Spielen. Platz 10 ist 5 Punkte weg, Platz 7 sogar “nur” 6. Einen einstelligen Tabellenplatz fand ich vor der Saison schon vermessen, aber das Mainz nur im Idealfall auf Platz 8 und im worst case tief im Abstiegskampf stecken kann, ist jetzt keine krasse negative Überraschung.

das finde ich deutlich zu einfach für Rasenfunkniveau. Wenn ich jetzt die Ballbesitzstatistik genannt hätte, oder die Pässe in der gegnerischen Hälfte, ok. Wenn es denn für Frankfurt gereicht hätte so, ok.

Hat es aber nicht. Wie geschrieben war es nicht die Frankfurter Stabilität die dazu geführt hat, dass Manzambi beim freien Kopfball den Ball kaum trifft, dass Kübler oder Höler den Ball nicht gezielter Köpfen, dass Scherhant zwei Mal frei stehend den Ball nicht richtig trifft. Also wenn das alles Teil der abgeklärten Frankfurter war, wäre das noch ein vielfaches Arroganter, als es der Ruf der Frankfurter ohnehin in manchen Fankreisen ist.

Sich auf einer 2-1 Führung auszuruhen als die SGE, die gegen Gladbach 4 Dinger bekommt und dann sich hintenraus mit “der Punkt für Freiburg ist unverdient, weil es nur an unseren 60Mio-Torwarttalent lag” zu rechtfertigen. Dann find ich Aussagen wie “die SGE hätte es mehr verdient und war näher dran am Sieg” einfach quatsch, oder zumindest erklärungsbedürftig.

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Ich finde, du bewertest die Chancen massiv über. Scherhant muss einmal im Bogen (gegensätzlich) zum Ball laufen. Zusätzlich stehen 5 Spieler vor ihm. Der Kopfball von Manzambi ist auch nicht leicht. Der Ball kommt mit viel zu wenig Geschwindigkeit, er steht am an der Ecke (schwieriger Winkel) des 5-Meterraums. Entsprechend wertet die Statistik mit 0.1xG die Situationen entsprechend niedrig.

Ah, sorry dann hab ich deinen Beitrag falsch aufgefasst.

Ich finde die Diskussionen ebenfalls sehr spannend. Gerade im mittleren Teil der Saison tröpfelt das Ganze so vor sich hin und es gibt wenig Dissens und dadurch fehlt mir immer ein wenig das Feuer (kann man natürlich auch nicht erzwingen). Aber gerade am Anfang, wenn man noch nicht bei jedem Verein weiß, wo die Reise hingeht, ist es noch spannend.

Aber so dolle war das doch nicht, was Freiburg produziert hat, wenn ich nach der Statistik gehe (understat). Freiburg hat eine Viertelstunde in der 2. Halbzeit Dampf gemacht und bis zur 60 Minute xG Werte produziert, und dann war Schluss - bis zum Tor. Wenn es nach den xG Werten nach der 60. ginge, hätte eher die SGE noch ein Tor schießen müssen. Aber da ist der Spielstand und ungefährliche Freiburger führen halt dazu, dass man die letzten 30 Minuten lieber stabil verteidigt (denn das hat man), als dieses Tor auch noch zu machen. Ich hatte zu keinem Zeitpunkt ab der 60. das Gefühl, die SGE hat das nicht voll im Griff. Hätte Kaua nicht den Fehler gemacht, hätte jeder gesagt: souverän und auf Nummer sicher zu Ende verteidigt. Die gleichen statistischen Werte bei einer Freiburger 2:1 Führung, und jeder hätte gesagt - unfähige Frankfurter die kein Torgefährlichkeit produzieren. Daher bleibe ich dabei (a) die Werte sagen fast gar nichts aus, wenn man nicht den Spielverlauf berücksichtigt und (b) dieses Spiel wurde wegen Kaua nicht gewonnen, ansonsten ist Freiburg (nach dem gesehenen) für die SGE in der absoluten Mehrzahl einer jedweden Anzahl von Spielen machbar.

Übrigens wird Kaua aus dem Tor genommen, das ist bestätigt. Die letzten Leistungen rechtfertigen zur Zeit anscheinend nicht mehr die Investition in seine Entwicklung in Form von akzeptierten Gegentoren. Schon beim nächsten Spiel (Liverpool) wird man wahrscheinlich lange tief verteidigen müssen und da sind Torwartpatzer von dem Kaliber wie gegen Freiburg (und auch Gladbach) nicht gut.

Ja, die Bewertung kann ich schon auch mehrheitlich nachvollziehen. Die Fanbrille auf meiner Nase kann ich nicht leugnen und ich setze das Spiel auch in Relation mit dem, was ich von Freiburg in Gladbach gesehen habe. Und im Vergleich dazu, war das eine wirklich gute Leistung, auch schon in Halbzeit 1. Da bewertet man dann auch die eigenen Siegchancen vielleicht etwas stärker und freut sich sehr, dass man gegen so eine namenhafte Offensive nur 3 Torschüsse zulässt und selber vorne sogar mehr hinbekommt.

Ich meine schon, wenn ein Spieler wie Burkhard die Chancen zwischen 45. und 65. gehabt hätte, dann hätte es mindestens einmal geklingelt. Vielleicht hätte sogar ein Matanovic gereicht. Aber wie man nach dem Wechsel gesehen hat, ohne Adamu/Höler, schafft es Freiburg gar nicht mehr zu den Chancen, die ein Matanovic dann nutzen könnte.

Aber im Endeffekt ist natürlich auch die Verwertung der Chancen etwas, das zur Bewertung der Leistung dazu gehört und da war Frankfurt herausragend, und Freiburg mittelmäßig.

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:joy: