Naja, das eine ist eine schlechte Phase, was ja vollkommen ok ist. St. Pauli hatte auch letzte Saison eine Phase mit 6 Spieltage ohne Sieg - inklusive vier Niederlagen ohne eigenes Tor.
Ich habe es aber nicht so in Erinnerung, dass die Abstände in der Defensive so wenig gestimmt haben, wie es nun gegen Gladbach der Fall war und Gladbach war nun bisher in der Saison auch nicht für ein Offensivfeuerwerk bekannt.
Ich bin wahrlich kein xG-Fan, aber laut Kicker hatte Bayern gegen Gladbach fast einen doppelt so hohen xG-Wert wie gegen Leverkusen. (2.03 vs 3.97)
Bis auf die Spiele gegen Dortmund und Augsburg hatte ich in der Liga momentan eh das Gefühl, dass die Höhe der Bayern-Siege mehr von Bayern abhängt. Wie gesagt, finde es wirklich beeindruckend.
Klar, die entscheidende Phase kommt erst im Frühjahr in der CL und im Pokal, aber ich hätte es trotzdem nicht erwartet.
Nach der Transferperiode hätte ich es auch nicht für ausgeschlossen, dass es Verletzte gibt oder die Rotation null funktioniert und der ganze Laden schon vor Weihnachten zusammenfällt.
Das bittere ist dass zum 2. Mal in Folge (in der Liga) das 0:1 durch einen Fehler von Vasilj verursacht wurde. Bis dahin war zumindest meiner Meinung nach nicht viel passiert. Mittlerweile ist aber das Vertrauen der Spieler in sich selbst und untereinander so geschädigt, dass keine positive Reaktion auf solche Rückschläge erfolgt.
ich frage mich (bzw euch) ob der move, Kane, Olise und Diaz draußen zu lassen, die Leverkusener Taktik etwas durcheinandergebracht hat. Also Köln hatte sich ja zB ziemlich gut auf den fallenden Kane eingestellt, wenn statt Kane jetzt ein Jackson spielt und der genauso gut bewacht wird, dann haben Guerrero, Gnabry und Karl mehr Platz zum selber abschließen.
Und täusche ich mich, oder war Kimmich sehr zurückhaltend und ist erst aus der Versenkung aufgetaucht, als seine Buddies vorne eingewechselt wurden?
Also zusammenfassend: hat Kompany Hjulmand ausgecoacht?
Und zu Bayerns kleinem Kader: Der THW Kiel war im Handball immer dafür bekannt, dass sie mit einem sehr kleinen aber sehr gutem Kader Meister geworden sind. Gislason (der jetzt Bundestrainer ist) hat auch im Spiel kaum gewechselt. Die Mannschaft war letztlich so eingespielt, dass jeder Pass blind saß.
Will sagen, es gibt für alles Vor- und Nachteile. Schaffen sie es, verletzungsfrei zu bleiben, kann der kleine Kader von Vorteil sein.
Ich würde eher sagen, dass Leverkusen das Spiel nicht zu 100% ernst genommen hat und lieber ein paar wichtige Spieler schohnte. Also weniger Auscoachen durch Kompany und mehr Aufgeben von Bayer. Mich hat aber etwas verwundert, dass man Kane, Olise und Diaz überhaupt noch gebracht hat bei einer 3:0 Führung anstatt sie komplette regenerieren zu lassen.
Ja, aber ich fand die Argumentation „gegen Bayern haben Bundesligisten momentan kaum bis keine Chance“ nicht so gewinnbringend, wenn es darum geht ne Dortmunder Bestandsaufnahme zu bekommen .
Ich bin ja bekennender Befürworter des VARs. Aber das beim vermeintlichen 2:1 vom HSV war leider wieder ein starkes Negativbeispiel. Die finale Entscheidung kann man schon so treffen. Aber was ich nicht verstehe ist, wie man sich erst das Foulspiel anschaut, dann die Abseitssituation und dann auf Foulspiel entscheidet. Wenn es von Philippe ein Foul war, muss man doch nicht noch extra Abseits überprüfen.
Hatte ich mich auch gewundert. Theorie: Ihm war das foul zu wenig. abseits aber auch zu unklar. also in summe auf kein tor entschieden. Ist zwar nicht regelkorrekt, aber meine beste Erklärung.
Hervorragende Schiedsrichterleistung heute. Kann man Daniel Schlager nur gratulieren. Dass er bei seiner Rede nach dem VAR-Check selber nicht mehr weiß, wieso er das Tor aberkennt, war dann selbst als HSVer lustig.
Mag sein, dafür hatten sie aber kein Mittel gegen den in der Box brandgefährlichen Kane. Mehrere dicke Chancen in der ersten Hälfte, und dann zwei Tore.
Ausgecoacht bedeutet für mich, dass es die treibende Absicht hinter der Unstellung ist. Gegnerspezifisch. Nach Occam’s scharfem Rasiermesser war Belastungssteuerung und Spielplan dafür ausschlaggebend. Das Leverkusen auf genau diese Formation wahrscheinlich nicht vorbereitet war? Schöner Neveneffekt.
Auch wenn ich Schlager nicht bei allem zustimme, was er hier sagt, so zeigt es doch, was für einen großen Mehrwert es haben kann, wenn bei solchen kritischen Entscheidungen im Nachgang selbige nochmal ausführlich erklärt wird. Zumindest bei mir führt das zu deutlich mehr Verständnis.
.. und es war nicht das einzige an diesem Spieltag, ich hab abgesehen von der noch mindestens zwei weitere Situationen mitbekommen (ohne alles zu sehen) wo VAR Checks 5 Minuten+ gedauert haben, beim Nicht-Tor von Bebou gegen Wolfsburg und bei dem Nicht-Tor von Ilic gegen Freiburg. Die Schiedsrichter sahen an diesem Spieltag erneut wirklich nicht gut aus.
Natürlich ist beides wichtig. Nicht als Selbstzweck, die Folge von mehr als 5 Minuten VAR Einsatz ist halt aber eine Abwertung vom Unterhaltungsprodukt Profifußball. Kann mir niemand erzählen dass diese Menge von Unterbrechungen beim Spaßfaktor förderlich ist.
Persönlich ist es dann für mich halt insbesondere nervig wenn es um irgendwelche Zentimeterentscheidungen beim Abseits geht, die dann mein Empfinden von Gerechtigkeit überhaupt nicht mehr ansprechen.
Das ist eine falsche Dichotomie. Nur weil eine Entscheidung richtig war, rechtfertig das keine schlechte Kommunikation. Und wenn die Kommunikation schlecht war, sollte sie auch entsprechend kritisiert werden. Zumal eine gute Kommunikation für mich Teil einer richtigen Entscheidung ist. So dass man nicht nur verstehe, was, sondern auch warum.