DFB als Verband/DFB-Strukturen

Hallo zusammen,

in diesem Podcast wird so viel gessgt, was alles im DFB schiefläuft. Leider kann ich das alles gar nicht zusammenfassen, da es so viel ist.

Da jetzt mit Löw, Flick und Nagelsmann 3 verschiedene Trainer bei WMs gescheitert sind ist es offensichtlich, dass die Probleme viel tiefer liegen.

Meinem Gefühl nach wird der DFB/DFL gerade von einer konservativen Altherrenrunde um Watzke, Mintzlaff, Völler usw. regiert, die sich ganz gemütlich dort eingrichtet haben.

Für mich steht der Verband wieder da wie 2004. Es braucht wieder ein Art Klinsmann, der mal durchlüfet.

Wie das ganze aber aussehen soll, weis ich auch nicht, da fehlt mir igendwie die Fantasie und die Fachkenntniss.

Was meint Ihr?

Ist vielleicht nicht ganz rübergekommen.
Daher schreibe ich es nochmal

Habt Ihr Ideen wie ihr den DFB als Verband und die Nachwuchsförderung reformieren würdet?

Das meinte ich mit der Frage „Was meint Ihr?“

Im Nachwuchsbereich erstmal schauen wie sich die letzten Änderungen auswirken? Gerade dort sollte man nach größeren Umstellungen 5-10 Jahre warten um sehen zu können, ob sich Verbesserungem ergeben haben.
Was den Verband anbetrifft sind meine Hoffnungen auf Besserung angesichts der politischen Gesamtlage eher gering.

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Bei den jüngeren nicht gleich alles verteufeln was neu ist(gab zb. Diskussionen darüber dass Kleinfeld gespielt wird, oder bei den jüngsten erstmal ohne Wertung)

Und ääh warum orientieren wir uns noch mal nicht an Frankreich und Spanien?

Mehr Sozialarbeit in den Internaten und Fußballschulen und Fokus Schule und da auf denken und Kreativität

Mehr Durchmischung mit „normalen“ Menschen und länger warten bis Kinder „aussortiert“ werden

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Es geht nur eines davon: entweder Nachwuchsspieler müssen sich mehr auf Schule konzentrieren ODER wie orientieren uns an Frankreich.
Da ist nämlich genau das nicht der Fall! Wird bei miasanrot auch erläutert.

Man muss Konzepte nicht 1 zu 1 übernehmen und da gibt es ja noch ein 2. Land.
In Spanien ua. Bilbao ist Schule ein wichtiger Teil der Ausbildung
Und man hätte vielleicht auch noch England und die Niederlande nennen können
Man kann sich aber daran orientieren

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Ich meine, sie stellen das System in Frankreich nicht ganz richtig da. Die Jugendlichen in Clairefontaine bleiben alle verbunden mit ihrem Heimatverein und spielen dort am Wochenende, eben gerade weil sie nicht komplett aus ihrem sozialen Umfeld gerissen werden sollen.

Auch gibt für alle dort ganz klassischen Unterricht neben dem Fußballlehrgang.

Ich sage nicht das ist das perfekte System. Aber es ist auch kein autoritäres Regime, das Kindern ihren Familie entreißt und sie zu Fußballsoldaten macht wie es bei Miasanrot klingt.

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Das ist ja das, was man hierzulande auch gerne machen würde. Das Problem ist, wenn ich als Verein mir nicht schon in sehr jungen Jahren den Zugriff auf die Kinder sicher, dann macht es ein anderer Verein.

Beim HSV fängt man inzwischen trotzdem erst mit der U12 an. Das ist ein Kompromiss. Lieber wäre es dem HSV, die Kinder werden bis 15 bei ihren Heimatvereinen ausgebildet, unterstützt vom HSV. Macht man das aber, sinddie besten Spieler weg.

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Noch zu Frankreich:

  • Hier darf Tobi Escher im DLF zu seinem Kapitel zu Clairefontaine aus seinem Buch “Was Teams erfolgreich macht” erzählen: Nachwuchsförderung im Fußball - "Müssen von Frankreich lernen"
  • Die politischen Rahmenbedingungen machen es sehr schwer Dinge von Frankreich zu übernehmen, aber eine Orientierung kann es allemal bieten.

Ich werde eher immer pessimistischer je mehr ich über die Frage von nötigen Veränderungen nachdenke. Je tiefer wir kommen, desto mehr macht sich bemerkbar wie verkrustete Verbandsstrukturen im föderalen Aufbau Innovation und Veränderung behindern.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn wir Trainingspläne und Ausbildung inhaltlich erneuern und es keinen Aufschrei gibt, wenn G- und F-Jugend mit vier Toren 3 ggn 3 spielen :smiley:
Mein Sohn kommt jetzt in die F-Jugend und es gibt in so vielen Vereinen unglaubliche Vorbehalte dagegen.

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Es wurde/wird ja trotz der Widerstände (auch von Watzke etc.) gemacht. Das zeigt, dass im Nachwuchsbereich Bereitschaft zur Veränderung vorhanden ist.

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Ich verstehe nicht, wieso sich jetzt alle auf das Thema Nachwuchsförderung stürzen. Ist doch wurscht, ob wir bessere Jugendarbeit machen, wenn die jungen Spieler dann eh keine Chance bekommen (siehe El-Mala, Bischof, Bisseck, Atubolu, etc.) und man die immer gleichen Alteingesessenen aufstellt, weil die ja so ne tolle Aura haben oder warum auch immer.

Was dem DFB fehlt ist ne echte Leisungskultur auf allen Ebenen. Nicht nur was die Spieler angeht, sondern auch Trainer und Funktionäre. Dass es nach dem Ausscheiden gegen Paraguay überhaupt zur Debatte stand, ob Nagelsmanm weitermacht ist für mich schon fast skandalös. Auch dieses ständige Schönreden von schlechten Leistungen wie gegen Nordirland oder die Slowakei ist ein Symptom des Problems. So richtig das Interview von Mertesacker damals nach dem Algerien-Spiel war, so schädlich war es meiner Meinung nach für die Einstellung des DFBs. Hauptsache gewonnen und war halt ein schweres Spiel und so weiter.
Der Anspruch muss sein, dass man solche Spiele immer mit mindestens 3 Toren Unterschied gewinnt. Und wenn man das nicht tut, dann muss wenigstens die spielerische Leistung entsprechend gut gewesen sein. Ansonsten darf man sich nicht damit zufrieden geben. Der DFB ist mittlerweile so eine Wohlfühloase geworden, wo jegliche Kritik abgeblockt wird und gefühlt einfach nur noch Leute, die sich mögen, gegenseitig Posten oder Nominierungen zuschieben. „Rudi, warum machst du das nicht“ ist so der Inbegriff dieser Mentalität.

Ich bin der Meinung, dass sowohl der aktuelle Kader als auch die Jugendspieler bereits gut genug sind für mehr. Vielleicht nicht WM oder EM Titel aber Halbfinale oder Finale könnte man durchaus erreichen. Nur muss man halt dafür auch den Mut haben wirklich nach Leistung aufzustellen und nicht nach Reputation. Und wenn das heißt, dass Wirtz, Musiala und Havertz auf der Bank sitzen, damit Undav, Amiri und El-Mala spielen, dann ist das eben so. Dazu ist man meiner Ansicht aber nicht bereit und daran wird auch ne bessere Nachwuchsförderung ändern.

E: und im ubrigen gilt das nicht nur für junge Spieler, sondern besonders auch für Spieler, die nicht in der Bundesliga spielen. Wenn sie nicht gerade bei einem absoluten Top-Club sind oder Leroy Sane heißen hat man praktisch keine Chance nominiert zu werden oder gar spielen zu dürfen. Siehe Stach, Tresoldi, Bisseck und Thaiw.

Ist der DFB so eine Wohlfühloase? Seh ich, wie zB mit Baumann, Undav & Co umgegangen wird, hat das nichts mit Wohlfühlen zu tun.

Ich hab schon fast das Gefühl, für viele ist das Nationaltrikot zu schwer. Kaum einer bringt die Leistung, die er im Verein bringt. Und ich glaub nicht, dass sie nicht wollen.

Und beim Beispiel Kimmich, frag ich mich zB, ob ihm nicht vielleicht zuviel aufgelastet wird. Er ist ungeheuer ehrgeizig, er will vorangehen, sich total in den Dienst der Mannschaft stellen usw … und hat im Nationaldress im Grunde seit Jahren nur auf die Mütze bekommen. Ist die Bürde, dass immer Halbfinale usw erwartet wird, vielleicht zu schwer?

Ich würde gerne einen Bundestrainer sehen, der es schafft, den Spielern den Spaß am Fußball zu bringen. Spaß am Spiel, Spaß am Verteidigen und wenn es nötig ist, auch den Spaß daran, mal so richtig dreckig zu fighten, falls alles andere nicht läuft.

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Vielen Dank erstmal hierhin fürs Feedback.

Habt Ihr zufällig auch Ideen für eine DFB-Reform an sich?

Lg

Mehr Frauen in die Führungsetage
Sprich eine Quote

Natürlich aufgrund von Leistungen und so
Aber(es ist nur ein Eindruck) herrscht da ein komplettes Pimmelgewimmel, dass sich in der Sauna auf die Schulter klopft und bei Weißbier sich gegenseitig lobt(ist natürlich etwas Übertrieben)
Und Frauen, die qualifiziert genug sind, mussten sich meistens ein bisschen mehr durchkämpfen

Und ey es ist 2026 und immer wenn irgendwas aus dem DFB kommt, kommt es von einem Mann

Heißt nicht, dass es automatisch besser wird, aber anders

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Und ne Altersgrenze

@Fiete Welches Alter als Grenze meinst Du konkret?

65? Irgendwie so um den Dreh. Aber auf keinen Fall älter als 67.

Und mindestens 1/3 Frauen im Vorstand

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Sorry aber es kann doch jetzt nicht ernsthaft die Lösung sein Frauenquoten und Altersgrenzen einzuführen, in dem Glauben, dass das strukturell etwas entscheidendes ändern würde. Der DFB hat inhaltliche Probleme, jetzt mit identitätspolitischen Maßnahmen zu kommen, ist doch reines Hoffen, dass es besser wird. Und vielleicht würde es auch besser werden (schlechter ist ja auch schwerlich möglich). Aber ne sinnvolle Problemanalyse sieht für mich anders aus.

Ich hab jetzt keine konkreten Weg, wie man es macht aber man muss meiner Meinung nach diese Art Vetternwirtschaft abschaffen. Im DFB arbeiten doch praktisch nur Leute, die vorher schon Leute beim DFB kannten. So viele Ex-Spieler oder (Ex-)Funktionäre von Vereinen, quasi null Impuls von außen. Vielleicht bräuchte es feste Posten für die Vertretung von Amateurvereinen und Fans. Oder ein offeneres Verfahren bei der Besetzung von Posten. Eventuell ganz bürokratisch eine offene Ausschreibung, auf die sich wirklich jeder bewerben kann. Mit anonymisiertem Auswahlverfahren. Und dann wird wirklich nur die Person eingestellt, die am besten qualifiziert ist und nicht die Person mit den besten Kontakten.

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Frauenquote wäre natürlich kein Allheilmittel sondern nur eine einzige Maßnahme in einer großen Reform.

Aber ich fände es wert es auszuprobieren. Es sind eindeutig zu viele Männer in der Führung vom dfb.

Edit: Solange Neuendorfund Völler im Amt bleiben hab ich Zweifel ob das was mit dem Umbruch was wird. 11 Freunde hat richtig daraufhingewiesen, dass der dfb so früh während der Verhandlungen, die auch scheitern können bekannt gibt, dass man Klopp kontaktiert hat, ein Ablenkungsmanöver der 2 sein könnte.

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Vielleicht passt das hierhin.

Thema Nachwuchsarbeit. Die Nachwuchsarbeit des DFBs wird immer wieder kritisiert. Aber gefühlt gewinnt ständig wieder irgendein U-Team ein Pokal. Jetzt sind gerade die U19 der Männer und Frauen in das Finale der U19-EM eingezogen.

Da kann ja irgendwie die Nachwuchsarbeit nicht ganz so schlecht sein.

Natürlich ist es von der der z.B. U17, U19 oder auch U23 noch ein gewaltiger Sprung in den Profibereich und von vielen U- Europameister/Weltmeister hört man später nichts.

Aber irgendwie schaffe ich diesen Gedankensprung wie ich das Thema differenziere nicht ganz.

Kann jemand, der sich vielleicht mit der nachwuchsarbeit beim dfb bisschen auskennt weiterhelfen?