Euer Input für die Saisonvorschau 21/22

Am 8. August werden wir die neue Saisonvorschau aufzeichnen. Und für die brauchen wir eure Hilfe und zwar mehr als in anderen Jahren. Es ist sehr komplex, sich auf diese Liga mit all den neuen Trainern vorzubereiten.

So könnt ihr helfen:

Ich lege mir für die gesamte Saison ein Dokument an und da könnt ihr euch an der Struktur gerne orientieren (ich lasse ein paar Punkte weg, die ich noch drin habe, die aber nicht von euch kommen müssen):

Wichtigste Transfers: (Ausgaben / Einnahmen, Saldo: )

Zu:

Hochgezogen/Leih-Ende:

Ab/Leih-Ende:

Kader (hier gehe ich die Positionen durch und schreibe, wo Stärken und Schwächen liegen)

Spielphilosophie (Hier notiere ich wichtige Eckpunkte der Spielweise sowie die „Hausaufgaben“ aus der letzten Saison, also was besser werden muss)

Saisonauftakt (Wie sehen die ersten zehn Spiele aus?)

Wichtige Themen (Was muss man außerhalb des Platzes im Auge behalten

Wir würden uns sehr über euren Input freuen, auch die anderen beiden, Tobi und Yvonne.

Und wenn ihr mit all dem fertig seid, könnt ihr auch bei den Tippspielen mitmachen:



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Vfb Stuttgart Zusammenfassung

Wichtigste Transfers: (Ausgaben / Einnahmen, Saldo: ) VfB hat ein großes + gemacht (30 Millionen) mit ca. 40 Mio Einnahmen und etwa 10 Millionen Ausgaben

Zu: Führich (verletzte sich direkt für 2 Monate), Ahamada (Kaufpflicht), Müller (Kobel Ersatz), Beyaz (großes Talent auf der 10), Mavropanos (Leihe verlängert mit Kaudoption)

Hochgezogen/Leih-Ende: Meyer, Sankoh (beide Top-Talente aus der Jugend), Maffeo (direkt weiterverliehen), Nartey (Rückkehrer Sv Sandhausen)

Ab/Leih-Ende: Kobel, Gonzalez, Awoudja, Maffeo, Grahl, Castro (Vertragsende)

Kader Der Kader ist unglaublich talentiert und durch die Abgänge von älteren Spielern wie Castro und Grahl weiterhin der mit Abstand jüngste Kader der Liga. Man hat zwar 2 Leistungsträger verloren mit Kobel und Gonzalez, aber da Gonzalez großteils verletzt war und Müller meiner Einschätzung nach nicht viel schwächer einzuschätzen ist als Kobel hat man keinen all zu großen Aderlass. Castro war schon in der Rückrunde nicht mehr absolut gesetzt und die nicht Verlängerung war Entscheidung des Vereines um den jungen Spielern mehr Einsatzzeit zu geben.
Das Prunkstück ist die Doppelsechs mit Endo und Mangala, welche beide locker gut genug wären um international zu kicken. Da Mangala auch erstmal ausfällt muss hier am Anfang auch direkt ein junges Talent (Narey oder Ahamada) ran. Der Sturm ist die größte Baustelle, da bei einem Kalajdzic Ausfall kein ansatzweise gleich guter Ersatz bereit steht (Al Ghaddioui hat noch nie ein Bundesligator geschossen, Sankoh ist unglaublich talentiert aber man sollte einem 17 Jährigen nicht die gleiche Last auferlegen wie Werner damals und dann könnte man noch einen Coulibaly dort spielen was man gegen Bayern und Dortmund schon tat, aber dieser spielt normalerweise auf dem Flügel und man hat ihn nur wegen der Konterqualität dort gespielt).
Der aktuell größte Qualitätsunterschied zu letzter Saison gibt es auf der rechten Schiene. Während Silas dort letzte Saison einer der Leistungsträger war kann man diese Saison wegen dem Kreuzbandriss nicht vor Winter mit ihm planen. Massimo ist sein Ersatz und wackelt regelmäßig in der Defensive und hat Offensiv nicht die gleiche Durchschlagskraft.
Die Innenverteidigung ist stand jetzt gleich geblieben wodurch zumindest dort ein bisschen Routine gegeben ist (außer Kempf geht noch nach Frankfurt oder Leverkusen wegen 1 Jahr Vertrag)

Spielphilosophie Stuttgart spielte letzte Saison mit einem 3-4-2-1 mit asymetrischen Außenverteidigern, wo Silas meist etwas offensiver war (war eig Flügelspieler) und Sosa etwas weiter hinten (trotzdem regelmäßig im Offensivspiel beteiligt). Verbesserung im Spiel erwarten in Stuttgart wenige und die meisten hoffen das man das Niveau der Vorsaison halten kann. Dafür braucht man die jungen Spieler welche zum einen Castro auf der 10 gleichwertig ersetzen (Klimowocz, Coulibaly und Beyaz sind hier Hoffnungsträger alternativ hat man Klement und Didavi welche eine solide Alternative sind, Führich könnte hier auch spielen aber ist für 2 Monate verletzt) und man muss Tore schießen ohne alles auf Kalajdzic zu setzten (Mit Silas, Castro und Gonzalez fallen 3 der 4 Top Torjäger weg).

Saisonauftakt Der VfB hat ein sehr ausgeglichenes Programm wodurch ich keine große Hoffnung auf eine bestimmte Saisonphase habe. Problematisch könnten aber die ersten 3-4 Spieltage sein, da mit Mangala, Kalajdzic (Corona), 2 weitere Corona positive die nicht benannt sind, Endo (Olympia), Müller (Olympia), Ahamada und Führich viele Spieler ausfallen welche eigentlich fest eingeplant sind. Manche könnten zwar nur kürzer ausfallen aber es besteht die Chance auf einen sehr holprigen Saisonstart.

Wichtige Themen Machtkampf im Verein wurde mit der Mitgliederversammlung vor 2 Wochen endgültig abgeschlossen (Hoffe ich). Claus Vogt und viele andere welche für einen Umbruch stehen gewannen mit teils deutlich über 90% der Stimmen.
Corona Impfungen sind im Team ein Thema, da nur ca 50% des Teams vollständig geimpft sind. Dies führte dazu das man im Testspiel gegen Barcelona nur mit 6 oder 7 Profispielern antrat und der Rest U21 Spieler waren, welche den Kader auffüllten. Dies hat sich bereits gerächt, da seit vergangener Woche zum ersten mal seit beginn der Pandemie im Stuttgart Team Corona auftrat.

Abschließend will ich noch sagen das ich als VfB Fan auf einen Platz im Mittelfeld hoffe und den VfB auf Platz 13 tippen würde. Alles was nicht Abstieg bedeutet wäre aber auch ok.
Freue mich auf euren Podcast. Grüße.

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Der Saisonstart dürfte diesmal eminent wichtig werden: Ohne Mangala,Endo, Silas und Kalajdzic (zumindest im Pokal) + die beiden weiteren Coronafälle fehlt temporär einfach sehr viel Qualität. Die jungen Spieler haben viel Talent, aber wir wissen ja auch, dass eine Weiterentwicklung schwierig wird, wenn sofort Druck auf dem Kessel ist.

Das Pokalspiel in Berlin wird schon kein Selbstläufer und ein Heimspiel gegen einen Aufsteiger hat auch ein gewisses Potenzial für einen Fehlstart.

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Borussia Mönchengladbach:

Zugänge:

  • Manu Kone von Toulouse (2. Liga Frankreich für 8 Mio. €)
  • Festverpflichtung von Hannes Wolf. Etwa 11 Mio. € Ablöse.

(Ausgaben / Einnahmen, Saldo: )

Abgänge:

  • Oscar Wendt
  • Lazaro Leihende
  • Michael Lang (Basel)
  • Rocco Reitz (1-Jahr-Leihe, zum St. Truiden (Belgische 1. Liga mit Trainer Bernd Hollerbach)

Kader:

  • Tor mit Sommer und Sippel super besetzt
  • Die IV bisher mit Elvedi, Ginter, Beyer, Jantschke solide besetzt. Talent aus Ecuador (William Pacho - 19 Jahre alt, Spielanalyse zu ihm: https://borussiaexplained.de/william-pacho-in-der-spielanalyse/) scheint vor einem Wechsel nach Gladbach zu stehen.
  • Aussenverteidiger rechts mit Lainer und Joe Scally überragend besetzt. Scally hat unheimlich überzeugt in der Vorbereitung.
  • Aussenverteidiger Links mit Bensebaini ebenfalls stark besetzt, jedoch fehlt ein Back-Up. Im Gespräch: Faitout Maouassa (Stade Rennes, Analyse: https://borussiaexplained.de/wird-maouassa-fuer-huetter-der-neue-filip-kostic/) und Luca Netz von Hertha BSC (Laut „Sport Bild“ ist der Deal durch - 4 Mio. € Ablöse)
  • Doppel-6 mit Neuhaus, Kramer, Benes und Neuzugang Kone stark besetzt. Denis Zakaria steht vor einem Wechsel (sieht nach Napoli aus - 24 Mio. €). Rocco Reitz wurde verliehen.
  • Die Flügelpositionen sind momentan durch Thuram, Hofmann, Herrmann besetzt. Wobei Thuram wahrscheinlich unter Adi Hütter in der Box eingesetzt wird. In der Generalprobe gg Groningen besetzte Thuram die alleinige Stürmerposition im 4-2-3-1. Daher sucht die Borussia nach Flügelspielern. Neben Khvicha Kvaratskhelia, ist vor allem Romain Faivre (Brest - Ligue A) heiß gehandelt, Analyse: https://borussiaexplained.de/romain-faivre-nach-gladbach-seine-analyse/
  • Auf der „10“ sind Lars Stindl und Hannes Wolf zuhause. Beide werden sich duellieren oder ggbf. ergänzen auf einer Doppel-10, oder wenn Wolf mal auf die Flügel ausweicht.
  • Neben Thuram, sind Alassane Plea und Breel Embolo (verletzt und fällt noch 1-2 Monate aus) in der Box präsent.

Spielphilosophie:

  • Unter Adi Hütter wird der Fußball nicht revolutioniert. Marco Rose und Hütter kommen beide aus der RB-Schule und setzen auf intensives Pressing, Gegenpressing und auf Umschaltmomente. Der Fokus in der Defensive ist bei Adi Hütter mehr im Zentrum und auf die verteidigende Tiefe ausgelegt. Die Breite wird ein wenig mehr vernachlässigt als es bei Rose war, der auf eine etwas breiter-stehende Kette gesetzt hat.

  • Im Spiel nach vorne setzt Hütter auf eine stärkere Überladung auf den Außen. So sind unsere Flügelspieler tatsächlich mehr Flügelspieler und werden durch überlaufende Außenverteidiger unterstützt. Bei Rose waren die Flügelspieler mehr im Halbraum eingesetzt, sodass die AV die alleinigen Außenbahnspieler waren.

  • Das bedeutet zeitgleich, das mehr Präsenz in der Box gefragt ist, um das Flügelspiel zu belohnen. Mal schauen, ob und wie Thuram/Plea/Embolo eingesetzt werden, oder sogar ein neuer MS noch kommt. Hier wurde lose Vedat Muriqi von Lazio Rom und Ibrahima Niane vom FC Metz rein geworfen.

  • Was muss besser werden? Ganz klar: weniger Gegentore kassieren. Mit 56 Gegentoren hat die Borussia 20/21 viel zu viele Tore kassiert. Daher liegt der Fokus von Hütter zunächst darauf, die Defensive zu stabilisieren. Vor allem nach Führungen hat Borussia 29 Punkte verspielt. War negativer Ligabestwert 20/21.

  • Saisonauftakt: Lautern Pokalspiel; Bayern (H), Leverkusen (A), Union (A), Bielefeld (H), Augsburg (A), Dortmund (H), Wolfsburg (A), Stuttgart (H), Hertha (A) und Bochum ( H)

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Borussia Dortmund

Wichtigste Transfers: (Ausgaben / Einnahmen, Saldo: +56,75 Mio Euro, Stand 3. August 2021)
Zu:
Hochgezogen/Leih-Ende:
Donyell Malen PSV Eindhoven 30 Mio
Gregor Kobel VfB Stuttgart 15 Mio
Soumaïla Coulibaly PSG ablösefrei
Abdoulaye Kamara PSG ablösefrei
Marius Wolf 1. FC Köln Leihe-Ende
Ansgar Knauff Borussia Dortmund II
Einnahmen 45 Mio Euro

Ab/Leih-Ende:
Jadon Sancho Manchester City 85 Mio
Leonardo Balerdi* Olympique Marseille 11 Mio
Jeremy Tolian* US Sassuolo 3,5 Mio
Sergio Gómez* RSC Anderlecht 2,25 Mio
Lukasz Piszeck Goczalkowice (Polen) ablösefrei
Immanuel Pherai* Borussia Dortmund II
Ausgaben 101,75 Mio Euro
*zuvor Leihe beendet

Kader
Torhüter: Bürki bekommt mit Kogel als Nummer 1 starke Konkurrenz
20/21 fing Bürki 1.62 Tore pro 90 Minuten und blieb in knapp 22 Prozent der Spiele ohne Gegentor. Laut FB-REF hielt Bürki 70,8 Prozent der Schüsse auf sein Tor und hatte damit seine zweitbeste BVB-Saison. Allerdings war er verletzt und spielte daher nur 19 Spiele. Mit 30 Jahren ist er noch nicht zu alt, war aber oft nicht der beliebteste.
Kobel spielte nicht international und fing alle 1.64 Tore pro 90Minuten und blieb in knapp 15 Prozent der Spiele ohne Gegentor. Laut FB-REF hielt er 68.4 Prozent der Schüsse auf sein Tor und hatte damit seine beste Profi-Saison (von drei). Er spielte mit 33 fastr jedes Spiel beim VfB.
Insgesamt dürfte es auf ein Duell zwischen Bürki und Kobel hinauslaufen, da sich Hitz als ruhige Nr. 2 etabliert hat. Dortmund setzt hinten auf Entwicklungspotential und Konstanz, eine wirkliche schwäche ist das nicht (natürlich haben die Bayern mit Neuer immer noch einen großen Vorsprung, auch Gladbach und Leipzig dürften souveräner aufgestellt sein).

Abwehr: Hier kann Rose mit Zagadou, Akanji und Hummels mit 3er oder 4er-Kette spielen lassen. Akanji dürfte mit seinen starken EM-Spielen der nächste potenzielle Abgang sein, was sich aber noch nicht abzeichnet. Mit Coulibaly drängt ein großes Talent von hinten (falls Hummels unter Altersschwäche leidet). Links hinten dürfe Guerreiro gesetzt bleiben (falls er nicht á la Alaba ins Mittelfeld drängt) dahinter ist mit Schulz ein wenn überhaupt solider Backup vorhanden. Auf rechts hofft man sicherlich immer noch auf den EM-Meunier, ansonsten verfügt man mit Passlack und Morey über talentierte Backups. Außen ist der BVB, je nach System, angreifbar. Lange hielt sich das Halstenberg-Gerücht, was sich aber bisher nicht bestätigt hat. Eine Verbesserung auf rechts wäre wohl dringender, obwohl bisher laut den gerüchten ein Innenverteidiger ganz oben auf der Wunschliste steht.
Mittelfeld/Angriff: Oh mein Gott, oh mein Gott, Sancho ist weg, was tun wir bloß… eine mediale Panik war durchaus wahrnehmbar, dabei verfügt der BVB nominell nach den Bayern (und vll. Leipzig) über das breiteste Offensivangebot der Liga. Absichern und organisieren sollen das System dabei Witsel, Bellingham, Can (der auch als Schweizer Taschenmesser in der Defensive – vor allem hinten rechts und innen – eingesetzt werden kann) und Dahoud, der gerade verlängert hat. Mit Delaney scheint der BVB, laut den neusten Gerüchten nicht mehr zu planen. Dieser Abgang dürfte den Borussen nicht sehr wehtun, da das Angebot groß ist und mit Kamara und Dennis Lütke-Frie (dem U19-Kapitän) auch vielversprechende Nachrücker zu Verfügung stehen. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, das auf dieser Position – wenn der Däne geht – noch etwas passiert. Zudem muss man auf Axel Witsel aus 19/20 hoffen, was nach dem Achillessehnenriss nicht garantiert scheint.

Mittelfeld/Angriff:
Reyna, Hazard, Haaland, Reus, Reinier, Brandt, Moukoko und Neuzugang Donyell Malen, die Liste im Angriff schwappt über vor Talent und Potential. Natürlich ist mit Sancho einer der Superstars weg und Mino Raiola sorgt dafür, dass laut den Medien die ganze Welt an Haaland gräbt, aber wenn Rose dieses Orchester zum Spielen bringt, dann werden in Dortmund etliche Opern aufgeführt. Neben Haaland, Reus, Hazard, Malen und Reyna als Starter steht mit Brandt ein Highclass-Backup zur Verfügung, bei dem Rose als Spielerentwickler das Feuer wieder entfachen können müsste. Für die absolute Spitze fehlt vielleicht noch eine Alternative für Haaland – zu der Moukoko werden könnte – und dazu ein zentraler offensiver hinter den Spitzen, falls sich Reus mal wieder verletzt. Aber insgesamt ist das Potential hier derart hoch, dass wahrscheinlich nur die Bayern in der Liga besser aufgestellt scheinen.

Spielphilosophie
Nach dem Mix aus 4231, 3421 und 433 unter Terzic ist unklar, wie sich der BVB unter Rose präsentieren wird. Im Testspiel gegen Bologna war es ein 442, das auch der Kicker ins Spiel bringt. Das Magazin schrieb, Rose könnte „4-3-3, 4-2-3-1, 4-4-2, bald vielleicht auch 3-5-2 oder 3-4-3“ spielen lassen. Für eine genaue Prognose müssen die ersten Spieltage abgewartet werden. Letzte Saison ließ Rose bei Gladbach einen Mix aus 4231 und 442 spielen, auch gerne unterbrochen durch ein 433.
Raute schein beim 442 ein Thema zu sein.

Saisonauftakt
Der Spielplan sieht Rosig aus. Neben Leverkusen an Spieltag 4 und Gladbach an Spieltag 6 spielt der BVB mit Frankfurt, Freiburg, Hoffenheim, Union, Augsburg, Mainz, Bielefeld und Köln fast ausnahmslos gegen nominell deutlich schwächere Gegner, wobei Mainz, Frankfurt und Freiburg potenziell zum Stolpern einladen. Leipzig folgt dann an Spieltag 11 und Bayern am 14.

Wichtige Themen
Außerhalb des Platzes ist es das Themen Corona (Zuschauer:innen beim BVB), das wahrscheinlich bewegt. Ansonsten ist es in Dortmund erstaunlich ruhig – wenn man die üblich geäußerten Meisterschaftsambitionen ausblendet. Es wird sich langsam auf den Übergang von Zorc zu Kehl vorbereitet und ein Abgang von Haaland scheint derweil unmöglich, da der BVB zuletzt 16/17 im Sommer mehr als eine große Säule (diesmal Sancho) abgab, damals waren es Hummels, Gündogan und Mkhitaryan.

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TSG Hoffenheim

Wichtigste Transfers:

Zu:

  • Angelo Stiller (DM, FC Bayern II, ablösefrei)
  • David Raum (LV, Greuther Fürth, ablösefrei)
  • Sebastian Rudy (DM, Schalke 04, ablösefrei)

Hochgezogen/Leih-Ende:

  • Jacob Bruun Larsen (LA, RSC Anderlecht)
  • Tom Bischof (aus der U17, wird vor allem in der U19 zum Einsatz kommen)
  • Nahuel Noll (TW, aus der U19)

Leih-Ende:

  • Ryan Sessegnon (LV/LWB, Tottenham)
  • Chris Richards (IV, FC Bayern)

Verliehen:

  • Justin Hoogma (IV, Greuther Fürth)
  • Konstantinos Stafylidis (LV, VfL Bochum)
  • Ilay Elmkies (ZM, Admira Wacker)

Kader

Stärken

  • mit David Raum kommt wohl der talentierteste deutsche LV + Marco John als guter Backup
  • Mittelfeld: Mit Grillitsch, Samassékou, Geiger und Stiller vier starke Sechser im Kader
  • Jacob Bruun-Larsen zeigte sich in der Vorbereitung sehr motiviert: Gelingt endlich der Durchbruch?
  • auch Rutter zeigt großes Potenzial

Schwächen

  • IV bleibt Baustelle: Viele Spieler, aber nur wenige bringen stabile Leistungen + Bicakcic und Hübner kommen nach Langzeitverletzungen zurück (Chris Richards könnte zurückkehren)
  • Kader noch zu breit (31 Spieler, Stand: 03.08.)

Fragezeichen

  • Wie wirkt sich die Corona-Infektion von Ihlas Bebou aus?
  • Wie kommen Hübner und Bicakcic von ihren Verletzungen zurück?
  • Können Andrej Kramaric und Florian Grillitsch gehalten werden?

Spielphilosophie
Nachdem Sebastian Hoeneß in der vergangenen Saison eher als Krisenmanager in Erscheinung trat, gilt es nun, seine Spielidee zu verfestigen. In der Vorbereitung traten dabei erneut vor allem in der Verteidigung Probleme auf. So waren die Abstände zum Teil noch deutlich zu groß und man bot dem Gegner zu viele Räume. Es wird wichtig sein, früh ein eingespieltes Grundgerüst zu finden, das in der vergangenen Saison aufgrund der vielen Corona-Fälle und Verletzungen noch fehlte.

Grundsätzlich wird das Ziel weiterhin sein, mutigen Offensivfußball mit gutem Positionsspiel zu spielen. Die starken Außenverteidiger können dabei eine Waffe sein, jedoch fehlen im Zentrum große Abnehmer für Flanken. Dahingehend sind vor allem spielerische Lösungen gefragt, die in der vergangenen Saison phasenweise fehlten. Mit Kramaric, Baumgartner und Co. hätte man dafür sicherlich die richtigen Spieler.

Saisonauftakt
Ausgewogenes Startprogramm, deutlich einfacher als im Vorjahr. Könnte der TSG entgegen kommen.

  1. FCA
  2. FCU
  3. BVB
  4. M05
  5. DSC
  6. WOB
  7. VfB
  8. KOE
  9. FCB
  10. BSC

Wichtige Themen abseits des Platzes

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VfL Bochum

Allgemeine Punkte:

  • Als Meister der zweiten Bundesliga mit 67 Punkten aufgestiegen
  • Zweitbeste Defensive (39 Gegentore) und Drittbeste Offensive (66 Tore) führten zur insgesamt besten Tordifferenz

Wichtigste Transfers:

  • Zu: Christopher Antwi-Adjei (ablösefrei, SC Paderborn), Michael Esser (ablösefrei, Hannover 96), Patrick Osterhage (ablösefrei, Bor. Dortmund II), Elvis Rexhbecaj (Leihe, VfL Wolfsburg), Eduard Löwen (Leihe, Hertha BSC), Konstantinos Stafylidis (Leihe, TSG Hoffenheim), Takuma Asano (ablösefrei, vereinslos)

  • Hochgezogen/Leih-Ende: Luis Hartwig (Hochgezogen, VfL Bochum U19)

  • Ab/Leih-Ende: Robert Zulj (350.000 €, Ittihad Kalba), Patrick Drewes (ablösefrei, SV Sandhausen), Moritz Römling (Leihe, Türkgücü München), Lars Holtkamp (ablösefrei, Bonner SC), Thomas Eisfeld (ablösefrei, vereinslos)

  • Saldo: +350.000 € (etwaige Leihgebühren nicht bekannt)

Kader:

  • Torhüter: Mit Manuel Riemann hat der VfL Bochum einen mitspielenden Torwart, der auf und neben dem Platz eine Führungsperson des Kaders ist. Auf dem Platz liegen seine Stärken in seinen Reflexen und bei dem Spiel mit dem Ball, was er vorallem in der vergangenen Saison unter Beweis stellen konnte. Probleme hat er manchmal bei der Risikoabschätzung von Rauslaufsituationen. Er geht als klare Nummer 1 in die Saison und war laut „whoscored.com“ der zweitbeste Torwart der abgelaufenen Saison mit mindestens 25 Saisonspielen. Als Backup wurde nach dem Abgang von Drewes, Michael Esser verpflichtet. Dahinter stehen zwei junge Torhüter mit Paul Grave und Ernst Tjark bereit.

  • Verteidiger: Mit Leitsch (23) und Bella Kotchap (19) hatte man in der Aufstiegssaison das jüngste Innenverteidigerduo der zweiten Liga. In der anstehenden Saison wird dies wieder das bevorzugte Duo sein. Maxim Leitsch fungierte oftmals als auslösender Innenverteidiger und stieß dabei oft ins Mittelfeld vor, während BK defensiver stand und mit seiner Zweikampfstärke überzeugte. Aufgrund ihres Alters sind beide aber in Drucksituationen noch fehleranfällig, was Bundesligamannschaften ausnutzen könnten. Vorallem BK neigte im gegnerischen Pressing zu Fehlpässen. Mit Lampropoulos und Decarli hat man erfahrenere Backups, welche allerdings noch nicht auf dem Niveau der Bundesliga überzeugen konnten. Auf den Außenverteidigerpositionen werden Soares und Gamboa gesetzt sein. Beide konnten in der letzten Saison vorallem durch ihren Offensivdrang überzeugen, leisteten sich aber defensiv Anfälligkeiten. Ob beide in der Bundesliga überzeugen können, bleibt abzuwarten. Auf beiden Positionen sehe ich die größen Schwachstellen des Kaders, aber eher aufgrund der Unsicherheit, ob sich beide gegen gestandene, schnelle Bundesligaspieler Beweisen können. Deshalb hat man als Backup auch Stafylidis verpflichtet. Als alternativen RV hat man Bockhorn im Kader, der allerdings einen (zu) starken Offensivdrang vorweist und defensiv einige Defizite hat.
    Insgesamt sehe ich die Verteidigungslinie von Bochum als größte Unbekannte für die neue Saison. Junge Innenverteidiger die definitiv das Potential haben, Bundesliga zu spielen, aber noch nie auf dem Niveau gespielt haben gepaart mit erfahreneren Außenverteidigern, die sich bisher in ihrer Karriere noch nicht auf dem Niveau haben langfristig Beweisen können. Spannende Geschichte.

  • Mittelfeld: Um direkt den größten Punkt anzusprechen: Mit Robert Zulj hat man den mit Abstand besten Spieler der vergangenen Zweitligasaison verloren. Sein Score bei „whoscored.com“ überragt alle anderen Spieler deutlich, was nicht nur an seinen 15 Toren und 15 Vorlagen bemessen wird. Er war DER Dreh- und Angelpunkt des Bochumer Spiels. Umso größer der Schock, als er für magere 350.000 € nach Katar wechselte, andererseits hätte man sich ohne diese Ausstiegsklausel seine Dienste wohl nicht sichern können.
    Für die kommende Saison wird zunächst wieder auf das erfahrene Duo Tesche/Losilla gesetzt. Beide haben maßgeblichen Anteil am Aufstieg und bestechen durch ihre Ruhe am Ball und Körperlichkeit. Allerdings sind beide im „oberen Spektrum des Fußballeralters“ (34/35) und könnten beim hohen Tempo der Bundesliga ihre Probleme bekommen. Es wird sich zeigen, ob der VfL sein Spielstil so anpassen kann, dass Geschwindigkeitsdefizite nicht so sehr ins Gewicht fallen. Komplettiert wird das Mittelfeld wohl durch die Neuzugänge Rexhbecaj und Löwen. Beide sollen als Box-To-Box Spieler den Ball in die vordere Reihe transportieren. Löwen fiel bereits in den ersten Testspielen auf, durfte danach aber nach Tokio zu den olympischen Spielen reisen und hat erst Anfang August das Teamtraining wieder aufgenommen. Als Backups im Mittelfeld gehen zunächst Osterhage und Pantovic in die Saison. Beide haben gute Ansätze in den Testspielen gezeigt, werden aber noch nicht an den gestandenen Spielern vorbeikommen.
    Nach dem Neuzugang von Rexhbecaj sehe ich das Mittelfeld von Bochum ordentlich aufgestellt. Lediglich die nachlassende Geschwindigkeit von Tesche und Losilla könnte zum Problem werden, aber spielerisch werden alle auf Bundesliganiveau mithalten können.

  • Angriff: Reis setzt auf Schnelligkeit. Viel Schnelligkeit. So schnell, dass Gerrit Holtmann letzte Saison Sprints hingelegt hat, dass er bei der deutschen Meisterschaft für 100 m Sprints mitmachen hätte können. Er erreichte 36,43 km/h im Spiel gegen Greuther Fürth und war damit der schnellste Spieler der Saison. Fast sogar der Geschichte, wenn nicht in der Vorsaison ein gewisser Kanadier aus München 0,08 km/h schneller gewesen wäre. Und mit Schnelligkeit geht es auch in der kommenden Saison weiter. Mit Asano und Antwi-Adjei kommen zwei weitere schnelle Außenbahnstürmer dazu. Blum komplettiert den Kreis, der zunächst um die Startelfplätze kämpfen wird, sogleich Holtmann und Asano wohl gegen Wuppertal und Wolfsburg beginnen werden. Beide überzeugen durch ihren Zug zum Tor und vorallem Holtmann zeigte sich in der Vorbereitung deutlich treffsicherer als in der Vorsaison. Im Sturmzentrum wird Simon Zoller zunächst die Nase vorn haben. Gemeinsam mit Zulj hatte er in der Vorsaison die meisten Tore (15) erzielt und weitere 10 vorbereitet. Aufgrund seines guten Anlaufverhaltens und seiner läuferischen Stärke genießt er hohes Vertrauen von Trainer Reis. Dahinter hat sich Ganvoula in Lauerstellung gebracht, der in der Vorbereitung durch hohes Engagement auf sich aufmerksam gemacht hat. Dieser ist allerdings eher ein Boxspieler und presst deutlich weniger als Zoller. Als Backup ist Hartwig eingeplant, der aus der eigenen Jugend stammt.
    Die Außenstürmerpositionen sind wohl das Prunkstück des VfL Bochum. Mit ihrer enormen Schnelligkeit werden die Spieler so manche Konter setzen können, bei denen sich die Verteidiger oftmals in Unterzahl wiedersehen werden. Allerdings könnte die Chancenverwertung zu einem Problem werden, da dies auch in der Vorsaison oft ein Problem darstellte. Angeblich habe man sich um Hofmann vom KSC bemüht, um noch mehr Abschlusstärke zu bekommen, allerdings ohne Erfolg.

  • Stärken: Geschwindigkeit über Außen, talentierte Innenverteidigung, gute Kommunikation, Torhüter, erfahrenes Mittelfeld

  • Schwächen: Unerfahrene Innenverteidigung, Langsames zentrales Mittelfeld, abschlussschwach, Außenverteidigung (?)

Spielphilosphie:
Thomas Reis hat schnell erkannt, dass er nach dem Abgang von Zulj sein Spiel umstellen werden muss. Einen adäquaten Ersatz wird sich für die Preiskategorie des VfL Bochums nicht finden lassen. Deshalb ist er sehr schnell in der Vorbereitung von seinem 4-2-3-1 zu einem 4-3-2-1 gewechselt. Zudem wird die Pressinglinie und die Grundlinie der Viererkette deutlich zurückgezogen, um mehr Raum für die Flügelstürmer zu kreieren. Durch die „doppelte-8“ im Mittelfeld wird Leitsch nicht mehr den linken Halbraum vorstoßen und nurnoch sehr selten die Angriffe initiieren. Der VfL wird mehr auf das Umschaltspiel setzen als im Vorjahr, da mit Zulj der zentrale Ideengeber fehlt. Rexhbecaj, Löwen und Losilla werden versuchen die Halbräume zu besetzen, um möglichst viel Räume für Asano und Holtmann zu schaffen. Beide Flügelstürmer versuchen mit Diagonalläufen die Steckpässe zwischen Innenverteidiger und Außenverteidiger zu erreichen.
Insgesamt ist die Spielidee von Bochum in diesem Jahr ziemlich deutlich. Schnelles Umschaltspiel über die Außen und wenn man selber den Ball halt, versucht man durch Dribblings der Box-To-Box Spieler Räume zu schaffen und den Ball schnell zu verlagern. Allerdings birgt dieses „feste“ System auch gefahren, da ich noch nicht weiß, wie gut dieses System gegen eine defensive Fünferkette spielen wird. Gegen die meisten Gegner wird Bochum allerdings nur situativ hoch pressen und die meiste Zeit erst ab der Mittellinie pressen.

Erste Elf:
Riemann - Gamboa, Leitsch, Bella Kotchap, Soares - Tesche, Losilla, Rexhbecaj - Asano, Holtmann - Zoller

Saisonauftakt:
Ich gehe davon aus, dass Bochum sich schwerer mit defensivstehenden Mannschaften tun wird. Deshalb könnte der Auftakt gegen Wuppertal im Pokal ein zähes Spiel werden. Dann spielt man gegen Wolfsburg, wo ich mir durchaus die erste Überraschung vorstellen könnte. Die darauffolgenden Spiele gegen Mainz, Köln und Hertha werden wieder sehr zähe Spiele, da (bis auf Mainz?) keiner den Ball haben will. Ob Bochum gegen diese Gegner viel Räume für die Flügelspieler haben wird? Ich glaube kaum (viel Spaß Max :slight_smile: )! Danach kommen mit Bayern, Stuttgart und Leipzig Spiele, die auf dem Papier entschieden sind, aber die durchaus Überraschungspotential haben. Keine der großen Mannschaften sollte sich gegen Bochum zu sicher sein, da kaum ein Außenverteidiger gegen die Geschwindigkeit ankommen werden kann. Außer dieser eben erwähnte Kanadier aus München eben…

Wichtige Themen:
Außerhalb des Platzes geht es seit zwei Jahren ziemlich ruhig in Bochum zu. Die größten Baustellen sind die auslaufenden Verträge. Sportdirektor Schindzielorz setzt seit ein paar Jahren auf kürzere Vertragslaufzeiten, was sowohl positive, als auch negative Effekte hat. 13 Spielerverträge (+3 Leigeschäfte) laufen im Sommer aus, darunter mit Leitsch, Zoller, Tesche und Losilla vier Spieler, die ich in meiner ersten Elf genannt hatte. Allerdings laufen ebenfalls Spielerverträge aus, die man ohnehin am liebsten sofort verkaufen würde. Besonders Leitsch möchte man natürlich von einer Verlängerung überzeugen, da er nach Bella Kotchap und Asano den höchsten Marktwert der nicht-geliehenen Spieler hat und er durchaus noch das Potential hat, sich weiter zu entwickeln.
Zudem bleibt in Bochum die Frage: Wie will man langfristig Tesche und Losilla ersetzen?

Dies ist nun etwas länger und ausführlicher geworden als ich ursprünglich wollte, aber vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen einen Einblick in den „Neuankömmling“ zu bekommen!

Glück Auf!

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Hmm. Also, so wie ich das als Außenstehender verstanden hab, hatte sich Hitz unter Terzic durchgesetzt, dann wurde Kobel verpflichtet und Bürki gesagt, dass er sich am besten schon mal umschauen sollte. Natürlich mit dem obligatorischen „niemand ist gesetzt, wird ein knappes Duell“ von Rose, wobei in dem Zitat glaube ich ein „… und nach aktuellem Stand ist Roman ja auch noch da“ drin war. Insofern sah’s für mich eher so aus, als sei ein Zweikampf zwischen Hitz und Kobel angedacht.

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Hertha BSC

Wichtigste Transfers: (Ausgaben / Einnahmen, Saldo: )

Zu:

FREDI BOBIC,Suat Serdar 8 Mio. ,Kevin-Prince Botaeng, Stevan Jovetic

Hochgezogen/Leih-Ende:

Dennis Jastrzemski, Davie Selke, Arne Maier

Ab/Leih-Ende:

Jhon Cordoba 20 Mio.

Mathew Leckie,Sami Khedira,Jessic Ngankam,Matteo Guendozi,Nemanja Radonnjic

Kader

Im Tor steht Schwolow. Das ist grundsolide. Rune Jarstein ist nach monatelanger Corona-Erkrankung genesen.

In der Abwehr gab es wenig Änderung. Boyata war die halbe Saison verletzt. Frisch genesen reiste Boyata zur Nationalmannschaft und verletzte sich sofort wieder. Mit Marton Dardai durfte sich ein Hoffnungsträger präsentieren. Auch Niklas Stark sollte nun in der Team–Hierachie wie auch auf dem Platz vor Boyata sein. Torunarigha ist mit seinen Anlagen ein Versprechen für die Zukunft.

Zeefiuk hatte sich als Rechtverteiger unter Trainer Dardai verbessert und scheint gesetzt. Routiner Pekarik ist an Bord geblieben. Lukas Klünter ist noch im Kader, wird aber ohne weitere Corona-Katastrophen wohl nur eine kleine Rolle spielen. Marvin Plattenhardt erlebte unter seinem einstigen Entdecker Dardai eine Leistungssteigerung. Insgesamt ist die linke Seite mit Mittelstädt und Plattenhardt durchschnittlich besetzt. Da ist es doch erstaunlich, daß Talent Luca Netz die weite Welt in Gladbach sucht. Bei Hertha wäre für einen ambitionierten Herausforderer die Position auch nicht schlecht. Ähnlich wie bei Samardzic letzte Saison ist es schade, wenn Talente sich nicht für den Verein entscheiden, in dem sie groß geworden sind.

Im zentralen Mittelfeld war mit Lucas Tousart zur letzten Saison aufgerüstet worden, auch Santiago Ascacibar hat nach langer Verletzung in den Kader gefunden. Suat Serdar bringt Breite in den Kader und ist wie Darida ein Ballschlepper. Ob Prince Boateng eher wie Khedira eher in einer Co-Trainer-Rolle sein wird, muss man sehen. (Nachtrag: In Monza hatte er zuletzt nur jedes zweite Spiel gemacht und oft eher eine Halbzeit gespielt. In der Vorbereitung machte er aber in Abwesenheit von Tousart, Maier, Cunha viele Testspiele) Ob Arne Maier als passstarker zentraler Mann eingebaut werden kann, ist fraglich. Er hatte zwar in Bielefeld und der U21 einen Trend nach oben erkennen lassen, ist aber der einzige „Kreative“. Insgesamt fehlt es an Kreativität und Torgefahr, würde ich erwarten.

Offensive Flügel waren vielleicht die Schwachstelle der letzten Saison Lukebakio kann den offensiven rechten Flügel besetzen. Ob Pal Dardai sich mit seiner Arbeit gegen den Ball anfreunden kann, ist offen. Labbadia hat, glaube ich, von Dodi-Rufen immer noch einen kratzigen Hals. Dilrosun ist der einzige linke Flügel und hat eine lange Verletzungsgeschichte (ausser Jastrzemski). Hier muss Fredi Bobic aktiv werden.

Als häufig einziger Aktivposten war Cunha letzte Saison gesetzt. Der neue Jovetic passt da gut. Das Problem ist, dass er nur einmal im Kader ist. Dardai plant Jovetic in einem System mit Fünferkette entweder als alleiniger Zehner hinter zwei Spitzen oder als einen von zwei offensiven Mittelfeldspielern hinter einer Einzelspitze einzusetzen. Und auch auf den dünn besetzten Flügelpositionen soll der Montenegriner für Entlastung sorgen. Er wolle ihn von der linken Seite in einer Spielmacherrolle in die Mitte dribbeln lassen, erklärt Dardai. „Wenn das klappt, bin ich glücklich.“ Für mich klingt das exakt wie die Rolle von Cunha in der letzten Saison.

Wer die zweite Spitze aus dem obigen Kommentar sein soll, ist noch offen. Eventuell muß Cunha nach vorne. Sonst wäre vorne der noch verletzte Piatek trotz vieler fraglicher Auftritte zunächst ohne Alternative. Davie Selke wird wohl zu Saisonstart Bewährungschancen bekommen. Ob ein Sturm mit Selke und/oder Piatek ohne Verstärkung auf den Flügeln funktioniert, ist offen.

Vieles spricht für einen schlechten Start. Der Kader ist unausgewogen und im gesamten Offensivbereich zu dünn.

Spielphilosophie

Fredi Bobic sagte vor der Saison „Das Wichtigste ist, miteinander Mentalität zu zeigen. Dann bist du manchmal besser als Mannschaften, die mehr Qualität besitzen. Du musst brennen“. Taktisch testete man 4-3-3 oft mit Selke im Zentrum. Dardai liess in der abgelaufenen Saison oft 3-4-3 spielen.

Saisonauftakt

Köln (A), Wolfsburg (H), Bayern (A), Bochum (A), Fürth (H),Leipzig (A)

Wichtige Themen

In der vorigen Saison war in Herthas Spiel nur eines beständig: die Unbeständigkeit. Mit Tousart , Cunha, Maier und Torunarigha bei Olympia war wenig Zeit, selbst für die Spieler, die schon unter Vertrag stehen sich einzuspielen. „Wenn alle zurück sind, müssen wir über den Laptop die Dinge nochmal zeigen. Es wird praktisch die Vorbereitung Nummer zwei“, sagt Dardai.

Bei Hertha selbst gibt es mit Bobic und Dufner und Friedrich eine neue sportliche Führung.

Fredi Bobic hatte sich öffentlich beschwert, daß er findet die Bundesliga und Ihre Hygiene-Konzepte für höhere Zuschauerzahlen, werden von der Politik zu Unrecht blockiert.

Gegen Investor Windhorst wird ermittelt. Ob das wieder Unruhe bedeutet, muss man sehen.
Das Stadionneubau-Thema rumort im Hintergrund. Hier wird sicher nach den Wahlen in Berlin wieder Diskussionsstoff geben.

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Zum Thema Spielphilosophie:
Wahrscheinlich wird der BVB mit zwei Stürmern spielen (Malen & Haaland). Laut dem schwatzgelb Podcast will das Team um Rose vom Spielstil her (und nicht nur von der Formation her) variable sein. Mir ist aufgefallen, dass Kobel beim Aufbauspiel über Flachpässe durchaus eingebunden wird. Außerdem wurden in den Testspielen immer mal wieder lange Bälle hinter die gegnerische Abwehrkette für die Stürmer gespielt. Das Trainerteam scheint viel Intensität einzufordern. Nach dem Testspiel gegen Bologna wurde von Rose das Gegenpressing gelobt.

Zum Thema Saisonauftakt:
Die verletzten Innenverteidiger machen etwas Sorgen.

Zum Thema Wichtige Themen:
Der BVB hat eine Frauenmannschaft!
Außerdem muss Rose Teile der Fans noch für sich gewinnen. Nach Terzić der sich sehr mit dem BVB identifiziert und deswegen (unter anderem) eine hohe Beliebtheit genießt, sieht Rose seine Trainerstationen wahrscheinlich eher als Projekte. Das schmeckt nicht allen und so wird es interessant sein wie er seine erste mögliche Krise beim BVB meistert.

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Moin Nycoro,
damit könntest Du auf jeden Fall recht haben. Ich bin bei meiner Analyse von der aktuellen Situation ausgegangen und sehe Bürki tendenziell auch stärker als Hitz. Da Hitz auch als Nummer 2 prima funktioniert, sehe ich – falls Bürki nicht bald geht – eher ein Duell zwischen ihm und Kobel. Bürki würde sich, das sehe ich denke ich wie du, nicht mit einer Rolle als Nr. 2 zufrieden geben, daher wird auch ihm und nicht Hitz ein Wechsel nahegelegt.

Bzgl. Flexibilität und Spielphilosophie:
Ich kann mich dir zu 100% anschließen, insbesondere weil Malen außen, wie auch Zentrum spielen kann. Daher sind hier Formationen mit einer oder zwei Spitzen denkbar.

Wichtige Themen:
Das mit dem Frauenteam war ein undendschulbarer Fehler meinerseits, danke fürs Berichten. Allerdings denke ich, dass die Rose-Thematik heißer gegessen als gekocht wird: Fußball ist ein Geschäft und das wissen insbesondere beim BVB alle (außer vielen Fans, was gut so ist). Trainer sind in Dortmund selten an Fans, sondern eher an den Erwartungen – der leider aus der Zeit gefallene Klopp-Vergleich – oder am Zusammenspiel mit Watzke/Zorc(jetzt auch Kehl) gescheitert. Rose gibt sich gerne als Kumpeltyp und könnte daher in dieses Gefüge passen.

Wie sieht’s du einen eventuellen Abgang von Kalajdzic?

Zum BVB:

Transfers:
Wie häufig hat der BVB wenig Abgänge zu beklagen, dafür aber gerne mal einen qualitativ sehr hochwertigen. Die endlose Transfersaga von Sancho hat ein Ende und dieser wechselt zu Manchester United. Aus der ersten Elf hat man darüber hinaus noch den ewigen Lukas Pisczcek verloren, der die Karriere bei seinem Heimatverein in Polen ausklingen lässt und in die dritte polnische Liga wechselt.

An Zugängen kann man zum einen Gregor Kobel als neuen Torwart verzeichnen, der vom VfB Stuttgart kommt. Als „Ersatz“ für Jadon Sancho hat man zudem Donyell Malen von der PSV Eindhoven verpflichtet. Diese Spieler sollen einen sofortigen Impact haben, darüber hinaus hat man mit Soumaila Coulibaly und Abdoulaye Kamara noch zwei große Talente aus der U19 von Paris SG geholt, dies sind aber Verpflichtungen für die Zukunft.

Darüber hinaus sind einige Spieler von Leihen zurückgekehrt, wurden allerdings zum großen Teil sofort verkauft. Insgesamt sieht die Übersicht, Stand jetzt, wie folgt aus:

Zugänge:
Donyell Malen, PSV Einhoven (30 Mio. Euro)
Gregor Kobel, VfB Stuttgart (15 Mio. Euro)
Soumaila Coulibaly, Paris SG U19 (ablösefrei)
Abdoulaye Kamara, Paris SG U19 (ablösefrei)

Leih-Ende:
Sergio Gomez - Direkter Abgang zum RSC Anderlecht
Jeremy Toljan - fest verpflichtet vom US Sassuolo
Leonardo Balerdi - fest verpflichtet von Olympique Marseille
Immanuel Pherai - Spielt aktuell bei der BVB U23 in der dritten Liga.
Marius Wolf

Hochgezogen:
Wirklich dauerhaft hochgezogen wurde niemand. Ansgar Knauff und Steffen Tigges haben die Vorbereitung zwar komplett bei den Profis absolviert, allerdings werden diese auf jeden Fall auch Spiele bei der U23 absolvieren. Knauff hat das zweite Saisonspiel der U23 bereits absolviert, Tigges dürfte vermehrt Einsätze dort bekommen, wenn Malen komplett spielbereit ist und auch Moukoko von der Verletzung wieder so weit fit ist, dass er den Platz auf der Bank einnehmen kann. Eventuell könnte auch noch Immanuel Pherai den ein oder anderen Einsatz bei den Profis bekommen. Darüber hinaus sehe ich nur Chancen bei besonderen Personallagen, wie Sie aktuell bereits in der Abwehr besteht. Mehr dazu gleich unter Abwehr.

Abgänge:
Jadon Sancho -> Manchester Utd. (85 Mio. Euro)
Leonardo Balerdi -> Olympique Marseille (11 Mio. Euro)
Jeremy Toljan -> US Sassuolo (3,5 Mio. Euro)
Sergio Gomez -> RSC Anderlecht (2,25 Mio. Euro)
Lukasz Pisczcek -> Goczalkowice (ablösefrei)

Aktuell hat der BVB daher 101,75 Mio. Euro eingenommen und 45 Mio. Euro ausgegeben, was ein Transferplus von 56,75 Mio. Euro ausmacht.

Was könnte noch passieren?
Aktuell besteht beim BVB ein Überangebot im Tor und im zentralen Mittelfeld. Zum einen soll Roman Bürki noch den Verein verlassen, da es für ihn absolut keine Perspektive mehr im Tor gibt. Der Wechsel gestaltet sich jedoch schwierig, konkretes Interesse gab es wohl nur von der AS Monaco, die mittlerweile jedoch Alexander Nübel ausgeliehen haben.

Darüber hinaus kann Thomas Delaney wohl den Verein verlassen, wenn es ein gutes Angebot gibt. Dort scheint es jedoch mehrere Kandidaten zu geben (AS Roma, diverse Premier League Teams), sodass ein Wechsel wahrscheinlich ist.

Auch ein Abgang von Nico Schulz scheint noch nicht vom Tisch zu sein, allerdings sind auch hier die Interessenten rar, angesichts der vergangenen zwei Spielzeiten von Schulz.

Auf der Zugangsseite soll, soweit noch Tranfsereinnahmen generiert werden, in der Abwehr etwas passieren. Sowohl die Innenverteidigung als auch die Rechtsverteidigung sind aktuell lückenhaft.

Der Kader:

Torwart:
Hier hat man mit Gregor Kobel einen neuen Stammtorwart. Als zweiter Torwart steht nach wie vor Marwin Hitz im Kader, dessen Vertrag verlängert wurde. Als Reservekeeper hat man das Eigengewächs Luca Unbehaun, der bei der U23 als Stammtorwart agiert. Roman Bürki steht zwar auch noch im Kader, er wird jedoch wohl keine Rolle spielen, auch wenn er beim BVB verbleibt.

Grundsätzlich hatte der BVB in der vergangenen Saison auch viel Pech auf der Torwartposition. Bürki hatte ein langes Formtief, anschließend hatte Hitz zunächst einige unglückliche Momente, bevor er sich hier stabilisiert hat. Ich würde daher, selbst bei gleichbleibender Besetzung von einer stärkeren Torwartsaison ausgehen.

Mit Kobel hat man jedoch jetzt einen Torwart geholt der viel besser zum Anforderungsprofil des BVB passt. Er ist im Spielaufbau sehr stark, verfügt bereits jetzt über ein gutes und cleveres Passspiel und schaltet nach Ballgewinn sehr schnell um. Diese Kombination wird für eine höhere Ballsicherheit bei eigenem Ballbesitzt sorgen und vermutlich auch die ein oder andere Konterchance eröffnen, wenn Kobel nach einer abgefangenen Flanke, Ecke, Freistoß, schnell umschaltet.

Ein großes Plus von Kobel ist auch, dass er sich bei Flanken frühzeitig weit im Feld positioniert und so viele Bälle abfangen kann. Insbesondere die Standardgegentore waren beim BVB ja immer ein Thema, dies sollte sich deutlich verbessern.

Auf der Linie ist er nicht so stark wir Bürki, allerdings war dies auch die Kernkompetenz von Bürki. Kobel zeigt hier sehr gute Ansätze, ein großes Downgrade ist er hier nicht, wenn die letzte Saison der Vergleichsmaßstab ist, ist er schon jetzt eine Verbesserung.

Im 1 gg 1 trifft Kobel häufig gute Entscheidungen und wählt seine Position klug, sodass er Abschlüsse häufig schwerstmöglich macht. Ein negativer Aspekt ist jedoch, dass er häufig einen sehr breiten Stand wählt, weshalb ihm Richtungsänderungen schwerer fallen und der dadurch auch Raum für Beinschüsse lässt.

Eine weitere Schwäche sind bei ihm Distanzschüsse, die er eher schwach pariert.

Die dargelegten Schwächen klingen zwar gravierend, allerdings kann man diese wohl relativ gut trainieren. In Verbindung mit dem Alter von 23 Jahren würde ich daher davon ausgehen, dass sich Kobel definitiv noch verbessert und auf lange Sicht ein deutliches Upgrade wird.

Bereits jetzt passen seine Stärken jedoch schon sehr gut zum Spielstil und den Schwächen des BVB, weshalb ich Kobel bereits jetzt, als eine stärkere Besetzung für den BVB ansehe als Roman Bürki.

Rechtsverteidigung:
Die Rechtsverteidigung ist zwar mit Meunier, Knauff, T. Hazard, Wolf und Passlack ausreichend besetzt, allerdings sollte man hier erwähnen, dass lediglich Meunier die Rechtsverteidigung in einer 4-er Kette spielen kann. Hazard und Knauff erscheinen hierfür zu offensiv und defensivschwach, Passlack sollte bei den Ansprüchen des BVB nicht mehr als ein Notnagel sein, Wolfs Rolle ist unklar, dazu hat er sich in der Vorbereitung verletzt.

Da Rose generell eher auf ein 4-4-2 Raute setzt gehe ich davon aus, dass man Meunier hier meist sehen wird. In der vergangenen Saison sah Meunier beim BVB echt nicht gut aus und man hat verstanden, warum Paris SG ihn ablösefrei hat ziehen lassen. Besonders offensiv wurden seine Limitationen deutlich. Im Rosesystem waren die Außenverteidiger jedoch in der Vergangenheit sehr wichtig um Breite im Spiel zu generieren. Athletisch halte ich Meunier hier für sehr gut geeignet. Er hat eine hervorragende Körperlichkeit und eine gute Schnelligkeit. Dazu ist seine Entscheidungsfindung sehr gut. Häufig wählt er eine risikofreiere Variante, womit er einen guten Kontrast zu Raphael Guerreiro darstellt.

Spielerisch fiel er dann halt in der letzten Saison deutlich ab. Hier hängt es auch von seiner Form ab, da er bei der EM durchaus sehr gute Ansätze mit Belgien gezeigt hat. Vielleicht kann man diese Schwäche jedoch auch durch leichte Asymmetrien „kaschieren“. Meunier könnte im Dreieraufbau verbleiben und dafür könnte sich ein Spieler aus der Mittelfeldraute um die Breite kümmern.

Mit Hazard und Knauff hat man zwei sehr gute Alternativen für diese Position, allerdings nur wenn man mit einer 3er-Kette spielt. Diese würde ich jedoch nicht sehr häufig vermuten. Primär erwarte ich das angesprochene 4-1-2-1-2.

Mateu Morey habe ich komplett außen vorgelassen, da er vermutlich die gesamte Spielzeit ausfällt. Emre Can hat diese Position in der vergangenen Saison einige wenige Male gespielt, ich würde jedoch vermuten, dass dies nur im äußersten Notfall erneut passiert.

Innenverteidigung:
Auch in der Innenverteidigung trifft man die bekannten Personalien. Grundsätzlich stehen hier Hummels, Akanji und Zagadou zur Verfügung. Als Back-Up scheint noch Emre Can mit eingeplant zu sein, welcher jedoch meiner Ansicht nach in der Innenverteidigung immer ein Risiko darstellt. Zagadou ist aktuell erneut verletzt und wird wohl frühestens im Spätherbst / Winter wieder eingreifen können, sodass in der Hinrunde zunächst nur Hummels und Akanji zur Verfügung stehen und Emre Can als Back Up fungieren wird.

Insbesondere in der Anfangsphase wird diese Position interessant, da aktuell von diesen drei Spielern nur Akanji spielbereit ist. In der ersten Pokalrunde (und ggf. dem ersten Ligaspiel) werden sich daher die U23 Spieler Antonios Papadopoulos und Lennard Maloney um den Platz neben Akanji streiten. In der Vorbereitung hat insb. Papadopoulos hier einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sodass ich vermute ihn in den ersten Pflichtspielen zu sehen.

Damit wird jedoch besonders eins klar: die Personaldecke in der Innenverteidigung ist dünn und wird, wie auch in der vergangenen Saison, häufig zu Notbesetzungen führen. Emre Can sollte hier so wenig Spiele wie möglich absolvieren, da er hier immer ein Risiko mit sich bringt und häufig durch vermeidbare Fehler aufgefallen ist.

Gegebenenfalls spielt im Laufe der Saison auch das 17 Jährige Talent Nnamdi Collins noch eine Rolle. Dieser hat in der Vorbereitung ebenfalls bei den Profis mitgewirkt, sich allerdings in einem Testspiel verletzt. Damit wird er nach den RuhrNachrichten „wochenlang“ ausfallen. Den ebenfalls erwähnten Soumaila Coulibaly aus der PSG U19 habe ich hier ebenfalls nicht aufgeführt, da dieser mit einem Kruezbandriss ausfällt, die Rückkehr unbekannt ist und er sich danach wohl erstmal generell wieder ans Spielen gewöhnen muss und der direkte Sprung zu den Profis nach einer langen Ausfallzeit eines vorherigen Juniorenspielers eher unrealistisch erscheint.

Grds. scheint der BVB hier jedoch noch aktiv werden zu wollen, soweit noch Transfereinnahmen generiert werden. Gerüchte gab es bereits um Merih Demiral, die jedoch finanziell nicht zu stemmen sind für den BVB.

Linksverteidigung:
Hier steht wie immer Raphael Guerreiro bereit. Damit hat man offensiv eine sehr gute Lösung, allerdings bestehen hier auch immer defensiv gewisse Fragezeichen, da seine Arbeitsrate hier nicht besonders hoch ist und er hier auch nicht über das selbe Maß an Qualitäten verfügt wie offensiv.

Dahinter steht aktuell noch Nico Schulz bereit und als „Notnagel“ hat man auch auf dieser Seite noch Felix Passlack. Sollte man mit einer 3er Kette spielen könnte hier auch noch T. Hazard eingreifen, der diese Rolle bei Belgien regelmäßig sehr gut ausfüllt.

Sollte Nico Schulz den Verein noch verlassen wird es interessant, ob hier noch ein weiterer Transfer für die Breite erfolgt, oder ob man die Optionen hinter Guerreiro für ausreichend einstuft.

Mittelfeld (6er):
Hier hat man ein absolutes Überangebot an Spielern. Die Rolle kann gleich von Mo Dahoud, Axel Witsel, Emre Can und Thomas Delaney ausgefüllt werden. Auch auf Grund dessen ist ein Abgang von Delaney noch wahrscheinlich. Bei Can gehe ich mittlerweile eher davon aus, dass er für die Verteidigung eingeplant ist. Mit Dahoud und Witsel hat man hier jedoch eine sehr gute Besetzung. Dahinter hat man noch den von der PSG U19 geholten Abdoulaye Kamara, bei dem es mich nicht wundern würde, wenn dieser im Saisonverlauf einige (wenige) Minuten Spielzeit bekommt.

Bei Mo Dahoud hat man in der Rückrunde der vergangenen Saison endlich gesehen warum er vom BVB verpflichtet wurde. Diese Leistungen scheint er sehr gut mit in die neue Saison genommen zu haben und dazu noch weiter an seinem Spiel gearbeitet zu haben. Dies war für die Verantwortlichen wohl noch fraglich, da der 2022 auslaufende Vertrag zunächst nur unter Gehaltseinbußen bis 2023 verlängert wurde.

Er hat sein Passspiel etwas mehr Tiefe hinzugefügt, was gerade bei den beiden Stürmern eine hervorragende Ergänzung ist. Darüber hinaus machte Dahoud den aus der vergangenen Saison guten Eindruck. Defensiv sehr aggressiv und clever, sehr gut insbesondere in der Absicherung und eine hervorragende Raumwahrnehmung. Ich kenne wenige Mittelfeldspieler die sich so gut durch einfache Körpertäuschungen in freie Räume bewegen und so ein gutes Verständnis dafür haben, wann sie aufdrehen können.

Axel Witsel als Ergänzung war lange verletzt, konnte jedoch bei der EM bereits wieder für Belgien eingreifen. Seine Ruhe hat dem BVB nach der Verletzung häufig gefehlt. Diesen stabilisierenden Eindruck hat er auch bei Belgien erneut gemacht. Durch den Aufstieg von Dahoud wird er jedoch seinen Stammplatz zunächst verloren haben. Gespannt bin ich darauf, ob Witsel im Spielaufbau auch unter Rose so bedacht ist und nicht das ein oder andere Mal einen etwas vertikaleren Pass spielt.

Mittelfeld (8er):
Auf der einen Seite scheint hier Jude Bellingham gesetzt zu sein. Seine Fähigkeiten als Box-To-Box Mittelfeldspieler sind im Kader des BVB so nicht mehr vorhanden. Die notwendigen Pausen wird man hier vermutlich über eine Dahoud / Wistel Kombination auf der 6 kreieren müssen. Eventuell könnte man auch hier T. Hazard auch das ein oder andere Mal in der Rolle sehen. Dies wäre dann evtl. eine Option um die oben angesprochene Breite in einem Dreieraufbau mit Meunier zu generieren. Ob Hazard jedoch körperlich als 8er ideal ist wage ich zu bezweifeln. Die Option sehe ich eher gegen defensive Gegner.

Auf der anderen Seite tummeln sich dann die eher offensiveren Mittelfeldspieler. Zu nennen sind hier Julian Brandt, Gio Reyna, (Reinier) und aus der U19 Göktan Gürpüz. Die Hauptspielanteile werden hier wohl zwischen Brandt und Reyna aufgeteilt. Reinier hat bisher keinen guten Eindruck hinterlassen, wird jedoch auf Grund der Systemumstellung zu etwas mehr Spielanteilen kommen. Gürpüz hat die Vorbereitung teilweise bei den Profis absolviert und mir ganz gut gefallen. Ich würde ihm durchaus seine ersten Bundesligaminuten zutrauen, auch wenn er hier definitiv keine dauerhafte Alternative wird.

Julian Brandt hat sich deutlich gesteigert im vergleich zu den letzten Jahren. Er wirkt körperlich viel fitter und präsenter und scheint sich auch gerne auf Roses Spielidee einzulassen. Dies könnte insbesondere daran liegen, dass er zum ersten Mal seit er beim BVB ist, auf seiner Idealposition spielt. Mit mindestens einem defensiverem Mittelfeldspieler und einem offensiverem auf dem Platz. In Leverkusen hat Aranguiz die defensive Rolle häufig übernommen und Brandt konnte häufig vertikal auf Havertz die Angriffe einleiten. Diese Rolle gab es so beim BVB bisher nicht. Dort hat er häufig auf dem Flügel, der 6, im Sturm oder auf der 10 ausgeholfen.

Die Aussicht auf seine Idealposition scheinen Ihn motiviert zu haben, zumindest machte er einen deutlich verbesserten Eindruck in der Vorbereitung. Ein Abgang ist grundsätzlich vom Tisch. Allgemein lässt sich sagen, wenn Brandt es in dieser Saison nicht schafft beim BVB, dann vermutlich gar nicht mehr.

Gio Reyna hatte in der vergangenen Saison furios angefangen und war anschließend in einem langen Formtief. Aktuell scheint er wieder seine gute Form gefunden zu haben. Dennoch steht er aktuell eher hinter Brandt bei mir persönlich. Reynas Vorteil ist jedoch, dass er zum einen diese Position gut spielen kann, darüber hinaus jedoch auch die 10, zu der ich gleich noch komme. Auch bei Reyna bin ich gespannt, wie er sich entwickelt. Die Formschwankungen sind hier ein Teil, allerdings auch seine Position. In der letzten Saison agierte er häufig auch auf dem Flügel, was nicht seine Idealposition ist. Die zentralere Rolle wird ihm gut tun.

Mittelfeld (10er):
Hier ist Marco Reus gesetzt. Dahinter steht als erste Option wohl Reyna bereit, dahinter dürften ggf. noch Brandt und Reinier Spielanteile bekommen, falls dies notwendig wird.

Auch hier wird wieder ein Spieler in seiner Idealrolle eingesetzt. Reus war immer als eine Art hängende Spitze Ideal. In der vergangenen Saison spielte er jedoch häufiger auf dem Flügel oder im Sturm. Mittlerweile ist Reus jedoch auch nicht mehr der Jüngste und man hat ihm in der vergangenen Saison lange angemerkt, dass er von einer schweren Verletzung zurückkommt. Dies ist nun nicht der Fall und er hat dazu auf die EM verzichtet, sodass er die komplette Vorbereitung absolvieren konnte. Von Reus erwarte ich diese Saison wieder eine deutliche Leistungssteigerung. Sowohl von den Torbeteiligungen her, als auch von der generellen Leistung her. Dies hatte sich ja bereits Ende der letzten Saison angekündigt.

Sturm:
Hier hat man nun zum ersten Mal seit langem ein Duo mit Haaland und Malen. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass dieses auch ehr gut zusammenpasst. Haaland hat sich bereits als einziger Stürmer sehr häufig in den linken Halbraum orientiert und dort dann aus dem Lauf mit seinem linken Fuß den Abschluss gesucht. Malen wird hier vermutlich das genaue Gegenteil und als Rechtsfuß eher den rechten Halbraum attackieren. Von dieser Kombination verspreche ich mir sehr viel.

Hinzu kommt die generelle Freude über Malen. Er ist ein junger Spieler, der von vielen Vereinen betrachtet wurde und zum BVB gekommen ist. Dies ist erstmal nichts neues, da viele Talente zum BVB gehen. Allerdings ist Malen in einem etwas fortgeschrittenem (Talent-) Alter und wird seine sportlich beste Zeit vermutlich beim BVB erleben. Wann gab es das zuletzt?

Als Ersatz für Haaland vermute ich allein auf Grund des linken Fußes zunächst Moukoko und dann Tigges. Da Moukoko am Anfang noch verletzt ist und auch Malen wohl noch etwas Rückstand hat wird Tigges hier wahrscheinlich einige Spielzeiten abgreifen können.

Hinter Malen vermute ich primär (erneut) T. Hazard, der als Allrounder in diesem Kader unersetzlich werden wird.

Spielphilosophie:
Als Systeme sehe ich grds. drei Möglichkeiten. Primär wohl das von Rose bevorzugte 4-1-2-1-2, allerdings sollte man auf Grund des Kaders (uns insb. der Rotation im Saisonverlauf) auch ein 3-4-1-2 und ggf. ein 4-2-3-1 erwarten.

Das 3-4-1-2 passt dabei besser zu dem in der defensive vorhandenem Spielermaterial und bietet dazu den Vorteil dennoch Haaland und Malen als Doppelsturm aufbieten zu können. Der große Nachteil wäre hier, dass nur einer der drei offensiveren Mittelfeldspieler (Reus, Reyna, Brandt) eingesetzt werden kann. Auf Grund dessen vermute ich dieses System eher selten sehen zu können.

Das angesprochene 4-2-3-1 (bzw. 4-3-3) sehe ich auch eher selten, da hier die selben Probleme der 4er-Kette wie in der Raute bestehen und noch dazu einer aus Malen, Reyna, Brandt oder Reus auf dem Flügel eingesetzt werden müsste. Dies ist zwar durchaus für einige wenige Spiele denkbar, allerdings keine dauerhafte Lösung. Noch dazu hat der BVB nur einen echten Flügelspieler mit T. Hazard, sodass diese Formation vermutlich eher ein Ausnahmefall bleiben wird.

Was man in der Vorbereitung definitiv gesehen hat ist ein aggressivere und höheres Pressing als unter Favre und Terzic. Dies wird dem Kader meiner Meinung nach definitiv gut tun und für ein viel besseres Spielerlebnis beim BVB sorgen. Darüber hinaus erwarte ich das ein oder andere Problem in der Defensive (insb. in der Konterabsicherung), welches wir aus den vergangenen Jahren bereits kennen.

Hummels wird hier nicht schneller und die Defensivarbeit von Guerreiro vermutlich auch nicht mehr. Noch dazu bietet die Rechtsverteidigerposition viele Fragen.

Was Rose bereits bei Mönchengladbach sehr gut gemacht hat war die Strafraumbesetzung bzw. Besetzung des Rückraums für zweite Bälle. Hier erinnere ich mich an sehr viele Tore von Neuhaus, der den zweiten Ball nahezu unbedrängt direkt abschließen konnte. Ähnliches erhoffe ich mir nun mit den Spielern Reus, Brandt und Reyna. Insb. Reus hervorragende Schusstechnik wäre dafür prädestiniert.

In der vergangenen Saison waren die Hauptprobleme die Lösungen im eigenem Ballbesitz, Konterabsicherung und die Verteidigung von Standardsituationen. Die Konstanz als Fähigkeit nehme ich mal von der Spielphilosophie aus.

Über die Lösungen im eigenem Ballbesitz bin ich sehr gespannt, maße mir jedoch noch nicht an diese zu beurteilen. Hierfür habe ich zu wenig Gladbach gesehen und eine Vorbereitung gegen viele unterklassige Gegner ist hier wenig aussagekräftig.

Das vertikalere Spiel aus der Abwehr heraus wird vermutlich insbesondere Hummels gut umsetzen können. Auch Zagadou, wenn er wieder fit ist. Das bedeutet nicht, dass Akanji dies schlecht macht, allerdings sind hier Hummels und Zagadou für mich eine ganz eigene Klasse. Wenn das Spiel entsprechend vertikaler wird, können hoffentlich die zentralen Offensiven dies gut umsetzen, auch da das 4-1-2-1-2 vermutlich zu einer häufigeren Überzahl im Zentrum führen kann.

Spannend wird es dann für mich, wie das Spiel aussieht, wenn der BVB auf die Außen gedrängt wird. Meunier hatte ich ja schon beschrieben ist offensiv hier nicht der Spieler der die Lösungen finden wird. Guerreiro auf links schon eher, allerdings bin ich hier gespannt, ob Guerreiros spiel von links nicht zu zentral wird. Er hat häufig die Tendenz als spielmachender Außenverteidiger Richtung Halbraum / Mitte zu gehen.

Viel verspreche ich mir von Dahouds vertikaleren Pässen in die Läufe von Haaland und Malen. Insbesondere das Pressing wird meiner Meinung nach hier ein Lösungsfaktor sein. Diese Pässe sind mit Raum am einfachsten und Rose als alter RB Schüler hat hier natürlich einige sehr interessante Ansätze und ein intensives Pressing.

Bei der Standardproblemtik erhoffe ich mir durch Kobel bereits eine erhebliche Besserung. Seine aktivere Positionierung bei hohen Bällen und seine Kommunikationsbereitschaft werden hier denke ich schon eine Verbesserung bringen. Sowohl Bürki als auch Hitz waren nie die Torhüter, die Flanken offensiv verteidigen.

Grundsätzlich erwarte ich jedoch die bekannten Probleme auf Grund der nicht immer idealen Stärken / Schwächen Profile von Spielern, insb. in der Defensive. Vermutlich wird der BVB weiter Probleme mit der Konterabsicherung haben, und auch häufig ein U um den 16er des Gegners spielen. Eine große Verbesserung erhoffe ich mir erst mit anderem Personal, insbesondere auf den Außenverteidigerpositionen.

Saisonauftakt:
Insgesamt würde ich den Saisonauftakt als überdurchschnittlich schwer betrachten. Mit Frankfurt (H / 1. Spieltag), Leverkusen (A / 4. Spieltag) und Mönchengladbach (A / 6. Spieltag) trifft man auf drei Teams mit internationalen Ambitionen. Darüber hinaus erwartet man mit Hoffenheim (H / 3. Spieltag) und Union Berlin (H / 5. Spieltag) zwei durchschnittliche bis überdurchschnittliche Teams.

Die restlichen fünf Spiele spielt man gegen Freiburg (A / 2. Spieltag), Augsburg (H / 7. Spieltag), Mainz (H / 8. Spieltag), Bielefeld (A / 9. Spieltag), Köln (H / 10. Spieltag)

Grundsätzlich liest sich dies zwar als durchschnittlich bis unterdurchschnittlich, allerdings spielen bei meiner Betrachtung mit herein, dass ich die ersten fünf Spiele schwerer Gewichte als die Spiele 6-10, da insbesondere in dieser Zeit beim BVB erhebliche Probleme auftreten werden. Dies liegt an der bereits geschilderten Personalsituation in der Abwehr und zum anderen an der sehr kurzen Vorbereitung auf Grund der EM unter einem neuen Trainer.

Natürlich hatten viele Teams mit einer kürzeren Vorbereitung zu kämpfen, allerdings ist der BVB hier nochmal stärker vertreten gewesen bei der EM, zum anderen ist der Faktor Trainerwechsel hier ebenfalls wichtig. Insbesondere da die Spielidee von Rose eine neue ist im Vergleich zu Favre bzw. Terzic.

Und die von mir stärker gewichteten Spiele 1-5 gehen dann gegen Frankfurt, Freiburg, Hoffenheim, Leverkusen und Union Berlin. Das ist für mich in einem 5 Spiele Split doch schon stark für die Bundesliga und mit Union Berlin und Hoffenheim warten zudem zwei Gegner gegen die der BVB gerne stolpert.

Dazu wurde Meunier gerade noch positiv auf Corona getestet, sodass er mindestens das DFB Pokalspiel gg Wehen und das erste Saisonspiel gegen Frankfurt verpassen wird. Damit hat der BVB für die beiden Spiele direkt den Fall keinen Rechtsverteidiger zu haben, der in einer 4er-Kette, die man in der Vorbereitung primär gespielt hat, problemlos spielen können. Über evtl. Langzeitfolgen möchte ich an der Stelle gar nicht spekulieren.

Wichtige Themen:
Generell ist es ziemlich ruhig aktuell, obwohl es eine Reihe von potenziellen Themen gibt, die vermutlich aufkommen werden im Laufe der Saison. Die größte Frage ist der Übergang von Zorc zu Kehl als Sportdirektor. Bei der Einschätzung von Kehl sind die Meinungen sehr divers. Wie genau er sich hier positioniert und wie sich das ganze im Laufe der Saison entwickelt wird interessant.

Darüber hinaus wird am Saisonende Haaland zu 99,9 Prozent den Verein verlassen. Dies wird früher oder später definitiv ein Thema, gemeinsam mit der Suche nach einem Nachfolger.

Auch Dahouds Vertrag wurde nur kurzfristig verlängert. Wenn er zu Saisonbeginn so spielt wie zum Ende der letzten Saison sollte hier schnell eine erneute Verlängerung angestrebt werden.

Die allgemeine weitere Entwicklung der Corona-Pandemie wird hier natürlich auch wie bei jedem anderen Verein ein Thema.

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Zusammenfassung BVB

Wichtigste Transfers: (Ausgaben / Einnahmen Saldo: Ausgaben: 45 Millionen /Einnahmen: 101,75 Millionen = Saldo 56,75 Millionen

Zu:

  • Donyell Malen (PSV Eindhoven, 30 Millionen)

  • Gregor Kobel (VFB Stuttgart, 15 Millionen)

  • Soumaïla Coulibaly 17 Jahre und Abdoulaye Kamara 16 Jahre (PSG, ablösefrei)

Hochgezogen: Göktan Gürpüz 18 Jahre (U19)

Leih-Ende: Marius Wolf (1. FC Köln)

Ab:

  • Jadon Sancho ( Manchester United, 85 Millionen)

  • Leonardo Balerdi ( Olympique Marseille, 11 Millionen)

  • Jeremy Toljan ( US Sassuolo, 3,5 Millionen)

  • Sergio Gomez ( RSC Anderlecht, 2,25 Millionen)

  • Lukasz Piszczek (LKS Goczalkowice-Zdroj, ablösefrei)

Kader

  • Tor: Kobel, Hitz, Bürki, Unbehauen und Drljaca. Mit Kobel hat man einen guten Neuzugang geholt. Ist in der Vorbereitung positiv aufgefallen durch seine gute Kommunikation und Spielaufbau aufgefallen. In den klassischen Torwart Disziplinen wurde er kaum getestet. Hitz hat man als solide Nummer Zwei. Bei Bürki stehen die Zeichen auf Abgang. Bisher gibt es aber keine Interessenten und ein möglicher Transfer nach Monaco hat sich zerschlagen. Unbehauen und Drljaca werden hauptsächlich in der U23 zum Einsatz kommen. Gerade Unbehauen ist sehr gut im Spielaufbau. Wird wohl leider nicht mehr den Durchbruch beim BVB schaffen.

  • Innenverteidigung: Hummels, Akanji, Zagadou, Can, Coulibaly, Collins, Maloney, Papadopoulos. Das große Sorgenkind beim BVB. Fast die gesamte Vorbereitung haben die U23 Spieler Maloney und Papadopoulos dort gespielt. Gerade letzterer konnte durch seine rabiate und kompromisslose Zweikampfführung Pluspunkte bei den Fans sammeln. Ansonsten ist man auf der Position mit Verletzungssorgen geplagt.
    Zagadou befindet sich im Aufbautraining und wird erst im Oktober zur Verfügung stehen.
    Neuzugang Coulibaly, der von der Spielweise fast ein Zagadou-Klon ist, befindet sich im Aufbau nach einem Kreuzbandriss. Dazu hat vor Corona das letzte mal eine Partie bestritten da der Jugendfußball in Frankreich komplett still liegt. Dennoch ist er hoch veranlagt und als Linksfuß, der sich auch am Ball was traut sehr interessant. Wo züchten eigentlich die Franzosen diese ganzen Abwehrkanten heran?
    Collins gilt gerade durch seine Schnelligkeit als vielversprechendes Talent. Hat sich nur im Testspiel gegen Bochum verletzt und fällt wohl bis September erstmal aus.
    Hummels, Akanji und Can sind gerade erst nach der EM ins Mannschaftstraining eingestiegen. Es wird wichtig sein, dass die schnell fit für die Bundesliga werden und die ersten zwei Monate verletzungsfrei durch kommen, damit die anderen Spieler nachrücken können und sich die Situation entspannt. Es gab zwar Gerüchte über einen weiteren Neuzugang in der Innenverteidigung, aber Watzke meinte auf der Pressekonferenz dies sei nicht nötig, da man wenn alle fit sind, genügend Spieler zur Verfügung stehen.

  • Außenverteidiger: Meunier, Passlack, Morey, Guerreiro, Schulz und Schmelzer. Auch hier ist man dünn besetzt. Piszczek wurde nicht ersetzt. Meunier hatte eine durchwachsende erste Saison und hat sich leider Corona eingefangen. Gute Besserung.
    Morey wird höchstwahrscheinlich diese Saison kein Spiel mehr spielen.
    Mit Passlack wurde der Vertrag verlängert. Eine solide Entscheidung. Er ist auf beiden Seiten einsetzbar und als Local Player gut für die Kadernominierung. Als Außenverteidiger Nummer 4/5 super, aber aktuell ist er die erste Option auf rechts.
    Auf links hat man mit Guerreiro einen der besten Spieler der Bundesliga und dahinter mit Schulz einen immerhin soliden Back-Up.

  • Zentrales Mittelfeld: Dahoud, Witsel, Can, Bellingham, Delaney, Reyna, Brandt, Kamara, Gürpüz.
    Dahoud hat eine gute Vorbereitung auf der tiefen Sechs gespielt und seinen Vertrag bis 2023 verlängert. Scheint an seiner guten Rückrunde anzuknüpfen. Hatte in den Tesspielen ein paar schöne Lupfer in die Spitze, die sauber ankamen, oder im Gegenpressing sehr hoch erobert werden konnte.
    Witsel kommt nach langer Verletzung und guter EM zurück und geht ins letzte Vertragsjahr. Can kann dort auch spielen, sollte er nicht in der Innenverteidigung aushelfen müssen.
    Bellingham und Delaney kommen nach langer EM zurück. Bei Delaney gibt es Gerüchte um einen Abgang. So schade es ist um den Typen, er ist bald 30 und die Alterskurve ist ein Ding. Darüber hinaus geht er ins letzte Vertragsjahr und man hat ein Überangebot auf der Sechs und auf der Acht.
    Reyna und Brandt haben beide in der Vorbereitung auf der 8er/10er Position, anstatt auf dem Flügel, gespielt. Beide haben das bisher auch sehr gut gemacht. Brandt hatte hin und wieder seine typischen Aussetzer drin, aber man merkt wie gut es ihm tut auf seiner besten Position, wie damals in Leverkusen, zu spielen.
    Reyna hat das in den Vorbereitungsspielen sehr gut gemacht und wirkte auch in den Zweikämpfen mehr als gewappnet für das Zentrum. Auch wenn er jetzt die Sieben von Sancho geerbt hat.
    Kamara ist auch wieder eine Körperliche Erscheinung und mag es mit dem Ball am fuß durch das Zentrum zu dribbeln. Ist aber noch sehr Roh und nicht festgelegt auf die tiefe Sechs, oder auf die Acht. Hat genauso wie Coulibaly kein Spiel seit Corona gemacht.
    Gürpüz ein sehr umtriebiger Verbindungsspieler auf der Acht und sehr engagiert im Pressing und im Anlaufen. Hat aber noch den Körper eines Jugendspielers. Soll weiterhin mit den Profis trainieren und in der Jugend spielen.

  • Flügel: Hazard, Knauff und Wolf
    Mit Sancho wurde einer der besten Spieler abgegeben und nicht direkt mit einem neuen Flügelspieler ersetzt. Man war wohl an Madueke interessiert, aber der Transfer konnte nicht realisiert werden. Geholt wurde Malen, der zwar auch auf dem Flügel spielen kann, aber eher im Sturm anzusiedeln ist. Außerdem kann man Reyna, Reus und Brandt wieder auf die Außen ziehen.
    Hazard kommt wie viele auch erst spät aus dem Urlaub zurück.
    Wolf sollte nach seiner Leihe abgegeben werden, aber wollte sich unter dem neuen Trainer durchsetzen. Hat sich im Testspiel gegen Bilbao einen Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen und fällt erstmal aus.
    Knauff hat letzte Saison sein Debüt gefeiert und soll sich weiter im Kader fest etablieren. Dabei aber erstmal Spielpraxis in der U23 Sammeln, die in die dritte Liga aufgestiegen ist.

  • Zehn: Reus und Reinier
    Reus hatte die EM abgesagt und konnte somit die Vorbereitung komplett mitmachen. Wirkt spritzig und gerade im Test gegen Bologna, als er auf der Zehn spielte und sehr im Spiel involviert war, war er sehr gut.
    Reinier verpasst die Vorbereitung wegen Olympia. Das ist natürlich besonders bitter, da er letztes Jahr im Sommer so spät kam, dass er keine Sommervorbereitung mitmachen konnte. Eigentlich wäre auf der Zehn diesmal eine Ideale Position für ihn vorhanden, aber durch die mangelnde Vorbereitung wird er es wohl auch diese Saison sehr schwer haben, auf Spielminuten zu kommen.

  • Sturm: Haaland, Malen, Moukoko und Tigges
    Haaland macht in der Vorbereitung einfach wieder Haaland dinge.
    Interessant ist hier der Königstransfer in diesem Sommer Donyell Malen. Der kommt mit reichlich Toren im Gepäck nach Dortmund und wird mit Haaland ein interessantes Sturmduo bilden können. Oder in manchen Spielen der Ersatzmann für Haaland sein, was der BVB seit Jahren nicht hatte. Es wird interessant sein zu sehen wie die Liga auf dieses Sturmduo reagiert. Haaland ist sehr auf den Ligen Strafraum fokussiert. Der kann dann aber nicht mehr so einfach abgedeckt werden, da Malen auf der anderen Seite ein Gegengewicht bildet.
    Moukoko kommt aus der Verletzung wieder und soll sich weiter im Kader etablieren.

Spielphilosophie
Formationstechnisch hat Rose in der Vorbereitung nicht auf eine Formation gesetzt, sondern viel herumprobiert. Auch wenn man ihm nachsagt, dass die Raute seine Lieblingsformation ist, ist er doch sehr Variabel was die Formationen angeht. In den ersten Testspielen hat er auf das 4-3-3 der Hinrunde gesetzt. Im Spiel gegen Bochum ist Reus dann Phasenweise vom Flügel auf die Zehn gerückt und man hatte dann die Raute. Gegen Bologna hat man durchgehend mit der Raute gespielt und das war bisher auch das beste Testspiel. Im Training hat er die Raute gegen ein 3-4-3 mit Malen, Moukoko und Knauff im Sturm spielen lassen. Spielerisch war das, wie man es von einem ehemaligen RB Trainer erwarten konnte, viel Gegenpressing. Der Spielaufbau sah auch schon ganz gut aus. Hierbei haben sich vor allem die Beiden Achter Brandt und Reyna immer wieder mal fallen gelassen um das Spiel anzukurbeln.
Die Raute könnte nächste Saison gut funktionieren. Die aktuelle Meta in der Bundesliga ist ja größtenteils ein 3-5-2 oder ein 3-4-3. Mit den zwei Stürmern vorne drin lässt sich die Dreierkette besser unter druck setzen, als mit nur einem Stürmer und der Nachteil der Raute, dass der Flügel nur einfach besetzt ist kommt nicht zu sehr zum tragen, da das für die Dreierkettensysteme ähnlich gilt. Außerdem spielt eigentlich kein anderer Trainer die Raute in der Liga, was die Vorbereitung auf dem BVB nochmal spezieller macht.

Saisonauftakt

Der Saisonauftakt hat gleich am ersten Spieltag einen schweren Gegner mit Frankfurt. ist aber dann relativ ausgeglichen. Man hat dann noch in der Woche den Supercup gegen die Bayern und in der Liga noch Leverkusen und Gladbach. Der Rest sollte als BVB machbar sein.

Wichtige Themen

Außerhalb des Platzes wird interessant zu sehen sein, wie man sich auf den Zorc Abgang vorbereitet. Kehl wird übernehmen und Terzic bleibt dem Verein in neuer Rolle als Technischer Direktor erhalten. Er wird in der Kaderplanung involviert sein, soll potentielle Spieler für den BVB begeistern und den Übergang vom Jugend- zum Profibereich Managen.
Außerdem wird die Coronalage weiterhin ein Thema beim BVB bleiben. Watzke ist da leider manchmal mit komischen Aussagen in Richtung Lauterbach aufgefallen. Und die Diskussion, ob und wie viele Zuschauer ins Stadion dürfen ist halt auch bei Watzke ein Thema, der eben Zuschauer in den Stadien fordert. Andererseits hat der BVB in Verbindung mit einer Stadiontour auch 2900 Menschen geimpft.

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VfL Wolfsburg

Wichtigste Transfers: (Ausgaben ca. 35,5 / Einnahmen ca. 1,1, Saldo: -34,4)

Zu:

Aster Vranckx (8 Mio im vergangenen Winter aus Mechelen)

Lukas Nmecha (8 Mio aus Manchester)

Sebastiaan Bornauw (12 Mio aus Köln)

Felix Nmecha (frei aus Manchester)

Maximilian Philipp (Fest verpflichtet nach Leihe für 7 Mio aus Moskau)

Hochgezogen/Leih-Ende:

Omar Marmoush (Zurück aus St. Pauli, Leihe)

Anselmo Garcia McNulty, Jannis Lang, Marcel Beifus, Dominik Marx, Kobe Hernandez-Foster (alle aus u19 hochgezogen)

Ab/Leih-Ende:

Elvis Rexbecaj (Weiter verliehen nach Bochum, vorher Leihe Köln)

Tim Siersleben (Heidenheim, Leihe)

Felix Klaus, (1,1 Mio nach Düsseldorf)

Jeffrey Bruma (Vertrag ausgelaufen (letzter teurer Rebbe-Vertrag)

Ulyssey Llanez, Lino Kasten, Yun-sang Hong (alle nach St. Pölten verliehen)

Bryang Kayo (Verliehen zu Viktoria Berlin)

Ausgaben von aktuell ca. 35 Mio (inkl. des vorgezogenen Vrancks-Transfers) stehen wenige direkte Transfer-Einnahmen entgegen, jedoch dürften die laufenden Kosten deutlich reduziert worden sein. Man befindet sich hier seit 2-3 Jahren auf einem Konsolidierungskurs der stetig mehr in Richtung Kostendeckung geht. Die ganz großen Defizite sind nicht mehr da, jedoch muss man natürlich zugeben, dass durch den Gewinn/Verlust-Abführungsvertrag mit Mutterkonzern Volkswagen hier anders zu bewerten ist als die meisten anderen Vereine. Der VfL bewegt sich in einem vorgegebenen Budget-Rahmen. Gewinne auch aus Transfers werden zudem direkt an den Konzern abgeführt.

Kader

Torwart

Völlig unkritisch. Casteels gesetzt. Pervan stabile Nummer 2 mit Unsicherheiten in Testspielen

Abwehr

Mit Bornauw hat man Qualität hinzugewonnen und ersetzt Jeffrey Bruma. Zudem ist man für die Zukunft vorbereitet für einen eventuellen Abgang von Maxence Lacroix.

Brooks bekommt mit Bornauw die nötige Konkurrenz auf seiner Position. Auch wenn Brooks Qualität häufig verkannt wird in Wolfsburg. Hier wird es interessant zu sehen sein, wie das Duo in der Mitte sein wird.

Pongracic ist in der Hierarchie abgefallen. Durch sein pfeiffersches Drüsenfieber und die Corona-Infektion war er lange außen vor. Zudem zeigt er sich als sehr trainingsfaul, was er auch selbst kürzlich bestätigte. Hier könnte sogar Jugendspieler McNulty seine Rolle einnehmen.

Durch die schwere Verletzung von Paulo Otavio hängt auf der linken Außenbahn viel am angeschlagenen Jerome Rousillon.

Ähnlich wie vor der letzten Saison als uns auf einen Schlag die rechte Seite mit William und Mbabu weggebrochen ist. Ein Zugang (wie damals Baku) wurde aber diesmal ausgeschlossen.

Mittelfeld

Weitestgehend unverändert. Mit Aster Vranckx ein vielversprechendes Talent aus Belgien hinzugewonnen. Brekalo wird den Verein sehr wahrscheinlich noch verlassen. Hier ist noch ein, bzw. zwei Zugänge für die Flügel zu erwarten. Laut Schmadtke werden diese aber noch bis zum Saisonstart (oder darüber hinaus) dauern.

Der kleine Nmecha (Felix) ist noch die große Unbekannte. Schwer zu sagen ob er eine Rolle spielen kann.

Baku, Steffen, Arnold und Schlager sollten aktuell den Stamm bilden, zudem stehen Guilavogui und Gerhardt zur Entlastung vieler Positionen bereit.

Sturm

An der starken Abhängigkeit von Wout Weghorst hat sich nicht bedeutend viel geändert. Wenn auch mit Lukas Nmecha ein U21-Europameister zurück nach Wolfsburg gekommen ist. Lukas Nmecha wird vermutlich (so lange kein weiterer Spieler für Brekalo verpflichtet wird), eher auf dem Flügel starten. Hier könnte er aber eher verschenkt sein. Persönlich würde ich ihn eher im Wettkampf mit Maximilian Philipp um die Position hinter Weghorst sehen.

Zusammen mit Baku hat Nmecha bei der U21 sehr gut harmoniert, mal sehen wie sehr dieses Duo beim VfL in dieser Spielzeit das weiterführen kann.

Omar Marmoush wird in Wolfsburg bleiben und kann durch die Mehrfachbelastung auf Einsätze hoffen. Seine Leistungen beim FCSP waren sehr ansprechend, bleibt die Frage wie sehr er das auch in der Bundesliga zeigen kann. So ein dynamischer Spieler hat dem VfL eigentlich gefehlt.

Unser polnisches Großtalent Bialek ist derzeit noch verletzt und wird noch einige Zeit brauchen um eine Alternative zu sein. Ginczek und Mehmedi dürften keine nennenswerte Rolle mehr einnehmen.

Spielphilosophie

Mark van Bommel will den Spielstil von Glasner mit hohem Pressing und schnellem Umschalten in großen Teilen beibehalten, setzt aber zudem noch vermehrt auf Kurzpassspiel um aus langen Ballbesitzphasen für Torgefahr zu sorgen. Hier hatte der VfL häufig große Probleme woraus ein zum Teil unansehnlicher Fußball entstand. Man suchte offensiv häufig verzweifelt nach einer Lösung. Hier setzt Mark van Bommel zu Recht an. Es wird darauf ankommen, die defensive Stabilität dabei nicht zu verlieren. Das war die große Stärke vom VfL in der vergangenen Saison. Mit Maximilian Arnold und Xaver Schlager vor der Abwehr ein sehr physisches Staubsauger-Duo und dahinter mit Maxcence Lacroix und Jay Brooks ein sehr harmonisches Innenverteidiger-Duo.

Nach Aussage einiger Spieler verinnerlicht der Kader dass in den Trainingseinheiten immer besser, auch wenn man das in den Ergebnissen der Testspiele nicht wirklich erkennen konnte. Aber auch in einigen Phasen der Spiele konnte man deutlich eine Entwicklung erkennen, die aber sicherlich noch Zeit benötigt, die man eigentlich nicht hat. Ab September beginnen dann zahlreiche englische Wochen.

Saisonauftakt
Durchwachsen würde ich sagen, man hat zwar vor Beginn der CL 2 Aufsteiger, dazwischen aber zwei starke Gegner. Hier wird sich zeigen wie sehr die Spielweise von MvB verinnerlicht ist. Ab September kommen dann die unangenehmen Wochen mit starken Gegnern unterbrochen mit CL-Spielen.

Bochum (H)

Berlin (A)

Leipzig (H)

Fürth (A)

----CL----

Frankfurt (H)

Hoffenheim (A)

----CL----

Gladbach (H)

Union (A)

----CL----

Freiburg (H)

Leverkusen (A)

----CL----

Wichtige Themen

Ich will nicht großartig auf das Thema Schmadtke und die Trainer eingehen, da es aus meiner Sicht ohnehin viel zu groß gemacht wird.

Ich glaube dass rein von der Persönlichkeitsstruktur der Trainer und Jörg Schmadtke sehr gut zusammen passen. Beides keine Kinder von Traurigkeit und beide ordnen alles dem Erfolg unter.

Das wird insgesamt sehr interessant zu beobachten sein, wie sehr Mark van Bommel seine Winner-Mentalität dem Team übertragen kann. Damit meine ich nicht die Härte die MvB als Spieler häufig zeigte, sondern vielmehr der unbändige Wille das Maximum herauszuholen und alles für den Sieg zu tun.

In dem Zusammenhang ist auch spannend, welchen Spieler sich Mark van Bommel als seinen Kapitän vorstellt. Maximilian Arnold als das Gesicht der Mannschaft und eigentlich der heimliche Kapitän seit Jahren, könnte diese Rolle erstmals offiziell auch bekommen.

Spieler die nicht ganz mitziehen wie eben ein hochveranlagter aber fauler Marin Pongracic (oder Josip Brekalo sofern er doch bleiben sollte) stoßen sicherlich auf keine große Gegenliebe.

Van Bommel als Trainer wird in weiten Teilen kritisch gesehen, da er zum einen in der Corona-Zeit lange ohne Job war und zudem in seinem Heimatclub in Ungnade gefallen sei. Die Beweggründe für sein dortigen Scheitern sind wie immer Vielschichtig, jedoch hört man auch, dass man in diesem großen ehrwürdigen Traditions-Kommerzverein einige Strukturen professionalisieren und in viele Bereiche einmischen wollte. Ich glaube da sind die Strukturen in Wolfsburg passender für ihn. Hier gibt es wenige Befindlich- und Eitelkeiten die hier sich hier querstellen könnten.

Wichtige Teile der Mannschaft (Arnold, Weghorst, Schlager, so wie die noch angekündigten Flügelspieler) haben nur wenig Zeit die Spielphilosophie zu verinnerlichen. Mit beginn der Champions League wird das Trainingspensum heruntergefahren werden müssen. Aktuell sind die Trainingseinheiten dafür noch sehr lange.

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Zu Raba Leipzig

Wichtigste Transfers (-92M / +92M*)

*Transferbilanz ohne die Nagelsmann-Ablöse

Zu:

André Silva (23M von Frankfurt, 25 Jahre) - Soll Tore schießen, woran es in der letzten Saison gehapert hat.
Josko Gvardiol (19M von Dinamo Zagreb, 19 Jahre) - als Innenverteidiger-Ersatz für die Abgänge Konate&Upamecano
Mohamed Simakan (15M von Straßburg, 21 Jahre) - als Innenverteidiger-Ersatz für die Abgänge
Bryan Brobbey (ablösefrei von Ajax II, 19 Jahre) - Mittelstürmertalent

Behalten (die, die letzte Saison geliehen waren und jetzt fest verpflichtet wurden):
Angelino, Benjamin Henrichs

Hochgezogen/Leih-Ende:
Ademola Lookman (vom FC Fulham, 23 Jahre) - Außenbahnspieler, der jetzt das dritte mal nach Leipzig gekommen ist. Es scheint, dass man ihn eigentlich wieder abgeben will und ihn (bisher) nicht losgeworden ist.
Marcelo Saracchi (von Galatasaray, 23 Jahre): Linksverteidiger. Hat sich in einem Testspiel einen Kreuzbandriss zugezogen und wird dieses Jahr wohl nicht mehr zum Einsatz kommen.
Josha Wosz (U19, 18 Jahre) - offensives Mittelfeld, der mir bekannteste Name aus dem Nachwuchs
Ben Klefisch (U19, 18 Jahre) Zentrales Mittelfeld
Sidney Raebiger (U17, 16 Jahre) Zentrales Mittelfeld - man mach mit bei dem Trend immer jüngere Spieler in den Profikader zu holen und lobt in - wie üblich - in höchsten Tönen.
Caden Clark (2M, New Yorker Filiale, 18 Jahre) Offensives Mittelfeld. Gleich wieder zurück geliehenes Talent, damit er dort die Saison zu Ende spielen kann, wie man es schon bei Adams gemacht hat.
Konrad Laimer (aus Verletzung zurück) Zentrales Mittelfeld - Hat so lange gefehlt, dass ich ihn hier erwähnen möchte.
Dominik Szobosklai (aus Verletzung zurück) Linkes Mittelfeld - wurde verletzt aus Salzburg geholt, obwohl die Leipziger Sportmedizin sich in den letzten Jahre nicht gerade den Ruf erarbeitet hatte, dass Spieler schnell wieder fit werden (dafür hoffentlich nachhaltiger?). Gilt als ein Riesentalent und sein Fehlen wurde bei der ungarischen Nationalmannschaft öfter diskutiert als ich gedacht hätte bei einem gerade mal 20Jährigem.

Ab/Leih-Ende:
Dayot Upamecano (42,5M nach München, 22 Jahre) - einer der besten Innenverteidiger seines Alters
Ibrahima Konate (40M nach Liverpool, 22 Jahre) - vom Talent her wahrscheinlich noch besser als Upamecano
Hannes Wolf (9,5M nach Gladbach, 22 Jahre) - bleibt in Gladbach, wo es ihm deutlich besser erging als in Leipzig.
Justin Kluivert (Leih-Ende, jetzt nach Nizza ausgeliehen, 22 Jahre) Linksaußen der gut, aber nicht überragend funktioniert hatte. Die vereinbarte Kaufoption hatte man in Leipzig nicht gezogen.

Kader

Torwart:
Gulacsi ist gesetzt als Nummer eins und ist eine Top Besetzung. Als Ersatztorhüter hat man mit Josep Martinez ein Talent und mit Philipp Tschauner einen Routinier.
Innenverteidiger:
Zwei Abgänge wurden durch zwei Neuzugänge ersetzt. Das klingt und ist riskant, aber was bleibt einem übrig, wenn die finanzstärkeren Klubs die eigentlich als astronomisch hoch gesetzten Ausstiegsklauseln lösen können. Dazu kommt noch Willi Orban, der bei der Nationalmannschaft zeigen konnte, dass er weiterhin auf sehr hohem Niveau spielen kann. Außerdem die nominellen Außenverteidiger, die gerne mal als Innenverteidiger eingesetzt werden: Halstenberg, Klostermann und Mukiele. Für mich keine schlechte Innenverteidigung, aber eine klare Schwächung im Vergleich zu letzer Saison inklusive einiger Fragezeichen, weil sich durch das Wechseln von gleich zwei Spielern doch einiges ändert.
Linksverteidiger:
Nominell nur Halstenberg (und der Langzeitverletzte Saracchi) sowie Angelino, wenn man ihn als Verteidiger und nicht offensiver einsetzt
Rechtsverteidiger:
Klostermann, Mukiele und Henrichs, sowie eventuell Adams.
Fazit Abwehr:
Etwas schwächer als letzte Saison mit viel unberechenbarkeit. Aber da wohl viel seltener Fünferkette gespielt wird und sich sowieso die gesamte Ausrichtung im Spiel ändern wird, müssen wir man sehen, wie sich die personellen Änderungen wirklich auswirken.

Mittelfeld:
Hier gibt es viele Spieler, gerade weil von den hochgezogenen Talenten viele Mittelfeldspieler sind.
Nehme ich mal ein 4-2-2-2 als Aufstellung an, stehen für die zwei defensiveren Mittelfeldspieler insbesondere Adams, Laimer, Haidara, Kampl und Sabitzer.
Für die mittleren „2“:
Angelino, Szoboshlai, Olmo, Nkunku, Forsberg und Lookman.
Für die offensiven „2“:
André Silva, Yussi Poulsen, Alex Sörloth, Hwang, Brian Brobbey.
Fazit „2-2-2“: Das liest sich eigentlich super, was ganz klar daran liegt, dass hier nicht viel abgegeben wurde und punktuell verstärkt wurde. Problem letzte Saison war ja am ehesten das Toreschießen, das wird sich hoffentlich durch André Silva ändern. Denn während man letztes Jahr den Abgang von Werner als „Tormaschine“ durch Spieler ersetzen wollte, die noch nicht gezeigt hatten, dass sie auf dem Niveau Tore schießen können, hat man sich jetzt für einen Etablierten entschieden.

Eine ausführliche Kaderbetrachtung auch hier: https://www.rb-fans.de/artikel/20210802-special-kaderanalyse.html

Spielphilosophie
Es wird wieder zurückgedreht. Mit Jesse March kommt einer, der schon Co-Trainer unter Rangnick war, der in New York und Salzburg RB-Fußball hat spielen lassen. Hohe Intensität, Gegenpressing, schnell nach vorne Spielen. Der Großteil des Kaders kennt diese Spielweise noch gut, weil sie vor Nagelsmann klassischen Rangnickball gespielt haben. Da denke ich selbst an Silva, der in Frankfurt ja auch ähnlichen Fußball gespielt hat. Co-Trainer ist mit Achim Beierlorzer übrigens noch ein Rückkehrer, der für Rangnickball steht. Ich denke, dass es mit dem Kader funktionieren wird, wenn denn die Fitness hinhaut. Die ist aufgrund von EM und Olympia (Olmo macht beides mit, am Samstag steht er im Olympiafinale) nicht bei allen Spielern bereits voll da. Außerdem stellt sich eine alte Frage: Kann man mit Rangnickfußball Titel gewinnen? Die Historie gibt mir ein „Naja“ als Antwort und so sieht es auch dieses Jahr aus. Ich halte es für vollkommen illusorisch, ernsthaft Richtung Meisterschaft zu schielen. Aber CL-Quali sollte drin sein und im Pokal funktioniert Pressingfußball oft besser als in der Liga.

Saisonauftakt
7.8. Pokal in Sandhausen
15.8. Auftakt in Mainz
20.8. Heimauftakt gegen Stuttgart
29.8. Wolfsburg
11.9. Bayern
14./15.9. 1. Spieltag Championsleague
Köln, Hertha, Bochum, Freiburg, Fürth.

Interessante Spiele, gegen Sandhausen und Mainz wird man das Spiel machen müssen. Mal schauen, wie gut das klappt. Stuttgart und Wolfsburg sind dann Gegner, die schon eher auf Augenhöhe sind um dann gegen Bayern schon früh Nagelsmann wieder zu sehen. Danach wieder eher Gegner, die man erwartet zu schlagen. Mal sehen, ich gehe davon aus, dass die Leipziger gegen die Gäste aus München unbedingt gewinnen will, aber dass es dazu reicht ist wie immer fraglich.

Wichtige Themen

Alles überragendes Thema ist der Abgang sowohl von Nagelsmann als auch von Krösche. Innerhalb sehr kurzer Zeit verlor man so die zwei sportlichen Führungspersonen, von denen beiden man sich eigentlich erwartet hatte, dass sie deutlich länger bleiben und eine Phase prägen würden, die dann nachhaltig den Klub prägen könnte (insbesondere Bezüglich Spielphilosophie). Dass beide gehen fand ich überraschend. Für Nagelsmann soll es wohl die Erfüllung eines Traums sein, Bayern zu trainieren. Aber er war angetreten, um in Leipzig eine neue Art des Fußballs spielen zu lassen und um Titel zu gewinnen. Das hat er nicht getan.

Ein Stadt-Thema ist das Stadion(-umfeld). Die nur für den Zweck WM erbaute Arena (zur Erinnerung: damals gab es keinen Erstligaclub in der ersten Liga und eine EM ohne ostdeutschen Standort wäre dem DFB peinlich gewesen) gefiel der "Vereins"führung eigentlich nie so richtig. Über diesen Sommer wurde jetzt groß umgebaut. Die Stühle sind (zumindest zum Teil - Lieferschwierigkeiten) in Vereinsfarben und es gibt für die Bundesliga übliche Ausstattung: mehr VIP, mehr Eingänge, mehr Toiletten, mehr Imbissbuden, Schallschutzverglasung und jetzt neu sogar Stehplätze. Und das sollen sich zum Heimauftakt 23.500 Leipziger*innen auch anschauen dürfen. Gegen München sind sogar etwa Tausend Gästefans geplant. Die umgesetzen Umbauten sind aber nur ein Anfang, das Trainingsbebiet in unmittelbarer Stadionnähe soll schrittweise erweitert werden um Platz für Frauen und Nachwuchs zu bekommen, die Geschäftsführung bekommt einen neuen Standort und die aktuell sehr wilde Parkplatzsituation wird angegangen, auch wenn es da dank langsamer Stadtverwaltung alles viel länger dauert als man es beim BWL-Musterschüler Mitzlaff gewohnt ist.

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Kader
Während das Tor (die drei Schweizer) und die 6 sehr reichlich besetzt sind, zeigt bereits das erste DFB-Pokalspiel, wo der Schuh drücken dürfte.
In der IV ist man auf dem Papier zwar stark besetzt, allerdings ist von Außen die Situation um Hummels Knie schwer einzuschätzen und unsere etatmäßige
Nummer 3 (Zagadou) ist leider gefangen in der Dauerrekonvaleszenz. Eine IV aus Akanji und Can stellt zwar wahrscheinlich schon Bundesliganiveau dar,
jedoch wird man darüber auf die 4er-Kette gezwungen oder nimmt der letzten Kette das Tempo indem man Witsel in deren Mitte zurückziehen würde. Auf LAV wird man wohl auf Guerreiro setzen müssen, da es keine Alternative gibt, auch wenn das defensiv wieder problematisch werden könnte. Auf rechts sieht es gerade zu
Beginn sehr schwach aus. Morey lange weg, Wolf lange weg, Meunier lange weg, bleiben nur noch Passlack oder die Allrounder Can/Hazard. Bei der derzeitigen
Situation in der IV wird es wohl zwischen Passlack und Hazard entschieden werden, wobei letzterer erst seit wenigen Tagen wieder im Training ist. Eine weitere Alternative wäre, sich bei den Amateuren zu bedienen.
Das Mittelfeld ist wohl das Prunkstück. Bellingham, Dahoud, Brandt, Witsel, Can und Delaney in den eher defensiveren, bzw. Umschaltpositionen versprechen
sehr viel Spielfreude. Hierbei wird interessant werden, wie sehr Rose rotieren wird, ein Bellingham weiter konstant auftreten kann und sich noch etwas auf dem
Transfermarkt ergeben wird (Delaney). Brandt auf der 8 würde mich persönlich sehr freuen, ist allerdings sehr formationsabhängig. In der angedachten Raute kann
er sich auf der Bank wiederfinden. Offensiv, auf der Zehn, führt kein Weg an unserem Kapitän vorbei, hinter dem sich Reinier hoffentlich mehr Einsatzzeiten verdienen wird. Währenddessen auf den Außen, nach dem Abgang von Sancho, die Aufgaben für Reyna/Hazard(evtl. Brandt/Guerreiro) gewachsen sind.
Im Sturm sind wohl die ersten beiden Plätze an Haaland und Malen vergeben, hinter denen sich wohl Moukoko(Tigges nur sehr sporadisch) erstmal anstellen muss, zudem haben Reus und Hazard ihre Qualitäten in der vordersten Linie bewiesen. Es wird spannend wie sehr Rose an seiner Raute im 4-4-2 festhalten wird. Der Schlussspurt der vergangenen Saison im Sinne von 4-2-3-1, 4-3-2-1 & 4-3-3 hat den Stärken der Mannschaft eher entsprochen, gerade mit einem Mittelstürmer dieser Güteklasse.

Spielphilosophie
TOR/ABWEHR: Aus der letzten Saison bleibt mir vor allem im Gedächtnis, wie absurd teilweise die xG-Werte in Spielen des BVB ausfielen (bspw. SCF-BVB), von daher hat man mMn mit dem Transfer von Kobel einen ersten richtigen Schritt gemacht. Inwiefern die Verpflichtungen für die Abwehr dem BVB sofort helfen können bleibt ebenso fraglich, wie die Frage, wer rechts hinten unsere erste Wahl werden wird.
MITTELFELD/STURM: Wie wird man das überraschende Element von Sanchos Dribblings ersetzen können. Am ehesten traue ich dieses Element den Pässen und ansatzlosen Schüssen von Reus zu, bleibt zu hoffen, dass er (genau wie Haaland) verletzungsfrei durch die Saison kommt.

Saisonauftakt
Vom Papier her alles ganz entspannt. Kein Derby mehr, dafür Stolperpotenzial in Freiburg, gg Hoffenheim, Union, Augsburg, Mainz und Köln

  • wo man in den letzten Jahren gerne zumindest einen Punkt abgegeben hat. Der Pflichtspielauftakt gegen Wiesbaden darf selbst mit Rumpfkader
    kein Problem darstellen.

Wichtige Themen
Eine Hausaufgabe wird sein, die Legende Michael Zorc zu ersetzen, der derzeit seine Aufgaben an Sebastian Kehl übergibt. Eine weitere Aufgabe wird die Darstellung
des Vereins nach außen sein, wie geht man mit Corona und den Folgen für die Zuschauer:innen um, das Stadion als Impfzentrum zu stellen ist in jedemfall positiv, ebenso wie das Angebot des Vereins eine Damenmannschaft zu melden, die in der Kreisliga beginnen wird - der Meldung der Mannschaft ging ein intensiver Austausch mit der Basis voraus.
Wahrscheinlich darf man sich darauf gefasst machen einen absoluten Leistungsträger nach der Saison abgeben zu müssen, aber das ist man ja bereits gewohnt - mal sehen wie sich die clickaffine Medienlandschaft da gegenseitig überbieten wird. Ob man direkt den nächsten Superstar findet, oder sich dieser bereits in der aktuellen Mannschaft befindet und entwickelt wird sich zeigen.

Meinst du mit wie ich es sehe ob ich denke das er geht oder wie ich die Mannschaft sehe wenn er geht? Beantworte zur Sicherheit beides :wink:
Ich denke nicht das Kalajdzic noch geht, da Mislintat sich ziemlich offensiv äußert welche Ablösesumme er haben will und ich bezweifle das irgendein Verein diese bezahlen wird (deutlich über 30 Millionen also ca. 35 Millionen werden gefordert).
Wenn er aber geht sieht es im Sturm richtig düster aus und man müsste dringend einen Spieler hinzuholen, welchem man 15 Bundesliga Tore locker zutraut. Aber bei einem Abgang hätte man dafür dann auch das Geld. Umso später dieser Abgang aber nicht stattfindet, desto unwahrscheinlicher wird es das er noch passieren wird.

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Bayer 04 Leverkusen

Wichtigste Transfers:

Ausgaben (6,5 Mio), Einnahmen (32,5 Mio), Saldo = -26,5 Mio

Zu: Kossounou (FC Brügge, 23 Mio), Bakker (PSG, 7 Mio), Sertdemir (Nordsjaelland, 2,5 Mio), Lunev (Zenit, ablösefrei)

Hochgezogen/Leih-Ende: Schlößer (aus U19, direkt verliehen an Nürnberg II)

Ab/Leih-Ende: Jedvaj (Lok Moskau, 4 Mio), Gray (Everton, 2 Mio), Dragovic (Roter Stern Belgrad, ablösefrei), Lars und Sven Bender (Karriereende bzw. TSV Brannenburg)

Kader

Tor: Hradecky ist ohnehin gesetzt und jetzt als Kapitän noch mehr als Führungsspieler gefordert. Dazu wurde mit Lunev ein erfahrener Ersatzmann geholt, nachdem Lomb und Grill letzte Saison nur bedingt überzeugen konnten. Grill könnte den Verein noch auf Leihbasis verlassen.

Außenverteidiger: Für die linke Seite wurde Bakker verpflichtet, um dort für etwas mehr Stabilität zu sorgen. Sinkgraven bleibt wohl nur die Rolle als Ersatz. Wendell könnte noch abgegeben werden. Für die rechte Seite ist aktuell Frimpong die einzige Option (Fosu-Mensah verletzt, Weiser außen vor), was defensiv eine Schwachstelle sein könnte. Allerdings konnte er in den Vorbereitungsspielen jedenfalls offensiv durchaus überzeugen. Tah könnte noch als deutlich defensivere Option auflaufen, wird aber ohnehin vorerst in der Innenverteidigung benötigt.

Innenverteidiger: Tapsoba ist gesetzt, wird aber die ersten Wochen der Saison verletzt ausfallen. Mit Tah und Kossounou ist man an sich gut besetzt, doch aufgrund der ständigen Formschwankungen von Tah und der kurzen Eingewöhnungszeit des gerade erst verpflichteten Kossounou bleiben noch gewisse Unsicherheiten. Retsos sollte – abgesehen vom Pokalspiel, in dem Tah gesperrt fehlt – keine große Rolle spielen.

Zentrales Mittelfeld: Auch auf der 6er/8er Position ist man mit Baumgartlinger, Demirbay, Palacios und Aránguiz gut besetzt, doch auch hier wird erst der Saisonstart zeigen, in welcher Form die Spieler sind und wer sich durchsetzt. Baumgartlinger kommt aus einer längeren Verletzung, hat davor aber sehr stark gespielt und sollte – auch als einer der Führungsspieler der Mannschaft – gute Chancen haben. Demirbay unterliegt seit seinem Wechsel zu Leverkusen starken Formschwankungen, könnte aber erstmal spielen, da er – anders als die beiden Südamerikaner – die gesamte Vorbereitung mitgemacht hat. Aránguiz war der absolute Lieblingsspieler von Bosz, konnte aber letzte Saison nach seiner Verletzung nicht wieder an die alte Form anknüpfen. Palacios hatte auch großes Verletzungspech seit er zu Leverkusen gewechselt ist, hat aber schon gezeigt, dass er das Potenzial zum Stammspieler hat. Zudem scheint Sertdemir schon nah am Kader zu sein und könnte erste Einsätze sammeln.

Flügelspieler: Nach dem Abgang von Bailey (dem Topscorer der letzten Saison) verbleiben nur noch Diaby und Bellarabi als richtige Flügelspieler. Denkbar ist, dass Paulinho und Amiri Einsätze auf dem Flügel bekommen, allerdings wird wohl noch ein Neuzugang für die rechte Seite verpflichtet. Dies ist auch notwendig, da Bellarabi in den letzten Saisons und auch in der Vorbereitung nicht überzeugen konnte.

Offensives Mittelfeld: Die „Zehner“-Position könnte die stärkste Position bei Leverkusen sein. Wirtz ist mittlerweile absoluter Stammspieler, gehörte schon letzte Saison zu den besseren Leverkusenern und hat dabei noch Potenzial nach oben. Amiri ist mehr als nur Ersatz und wird sicherlich aufgrund seiner Vielseitigkeit auch auf dem Flügel oder auf der 8er-Position zu einigen Startelf-Einsätzen kommen.

Sturm: Schick ist sicherlich ein guter Bundesligastürmer, hatte aber letzte Saison immer wieder Abstimmungsprobleme mit seinen Kollegen. Trotzdem war es eine ordentliche Saison (9 BL-Tore) und wenn er den Schwung aus der EM mitnimmt und verletzungsfrei bleibt, sollte diese Saison noch mehr drin sein. Dazu hat man mit Alario den wohl torgefährlichsten Ersatzstürmer, welcher im System von Seoane auch zusammen mit Schick stürmen könnte. Dazu könnte Paulinho auf Einsätze als hängende Spitze kommen. Gedikli ist wohl nur Ergänzungsspieler. Pohjanpalo könnte den Verein noch verlassen.

Spielphilosophie:

Wie so viele andere Clubs der Liga hat Leverkusen mit Gerardo Seoane einen neuen Trainer, sodass es spannend sein wird zu beobachten, wie sich die Spielphilosophie im Vergleich zur letzten Saison verändert. Unter Bosz war eine große Schwachstelle, dass man sich aus sehr viel Ballbesitz nur wenig Torchancen herausspielte. Während das in der Hinrunde (bzw. bis zur Winterpause nach dem 13. Spieltag) noch besser war, bzw. auch zum Teil durch sehr gute Standardsituationen kaschiert wurde, kamen dann im Laufe der Saison noch defensive Probleme dazu. Zumindest diese konnte Hannes Wolf dann beheben, allerdings vor allem dadurch, dass auf jegliches Risiko in der Offensive verzichtet wurde.

Seoane ist grundsätzlich ein offensiverer Trainer, was gut zu Leverkusens Kader passen könnte. Bei Bern hat er wohl überwiegend im 4-4-2 spielen lassen, aber auch auf ein 3-4-3, 4-3-3 oder 4-2-3-1 zurückgegriffen. In den bisherigen Vorbereitungsspielen kam überwiegend ein 4-3-3 bzw. 4-2-3-1 zum Einsatz, allerdings wurde im Spiel gegen Oberhausen das 4-4-2 mit Schick und Alario als Doppelspitze getestet. Es ist gut vorstellbar, dass zukünftig das System vom Personal abhängig gemacht wird, also dass neben Schick dann entweder Alario als echte Doppelspitze, Paulinho als eher hängende Spitze oder Wirtz als Zehner aufläuft. Ansonsten gaben die bisher erst drei Vorbereitungsspiele noch nicht viel Aufschluss, außer dass noch eine erhebliche Leistungssteigerung möglich bzw. notwendig ist.

Saisonauftakt:

Lok Leipzig (Pokal, A), Union Berlin (A), Gladbach (H), Augsburg (A), Dortmund (H), Euro-League, Stuttgart (A), Mainz (H), Euro-League, Bielefeld (A)

Wichtige Themen:

Bei Leverkusen stellt sich neben (aber natürlich auch auf) dem Platz die Frage nach den Führungsspielern, welche die Lücke der Bender-Brüder füllen können. Diese Aufgabe wird wohl in erster Linie dem neuen Kapitän Hradecky und seinen Stellvertretern Baumgartlinger, Tah und Aranguiz zukommen.

Dazu ist aus Leverkusener Sicht natürlich die Zukunft der 50+1 Regel nach der Stellungnahme des Bundeskartellamts interessant und wie sich die DFL hierzu weiter positioniert.

Zudem ist Fernando Carro als Folge der gescheiterten Super League in den Vorstand der European Club Association (ECA) berufen worden, was in der aktuellen Zeit, in welcher vermehrt die Zukunft des europäischen Vereinsfussballs diskutiert wird, sicher nicht ganz unbedeutend ist.

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