Wir haben mit Jannik Sorgatz (Chefreporter Borussia bei der RP, Fohlenfutter Podcast, Twitter, Bluesky) über die Lage bei Gladbach gesprochen. Wie hat euch die Sendung gefallen?
Es gab einzelne Tonaussetzer bei mir, wer in den kommenden Minuten die Folge neu lädt (und nicht aus dem Cache), der bekommt eine korrigierte Version.
[quote=„HakunaMatata, post:27, topic:7352“]
Und die beiden [ersten] Schwerpunkte wären niemals über Gladbach oder Augsburg gegangen,
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Ist ja sehr gut gealtert ![]()
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Bei Gladbach frage ich mich immer, wie realistisch denn die Ziele sind. Wenn man sich die letzten wirtschaftlichen Zahlen von der DFL anschaut, ist Gladbach bezüglich des Rohergebnis hinter Freiburg, Union, Stuttgart, Wolfsburg, Leverkusen, Leipzig, Dortmund und Bayern. Dann gibt es ein Verein wie Hoffenheim, der auch noch andere Möglichkeiten hat.
Klar, es gibt Vereine wie Heidenheim, Mainz oder St. Pauli, die aktuell oder in der Vergangenheit außerhalb ihrer Gewichtsklasse erfolgreich mitboxe bzw mitgeboxt haben.(Allesamt mit einem Stil, der sich sehr vom Fußball von Gladbach unterscheidet.)
Es ist eine harte Erkenntnis mit der Tradition und Vergangenheit, aber vielleicht ist graues Mittelfeld aktuell die Position, wohin Gladbach einfach in der aktuellen Bundesliga gehört.
Sehr interessante Einordnung.
Interessante Sendung, obwohl (oder weil) sie mich mit einem großen Fragezeichen zurück lässt. Max hat alle richtigen und wichtigen Fragen gestellt und nachgebohrt, sein Gesprächspartner konnte aber nur weitgehend zustimmen. Offensichtlich kann selbst ein Insider wie Jannik Sorgatz den Kommunikations-Nebel aus Allgemeinplätzen und schwammigen Zielsetzungen (Borussia-Weg? Entwicklungsprozeß, mittelfristige Einstelligkeit!) nicht wirklich durchdringen. Einige seiner Argumente kann ich allerdings nicht nachvollziehen: Transfergewinne als einzigen Ausweg aus der sportlichen Krise zu sehen, scheint mir der zweite Schritt vor dem ersten zu sein. Erst einmal sollte es darum gehen, über originelle Transfers und sinnvolle Leihen die Schwachstellen im Kader zu beseitigen (AVs!), um die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Mainz 05, der FC St. Pauli oder in Liga 2 die SV Elversberg haben in jüngster Vergangenheit vorgemacht, wie schnell das funktionieren kann. Und Mainz 05 ist auch ein gutes Beispiel dafür, wie der passende Trainer eine Mannschaft in kurzer Zeit “anzünden” und mit gezielten Maßnahmen signifikant verbessern kann. Ich sehe in Eugen Polanski durchaus Bo Henriksen-Potential. Inhaltlich sehr gut gefallen hat mir die Kritik von Max an der Art und Weise, wie Borussia die Beförderung von Eugen Polanski zum Cheftrainer kommuniziert hat. Das nenne ich mal konstruktiv! Und Jannik Sorgatz liegt falsch mit der Vermutung, diese Beförderung könne als typischer Borussia-Klüngel interpretiert werden - auf der Trainerposition wurde meines Erachtens zuletzt zu oft versucht, große Namen einzukaufen, anstatt in den eigenen Reihen zu suchen. So wurde vor Jahren Horst Steffen “übersehen” und in jüngerer Vergangenheit Alexander Ende, der auf dem Weg zur heißen Trainer-Aktie ist.
Ich hoffe, Eugen Polanski wird Zeit gegeben. Die PK gestern hat mir von Trainer’s Seite ein positives Gefühl gegeben (wie das eben so ist als Fan/Mitglied/Supporter).
Ganze Sendung: Sehr gut, angenehmer Gesprächspartner - und als Nicht-Borusse fand ich die Nachfragen und die damit einhergehenden Informationen zu den Problemen in der obersten Hierarchie hochspannend. Ja, wer soll denn einen Virkus-Nachfolger finden, wenn die sportliche Expertise fehlt? Ich wünsche dem Ex-05er Polanski alles Gute, konnte ja bei einigen Lehrmeistern sich was abschauen - und scheint so rein vom Temperament her ein Gegenentwurf zu Seoane zu sein (was sicher nicht schlecht sein muss).
Ich bin bei den Diskussionen um Sportdirektoren-/vorstände etc. überrascht, dass nie der Name Bornemann fällt. Gehen die entsprechenden Verantwortlichen davon aus, dass er sowieso nicht zu bekommen ist? Für die Behebung der Probleme bei Gladbach (die mich an uns in den Jahren vor Bornemann erinnern) wäre er sicherlich qualifiziert.
Pssst.
Ich hab die Folge gerade gehört. Den Vergleich von Virkus und Bruchhagen fand ich passend. Mir war der Gedanke auch schon gekommen.
Und diese Mittelmäßigkeit, diese “graue Maus Attitüde”, führt zu Desinteresse bei den Fans. Ich bemerke das auch bei meinem Bruder, der Gladbachfan ist. Er verabschiedet sich innerlich immer mehr.
Bruchhagen war vor seiner Frankfurter Zeit schon Manager bei u.a. S04 und dem HSV (nicht unbedingt die ruhigen Arbeitsumfelder), sowie Geschäftsführer der DFL. Virkus ist ein One Club Man, der 30 Jahre als Jugendtrainer und dann NLZ Chef gearbeitet hat. Was den Erfahrungshorizont angeht, liegen dazwischen Welten.