Die Hertha Frauen spielen am Sonntag gegen Erfurt erstmals im Olympiastadion und können in dem Spiel durch einen Punktgewinn Meister der Regionalligastaffel Nordost werden.
Für die Aufstiegsspiele gegen Saarbrücken im Juni werden sie allerdings nicht erneut ins Olympiastadion gehen können, da es nach dem DFB Pokalfinale der Männer Ende Mai sofort für den Konzertsommer umgebaut wird.
Nun also gibt es einen Thread zum Frauenfußball von Hertha BSC. Danke für das Eröffnen des Strangs.
Ich möchte ergänzen, dass die Frauen von Hertha zwar zum ersten Mal im Olympiastadion spielen. Dazu gehört meiner Ansicht nach aber auch die Info, dass das Spiel der Frauen nach dem Zweitligaspiel der Männer gegen die SpVgg Greuther Fürth stattfindet. Dazu folgendes Zitat aus der Pressemitteilung:
Alle Herthanerinnen und Herthaner, die sich beim Heimspiel der Profis bereits im Olympiastadion befinden, dürfen die Partie der Frauen kostenfrei verfolgen und in der Spielstätte verbleiben. Ein zusätzliches Ticket benötigt ihr für die Partie nicht!
Fans, die nur das Spiel der Frauen verfolgen möchten, buchen sich bitte ausschließlichüber den Online-Shop ein kostenfreies Ticket für den Stadionzutritt, welcher ab 16:00 Uhr erfolgen wird. Der Zugang für das Frauenspiel erfolgt ausschließlich über das Osttor Mitte.
Hertha BSC könnte heute ein Team in der Frauen-Bundesliga haben. Die Geschichte dazu geht ungefähr so:
2009 begann eine Kooperation von Hertha BSC mit dem 1. FC Lübars und 2015 schafften die Reinickendorfer Frauen dann sportlich den Aufstieg in die Bundesliga.
Ein Video aus der Zeit davor:
Es lag an Hertha BSC, ob der 1. FC Lübars den Spielbertrieb in der 1. Bundesliga finanziell gestemmt bekommt. Der dafür nötige Finanzbedarf lag etwa in Höhe von 600.000 Euro.
Die Fußballerinnen vom 1. FC Lübars hätten sich damals vorstellen können in der 1. Liga als Frauenteam von Hertha mit der Fahne auf der Brust aufzulaufen. Hertha BSC lehnte ab und beendete zudem die Kooperation mit dem 1. FC Lübars.
Hier ein Artikel der TAZ dazu:
2016 zog der 1. FC Lübars sich dann aus finanziellen Gründen von der 2. Liga zurück.
Hertha BSC hat die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost mit einem 5:0 gegen den 1. FFV Erfurt heute erwartungsgemäß eingetütet. Das Spiel der Männer zuvor besuchten 44.621 Zuschauerinnen und Zuschauer, beim Spiel der Frauen waren es dann noch 14.500.
Glückwunsch ins Westend.
Nun geht es in die Play-Off-Spiele am 13./14. Juni und 20./21. Juni gegen den 1. FC Saarbrücken.
Das war heute relativ deutlich, ein überaus verdientes 1:4 für Hertha BSC und Saarbrücken, wie man heute gehört hat, spielt schon die ganze Saison ohne gelernte Torhüterin. Das sagt dann auch was aus. Es ist schwer vorstellbar, dass Hertha sich das noch nehmen lässt.
Habe nun das Spiel als VOD auch gesehen und gehe bei Dir mit. Hertha sah deutlich mehr nach zweiter Liga aus als Saarbrücken. Die Organisation des Teams hat mir gut gefallen.
Mal sehen, ob Saarbrücken im Rückspiel noch den Schlüssel zum Berliner Tor findet.
Mit dem erfolgreichen Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga hat sich Hertha BSC auch für die Play-Offs im DFB-Pokal qualifiziert und zog in der Auslosung eine Auswärtsfahrt zum FC Jesteburg-Bendestorf (zwischen der Lüneburger Heide und Hamburg gelegen).
Nach dem Aufstieg hat der DFB ein Interview mit Elfie Wellhausen geführt, der Torschützenkönigin der Regionalliga Nordost.
Für Gedanken an die Bundesliga ist es bei Hertha m. E. n. ein noch sehr sehr weiter Weg. Die Bereitschaft Geld in das Frauenteam zu investieren ist kaum vorhanden. Man bindet die Frauen in die professionelle Infrastruktur der Männer ein, so sind die Trainingsmöglichkeiten vergleichsweise gut, aber darüberhinaus tut man sich bei der Hertha schwer. In einem RBB-Gespräch hat Sofian Chahed von einer niedrigen fünfstelligen Summe gesprochen, die er zur Verfügung gestellt bekommt. Mit dem Aufstieg in die 2. Liga wird diese Summe aufgestockt werden (müssen), allein schon aufgrund der bundesweiten Fahrten.
BTW: Sarah Hornschuch ist zurück in Berlin, sie hat bei Hertha BSC unterschrieben.
Ich versuche mir die Hoffnung zu erhalten, dass die Hertha Frauen den gleichen run hinlegen wie die Mainzer Frauen und den Verein qua sportlicher Leistung und Erfolg zwingen zu investieren (Lizenzbedingungen) . Ich bin mir bewusst, daß dies im Augenblick der Hertha schwerfällt zu tun, siehe Männer, Verbindlichkeiten und Stadion.
Wir werden sehen, ich drücke den Frauen die Daumen.
dürfte ne sehr ausgeglichene Zweitligasaison ohne absoluten Topfavoriten werden. Den Aufstieg am offensivsten Ausrufen wird wahrscheinlich der Stadtnachbar.
Die Frauen von Hertha BSC dürfen die 2. Liga auswärts beim VfL Bochum (Sonntag, den 2. August, um 15 Uhr) eröffnen. Für dieses Spiel wird dann ausnahmsweise das Ruhrstadion aufgemacht.
Gestern wurde Peter Görlich vom rbb zum Frauenteam interviewt (12:58 Minuten).
Der Kader wurde bzw. wird nur punktuell verstärkt.
Morgen um 13 Uhr auf dem Platz 6 im Hamburger Volkspark findet ein Test gegen den HSV statt.
… wo sich Herthas Damen in der ersten Halbzeit gut präsentiert haben. Struktur, Ordnung, Spielidee - war alles erkennbar. Bis zu einem gewissen Punkt haben sie auch die Pässe sauber gespielt und auch ein Tor erzielt. Es gab noch ein paar Chancen auf ein zweites Tor.
In der Zweiten Halbzeit hat sich der athletische Unterschied zwischen erster und zweiter/dritter Liga gezeigt. Hertha sind schlicht die Körner ausgegangen, während der HSV einfach bis zum Ende durchgezogen hat. Aber die Vorbereitung fängt ja erst an. Hoffentlich können sie da noch zulegen. Dann sollte der Klassenerhalt kein Problem sein.