Tribünengespräch 137: WM-Panel 7

Wir haben mit diesen Gästen über die WM gesprochen:

Wie hat euch die Folge gefallen?

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schön, dass Tobi es doch nochmal geschafft hat, obwohl er Bohndesliga momentan mehr oder weniger alleine stemmen muss.

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Fand die Diskussion sehr interessant, was man der Fifa und Generous Gianni rein faktisch wirklich vorwerfen kann und wie es mit dem Thema Demokratie aussieht.

Und toll, dass Tobi nochmal dabei war.

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Zur Demokratie in der FIFA: Die Frage die sich mir stellt ist doch, was wird denn überhaupt per Abstimmung bei der FIFA entschieden? Soweit ich es mitbekommen habe nur die Wahl des Präsidenten.

Die WM Vergabe ist jetzt erst zur WM 2026 erstmals von allen Verbänden bestimmt worden. Vorher war es immer ein Gremium. Also immerhin eine zweite wichtige Entscheidung, die jetzt demokratisch entschieden wird.

Die Vergabe von Sponsoren, Friedenspreisen usw. wird durch Gremien entschieden. Oder direkt vom Präsidenten. Das ist ist dann nicht besonders demokratisch.

Und zu Trump: Ich denke bei den Olympischen Spielen wird er sich deutlich mehr in Szene setzen. Da wird es ja auf jeden Fall amerikanische Medaillen geben und er liebt es natürlich sich mit Siegertypen zu umgeben. Und es wird sicherlich auch einige Sportler und Sportlerinnen geben, die auf seiner Linie sind. Da wird er sich dann mehr präsentieren. Das war bei der WM jetzt nicht so richtig möglich.

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Haben wir nach dem sechsten Panel nicht gelernt, dass das Format so schlecht ist, dass Tobi sich das nicht mehr antut? :nerd_face::rofl:

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Bin noch nicht durch
Schöne Sendung bis jetzt

Aber kleiner Einwand zu der DFB-Pokal Idee
Das geile am DFB Pokal ist ja, dass es ab der 2. Runde keine Setzlisten gibt und theoretisch ab da Bayern gegen Dortmund möglich ist, sodass man in jeder Runde auch ohne Fan eines Vereins zu sein Toppspiele hat auf die man sich freut als Fan des Fußballs

Setzlisten sind der Tod der Spannung(außer natürlich man findet es spannender, wer die meisten Grandslams gewinnt, als das Turnier Grand Slam an sich und die einzelnen Spiele)

Von daher kann auch in der Qualifikation der Wahlspruch nur lauten: Tot den Setzlisten
Damit sich so schlechte Mannschaften wie Deutschland gar nicht erst qualifizieren und wir zumindest in den ersten 2 Runden mehr Bosnien und mehr Kap Verden haben und damit mehr Liebe

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Danke für die WM Begleitung. Habe mal für WM und Royal einen Bonus überwiesen. Ich denke, dass das der Rasenfunk sich einfach verdient hat. Danke Max, danke Eva und danke an alle Gästinnen!

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Mich nervt die Begründung einer tollen 48er WM mit dem Beispiel Cap Verde. DIe wären aufgrund der Ergebnisse der Qualifikation auch bei einer 32er WM dabei gewesen!

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Das kann ich beides nur bekräftigen. Tolle Sendung! Dazu fand ich die soziologischen Porträts von Vereinsfans und WM-Fans, die sich am Ende aus dem Gespräch ergeben haben, sehr erhellend! (Ich bin eher Vereinsfan, wie wahrscheinlich die meisten, die sich mehr oder weniger laut in Fußball-Foren äußern; umso erhellender, Tobis Ansicht zu hören.)

P.S.: Schönen Urlaub an alle, die feiern!

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Die Dürrephase der Männer von Spanien war imo nicht ganz so lang wie in der Folge besprochen, schließlich kam man 20/21 ins Nations League Finale und das EM Halbfinale.

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Verstehe bei 1:39:00 nicht, warum Max Tobi ins Wort grätscht „aber die wählen ja ihre Vertreter nicht, es gibt ja keine Repräsentation“.

Warum gibt es keine Repräsentation? Was ist das Argument? Tobi hat es doch vollkommen korrekt ausgeführt, dass der DFB grundsätzlich basisdemokratisch repräsentativ-demokratisch organisiert ist:

  • der DFB-Präsident wird von den 250 Deligierten auf dem DFB-Bundestag gewählt
  • die meisten dieser Deligierten werden direkt oder indirekt von den 21 Landesverbänden entsendet (für meinen Geschmack deutlich zu intransparent)
  • die Landesverbände liegen in direkter Kontrolle ihrer 24.000 Basisvereine
  • jedes der 8M Mitglieder eines solchen Basisvereins kann dessen Mitgliederversammlung besuchen, sich in den Vereinsvorstand wählen lassen und als solcher die Geschicke seines Landesverbands und die Auswahl der Deligierten beim DFB-Bundestag mitbestimmen

Man kann sicher darüber streiten, ob das ein perfektes System ist (falls es sowas überhaupt gibt). Wir alle wissen bspw, wie gering die Beteiligung bei ehrenamtlichen Veranstaltungen auf Vereinsebene ist. Aber man kann doch nicht behaupten, dass es in den DFB Gremien grundsätzlich keine Repräsentation gebe?!

Durch Max’ unsachliche Intervention wird leider Tobis berechtigter Punkt untergraben, dass es selbstverständlich ein Problem in der Repräsentation und in der Legitimation darstellt, wenn die Deligierten der vielen Millionen aktiven Fußballspieler von bspw FA und DFB ihre Anliegen bei der FIFA gar nicht erst vorzutragen brauchen, weil sie sowieso von Zwergverbänden mit ein paar Dutzend Fußballplätzen überstimmt werden.

Die „FIFA-Demokratie“ ist äquivalent zum US-Senat, wo Kalifornien mit 40M Einwohnern exakt genau so viele Senatoren stellt wie Montana mit 1M Einwohnern, was dafür sorgt, dass Bewohner von ländlichen Regionen im Senat massiv überrepräsentiert sind und dadurch die Macht haben, seit Jahrzehnten alle Reformen zu blockieren, die das Leben für Wähler in dicht besiedelten Regionen verbessern würden.

@GNetzer vielleicht spielst du nur devils advocate, wenn du dieses System als „perfekte Demokratie“ bezeichnest, weil du auf eine Gegenrede aus dem Plenum gehofft hast. Insgesamt fand ich diese Glorifizierung der FIFA in diesem Part aber unglücklich.

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Denke, Du hast das falsch verstanden, es ging bei 1.39 nicht um den DRB sondern um die Verbände anderer Nationen, die eben nicht so organisiert sind, wie der DFB. Das war zumindest mein Verständnis der Konversation. Und dann kann auch die FIFA niemals eine Demokratie sein, weil halt nur eine Minderheit der Delegierten vom Volk (!) gewählt sind.

kann gut sein, ich finde dem Part inhaltlich wirklich schwer zu folgen. Wenn andere Verbände nicht basisdemokratisch organisiert sind, entkräftet der Einwurf Tobis Argument aber nicht, sondern verstärkt es sogar noch. Dann ist es ja noch ein größeres Problem, dass ihre Stimme bei der FIFA genau so viel Wert ist.

Soll auch gar nicht zu negativ klingen. Ansonsten war es wieder eine tolle Sendung. Nur in dem FIFA-Demokratie-Part habe ich quasi durchgehend den Kopf geschüttelt. Entweder weil ich dem gesagten nicht folgen konnte, oder weil ich entschieden widersprochen habe,

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Der DFB hat eine repräsentative Demokratie, keine Basisdemokratie:

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Um noch ein Modell in den Raum zu werfen:

  • 48 Teams
  • Aufteilen in zwei Ligen a 24 Teams.
  • Einzige Vorgabe dabei: Jede Liga hat dieselbe Anzahl an Teams aus einem Kontinentalverband. Rest zufällig, Ausnahmen höchstens bei mehrern Hosts.
  • Gruppenphase nach dem neuen Champions League Format. Spiele nach ELO-Ranking und maximal 3 Gegner pro Verband.
  • Wenn sich die Kröte 16-Finale nicht vermeiden lässt, kommen jeweils die ersten 12 weiter. Die nächsten 8 (leider viel) spielen die Playoffs.

Wow, lieben Dank dir!

Komplett richtig, hätte ich an einer Stelle mal sagen sollen. Sie wollen auch eher Cabo Verde genannt werden, was Eva richtig gemacht hat, ich falsch.

Nein, ich finde einfach, dass hier ein Machtverständnis transportiert wird, das sich an einem (vermutlich aus dem Kapitalismus kommenden) Leistungsgedanken orientiert. Wer viel zum Geld verdienen beiträgt, der sollte mehr bestimmen dürfen. Vordergründig kannst du mit Repräsentation von fußballspielenden Menschen argumentieren (der DFB vertritt mehr Menschen als der Fußballverband des Chad), aber damit ist eine Manifestation bestehender Verhältnisse mitgedacht, die ich aufgrund der kolonialen Vergangenheit und kapitalistischen Dominanz „westlicher“ Länder in Frage stellen möchte.

Aktuell ist es so, dass der Chad mehr Geld für Entwicklung des Fußballs von der Fifa bekommen hat als Deutschland. Das klingt absurd, kann aber auch genau richtig sein. Und diesen Gedankengang, auch die Ablehnung des Gedanken, wollte ich anstoßen.


Quelle: https://digitalhub.fifa.com/m/206be8750be1c322/original/FIFA-Forward-Report-EN.pdf

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Ein sehr schöner Abschluss dieses in vielerlei Hinsicht besonderen Turniers.

Grundsätzlich kann ich die hier geäußerte Kritik an dem Format dahingehend nachvollziehen, dass es ein anderer Weg war sich der WM zu nähern. Das ist dann nicht für jeden, aber eine WM ist ja auch kein Bundesliga-Spieltag. Ich fand es gut und bedauere dass Tobi so oft fehlte.

Die Kritik an der Halbzeitpause des Finales kann ich persönlich wenig nachvollziehen. Mei, dann wird halt gesungen, die Spieler müssen sich ein bisschen warmhalten weil’s länger dauert und statt belangloser Highlightsbesprechung sehe ich dann bei der EM 2028 Coldplay. Gibt vieles zu kritisieren, die Halbzeit-Show steht da bei mir ganz weit hinten.

verstehe den Gedanken und grundsätzlich ist es natürlich immer wichtig, sowas mitzudenken. Aber man kann doch umgekehrt nicht komplett das Problem ignorieren, dass der meiste Fußball, der auf der Welt gespielt wird, bei der FIFA kaum Repräsentation findet.

Man könnte ja stattdessen ein ähnliches System wie im Bundesrat etablieren, dass Zwergverbände ihre eine Stimme behalten, aber die großen Verbände bspw mit bis zu 10 Stimmen abstimmen können. Dann wäre Fiji mit 30k Fußballspielern gegenüber dem DFB mit 3M Fußballspielern immer noch überrepräsentiert, aber halt nur noch mit dem Faktor 1:10 statt 1:100.

Das eine ist sinnvoller Minderheitenschutz. Das andere ist eine perfide Umkehr, dass die wichtigsten Dinge im Fußball dort entschieden werden, wo am wenigsten Fußball gespielt wird.

Ein Gremium, das den Fußball in seinem Kern beschützt, ist das IFAB, weil die vier britischen Verbände dort nach wie vor eine Sperrminorität haben. Also Regeländerungen nach wie vor dort entschieden werden, wo der meiste Fußball gespielt wird. Man stelle sich den Zirkus vor, wenn stattdessen Gianni und seine Horrowclowns fürs Regelwerk zuständig wären. Der Fußball wäre nicht nur neben, sondern auch auf dem Platz bis hin zur Unkenntlichkeit entstellt.

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Bin noch am Anfang, aber zum Thema Eskalation nach dem Spiel und dass das bei den Frauen nicht vorkommt, möchte ich an Brasilien v USA erinnern, was ähnlich aussah wie Argentinien am Sonntag.

Klar ist das bei den Frauen ein Einzelfall, aber es passiert eben doch. Und ich fürchte auch häufiger, je größer der Frauenfussball wird. Wäre ja nicht das erste Übel, was man von den Herren übernimmt (Zeitspiel, Schauspielerei)

Kann mir jemand erklären warum Côte d’Ivoire und Cabo Verde jetzt so genannt werden und andere Länder nicht?

Türkei wird von so gut wie niemandem Türkiye genannt und Länder wie z.b. Deutschland oder England heißen je nach Land komplett anders.

Grade bei Elfenbeinküste oder Kap Verde ist das doch auch „nur“ eine wortgemäße Übersetzung.

Klärt mich bitte auf

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Also nur weil ich es „grundsätzlich“ formuliert finde. Ich persönlich sehe das schon anders :person_shrugging: . Ich rege mich jedes Jahr auf wenn Dortmund, Suttgart, Leverkusen und Bayern in einer „frühen“ Runde gegeneinander Spielen, ich bin daher auch der Meinung dass eine Setzliste positiv wäre :sweat_smile: .

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