WM-Tag 17 – Kurzpass 073

#1

Wir haben mit Peter Ahrens (@peter_ahrens) vom SPIEGEL über seine Arbeit vor Ort in Russland und das Verhältnis der Medien zum DFB gesprochen. Wie hat euch die Folge gefallen?

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#3

Ich hab bei der DFB vs Presse Geschichte auch so das Gefühl, dass man sich mal zusammensetzen sollte, also Pressevertreter und DFB Vertreter, und sich mal verständigen. Was einen so stört, was man anders machen kann etc. Weil Mein Gefühl ist schon dass sich der DFB und die Spieler “fehlbehandelt” fühlen wenn man jeder Aussage und jeden “Furz” von der Presse zeranalysiert und auf die Goldwaage gelegt bekommt. Auf der Anderen Seite klar, wenn der DFB nichts raus lässt ist halt schwierig. Vielleicht war aber auch zuu viel Rummel, zu viele Artike pro Tag, da sollte man vielleicht auch mal etwas auf die Bremse Drücken.

Was ich gar nicht verstehe ist dies Verteufelung jeglicher Kritik seitens des DFB. Warum kann man das nicht als wichtiges Korrektiv annehmen? Ein Korrektiv, das mit Aussensicht Probleme und Dinge ansprechen kann, die man mit einer gegebenen Innensicht aus Betriebsblindheit vielleicht gar nicht so wahrnimmt. Dafür wäre es aber auch wichtig, die Presse wieder näher ran zu lassen.
Ich finde im aktuellen Eintracht Podcast wurden viele wichtige Punkte angesprochen und sie kamen immer wieder auf Bierhoff und seine Vermarktungsstrategie als Problem zurück. Das ist vielleicht so eine personelle Konsequenz die man diskutieren sollte und nicht Löw.

Habt ihr da Antworten und Gedanken zu?
ps die Folge hat mir sehr gut gefallen.

#4

Wenn es Bierhoff nicht macht, macht es sein Nachfolger oder die Spieler selbst. Bezeichnend fand ich den ersten Werbespot im TV nach dem Korea Spiel in dem Götze für Samsung warb. Allgemein war gefühlt jeder zweite Werbespot mit einem Fußballer. Am Ende ist es die Droge Geld, welchen den Sport richten wird.

Feedback zur Aufnahme: Während des Abspielens viel mir Dein Eingangsstatement ein und ich musste tatsächlich genau hinhörenu um diese Störungen zu hören. Lag vielleicht am Auto das lauter war. Insgesamt fand ich es wenig störend und mehr retro :slight_smile:

#5

Vorneweg: Folge war super!

Ich finde das betrachtete Problem passt doch in das Gesamtbild des DFB. Das fängt bei Bierhoff im Zusammenhang mit der Nationalmannschaft an und hört bei Grindel im Kontext anderer wichtiger Themen auf. Ich verstehe bei aller Professionalisierung einfach nicht, wie man mit solch einer Arroganz gegenüber Journalisten oder Fans auftreten kann.

Ich muss auch ehrlich zugeben, dass ich mich deshalb sogar irgendwie über das Aus der Nationalmannschaft gefreut habe.

Für mich bleibt die Politik von DFB und DFL das größte Problem des deutschen Fußballs und ich habe wenig Hoffnung, dass sich da in naher Zukunft irgendetwas in die richtuge Richtung bewegt…

#6

Ich finds klasse Max, wie du immer wieder abwechslungsreich die Themen/Sendungen gestaltest und kompetent/eloquente Gäste in die Sendung holst!

#7

Erst einmal vielen Dank für diese Folge (und natürlich alle Folgen davor). Ich finde es gut, dass solche eher allgemeinen Themen an spielfreien Tagen besprochen werden. In einer SK nach einem Deutschland Spiel wäre es wahrscheinlich etwas untergegangen.

Jetzt zu meinen Fragen:
1.
Ich bin kein Journalist und deshalb fällt es mir schwer das alles richtig nachzuvollziehen. Ich finde das man mit Informationen zur N11 doch regelrecht bombardiert wird. Jede Tag hat Delling oder Müller-Hohenstein jemandem zum Gespräch. Auch die tägliche PK ist mM nicht weniger informativ als früher (bzw. sie wr früher auch nicht wirklich interessant). Woher kommt bei euch das Gefühl man hat da zu wenig Informationen zur Mannschaft?
2.
Dass es am Tag nach der Niederlage gegen Mexiko keine PK gab finde ich nachvollziehbar. Warum wird das so negativ ausgelegt? Daef die Mannschaft das nicht erstmal intern besprechen bevor man sich gegenüber der Presse äußert? Auch die “geheimen” Trainingseinheiten sind doch normal. Wenn sich jeder Journalist die Aufstellung und Taktik daraus ableiten kann, dann die Scouts der Gegner doch auch.

Wie wird das eigentlich bei anderen (vergleichbaren) Mannschaften gehandhabt? Gerade die täglichen PKs der Deutschen wurden vor ein paar Jahren noch ausdrücklich von den ausländischen Reportern gelobt. Ist das inzwischen überall selbstverständlich?

#8

Sind es wirklich Informationen, oder ist es PR-Sprech, was man kriegt? Man kriegt halt nur das, was den DFB in gutem Licht dastehen lässt und was für den DFB angenehm ist. Die unangenehmeren Dinge, die man liest, gehen oft eher in den Bereich dessen, was sich Journalisten zusammenreimen. So jedenfalls mein Eindruck.

Und gerade die Interviews in ARD und ZDF finde z.B. auch ich unfassbar nichtssagend, weshalb ich sie mittlerweile ignoriere. Absolute Verschwendung meiner Zeit.

#9

Ja aber war das früher wirklich anders? Das war doch vor 10 Jahren auch schon so. Ist also nichts neues im aktuellen Kontext.

#10

Ohne mich an Details erinnern zu können, behaupte ich, dass sich definitiv etwas geändert hat.
Alleine durch “social” Media hat der DFB jetzt die Möglichkeit, seine eigene “Geschichte” zu erzählen, wie es im Marketingsprech so schön heißt.
Und auch mit dieser bescheidenen #DieMannschaft Grütze wurden das Image und die Kommunikation von Seiten des DFB aus immer mehr auf Aalglattheit und maximale Vermarktbarkeit ausgerichtet.
Das rächt sich nun eben.

Ich hab neulich wieder in ‘The Writer’s Journey’ von Christopher Vogler geblättert, einem der bekanntesten Ratgeber zum Drehbuchschreiben. Was lernen wir daraus? Extrem stark vereinfacht: Ein Held muss seine Komfortzone verlassen und sich Ängsten/Gefahren/Herausforderungen stellen, damit er Held werden kann, sonst ist die Story scheiße. Dazu braucht ein Held Schwächen, damit sich das Publikum mit ihm identifizieren kann.
Der DFB dagegen versucht die Komfortzone auszudehnen und Probleme totzuschweigen. Man stelle sich vor, Harry Potter würde warten, bis Voldemort an Altersschwäche stirbt. Das Publikum würde entrüstet das Kino verlassen und niemand würde den Bengel leiden können.

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#11

Hahaha, ein genialer Vergleich :smiley:

#12

Toller Kurzpass, fand es sehr spannend zu Hören.
Finde die ganze Offentlichkeitsarbeit vom DFB seit Jahren eher schlecht als recht.Der negative Höhepunkt war die Verkündung des offiziellen WM-Kaders. Einfach nur Peinlich.Dann kam noch die Causa “Özil/Gündogan” hinzu die der DFB meiner Meinung nach Falsch gehandhabt hat.Ebenso die Geschichte mit Manuel Neuer.Wir haben als “Nummer 2” die unumstrittene Nummer 1 des FC Barcelona anstatt ihn Stark zu machen, Enteiern ihn Bierhoff und Löw schon vor dem Turnier.
Aber das hatten ihr ja auch schon alles gesagt.Für mich gehören beide deswegen schon Freigestellt. Vor allem Herr Bierhoff.

#13

Sehr cooler Kurzpass. Hat mir sehr gute gefallen. Peter Ahrens hat das Gespräch wohl als Anlass genommen und auch noch einen Artikel zu dem Thema verfasst.

#14

Dieser Kurzpass passte hervorragend zum ersten spielfreien Tag während der WM. Ich bin gespannt auf die nächsten ‘spielfreien’ Kurzpässe (und natürlich auch auf die der Spieltage!). Ob wohl @kscheib nochmal dran kommt, von vor Ort?

Und wie haben sich die Download-Zahlen seit dem deutschen WM-Aus entwickelt?

#15

Fand den Podcast auch sehr gelungen. Das sollte ein Thema sein, wo es noch viel Gesprächsbedarf gibt und der Rasenfunk auch dran bleiben sollte. Es wird interessant sein zu sehen, ob es beim DFB nach dem WM Aus ein umdenken geben wird. Ich glaube aber so lange dort Leute wie Bierhoff mitwirken eher nicht. Wie titelte der Kicker gestern so schön #zsmmnbruch eines Weltmeisters. Nun ist Ihnen ihr ganzes Marketing Konstrukt um die Ohren geflogen.

Das mit den Downloadzahlen würde mich auch interessieren.

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