Nach 103 gespielten Spielen wurde jetzt bereits der Zuschauerrekord aus der Saison 23/24 gebrochen. Damals hat man 132 Spiele benötigt, um 381.015 ZuschauerInnen anzulocken. Zur Zeit ist man bereits bei 383.264 ZuschauerInnen.
(Zahlen von soccerdonna.de)
Wundert mich ein wenig, dass es darüber keine Meldung beim DFB oder in den Medien gab.
Und bei Medien spielen doch nach wie vor eigentlich nur die Großturniere eine Rolle. Ich wüsste zumindest nicht wann ich das letzte mal was zur Frauenbundesilga gelesen hätte außerhalb von Start/Ende. Also bei den nicht „spezialisierten“ Medien. Männerbundesliga ist z.B. jeden Montag und Freitag groß im Sportteil in der regionalen Tageszeitung bei uns…
Hier stellt sich wahrscheinlich die alte Grundsatzfrage danach, ob Medien bestehende Interessen bedienen oder aktiv neue Interessen schaffen sollten, oder?
Die Replik auf den Vorwurf “Die grossen Medien berichten zu wenig über Frauenfussball” würde bei vielen in meinem Umfeld wahrscheinlich lauten:
“Die grossen Medien berichten auch nicht umfangreich über die polnische Fussballliga der Männer oder über regionale Radsportveranstaltungen. Die Medien berichten über die Dinge, die die meisten Leute interessieren, denn diese Leute kaufen deshalb die Zeitung. In einer Marktwirtschaft steht jedem Marktteilnehmer ja die Möglichkeit offen, eine eigene Zeitung zu gründen, die dann darüber berichtet, wenn man glaubt, dass sich genügend Leute finden, die das lesen wollen.”
Zumindest den reflektierten Leuten, die so argumentieren, fällt schon auf, dass es hier die Gefahr von einem Zirkel gibt: damit “die Leute” sich für Frauenfussball interessieren, müsste mehr darüber berichtet werden, aber damit mehr darüber berichtet wird, müssten sich erst mehr Leute dafür interessieren.
Ich nehme an, dass man das nur über zwei Wege lösen kann:
Der Frauenfussball findet genügend externe Investoren, die zunächst über eine Anschubfinanzierung das Interesse generieren, indem massiv in die Berichterstattung investiert wird.
Die öffentlich-rechtlichen Medien berichten vermehrt, obwohl es sich nach marktwirtschaftlichen Kriterien (noch) nicht lohnt.
Beide Wege haben sicher ihre Vor- und Nachteile und müssten diskutiert werden. Ansonsten kann man nur abwarten, ob es sich “von alleine” und organisch dahin entwickelt, dass genügend Leute sich mehr Berichterstattung wünschen, die dann sicher auch geboten wird.
Ich meinte das auch gar nicht als Kritik, sondern einfach als Feststellung. Es ist halt faktisch meines Empfindens so, daher verwundert es mich nicht, dass ich bis zu @Mortimer_Hitllethorp posts nichts davon mitbekommen habe, dass die Frauenbundesliga ihren Zuschauerrekord gebrochen hat .
Ich denke mal, dass alle damit gerechnet haben, dass der Zuschauerrekord diese Saison gebrochen wird. Allein schon wegen der 50 Spiele mehr und Neuzugängen wie Union Berlin.
Aber dass man dafür 29 Spiele weniger benötigt, als in der bisherigen Rekordsaison, finde ich bemerkenswert. Zumal Köln und Frankfurt ihr obligatorisches Highlight-Heimspiel noch gar nicht hatten.
Stimmt. Trotzdem bemerkenswert. In den vorherigen Spielzeiten gab es ja zwei oder drei Highlight-Spiele pro Saison. Einmal Köln und ein bis zwei Mal Frankfurt.
Zwei Highlight-Spiel hatten wir jetzt bereits mit Bayern-Bayer und Werder-HSV. Nur dass das Bayer(n)-Spiel deutlich mehr Zuschauer hatte, als Köln und Frankfurt früher.
Ich hoffe natürlich ganz stark, dass die beiden letztgenannten noch ihre Spiel vor großem Publikum machen werden. Und vielleicht wird HSV-Werder wieder gut besucht, auch wenn es dann noch kalt sein sollte. Und bei Union könnte die Hütte doch für ein Spiel auch nochmal voller werden, als sie es eh schon ist.
Das würde dann den Schnitt ordentlich nach oben treiben.
So wie ich das sehe, wird es in dieser Saison für die Frauen der Frankfurter Eintracht kein Spiel im großen Stadion geben. Oder habe ich da eine Info übersehen?
Ich fände es jedenfalls schade.
Der Hamburger SV und der 1. FC Union als Aufsteiger könnten beide am Ende der Saison den höchsten Zuschauerschnitt in dieser Saison in der Frauen-Bundesliga haben.
Ob der HSV am FC Bayern noch vorbeiziehen kann hängt davon ab, wieviele Zuschauer und Zuschauerinnen die letzten beiden Heimspiele besuchen.
Der FC Bayern wird insgesamt so etwa bei 87.420 Zuschauern landen. Das heisst, dass der HSV in den letzten beiden Spielen etwa 23.600 Zuschauer benötigen würde, um vorbeizuziehen. Das halte ich durchaus für möglich.
Der 1. FC Union könnte am Ende der Saison die 100.000er Marke knacken. Im letzten Heimspiel gegen Hoffenheim bräuchte es dafür noch einmal über 7.270 Besucherinnen und Besucher im Stadion. Bei der Zahl von 11.270 gegen die TSG Hoffenheim würde man zudem einen Zuschauerschnitt von 8.000 über die Saison erreichen.
Wenn ich mir das im Ticketshop anschaue was aktuell schon weg ist, dann rechne ich mit so 8-9k Zuschauerinnen gegen Union und gegen Bayern mit 12-15k Zuschauerinnen. Wenn wir da wirklich noch mobilisieren für das letzte Spiel weil wir A) Klassenerhalt feiern oder B) noch mal jeden brauchen, damit wir nicht über Tordifferenz absteigen vielleicht auch ein paar mehr Leute.
Am Ende hat der 1. FC Union einen Zuschauerschnitt von knapp 8.203 Zuschauerinnen und Zuschauern in den dreizehn Heimspielen der Frauen-Bundesliga erreicht.
Insgesamt waren es 106.627, die 100k-Marke wurde deutlich übertroffen.
Die Marke haben wir in HH leider verpasst. Wir brauchen knapp 15k um die Bayern zu knacken, das sollte hoffentlich klappen, Vorverkauf sieht ganz gut aus.
Ich komme hier auf einen Schnitt von 8.519 bei Chelsea für deren Ligaspiele. Also noch vor Union.
Quellen: www.chelseafc.com, www.footballwebpages.co.uk
Das letzte Heimspiel war mit rund 15k Zuschauenden nochmal gut besucht.
Ist natürlich aber auch immer interessant, wie so ein Schnitt durch ein Highlight-Spiel im großen Stadion gepusht wird. Werder hätte sonst ihren Schnitt von 1.678 auf Platz 11 und 2.001 im Franz-Kremer-Stadion. Bayern natürlich auch mit ihren 2.461 am Campus. Da dürfte der Umzug nach Unterhaching endlich mal für andere Zahlen sorgen. Bei Leipzig ist der Schnitt sonst 932. Die Wolfsburger haben im AOK-Stadion 2.895 und bei ihren drei Spielen in der Volkswagen Arena kommen sie auf 8.036.
Finde das bei Soccerdonna immer ganz nett, dass man da das in Stadien aufteilt.
Beim SC war das Jubiläumsspiel gegen Frankfurt am meisten besucht (8.698). Schade, dass man da nicht auf die 10.000 gekommen ist. Danach folgten sie Spiele gegen Bayern (6.712) und Wolfsburg (5.770). Der Jahresabschluss gegen Werder hatte auch noch 3.701 Zuschauer. Die anderen Spiele waren dann unter dem 3.265-Schnitt. Da ist die Zahl eigentlich gar nicht mal so schlecht. Am wenigstens war gegen Jena vor Ort (1.321
), gegen Union (1.426) und Essen (1.496). Alle drei Partien um 12 Uhr am Samstag.