#07 – Euer Input für Schlusskonferenz 288

Hallo liebe Rasenfunk-Community, dieses Wochenende gibt es eine Premiere: Es wird eine Schlusskonferenz geben ganz ohne Beteiligung von @GNetzer! Ich, Tobias Escher, habe die Ehre, die Schlusskonferenz zu moderieren. Ich bin schon etwas aufgeregt, muss ich gestehen; das hat aber in erster Linie technische Gründe. Ihr wisst ja gar nicht, was alles in Pre- und Post-Production dranhängt an so einer Schlusskonferenz! Ich hoffe, alles haut hin, wie es soll…

Zur Sendung: Wir nehmen die Sendung am Sonntag nach dem Abendspiel auf. Die Schwerpunkte werden sein das Spitzenspiel Dortmund gegen Bayern sowie Union Berlin. Die Gäste werden aller Vorraussicht nach sein: Daniel Roßbach und Christoph Fetzer.

Auch ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dabei helft, die Sendung vorzubereiten. Euch ist was aufgefallen zu den Spielen am Wochenenden? Es gibt Fragen, die ihr gesondert besprochen wissen wollt? Dann rein damit in diesen Thread!

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Ich drücke die Daumen für Deine Premiere. Mein Beitrag besteht diese Woche im Retrofunk. Auch wenn ich mich freue, daß ich damit einen kleinen Beitrag leisten kann, muß ich leider sagen, dass ich in den nächsten Wochen dafür nicht so regelmäßig Zeit haben werde. Nun für diese Sendung hatte ich Zeit und hier ist sie:

Schlusskonferenz vom 28.09.2015

  1. Spieltag

Die Gäste waren David Theis (BVB-Fan, Fokus-Fußball, @david_theis) und Marc Schwitzky (Chefredakteur der Hertha-Plattform Hertha BASE 1892,@mefalion).

SV Werder Bremen verliert in einer englischen Woche gegen Ingolstadt, Darmstadt und Bayer Leverkusen. Die Rückkehr von Junuzovic hat nicht geholfen

Beim VfL Wolfsburg wurde Trainer Hecking kritisiert. Quirligere Stürme wie Max Kruse oder Andre Schürrle spielen schlecht mit Bas Dost zusammen. Hecking selbst sagte, man können Schürrle nicht vor berechtigter Kritik schützen.

Ingolstadts Hasenhüttl wurde von Max als das nächste heisse Ding gefeiert, weil er das Spiel gegen den Ball beim FCI so gut organisiert habe. Danach ging es dann mit der alten Dame weiter und Deinem Gast Marc Schwitzky. Max hat festgestellt, daß Deine Gäste,wenn Marc Schwitzky nicht eingeladen ist, selten über die Hertha reden. Dein Gast David Theis stellte fest, daß er bei der Hertha immer im Windschatten Deiner Meinung ist. Hertha habe keine eigne Identität und am besten mit dem Wort „Grau“ beschrieben.

Scharfe Kritik an Michael Preetz wurde laut. Dem gelingt es nicht oft genug, den richtigen Trainer zu finden. Nach Favre kamen Funkel, Skibbe oder Rehhagel. Auch die Aufstiegstrainer Babbel und Luhukay blieben keine zwei Jahre. Dardai wurde dagegen gelobt .Außerdem gelänge es nicht, bezahlbare entwicklungsfähige Spieler zu gewinnen. (Ironischer Weise waren in der Saison Weiser und Stark gekommen.)

Marc träumte sich zurück in die Champions League 2000 mit Marcelinho, Bart Goor und Gilberto. Aus den folgenden schlechten Jahren folgten große Schulden, die ein Investor KKR teilweise aufgenommen hat. Nur so können Spieler gegen Ablöse wie Kalou oder Stocker gekauft werden.

Borussia Mönchengladbach gewann 3:1 gegen den VfB Stuttgart mit Trainer Schubert. Beide Gäste philosophierten Gladbach habe nun das Glück, das man vorher nicht hatte. Zum Beispiel als verunsichertes Team auf Augsburg und Stuttgart zu treffen. Im Stuttgart-Teil gab es eine Statistik mit der ich schliessen will. Stuttgart hatte bisher zuhause 91:34 Torschüsse, es resultieren 3:11 Tore.

Max hatte daraus geschlossen, dass bei dieser Chancenverwertung die 17 Gegentore den VfB den Verein in den Abgrund reissen. Es sei denn Huub käme zurück.

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Hi Tobi, sehr cool, dass du mal den Moderator machst. Das wird super!

Ich habe die letzten zwei Wochen aus gegebenen Anlass wieder über Corona und Fußball nachgedacht. Im Frühjahr/Sommer hieß es ja als Begründung, dass das mit den vielen Tests kein Problem sei, weil die Kapazitäten sowieso nicht ausgeschöpft seien. Das ist ja jetzt nicht mehr der Fall, insbesondere auch die Gesundheitsämter sind ja total überlastet. Ich arbeite im Krankenhaus, da kriegt man das gut mit. Ich habe da jetzt noch keine abschließende Meinung zu. Ich genieße Fussball gucken als Ablenkung von der Arbeit und Lockdown selber sehr. Aber andererseits gibt es dann doch relevantere Bereiche, die durch den Fußball nicht blockiert werden dürfen. Bezahlen die Vereine die Tests eigentlich selber? Ist die Frage, ob ihr das Thema überhaupt diskutieren wollt, aber mich wundert es ein bisschen, dass das inzwischen einfach so hingenommen wird. Ich kann nur sagen, dass im Krankenhaus weniger profilaktisch getestet wird, um den Regelbetrieb aufrecht zu erhalten.

Ansonsten hast du Tobias gestern alles zum Werderspiel getwittert, was man wissen muss :slight_smile:
Die nächsten Spiele werden sehr schwer, mal sehen, wo Werder dann vor Weihnachten steht…
Dank an Torakel fürs Gestalten des Retrofunk!

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Es scheint so, als wäre der El Kackiko seinem Namen nicht gerecht geworden, auch wenn die Entstehung aller Tore relativ wenig mit guten Aktionen zu tun haben…

Schalke mit relativ vielen gefährlichen Aktionen, Mainz mit zumindest zwei gefährlichen Kontern, die das Spiel entscheiden müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass beide Mannschaften etwas aus dem Spiel mitnehmen können. Mainz hat zumindest nicht verloren und Schalke kann sogar halbwegs Fußball spielen. Ob beide das am nächsten Spieltag auch zeigen.

Außerdem hat Latza seine 5. Gelbe Karte gesehen. Vielleicht sehen wir dann in zwei Wochen gegen Freiburg endlich mal Stöger…

Zu Bayern - Dortmund und der Rolle eines Schiris.
Ich schätze Manuel Gräfe absolut. Finde auch, dass er das Spiel super geleitet hat. Allerdings habe ich mir dann Gedanken über die Rolle eines Schiris gemacht. Eigentlich soll er Regelverstöße ahnden, aber auch für eine sinnvolle Spielleitung sorgen.
Beispielsweise war das Foul von Sarr in der ersten Halbzeit ein klares Stempeln, daher gelb. Es war für alle in Ordnung kein Gelb zu geben, hätte vielleicht auch etwas Hektik reingebracht. Allerdings hätte es natürlich auch einiges verändert, wenn der Außenverteidiger so früh schon gelb gesehen hätte.

Gladbach - Leipzig (letzter Spieltag). Sabitzer hätte klar die zweite Gelbe sehen müssen in der 90. Minute. Stieler ahndet es nicht und erspart sich ein paar Diskussionen. Allerdings spielt Sabitzer im nächsten Spiel wieder, bereitet das 1:0 mit vor und erzielt das zweite Tor selbst. (Passt übrigens zur These aus der letzten Woche, dass RB um viele gelbe Karten drumherum kommt.)
Hier also meine Frage:
Wieviel Spielraum hat ein Schiri bei (nach Regelbuch) klaren Verstößen, diese mit gelb oder nicht zu ahnden?
Zudem noch die Anmerkung, dass letzte Saison das Ballwegschlagen und vor den Ballstellen konsequent geahndet wurde. Diese Saison nicht mehr. Leipzig hat neben vielen geschickten Fouls auch jedes Mal den Ball weggespitzelt oder diesen mitgenommen. In Summer wären das bestimmt nochmal 4 gelbe Karten gewesen (zumindest bei einem Stielerspiel). Fällt das noch jemandem auf, dass dies nicht mehr geahndet wird?

Als SC Fan meine kurze Einschätzung zum Spiel:
Natürlich war Leipzig die bessere Mannschaft, allerdings war es kein 3:0. Leipzig hatte kaum klare Abschlüsse (nur den Pfostenschuss von Forsberg in HZ 1). Der Sportclub war leider zu schüchtern, den Platz auf außen zu nutzen. Höfler hat ein paar Mal stark die Pressingsituationen gelöst und Günther geschickt. Anschließend hat aber die Zielstrebigkeit fehlt.
Der Elfer folgt leider dem narrativ: „Es gab einen Kontakt“. Streichs Aussage, dass er findet, dass ein Foul und nicht nur ein Kontakt vorliegen müssen, trifft es ganz gut.
Die Idee Tempelmann auf die 10 zu stellen um das Zentrum mit einem weiteren gelernten 6er zu verdichten war eigentlich gut. Allerdings hat der Junge, trotz mutiger Antritte, wenig Anschluss im offensiven Kombinationsspiel gefunden.
Max hat in letzter Zeit von typischen Bundesligaspielen gesprochen. Es war wieder eines. Hätte Freiburg sich belohnt, wäre es vielleicht sogar ein typisches 1:1 geworden. Eine Mannschaft ist stark, die andere macht halt irgendwie ein Tor und dann war es das.

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Ich habe heute mit Überraschung gelesen, daß man in Wolfsburg mit einer Entlassung von Glasner rechnet, sollte er nicht gegen Hoffenheim gewinnen. Das wundert mich. Wolfsburg steht im Mittelfeld. Nach Hoffenheim kommt Schalke, dann Bremen, dann Köln. Kurzfristig darf man vielleicht mit einem Trend nach rechnen.

Was stimmt nicht in Wolfsburg?

Das ist natürlich eine sehr weitgehende Frage. Wir werden auch über Schiedsrichter-Entscheidungen diskutieren, da a) Schalke gegen Mainz geprägt war von (VAR-)Entscheidungen und b) Christoph zu dem Thema immer was zu sagen hat. Aber diese weitreichende Frage wäre dann sicher eher was für den Royal mit Collinas Erben und nicht für eine Schlusskonferenz an einem (ohnehin richtig ereignisreichen) Spieltag. Tut mir Leid!

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Bei „Top-Spielen“ ist es wohl verständlicher Weise so, dass die Schiedsrichter sich auch in einem besonderen Fokus sehen und eine besonders gute Leistung zeigen wollen. Und dazu gehört wohl auch, zu demonstrieren, dass man solche Spiele auch ohne Karten leiten kann.
Und das finde ich schon schade. Denn das führt dazu, dass viele Angriffe im Mittelfeld durch taktische Fouls vernichtet werden. Kimmichs letzte Aktion ist da sinnbildlich. Er liegt schon verletzt am Boden, weiß aber, dass er mit dieser Harakiri-Notbremse eine gute Torchance im Keim ersticken kann weil die Karte einfach viel billiger als die mögliche Torchance ist. Bei Mainz-Schalke hätte man hier vielleicht sogar über rot nachgedacht. Im Topspielmodus ist da gelb das Maximum.

Bremen-Köln
Ich glaube, es war das lahmste Spiel der Saison. Das hat echt keinen Spaß gemacht.
Was mich aber noch mehr genervt hat, war der DAZN-Kommentator, der dann so Beobachtungen wie „Bremen tut sich gegen die tief verteidigenden Kölner schwer“ leistet. Jeder tut sich gegen tief verteidigende Gegner schwer. Das ist die Königsdisziplin, auch solche Gegner zu knacken. Warum soll man das von so einer Bremer Mannschaft erwarten?
Die Bremer waren besonders in den ersten Minuten nach dem Tor viel zu lahm und zufrieden mit dem Spiel. Das kann man denen vorwerfen.

Habt ihr denn spezifische Fragen für den Union-Schwerpunkt? Also außer: Schafft Union die Champions League, ist Urs Fischer der beste Trainer der Liga und wer sind die besten Partner für Andrich und Friedrich in der Nationalmannschaft?

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VFB-SGE

Insgesamt hatte ich das Gefühl dieses Spiel schon einmal gesehen zu haben:

Der VFB orientierte sich sehr stark daran, was Bremen eine Woche zuvor schon gegen die Eintracht versucht hat. Man überließ der Eintracht den kontrollierten Ballbesitz und versuchte selber aus der Tiefe zu kontern. So ist das 2:0 vom VFB eine Kopie des 1:0 Bremens eine Woche zuvor. Nur tat der VFB dies auf höherem Niveau, insbesondere die linke Seite des VFB mit Gonzales, Castro und Mangala war sehr gefährlich.
Daher eine These:

  • Ist dieses taktische System der SGE entschlüsselt? Bzw. hat Matarazzo Hütter ausgecoacht?

In der zweiten Hälfte tat dann Hütter das, was viele schon sich für die Startaufstellung gewünscht haben. Er ersetzte Zuber/Toure für Younes/Barkok und anschließend war die SGE viel gefährlicher. Insbesondere das Gegenpressing funktionierte deutlich besser und Stuttgart kam seltener zu Kontern. Also ähnlich wie eine Woche zuvor bei SGE-SVW.

Daher die nächsten Thesen:

  • Sind die schwachen ersten Hälften der SGE ein Personal-, Taktik- oder Mentalitätsproblem?

  • Warum schaffte es Stuttgart nicht einen 2-Tore Vorsprung zu verteidigen? Fehlt wie der Kommentator erwähnte wirklich die Abgezocktheit?

Insgesamt kann Stuttgart mit diesem Unentschieden sehr viel besser leben als die Eintracht. Man hat gezeigt, dass das taktische System funktionierte, die Mentalität stimmte und man den Vorsprung mMn nur durch individuelle Qualitätsunterschiede hergibt.

Bei der SGE hagelte es nach dem Spiel Kritik an Hütter: Falsche Aufstellung, nicht aus den Fehlern der Vorwoche gelernt und die Spieler für die erste Halbzeit schlecht motiviert.
Ist das gerechtfertigt?

Aus Kölner Sicht frage ich mich, wenn ein gutes Pferd nur so hoch springt wie es muss, was ist dann mit dem Pferd, dass immer ein bisschen zu niedrig springt?

Außerdem fühle ich mich fatal an die Abstiegssaison erinnert, als wir auch immer gegen große, gute Gegner ganz brauchbar gespielt und knapp verloren haben, uns aber auch von Gegnern auf (gefühlter) Augenhöhe regelmäßig haben dominieren lassen.

Viel Spaß und erfolg bei deiner ersten Schlusskonferenz als Moderator, Tobi :+1:t2:
Hat das was an deiner Vorbereitung geändert? Ich frag das weil du ja schon für Bohndesliga auch immerauf den Spieltag vorbereitet sein musst. Ist da bei der Vorbereitung auf eine Schlusskonferenz etwas anders als für Bohndesliga, was die Spieltagsthemen angeht?

Wenn die Zeit es zulässt würde mich sehr interessieren wie ihr die Herangehensweise von Peter Bosz in Leverkusen diese Saison beurteilt. In vergangenen Saisons wurde ihm ja häufig vorgeworfen, die Offensive gehe über alles, aber wenn man sich die Ergebnisse in dieser Saison anschaut habe ich den Eindruck, dass Leverkusen mittlerweile durchaus auch defensiv stabiel steht. Seht ihr das auch so und würdet ihr das unterm Strich als positive Entwicklung sehen oder leidet die Offensive zu sehr?

Ansonsten natürlich: Viel Erfolg! Ich bin mir sicher dass du ein hervorragendes Debüt abgeben wirst!

Sah das Sonntagabendspiel wohl etwas anders :wink: Viel Spaß und gutes Gelingen gleich

Viel Erfolg mit der ersten eigenen Moderation Tobi, im Rasenfunk.
Dortmund Bayern ziegt mich mich auch im Ergebnis, dass Dortmund mehr Ausbildungs-/Verkaufsverein mit den vielen jungen Spielern ist. Wer sehr gut ist, geht zu den Top 10 Mannschaften in Europa, wer sich nicht durchsetzt, wird meistens noch gerne bei anderen Vereinen in Deutschland genommen. Das Siegergen ist stärker bei Bayern vorhanden. Man lebt es, sonst gehört man nicht zu den Bayern. Dieser unbändige Wille zum Siegen wollen als eine Selbstverständlichkeit des Handelns fehlt den Dortmundern.

Ich glaube auch, dass der Trainer Favre in Dortmund noch ein, zwei Jahre bleiben wird. Intern wird sehr geschätzt, dass er die jungen Spieler weiter entwickelt und damit deren Marktwert stetig weiterentwickelt. Somit wird sich nach Corona das Festgeldkonto mit dem fetten Minus wieder ausgeglichen, so der eine und andere junge Spieler weiterzieht.