#10 Euer Input für die die Spieltagsbesprechung des 10. Spieltags

Hallo,

den 10. Spieltag bespricht unsere allseits bekannte und beliebte Gastmoderatorin Eva-Lotta Bohle (eva_bohle) am späten Sonntagabend mit diesen Gästen:

Wir freuen uns auf euren Input und zu lesen, wie ihr den Spieltag gesehen hat.

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wasn geiles Tor von Mbangula oder?

(und was ne großartige Besetzung für die Spieltagsanalyse)

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Poulsen das erste mal in der Startelf. Elfadli hat Adduktorenprobleme und steht nicht im Kader des HSV

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Das tut einem ja fast leid, dass ausgerechnet diese Woche eine Heidenheim-Anhängerin dabei sein darf. Zumindest darf man sich dann auf den „Mini-Schwerpunkt“ freuen. Ich drücke die Daumen, dass Hälfte 2 besser wird.

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nach Formkurve bekommen wir drei 50+1 Cheater in der CL, 2026 wird das Totengräberjahr des deutschen Fußballs :cold_face:

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Ich hoffe, petra kann mir erklären , welchen plan hoffenheim gegen den ball verfolgt hat, weil im stadion war kein (guter) Plan erkennbar.

Leverkusen hatte im Bereich vor dem 16er immer sehr viel platz und bekam spieler in gute Positionen um gute bälle in den strafraum zu spielen. Wenn heidenheim mal nach vorne gepresst hat, was eigentlich nur in der Anfangsphase vorkam, waren zwischen den linien immer große Lücken, in die bayer leicht spielen konnte. Einen wirklichen Druck auf den ballführenden konnte heidenheim nie entwickeln.

Zudem fehlt Heidenheim die Intensität. Leverkusen musste teilweise nicht mal Zweikämpfe gewinnen, sondern konnte ohne gegenwehr bis 20 meter vor dem tor kombinieren und dort den ball dann kontrolliert laufen lassen.

Es hatte insgesamt was von einer Partie in der 1.pokalrunde.

Ich weiß nicht ob es im Tv gezeigt wurde, aber als moment des spieltags nomiere ich den heidenheimer fan, der in der 70. Minute vorne in den auswärtsblock ging und die weiße Fahne wehte.

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Gut dass Sascha in dieser Folge dabei ist. Ich hoffe auf eine Analys von Neuer gegen Union. Für mich ist wirklich die Frage. Kann ein Manuel Neuer den Bayern so noch weiterhelfen? Ab wann müsste man sagen so, jetzt ist der talk an der Zeit. Der Talk den es in der Nationalmannschaft schon gegeben hat

Ich hoffe, petra kann mir erklären , welchen plan hoffenheim gegen den ball verfolgt hat, weil im stadion war kein (guter) Plan erkennbar.

Heidenheim* :blush:


Gut dass Sascha in dieser Folge dabei ist. Ich hoffe auf eine Analys von Neuer gegen Union. Für mich ist wirklich die Frage. Kann ein Manuel Neuer den Bayern so noch weiterhelfen? Ab wann müsste man sagen so, jetzt ist der talk an der Zeit. Der Talk den es in der Nationalmannschaft schon gegeben hat

Kein Torhüter ist fehlerlos. Bisher spielt Manuel Neuer eine gute Saison und kann durch sein Profil von keinem Torhüter der Bundesliga ersetzt werden. Würde man die Spieler des FCB anhand ihres Aufbauspiels ranken, würde Neuer wohl die Hälfte des Kaders hintersich lassen.
Urbig braucht noch mindestens eine Saison, um als Stammtorhüter eine Option zu sein. Vielleicht ergibt sich International eine Option im Sommer, aber in diesem Bereich kenne ich mich zu wenig aus.

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Sehr komisches Spiel in Hamburg. Der BVB war 60 Minuten sehr dominant ohne wirklich gute Torchancen sich zu erspielen. Dann machen sie eine Ping-Pong Tor und ziehen sich in der Folge extrem zurück. Der HSV kann das lange auch nicht in wirklich gefährliche Chancen umsetzen und dann die Erlösung in der Nachspielzeit. Es freut mich für Ransi natürlich extrem, der hatte ja bisher keine leichte Saison. Auch ist es natürlich wichtig, jetzt keine Niederlagenserie zu starten. Dann wäre es eine ungemütliche Länderspielpause geworden, so kann man weiterhin halbwegs entspannt sein.

Von der Spielern ist mir vor allem Capaldo extrem positiv aufgefallen. Was der alles weg verteidigt hat, war stark und er hatte eine sehr gutes Timing.

Als Moment des Spieltags würde ich die Aktion gegen Krebs (bzw. Aufmerksamkeit auf die Aktion Yes we Can(cer) legen) auf den Trikots des HSV in den Raum werfen. Dennis Diekmeier war vor dem Anpfiff im Stadion und hat die Geschichte seiner (schwer an Krebs erkrankten) Tochter Delani erzählt. So einen Gänsehautmoment habe ich vor einem Spiel noch nie erlebt. Das Stadion war währenddessen komplett ruhig, es gab ein Banner auf der Nord und es wurde mehrfach Applaus gespendet. Da merkte man wieder, wie nebensächlich der Fußball dann doch ist.

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Dortmund hat uns den Gefallen getan, und hat versucht, das Ergebnis zu verwalten, anstatt noch ein Tor nachzulegen. Man war zu passiv.

entweder das ist das staubtrockenste Stück Ironie seit Langem, oder du hast die letzten 20 Bayernspiele nicht gesehen.

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Die Niederlage ist natürlich hart und solche 30 Minuten hat man in Heidenheim wohl schon lange nichts mehr gesehen. Bei allem negativen muss man aber natürlich sagen, dass man noch absolut in Schlagdistanz ist und die Mission Klassenerhalt noch punktetechnisch kein Mission Impossible ist.

Manuel Neuer war am Dienstag gegen PSG “Spieler des Spiels”. Fehler passieren. Sind ihm auch in der Vergangenheit immer mal passiert. Dazu kommt seine Rolle im Aufbauspiel, die Urbig nicht ansatzweise wahrnehmen kann aktuell. Ich meine, natürlich steht diese Diskussion irgendwann an. Er wird nächsten März 40, er wird sich vermutlich auch irgendwann die Frage stellen, wie lange er das noch machen will. Eine Torwartdiskussion nehme ich in meiner Bubble hier in München aber aktuell überhaupt nicht wahr. Die gab es vielleicht mal im Frühjahr so ein bisschen, ist mittlerweile aber in meiner Wahrnehmung komplett verstummt.

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TSG - RaBa

Ich hab das Spiel nicht über 90 Minuten sehen können sondern über einige Phasen im Audiostream gehört daher in aller Kürze:

Das ist natürlich kein Spiel was man so gewinnen muss. Die sehr engen xG Werte zwischen der Team bestätigen meinen Eindruck, dass über 90 Minuten die Waage immer wieder gekippt ist, am Ende hatte man vorne erneut mehr Abschlussqualität und hinten die bessere Torwartleistung. Die VAR Szenen sind extrem knapp, wenn das Ding 2:2 ausgeht wäre das irgendwie auch okay - und dann wäre es immer noch ein starkes Ergebnis gegen eines der formstärksten Teams der Liga. Erneut ist es ein Spiel was auch einfach Spaß macht, es geht hin und her, schöner Spannungsbogen, perfekter Ausgang. Natürlich hatte man erneut auch Probleme, grade in Bernardo und Hranac sehe ich individuell nach wie vor keine Verteidiger mit internationalem Niveau und das sieht man in jedem Spiel gegen Topgegner in Szenen, trotzdem kriegt man ja irgendwie am Ende wieder fast alles wegverteidigt und das hätte letzte Saison natürlich so nicht geklappt, aktuell werden die individuellen Fehler halt häufig ganz gut ausgebügelt, mal schauen wie oft das noch gut geht. Ein spezielles Lob möchte ich noch bei Prömel loswerden, der grade sehr sehr konstant auf einem ziemlich guten Niveau ist und auf einmal ein Torjäger ist. Nach 10 Spieltagen steht er jetzt, trotz nur 2 Startelfeinsätzen, bei 5 Pflichtspieltoren (sein persönlicher Rekord liegt bei 8, in seiner letzten Union-Saison), damit habe ich echt nicht mehr gerechnet.

Das eine ist ja, dass das System jetzt in sich viel logischer ist als in der letzten Saison weil die Spieler einfach deutlich besser in ihre Rollen passen - Wouter Burger, den ich hier vor ein paar Wochen noch kritisiert habe, ist offensichtlich einfach ein perfekter Ilzer-Spieler und hat einfach ein bisschen Zeit gebraucht für die Bundesliga. Ich glaube nicht, dass er overall der bessere Spieler als Tom Bischof ist, trotzdem macht Burger in seiner Rolle grade einen besseren Job als ihn Bischof in der letzten Saison machen konnte. Und das ist nur ein Beispiel auf einer Position, gäbe noch weitere. Ilzer hat selbst mal bestätigt, dass er zu früh “sein System” auf den Kader gestülpt hat und er das im Nachhinein als Fehler sieht, jetzt hat er halt die Spieler für sein System zusammen, 40 Sommertransfers sei Dank.

Das andere ist aber, dass man in den letzten Wochen offensichtlich ein gewisses Selbstverständnis entwickelt hat, das spiegelt sich in den Aussagen der Spieler, man kann aber bei auch Situationen auf dem Feld erahnen, dass Entscheidungen da mit einem anderen Selbstbewusstsein getroffen werden als vor dieser aktuellen Siegesserie. Da hatte man jetzt auch den Spielplan auf seiner Seite - St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg hat man vermutlich zu Zeitpunkten erwischt wo diese Teams die eigenen Unzulänglichkeiten nicht besonders gut nutzen konnte. Man hat diese Chancen aber auch alle genutzt (das ganz schlimme DFB Pokal Spiel klammern wir einfach mal aus, das ist nie passiert). Und mit jetzt vier Bundesligasiegen in Folge spielt es sich natürlich viel entspannter, da lässt man sich auch nicht von Unruhen auf der Geschäftsführung-Ebene beeindrucken, grade bei den beiden aktuellen relevanten Personalien gibt es da ja auch eine gewisse Distanz zum sportlichen Tagesgeschäft. Ich gehe also ganz entspannt in die Länderspielpause und behalte erstmal weiter den Abstand zu den Champions League Rängen im Auge :face_with_hand_over_mouth:

Das möchte ich natürlich noch korrigieren, Hoffenheim ist ein lupenreiner 50+1 Verein. Liebe Grüße

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Der Rasenfunk bei FCU - FCB, Minute 07:23

Baume gibt keine Sonderbehandlung und ist mit seinem normalen Charme unterwegs.

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Ein Mysterium: Da lässt der FC Bayern einmal zumindest zwei Punkte liegen, und prompt patzen die - so man sie denn so bezeichnen will - “Verfolger” RB Leipzig und Borussia Dortmund ebenfalls, so dass sich UCH nicht ein Hauch von Spannung im Kampf (?) um die Deutsche Meisterschaft abzeichnet.

“Meine” Eintracht steht vor der Länderspielpause vor einem durchaus wegweisenden Spiel gegen Mainz 05. Ein Dreier ist fast schon Pflicht, um nicht vorläufig den Anschluss an die internationalen Plätze zu verlieren. Dass auch Mainz als Tabellenletzter unter gehörigem Erfolgsdruck steht, bedarf auch keiner näheren Begründung.
In den letzten 5 Pflichtspielen (Freiburg, St. Pauli, Dortmund, Heidenheim, Neapel) kassierte die Eintracht nur noch 4 Gegentore statt vorher hin und wieder 5 in einem , und dies, obwohl mit Freiburg, dem BVB und Neapel durchaus nicht nur Laufkundschaft aufs Frankfurter Tor zulief. Nach vorne waren es dann allerdings auch “nur noch” 6 Treffer. Man darf gespannt sein, welche Durchschlagskraft die Eintracht am kalten Sonntagabend nach vorne entwickeln wird. Viel wird vom Alleinunterhalter im Sturm Jonny Burkhardt beim ersten sportlichen Aufeinandertreffen mit den alten Kollegen abhängen.

Vieles dürfte auch davon abhängen, wie viele Körner die Eintracht das Spiel in Neapel gekostet hat, aber eben womöglich noch mehr auch die Mainzer ihr Auftritt in der Conference League am Donnerstagabend gegen Florenz. Vielleicht verleiht ihnen der Siegtreffer in der Nachspielzeit ja aber auch neue Kraft und Zuversicht. Dino Toppmöller scheint da selber gespannt, in der Spieltags-PK räumte er ein, dass die Eintracht wegen des vergleichsweise frühen Dienstagspieltermins mehr Zeit zur Regeneration hatte als gewöhnlich in einer englischen Woche. Dass der körperliche und mentale Kräfteverschleiß da schon eine Rolle spielt, konnte man ja auch bei den für ihre Verhältnisse vergleichsweise matten Auftritte der Bayern und dem BVB am Samstag sehen. Dass es da immer schlicht an der Einstellung liegt, wenn es mal zu müden uninspirierten Auftritten kommt, scheint mir oft ein wenig zu einfach als Erklärung zu sein. Gerade wenn man bedenkt, dass viele Nationalspieler im Grunde das ganze Jahr mit kaum Pausen durchgespielt haben und der Verweis, man befinde sich ja erst am Anfang der Saison doch nur die halbe Wahrheit ist. Und wenn es im November dann Abends noch kalt, regnerisch und ungemütlich wird, wird es nicht einfacher. Wobei ich mir vorstellen kann, dass vieles da auch immer etwas vom Spielverlauf abhängt. Wer sich müde fühlt und dann auch noch schnell einem Gegentor hinterherhecheln muss, tut sich wahrscheinlich um so schwerer.

Gab’s schon mal eine Halbzeit in der Bundesliga mit weniger xG?

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Zwei Quickfacts zur TSG Hoffenheim:

  1. Nach dem Sieg gegen Leipzig steht man nun bei 19 Punkten. Das sind mehr als in der vergangenen Saison nach 21 Spieltagen - da waren es gerade mal 18 Punkte.
  2. Der Sieg am Wochenende war der 6. in dieser Saison. In der Vorsaison waren zum Erreichen dieses “Meilensteins” ganze 24 Spieltage notwendig.

Der Trend geht (zugegeben: wenig überraschend) ganz klar nach oben :top_arrow:

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den roten Balken dazu find ich super. :grin:

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SGE-M05: was kann man da mitnehmen? Einmal, dass die 3er-Kette bei der SGE wohl fürs erste wieder der Standard ist. Das ist zwar schon seit Liverpool der Fall, aber wenn selbst gegen Mainz die 4er Kette nicht zurückkommt, dann ist das keine kurzfristige Maßnahme zur Stabilisierung der Defensive mehr. Stabil stand die Eintracht heute, das war wohl die erste Priorität.

Die Belastungssteuerung ist wohl die zweite Priorität. Dafür hat Toppmöller in der ersten Halbzeit sowohl die Schwächung des Mittelfelds als auch der rechten Angriffsseite in Kauf genommen. Vor dem Spiel hat er sich positiv darüber geäußert, dass Koch nicht für die NM nominiert wurde und eine Pause kriegt; während des Spiels ging bei Kristensen was zu und er musste ausgewechselt werden. Belastung scheint also ein kritischeres Problemfeld zu sein.

Zum Spiel als solches: die SGE hat in HZ1 tief verteidigt, nichts zugelassen und sich nach vorne Null verausgabt. Das sah schon so aus, als ob man damit angesichts der genannten Prioritäten absolut zufrieden war. Mainz hat relativ hoch gepresst, konnte das aber in keine einzige erwähnenswerte Umschaltsituation ummünzen, dafür stand die SGE viel zu sicher. Viel Fußball war da nicht. Neutrale Zuschauer hatten in den ersten 45 Minuten die Chance, Schlaf nachzuholen. In HZ2 wurde der (mMn) schwächere der beiden 6er, überraschenderweise Skhiri, gegen Larsson ausgetauscht und Bahoya kam, um die rechte Seite zu stärken. Ab da war die SGE auch offensiv vorhanden und das Tor absehbar. Doan wurde nach den Einwechslungen besser unterstützt und konnte dann gerechterweise auch das Tor machen. Ein absolut nicht-erinnerungswürdiger Arbeitssieg, durchaus verdient, und angesichts der Ergebnisse auf den anderen Plätzen auch wichtig. Spiele wie diese werden wir wahrscheinlich öfter sehen, auch von anderen Mannschaften, die starken Belastungen ausgesetzt sind, halt immer auf deren jeweiligem Niveau.

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