#11 Euer Input für die Frauen Spieltagsbesprechung des 11. Spieltags

Am Montagabend geht es weiter mit der nächsten Spieltagsbesprechung.

Max begrüßt diese Gäste:

Wir freuen uns eure Beobachtungen zu den Spielen zu lesen!

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FCU-HSV

Ich denke man muss nicht drüber diskutieren dass das 1:1 am Ende ein Ergebnis ist das so alle 100 Male passiert bei diesem Spielverlauf, die Kräfteverhältnisse waren ja grade in der Mittelphase des Spiels klar.
Also, Mittelphase, ich würde mal so schätzen ab Minute 25 bis halt das 1:0 fällt oder kurz danach: in der Hamburger Viererkette und natürlich bei der Torfrau wird jede Spielerin da mal zur Heldin (auch mehrfach), weil Union sich eine Großchance nach der anderen mit den selben Mustern herausspielt, der HSV reagiert darauf aber zumindest nicht so, dass ich das hätte beobachten könnte. Klar ist es nicht leicht wenn dein Gegner aus dem Mittelfeld heraus immer wieder so gute Steilpässe auf schnelle Spielerinnen spielt und dann auch so gut nachrückt dass man ständig viele Spielerinnen in der Vorwärtsbewegung hat (an dieser Stelle Kompliment an Union dafür), mir sah es aber dann zu oft kurz nach komplett unscheinbaren Situationen im Mittelfeld plötzlich so aus als würde man da grade einen Konter verteidigen. Das dann halt mit einer Stoldt auf der Sechs, die jetzt (würde ich zumindest mal tippen) nicht zu den schnellsten Spielerinnen der Liga gehört und mit drei Spielerinnen davor, die häufig erst im Verteidigungsdrittel waren, als es schon zu spät war, weil sie halt recht hoch positioniert waren, hat da sicherlich nicht geholfen. Jetzt ist es vielleicht etwas billig zu fragen wieso man dann nicht einfach insgesamt etwas tiefer steht um Union diese Angriffe etwas schwerer zu machen, selbst beantworten kann ich mir die Frage aber nicht und deshalb muss ich sie hier leider stellen. So wie ich es gesehen habe hat sich das 1:0 so krass angedeutet und ist ja auch mehrmals nur dank der starken Larissa Haidner nicht gefallen dass ich mir da irgendwann Umstellungen erhofft hätte.

Und hey, zwei Wechsel nach Kopfverletzungen die zumindest im Kommentar als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet werden, das ist doch mal was!

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Ich bin ehrlich.
HSV bestand meiner Meinung nach zu sehr großen teilen fast nur aus Haidner und Wrede.
Erstere hat mehrere Weltklasseparaden rausgehauen und Wrede hat einige sehr schöne und auch raumgewinnende Dribblings gehabt mit teilweise auch sehr starken Pässen im Anschluss.
Auch den Elfer rausgeholt.

Und klar war Union drückend, aber sie waren in einigen Szenen nicht so zwingend wie sie hätten sein können bzw. hatten auch einige schlechte Abschlüsse.

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Für mich ergaben sich die sehr gefährlichen Phasen der Unioner_innen aus dem schlechten Ballbesitz des HSV. Viel zu schnell in die Tiefe gespielt, dann war man nicht gut positioniert um ins Pressing zu kommen und gleichzeitg war die 4er-Kette aufgerückt und in 1-gegen-1 Situationen, während gleichzeitig kein Druck auf dem Ball war. Daraus ergeben sich Probleme die Tiefe zu verteidigen. Deswegen waren die Szenen in denen Wrede raumgewinnende Dribblings machen konnte auch so gefährlich, weil man da etwas sturktuierter war (fand ich). Deswegen weiß ich nicht ob tiefer stehen das Problem unbedingt löst tbh.

Aber als HSV Fan (wie ich) hat man eh die Tendenz sein eigenes team mehr in den Vordergrund zu rücken und Fehler als wichtiger zu bewerten als gute Aktionen von den Gegner_innen. Deswegen ‘grain of salt’ etc.

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Leider insgesamt ein enttäuschender Auftritt nach der tollen Leistung im Pokal, aber vielleicht haben die 120 Minuten am Sonntagabend zu viel Kraft gekostet. Hatte das Gefühl, dass es nach etwa 25 Minuten einen deutlichen Abfall gab und man immer einen Schritt zu spät war, körperlich und im Kopf, auch in denen von dir beschriebenen Situationen. Würde deswegen schon hinterfragen, ob die hohe Kette bzw. die gesamte Herangehensweise im Kontext des möglich schlechten Fitnesszustand die richtige Entscheidung war. Die IVs haben leider Minusgeschwindigkeit, wenn du davor, aus welchen Gründen auch immer, keinen Zugriff hast und die Offensivspieler flink sind, sind die vielen Chancen das Ergebnis(siehe 2. HZ Frankfurt, gesamt Hoffenheim).
Für Haidner freut es mich, nach Bremen ihr zweites Topspiel. War erstmal ne Ansage nach den Gerüchten um Lea Paulick. MVP sollte klar sein.

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jo die deutlich höhere Spritzigkeit von Union war in der Tat gut zu sehen. Viel bessere Laufwege, konsequenteres Nachrückverhalten, mutigere Boxbesetzung, etc. Zwei Heimspiele in Folge, keine Verlängerung im Pokal und ein zusätzlicher Tag Regeneration gegenüber dem HSV können da aber nur ein Teil der Erklärung sein. Union geht fast ohne Ersatzbank ebenso auf dem Zahnfleisch.

Was mir beim HSV insbesondere fehlt, ist das Spiel durchs Zentrum. Außen machen Eggert und Wucher es ganz okay. Eggert reißt viele Kilometer ab, es fehlt in den entscheidenden Momenten aber oft an Präzision. Wuchers Ballaktionen haben mehr Qualität, sie kann aber nicht die selben Kilometer wie Eggert auf der anderen Seite machen. Die (guten) ersten 20 Minuten hatten viel damit zu tun, dass Wucher ordentlich nach vorne angetrieben hat.

Aber im Zentrum ist das Ballbesitzspiel beschränkt auf “Ball zu Wrede und dann gucken alle gemeinsam zu was sie damit macht”. Selbst wenn sie den Ball gegen mehrere Gegenspielerinnen behauptet, rückt im Zentrum niemand nach um die Räume zu nutzen, die sich dadurch ergeben, dass Wrede mehrere Spielerinnen bindet. In der Folge kann sie den Ball entweder direkt auf Brunnthaler durchstecken, was selten klappt, oder auf Außen verlagern, was dem Gegner Zeit zum verschieben gibt. Von Machtens und Büchele gibt es im Zentrum kaum Unterstützung. Und das hat aus meiner Sicht wenig mit fehlender Kraft aufgrund des Pokalspiels zu tun, sondern zieht sich durch die Saison und ist eher eine Frage der Qualität.

Die Lösung müsste eigentlich Mikolajova sein, die auf dem Papier die beste zentrale Mittelfeldspielerin des Kaders ist, bisher aber noch überhaupt nicht in der Bundesliga Fuß fasst. Theoretisch wäre sie die Mitspielerin, die Wrede im Zentrum braucht um richtig Fußball spielen zu können.

Fairerweise darf man aber nicht vergessen, dass hier zwei Aufsteiger mit vollkommen unterschiedlicher Philosophie aufeinandertreffen. Union hatte trotz der ganzen verletzten Spielerinnen immer noch 777 Spiele Bundesligaerfahrung und einen Altersschnitt von 26.5 Jahren auf dem Platz. Der HSV 233 Bundesligaspiele und einen Altersschnitt von 22.5 Jahren. Da ist ganz klar die Erwartungshaltung, dass ein Team ein gewisses Grundniveau abrufen kann, während das andere Team sich im Laufe der Saison entwickeln muss. Ich bin mir bloß nicht so sicher, ob die Entwicklung wirklich kommt oder ob es nicht genau wie bei Union doch noch etwas mehr externe Qualität benötigt.

Blöd für den HSV: der Kicker hat kurzerhand einen zusätzlichen Abstiegsplatz eingeführt :grimacing:

Union landete zwar keinen Befreiungsschlag, hat aber weiterhin vier Punkte Vorsprung auf den HSV, der den Relegationsplatz belegt.

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Ich stimme dir in allen Punkten zu, nur würde ich die Extrabelastung höher gewichten. Es muss nahezu alles passen, damit über annähernd neunzig Minuten eine Topleistung möglich ist. Wenn’s Störfeuer gibt, ist die Kaderqualität nicht gut genug, um’s aufzufangen. Der HSV hat mMn zwei „win now*“ Spielerinnen, Wrede und Brunnthaler. Dann gibt es eine ganze Reihe von Spielerinnen, die an guten Tagen das Potential dazu haben: Mikolajova, Stoldt, Eggert, Hillebrand, Dönges, anscheinend Haidner. Beim Rest muss schon sehr viel zusammenkommen, um mithalten zu können. Das ist bei Union schon deutlich anders, selbst bei angespannter Personallage. Vielleicht findet bei einigen eine Entwicklung statt. Darauf verlassen würde ich mich wie du auch nicht. Eine schnelle IV, eine AV und eine ZM, die allesamt bundesligaqualität haben, wären ideal. Eine klassische Flügelspielerinnen wäre für die Variabilität ein toller Bonus.

*sind unumstritten bundesligatauglich

P.S.:
Manchmal träume ich von dieser Offensive, wäre man doch bloß im ersten Jahr aufgestiegen😭:

Wrede Mühlhaus Brunnthaler Baum

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In meiner Sicht auf das Spiel bin ich nahe bei den Beiträgen zuvor.

Union hat sichtbar weiterhin Defizite in der Präzision, gegenüber dem Pokalspiel gegen Jena war aber eine Verbesserung zu sehen. Aus meiner Sicht liegt dies an der fehlenden Eingespieltheit und es hat wohl auch etwas mit der Qualität und beides dann auch mit der Verletztenliste zu tun, die zusammen ein eigenes bundesligataugliches Team bilden könnten.
(Verletzt fehlten Cara Bösl, Anna Aehling, Katja Orschmann, Tomke Schneider, Mariann Noack, Fatma Şakar, Tanja Pawollek, Leonie Köster, Naika Reissner, Korina Janež, Hannah Eurlings, und Nele Bauereisen)

Mich würde interessieren, wie die Szene in der Minute 43:34 gesehen bzw. bewertet wird, in der Lisa Heiseler im Strafraum nach einem Tackling von Nina Räcke mit Schmerzen am Boden liegen bleibt. Elfmeter oder nicht?

MVP: Larissa Haidner
Unsung Hero: Judith Steinert, die nach ihrer Verletzung zunehmend zu ihrer alten Stärke zurückfindet
Unglücksvogel des Spiels: Eileen Campbell

B04-SGS

Ein Torwartfehler von Leverkusens Nummer Drei Anne Moll entscheidet das Spiel zu Gunsten der SGS Essen, das aber nicht unverdient, meiner Ansicht nach.

Ist das jetzt der Wendepunkt für die Essenerinnen? Die Spielerinnen wirkten nach dem Spiel auf mich so. Ich glaube, das könnte noch ein spannender Abstiegskampf werden.

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Bitte nicht. :eyes:

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Ein Wahnsinn was die Schiedsrichterin bei HOF-Bayern zusammenpfeift.Bis auf den Elfer alles ziemlich falsch.

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Das „Foul“ an Damnjanovic… Das zieht sie buchstäblich vom anderen Ende der Republik. Niemals gelbwürdig.

Gleiches bei SVWFCK. Der Kontakt wurde auf beiden Seiten dankbar angenommen. Merke: zieh niemals einen Elfer gegen Larissa Mülhaus, sie findet garantiert noch ne Gelegenheit einen zurück zu schinden. Echter Fallobsttag. Blöd nur, dass sie den nicht macht. Zur Abwechslung mal eher schwach geschossen. Egal, gegen Rasenball war wichtiger. Respekt aber an alle fürs durchspielen. Bei dem Wetter hätte ich nicht mal den Müll raus bringen wollen :cold_face:

Unsung Heroine: Laubbläser im Schneegestöber

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Mira Gasterstedt hat in der Rasenfunk-Besprechung des Spiels FCU - HSV davon gesprochen​, Ailien Poese hätte in der vorangegangenen Woche unangenehmene Gespräche geführt und ergänzt daraufhin, dies würde viel über den Zustand der Mannschaft aussagen.

Ich habe mir das Interview mit Ailien Poese vor dem Spiel (auf DAZN) daraufhin noch einmal aufmerksam angesehen. Ailien Poese spricht in dem Interview, auf die Frage nach dem Umgang mit dem Pokalaus gegen Jena, nicht von unangenehmen Gesprächen, sondern spricht vielmehr, sie seien in einige Themen reingegangen, sicherlich auch mal in unangenehme Sachen, dies würde aber dazu gehören. Die Trainingswoche sei intensiv gewesen, auch neben dem Platz, um über Dinge zu sprechen.

Der Reporter knüpft an und fragt nach, worüber gesprochen wurde, wenn Ailien von unangenehmen Themen spricht?

Ailien erwidert, dass ihnen einiges im Spiel (gegen Jena) nicht gefallen habe und dies aufgearbeitet wurde, und auch darüber wie man untereinander, miteinander mit der schwierigen Situation umgehen und man sich gegenseitig stärken könne.

Ich spreche das an, da es für mich einen Unterschied macht, ob unangenehme Themen neben dem Platz untereinander und miteiander besprochen werden, wie z. B. die vielen Verletzungen, oder ob das Trainerteam unangenehme Gespräche führt und dies dann, so die Interpretation von Mira Gasterstedt, etwas über den Zustand der Mannschaft aussagen soll.

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