11 Leben – S01E05: Auf Leben und Tod

Da ist sie also, die nächste Folge von 11 Leben. Ganz anders als die Folgen bisher, glaube ich. Bin sehr gespannt auf eure Rückmeldungen!

Die 80er gehören zu einer Zeit im Fußball, bei der ich doch die ein oder andere Lücke habe. Deshalb fand ich inhaltlich vor allem die zweite Hälfte der Folge sehr interessant. Wie sehr man damals um Fans kämpfen musste - heute unvorstellbar. Und auch die Entwicklung der Beziehung zu Breitner und Rummenigge war mir so nicht bekannt. Hier wie immer super Arbeit!

Was ist mir an der Folge ansonsten aufgefallen? Vor allem im ersten Teil hatte ich das Gefühl, dass das Gesriptet-Sein mehr als sonst durchklang. Ich glaube das hatte mit der Art des Vortrags zu tun. Irgendetwas hat da nicht ganz gepasst, ohne dass ich zu 100% sagen könnte was. Vielleicht klang es teilweise etwas zu bemüht darum, trotz Skript ungeskriptet klingen zu wollen? Schwer das genau zu sagen.
Das Thema Musikeinspieler lass ich mal beiseite, wir haben schon oft genug angesprochen, dass das Geschmackssache ist.

Du entschuldigst dich glaub ich, am Ende dafür, dass angeblich viel geflucht wurde. Ich kann mich aber an keine Flüche erinnern, geht das nur mir so? Nur an ein paar Fetzen mit genervtem und gequältem Stöhnen.

Und wie immer würde ich jetzt schon gern die nächste Folge hören.

Eine Idee: Vielleicht könnt ihr das Projekt ja am Ende noch einmal so schneiden, dass ihr eine Fassung macht, die auf An- und Abmoderation usw verzichtet. Wie ein zusammenhängendes Hörbuch mit 10 Kapiteln quasi, das man an einem Schwung durchhören kann.

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Mir hat der erste Teil gut gefallen und gerade dass man diesesmal etwas mehr das „Gescriptete“ gemerkt hat, fand ich eigentlich ganz passend, da es Distanz schafft und Distanz war ja gewollt, wenn ich die ein oder andere Bemerkung richtig verstanden habe, da es ein sehr privater Aspekt von Uli Hoenes Leben ist. Hier merkt man auch, wie du Max arbeitest und solche Themen auch mit der nötigen Vorsicht und Weitsicht (kann man das so sagen?) angehst. Andere hätte das Thema spekulativer, reißerischer aufgearbeitet. Hört man ja auch im letzten Schnipsel mit dem Therapeuten.

Etwas unsicher bin ich mir allerdings bezüglich der Hinter-den-Kulissen-Parts in diesem Segment. Spontan, während dem Hören, fand ich es eher unangemessen/unpassend. Nachdem ich etwas darüber nachgedacht habe hat es aber vermutlich eine ähnliche Wirkung wie der Einsatz der Musik :man_shrugging:

Davon ab finde ich aber nach wie vor, dass es eine gute Entscheidung war diesen zweiten Handlungsstrang mit aufzunehmen.

Die Musik fand ich in diesem Teil und auch im zweiten Teil bis auf ein zwei Stellen diesmal passend :wink:
Unpassend fand ich es nach dem Kommentar zur Kopfverletzung von Dieter, dass Stück passte so gar nicht und nach den Audioeinspielern des Landesmeister-Pokal-Finales fand ich Musik überflüssig. Das solls dann aber zu dem Thema auch gewesen sein :wink:

In Teil zwei geht es mir so wie @HamezMilner, das gilt aber auch schon für die Folgen davor und vermutlich auch noch für min. die nächste Episode. Diese Mischung finde ich auch ganz gut, dass sich dieser Handlungsstrang quasi auch nochmal ein stückweit teilt. Das hatte ich aber zu einer der ersten Folgen glaube ich schon geschrieben.

In dem Segment hört man Max ein, zwei Mal Sch**** und ich glaube „So eine K****“ sagen. :wink:

Das Segment empfand ich übringes als etwas leise im Vergleich zum Rest des Podcast. Ich weiß nicht ob das stilistisch so gewollt war, könnte ich mir aber gut vorstellen und finde ich auf der eine Seite auch passend, auf der anderen hat es mich etwas gestört, da ich ohne Kopfhörer gehört habe und dann deutlich lauter machen musste :wink:

Das Breitner zu keinem Interview bereit war finde ich sehr schade, der Gedanke kam mir allerdings schon bei der letzten Episode.

Wieder eine hervorragende Folge!

und schon als Max beschreibt wie schwer es ihm fällt, sein Tun für das Fax auf den Punkt zu bringen, wird eines der Hauptprobleme offensichtlich. Das passt evtl. auch zur Anfrage bei Paul Breitner

Ich bin Sportjournalist, ich möchte möglichst präzise, fair und transparent die Geschichte beschreiben. Effekthascherei ist gar nicht meins und auch wenn ich natürlich meinen Lebensunterhalt damit verdiene steht in meinen Prioritäten Qualität vor kommerziellem Erfolg.

In den Ohren von Hoeneß und Breitner klingt das vermutlich so glaubhaft wie eine Geschichte über Einhörner.
Wenn man sie dazu bringen könnte „11 Leben“ zu hören, wäre es vermutlich deutlich realistischer sie zu einem Gespräch zu bewegen.

Bis Folge 11 hat Max ihnen ja jetzt nochmal min. 7 Wochen extra eingeräumt. Die Reichweite wird größer. Nachdem ich immer wieder Freunden davon erzähle, hatte ich letzte Woche die ersten Beiden, die es schon kannten.

Gibt es eigentlich Feedback von den Interview Gästen, Bulle, Wipf und Auge, ob die es sich angehört haben?

Lieber Max (und Team),
ich wollte eigentlich gar nicht so tief in 11 Leben einsteigen… Naja, was soll ich sagen: Ihr habt mich wieder mal gekriegt. Mit Folge 5 nun endgültig. Ich habe die Links in den letzten Wochen fleißig unter ein paar befreundeten Bayernfans verteilt, die hier in Ulm natürlich die absolute Zielgruppe sind (schade, dass ich deinen Undercover-Besuch am Eselsberg verpasst habe).

Du deutest immer wieder an, dass derzeit (zum Glück) vieles rund um 11 Leben passiert und ich halte mich deshalb kurz:
Ich wollte dir einfach mal ein riesiges Lob für deine Interaktion aussprechen. Man entdeckt deine Kommentare unter allen Verbereitungskanälen von 11 Leben, bei Twitter, hier im Forum,… Man gewinnt den Eindruck, dass ihr eure Augen und Ohren überall habt und euch mit jeder Kritik ausführlich und schlüssig auseinandersetzt. Nicht zuletzt nimmst du dir immer wieder viel Zeit um die Kooperation mit Bertelsmann zu begründen, die in Sachen Reichweite ja wirklich eingeschlagen hat.

In diesem wahnsinnigen Projekt kann man nur Kleinigkeiten verbessern, die aber dann wiederum allesamt Fragen des persönlichen Geschmacks sind. Und die Tatsache, dass jeder kleine Verbesserungsvorschlag hier auftaucht, ist dessen geschuldet, dass es eben genau diese Möglichkeit des respektvollen Austauschs hier gibt.

Ich wünsche dir, dass der nun 2-wöchige Rhythmus dir diesen Workload weiterhin ermöglicht und bedanke mich für die unzähligen Antworten unter den vielen Fragen/Anregungen/Pöbeleien auf diversen Plattformen, die ich immer gerne lese :wink:

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Ich fand die Folge großartig! Die Art und Weise, wie der Flugzeugabsturz behandelt wurde, war herausragend.
Mir fällt auch positiv auf, dass die Folgen immer länger werden :wink:

Genau die Frage hab ich mir beim Hören auch schon gestellt.

Mir hat die Folge auch super gefallen. Hatte vor der Folge auch Bedenken, weil ich das Thema des Flugzeugabsturzes auch ziemlich privat finde. Dann einen Experten allgemein über den Umgang mit potentiell traumatischen Erlebnissen sprechen zu lassen fand ich eine gute Lösung.
Ich habe letztens in eine Podcast-Empfehlung von Max reingehört zur Geschichte der Entstehung der Frauenbundesliga (Legenden verloren), der ein bisschen ähnlich gemacht ist. Fand ich auch super, aber beim Hören ist doch aufgefallen, wie professionell Max in 11Leben die Texte spricht. Auch von der Betonung und Sprachmelodie. Ist jetzt ein bisschen blöd, weil ich den anderen Podcast nicht schlecht machen will, aber das Niveau von 11Leben ist da schon echt extrem hoch. Nach wie vor finde ich die Geschichte der Entwicklung des Podcasts mit am coolsten bei dem Ganzen. Die Musik stört mich nach der Diskussion hier im Forum nicht mehr so.
Tolle Arbeit Max, freue mich schon auf die nächste Folge!

„30 Sekunden haben 16 Jahre Freundschaft zerstört.“

Der Satz hallt jetzt noch bei mir nach. Und trotz aller Distanz und Antipathien, die ich gegenüber Hoeneß und Breitner habe, hatte ich kurz 'nen Mini-Klos im Hals (eventuell getriggert durch die melancholische Musik danach^^).

Für mich war diese Folge nochmals eine Steigerung - in allen Belangen.

Kritik: Auch wenn es wohl mit einem Augenzwinkern gemeint war, aber ich werde noch blöd, wenn sich Max mal weg ein paar harmlosen Flüchen rechtfertigt und entschuldigt :smiley: Das ist doch Teil des Recherchehintergrunds und, meiner Meinung nach, künstlerisch eingebunden. Super interessant, einem Autor bei der Arbeit zuzuhören. Will nicht wissen, was all die großen Literaten da draußen vor sich hin fluchen. Da fallen bestimmt ganz andere Begriffe :smiley:

Es ist richtig gut gemacht, wie ihr den Experten befragt und eingebaut habt, absolut klasse, und es beeindruckt mich total, wie ihr da Interview-mäßig offenbar aus dem Vollen schöpfen könnt.
Es wird deutlich, wie sensibel sich Max einem solchen Thema annähert. Und das ist top und supersympathisch.
Mit Teil 5 beginnt nun exakt die Zeit, die ich als Kind miterlebt habe. Ich erinnere mich noch genau, dass der Flugzeugabsturz damals während der Fernsehübertragung des Länderspieles von den Reportern erwähnt wurde.
Auch an das DFB-Pokalfinale erinnere ich mich gut zurück, klar, Dieter Hoeness mit dem Turban und dann auch noch ein Kopfballtor… (heute noch mehr Staunen als damals…) und dass danach alle - außer Paul Breitner! - mit den Nürnbergern die Trikots tauschten und sie für das Siegerfoto in Nürnberg-Trikots (damals noch im DFB-Pokal ohne Sponsor) da standen. Damals war ich noch Bayern-Fan, habe das „Iveco Magirus“-Trikot auch bis heute noch irgendwo im Schrank.
Spannend natürlich auch die Erinnerung an die WM 1982. Algerien, Österreich, Battiston, die denkwürdigen Tore von Rummenigge und Fischer. Das Finale gegen Italien war zu deprimierend, um es zu erwähnen? :wink:
Interessant, nun mehr über die Hintergründe dieses Teams damals zu erfahren.
Beim angeteaserten Abschied der nächsten Legende 1984 war ich dann erstmals im Olympiastadion. Nur 26.000 Zuschauer bei so einem Abschied, das waren schon andere Zeiten. Aber darum geht’s ja erst nächstes Mal.
Rückblickend wohl meine intensivste, „gläubigste“, unkritischste Fußball-Zeit und schön, sie so toll aufbereitet zu bekommen! :slight_smile:
Um nicht immer nur alles zu loben, sage ich, dass ich persönlich das mit dem Fax an Uli Hoeness nicht so detailliert gebraucht hätte. Aber es stört nicht wirklich und ansonsten Musik toll, Einspielungen toll, alles super!

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Echt witzig, wie unterschiedlich wir Hörer*innen das empfinden. Genau diese Teile sind für mich die spannendsten. Ich könnte eher auf die Parts „In diesem Jahr zog Bayern ins Halbfinale des DFB-Pokals ein und erreichte in der Liga Platz 6“ verzichten.^^

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Ja, Vielfalt tut gut! :slight_smile:
Insofern: okay, lasst die detaillierten Emo-Geschichten drin. Aber unbedingt auch die Standard-Angaben, die einen Rahmen geben. 1982 war es übrigens Platz 4… :wink: Und der DFB-Pokal-Sieg - für mich damals der erste Titel einer favorisierten Mannschaft… wurde erst Jahre später üblich damals, dass Bayern alles gewinnt! :wink:

Hallo Max, ich wollte schon viel eher schreiben. Ich bin in allen bis jetzt veröffentlichten teilen immer an einem Punkt beim hören wo ich einen Klos im Hals bekomme. Meine Meinung zu Uli H. ändert es nicht. Er ist und bleibt ein unsympathischer Kapitalist mit einem sehr verschrobenen Verständnis zu vielen Dingen und sich selbst. Viel näher als im DOPA brauchst du ihm auch nicht kommen. Mich interessiert und rührt die Geschichte die Du mit dem Projekt erfährst und mitteilst am meisten.
Ich höre gerne weiter!

Die Erzählung um den Kampf mit den Zuschauern erinnert mich an die Storys von meinem Dad, wie er mit Kumpels zu 6-7 in einem 4-5 Mann Auto vom Bodensee nach München gefahren sind, um das Spiel zu gucken. Das war so Mitte-Ende70er/Anfang80er. Ewig über Landstraßen getingelt (damals gab es noch keine Autobahn von Lindau nach München), in Memmingen erstmal Weißwurstfrühstück etc.
Sie wussten nämlich, dass das Stadion gegen bestimmte Gegner und bei bestimmten Witterungen nie ausverkauft ist und lagen damit nie daneben.

Das Interesse die Spiele zu sehen ist dann genau um die Zeit auch gekippt. Das lag auf der einen Seite auch daran, dass dann Familie mehr in den Vordergrund rückte, man war ja dann auch junge Männer wo der Fokus langsam auch woanders hin ging. Auf der anderen Seite aber auch mit unansehnlichen Fußball und dem Gebahren das Max erwähnt hat: wer will schon ewig nach München gurken, um dann mitten im Winter ein bescheidenes 0:0 gegen Duisburg und Co. zu sehen, während einem der kalte Wind um die Nase pfeift.

Vielleicht ist ja genau das, die eigentliche Stärke der Podcastreihe. Menschen die der FC Bayern / Hoeness eher nicht, vielleicht sogar gar nicht, interessiert bleiben trotzdem dabei bzw. hören ihn überhaupt erst…

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Richtig gut finde ich die Abgrenzung zum Sensationellen bei allem, was mit dem Absturz zu tun hat. In dem Kontext wirkt auch die Triggerwarnung nicht aufgesetzt (das erste Mal, dass ich so etwas als natürlich empfunden habe).

Das mit dem Schreiben und Herumbasteln an Formulierungen kenne ich von Freunden, Bekannten, Kolleginnen etc. -> Ein Tipp ist mir sofort eingefallen: Wenn man kreativ schreiben möchte, hilft es manchmal, dies mit Stift und Papier zu tun, weil dann auch halbgare Ideen erstens „schneller mal“ irgendwo an den Rand gekrackelt werden und diese zweitens dort auch nicht durch ein verdrossenes Backspace-Amok vernichtet werden können.

Zuletzt noch, auf die Gefahr hin, dass das hier schon jemand gefragt hat:
WAS HAT PAUL BREITNER AM TELEFON GESAGT?

Als Deutschlehrer würde ich jetzt sagen, du erzählst die Folge nach. Allerdings wird einem als Geschichtslehrer dadurch einmal mehr klar, wie wunderbar verwickelt Fußballgeschichte ist. In dieser Form ist der Podcast insbesondere für die Zeit, in der der deutsche Fußball nicht gerade glänzte, förmlich eine perfekte Ergänzung zu Eschérs „vLzDS“.

„Das mit dem Fax“ muss übrigens rein: Für den Podcast hat ja genau diese Komponente die Funktion zu zeigen, ob und inwiefern es überhaupt möglich ist, dem Menschen Uli näher zu kommen, oder ob er wirklich der böse Gigant ist, der alles dem Eigennutz, der wirtschaftlichen Optimierung seines Umfelds und des FC Bayern (immerhin) unterordnet - wo ein nicht kontrollierbarer Podcast nur stören würde.

Ich kann es dir natürlich nicht sagen, aber mein erster Gedanke war ein deutliches „Na, wirklich ned. Des kinans glei vagessn“

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