12. Spieltag: Euer Input für die Schlusskonferenz


#1

Schwerpunkt wird der VfB sein mit den Gästen Desiree Wolff (meinsportradio, @toesiroe) und Florian Regelmann (SPOX).


#2

Schwerpunkt VfB: Warum ist in der 1. BL so ein großer Unterschied in der Heim & Auswärtsbilanz?Denn in der Zweitligasaison hat man sogar die Auswärtstabelle angeführt. Oder ist die Liga zu schwach, dass man nur über Heimspiele Richtung Europa schielt?Bzw wo will der VfB überhaupt hin?


#3

Zum VFB: wie siehst du die tatsktische Entwicklung des VFB in den ersten 12 Spielen besonders auch im Hinblick das es die erste Bundesligasaison von H.W. ist?
Wo besteht noch Handlungsbedarf im Winter? Taktisch bzw. Kader?
Eine andere Frage bezüglich Eurosport/Sky: Habe gestern zum ersten Mal ein Freitagsapiel gesehen und war mehr als positiv überrascht mit welch natürlicher Unaufgeregtheit ein solches Spiel moderiert werden kann vor allem in Hinblick auf die aktuellen Sky Formate. Heute wollte SNHD (Field Reporter)verkaufen das Peter B.kein bundesligatauglicher Trainer ist was wiederum konträr zur Sammer Analyse steht. Wie siehst du da Sky auch im Hinblick auf die Kommentatorenleistung?


#4

Was ist aus der Sicht von Desiree der Grund, warum Wolf auswärts viel defensiver und zurückhaltender spielen lässt?


#5

Zum SC Freiburg:
Da es einige Kritik zur Aufstellung Streichs gab, wollte ich ein bisschen zu deren Begründung spekulieren.
In der PK hatte Streich angesprochen, dass man Auswärts ein bisschen mutiger auftreten wolle. (Auswärtstabelle: 1 Punkt; 1:16 Tore vor diesem Spieltag).
Seine Reaktion war radikaler, als ich dachte. Die Auflösung der Fünferkette, eine Umstellung auf 4-3-3 und ein (für diese Saison) sehr hohes Pressing, bei dem sogar häufiger der Torwart angelaufen wurde.
Ausgehend davon, erklärt sich vielleicht auch die Aufstellung von Guédé. Der macht beim hohen Pressing vielleicht nicht immer die klügsten Läufe, sprinten dafür aber so viel, dass er das kompensiert. Kath scheint sich ebenfalls noch ein bisschen besser ins Freiburger Pressing zu integrieren als Kapustka, Kent oder Ravet.

Auch wenn ich Streichs Plan für gut und mutig gehalten habe, muss man im Nachhinein sagen, dass es nicht wirklich funktioniert hat. Bei der offensiven Variante ist es zwar verständlich, dass man Kontersituationen und Chancen zulässt, aus denen dann auch Tore entstehen können. Gerade, wenn man als Freiburg bei gegnerischen Spielaufbau mit den Innenverteidigern fast an der Mittellinie steht (1:0). Allerdings ist es dann wirklich problematisch, dass man bis zur 60. Minute kaum eigenen Chancen herausspielen konnte. Hier gebe ich dann einigen Freiburg-Fans recht und würde das auch auf das Personal schieben.

Zsf.: Streich will mutiger Auftreten. Er bringt ein offensiveres System auf den Platz, denkt beim Personal (Guédé und Kath) aber eher an ein sauberes Pressing, als an das Herausspielen von Chancen. Resultat: Wenige eigene Chancen, viele vielversprechenden Umschaltaktionen Wolfsburgs.

Meine Frage an euch: Wie seht ihr das Freiburger Offensivspiel in dieser Saison? Ich werde nicht ganz schlau daraus. Manchmal passt die Chancenverwertung nicht (Berlin, Hannover, Schalke,…) manchmal erspielt man sich kaum Chancen (Bremen, Frankfurt, Wolfsburg,…). Hat die Freiburger Offensive in dieser Saison ein prinzipielles Problem oder nicht? Wenn ja, woran liegt das? Personal? Fehlende Abläufe? Sonstiges?


#6

#M05KOE

Ich hab das Spiel gesehen und es hat mich enttäuscht. Es war schlecht von beiden Seiten (Ich frag mich heute noch, wie der HSV in Mainz nur verlieren konnte). Das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt, wurde letztlich durch eine Fehlentscheidung entschieden.

Viele schießen sich hier auf den Videoassistenten ein, nicht ganz zu unrecht. Aber das ist doof gelaufen. Brych sieht ein elfmeterwürdiges Foul, der Videoassistent sagt, es gab einen Kontakt.
Durch das ganze Hickhack der letzten Wochen sind die Schiedsrichter völlig verwirrt, wie sie mit solchen Situationen umgehen sollen. Am letzten Spieltag wäre Brych an die Seitenlinie gegangen, hätte sich das nochmal angesehen und dann gegen den Elfmeter entschieden. Diesen Fehler sehe ich als Probleme in der Testphase des VA, in der wir ja noch sind. Und wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, daß der VA alle Probleme löst. Unterm Strich werden aber mehr gute Entscheidungen getroffen, als vorher.

Der zweite Aufreger war die rote Karte für Donati. Zweikampf Bittencourt/Donati, letztlich gehen beide zu Fall, dabei trifft Bittencourt unbeabsichtigt Donati mit dem Schuh im Gesicht, da der Zweikampf etwas unfairer von Bittencourt geführt wurde, gab es Freistoß für Mainz. Bittencourt will Donati hochhelfen (muss er nicht, soll er nachlassen) und dabei schlägt Donati ihn.
Nun gibt es nicht wenige, die sagen, er hat ihn doch nicht so schlimm geschlagen, das war also kein Rot. Ich sehe das anders. Laut Regelwerk ist selbst der Versuch strafbar. Und Donati hat zweifelsfrei geschlagen. Also ist die rote Karte gerechtfertigt. Auch wenn das Gesicht schmerzt, auch wenn Bittencourt wegbleiben muß.

Wir sollten zusehen, daß solche Sachen, die im Fußball nichts zu suchen haben, härter bestraft werden (auch bei den Riberys dieser Welt). Wer einen Zweikampf mal etwas härter führt, ok, ist dann eben mal so, da kann ich mit leben, wenn es für beide Mannschaften gleich gepfiffen wird. Schläge, ins Gesicht greifen, “Verletzten” “hochhelfen”, weil man meint, die schinden nur Zeit und all das gehört nicht zum Fußball. Wenn Bittencourt zB meint, eDonati solle sich nicht so anstellen, dann soll er zum Schiedsrichter gehen und sich bei ihm beschweren, der dann die Zeit ranhängt, ev Donati ermahnt oder gar verwarnt. Aber Bittencourt hat da wegzubleiben. und dann passiert da auch nichts.

Aber unterm Strich, auch wenn Bittencourt sich nicht sauber verhalten hat, die Rote ist berechtigt.

Und wie ich schrieb, das Spiel hätte keinen Sieger verdient gehabt


#7

Ich hab das Gefühl, Streich hat noch nicht die Lösung gefunden, weiß noch nicht recht, wie er wirklich mit diesem Material spielen will. Er hat die Balance noch nicht gefunden


#8

Zum vfb: ist die unterschiedliche herangehensweise an Auswärtsx bzw. Heimspielen der Grund für die unterschiedlichen Ergebnissen?

Anfangs hat man auswärts echt gut gespielt und oft unglücklich verloren. Aber in letzter Zeit vor allem wenn 5er kette gespielt wird fühlt sich das scho;sehr passiv an. Es gab Spiele, auch zu Hause teilweise in denen max die 3 OffensivSpieler verzweifelt vorne auf sich allein gestellt waren.
Mit der 4er kette wars ein bisschen besser fand ich.
Gg Dortmund jetzt wars einfach taktisch sehr gut weil man auch selbst nicht rausspielen musste.
Ich hoffe sie nehmen die positive Stimmung jetzt mit auf die 2 Auswärtsspiele mit. Wenn sie die gewinnen ist es echt soweit ne gute Hinrunde gewesen :v:


#9

Zu VfB gegen BVB: wie bewertet ihr die zweite Halbzeit? War Stuttgart so stark oder Dortmund so schwach? Natürlich ist das 2-1 zu einem sehr günstigen Zeitpunkt für Stuttgart gefallen, dennoch hat mich ihre mentale Stärke sehr beeindruckt. So eine zweite Halbzeit nach so einem Nackenschlag (->Elfmeter) kurz vor der Pause! Dagegen hatte ich den Eindruck, dass Dortmund nicht wirklich wollte. Es war kein wirkliches Aufbäumen zu erkennen, kein Wille, das Spiel unbedingt noch drehen zu wollen. Ich hatte als Stuttgart-Fan nicht wirklich Angst, dass sie noch ein Tor schießen.


#10

Ich persönlich habe Dortmund schwach gesehen. Kein Aufbäumen, kein sich gegen die Niederlage wehren und auch keine Automatismen. Der eine Spieler hatte eine gute Idee, der andere Spieler eine andere gute Idee und am Ende kam nichts dabei raus.
Und dann kam Stuttgart entgegen, daß Dortmund extrem hoch stand, dabei aber nicht konzentriert genug war. Wenn man so hoch steht, müssen die Abwehrspieler vollkonzentriert sein, sonst werden sie, wie Freitag zu sehen, überlaufen. Beim BvB stimmt es im Moment einfach an allen Ecken und Enden nicht. Das ist aber kein Taktik-Problem, sondern es stimmt in der Mannschaft irgendwie nicht

Meine Meinung


#11

VFB Stuttgart
Heimstärke: 6 Spiele – 5 Siege 1 Remis // Auswärts: 0 Siege 0 Unentschieden 6 Niederlagen . Hertha BSC war letztes Jahr ähnlich unterwegs und die spielen dieses Saison international.
Ist das auch das Ziel von Stuttgart? Wo liegen die Gründe für die eklatant schleche Auswärtsbilanz? Die Begründung: Es liegt nur an den heimischen Fans halte ich für falsch (obwohl die schon einen starken Support liefern)
Fehlen dem VFB die TYPEN die auch auswärts mal klare Kante zeigen und Macht/Stärke auf den Platz bringen egal wo in der Republik gespielt wird?
Wie sehen die Gäste die Verpflichtung von Michael Reschke und wie sehen sie die bisherige Bilanz unter ihm? Was sind hier die größten Veränderungen?

Hertha - Gladbach
War das die Wiedergeburt von Raffael?
Traumtor und insgemsamt sein bestes Spiel seit Wochen.
Auf der Gegenseite: Wer ist der Leader/Spielmacher bei Hertha BSC Berlin ?
Mir fehlt dieser um ehrlich zu sein. Hoffen die Hauptstädter noch auf Skjelbred der für mich bis jetzt eine mehr als dürftige Saison spielt? Oder wollen die Berliner die Last in der Zentrale jetzt auf den jungen Arne Maier legen? Der junge Mann zeigt durchaus Potenzial für die Bundesliga , aber er braucht noch Zeit.
Auf lange Sicht sehe ich da ein ernstes Problem auf Hertha zukommen wenn sich da bald keiner hervortut.

FC Bayern
Über das gestrige Spiel gegen den FCA braucht an sich nicht viel drüber sprechen. Souveräner Sieg vom FCB!
Auffallend: Heynckes kann auch routieren (teilweise war er auch gezwungen). Bernat, der sehr lange gar nicht gespielt hat, war souverän auf der linken Seite und hatte einige gute Aktionen … “Der Krieger” Arturo Vidal hat sehr sehr stark gespielt und auch getroffen. Heynckes scheint weiter genau an den Schrauben zu drehen welche auch gedreht werden müssen.

Unter der Woche wurde bekannt, dass der FC Bayern Sandro Wagner verpflichten will.
Ist Sandro Wagner der Typ von Spieler der den Bayern wirklich hilft? Oder sollten sich die Verantwortlichen Gedanken über eine Alternative machen, besonders unter der Beachtung, dass Wagner wohl deutlich teurer als die zunächst vermuteten 10 Mio werden wird?


#12

Zum BVB

Ich bin eigentlich relativ optimistisch an das Spiel herangegangen, da der letzte Auftritt gegen die Bayern nicht so schlecht war und Bosz in der Länderspielpause relativ viele Spieler zur Verfügung hatte. Umso bitterer war dann diese Leistung gegen den VfB. Das war das erste Spiel in dieser Saison, wo der BVB offensiv vollkommen harmlos ausgesehen hat und ich über weite Strecken des Spiels nicht das Gefühl hatte, dass die Mannschaft (noch) ein Tor erzielen kann. In der 1. HZ hatten wir zwar ein Übergewicht an Torschüssen, allerding waren diese (bis auf einen von Götze) vollkommen harmlos und ohne Aussicht auf Torerfolg…entsprechend hat es einen Elfmeter und viel Glück beim Nachschuss gebraucht, um das Tor zu machen.

Defensiv gab es zum wiederholten Male unerzwungene individuelle (1:0) bzw. umschalt-/absicherungsbezogene Fehler (2:1), die dem Gegner die Tore quasi geschenkt haben. Die Zeitpunkte (jeweils zu Beginn einer HZ) haben dem VfB natürlich in die Karten gespielt und Selbstvertrauen gegeben. Stuttgart stand defensiv sehr gut, hat gut verschoben und die entscheidenden Defensivzweikämpfe gewonnen. Nach dem ersten Tor haben sie sich etwas zu weit zurückgezogen, was dem BVB etwas Ruhe im Spielaufbau und die Oberhand in der 1. HZ gegeben hat. Nach dem 2:1 haben sie diesen Fehler nicht mehr gemacht und waren imsgesamt aggressiver gegen den Ball, was die Dortmunder komplett aus dem Konzept gebracht hat.

Aus BVB-Sicht stellt man sich nach einer weiteren frustrierenden Niederlage mal wieder die Frage an was es den liegt bzw. was denn besser gemacht werden müsste…und natürlich steht der Trainer bzw. sein System dabei immer mehr im Fokus. Meiner Meinung nach muss man aber wieder zuerst auf die defensiven Fehler zeigen. Beide Gegentore wären absolut vermeidbar gewesen und haben natürlich auch das Selbstvertrauen der Mannschaft nicht zum Positiven verändert.

Was Bosz angeht: Ich habe letzte Woche das Tribühnengespräch über Fußballtaktik gehört, wo ihr den Unterschied zwischen Taktik und Strategie/Spielphilosophe deutlich gemacht habt. Diesbezüglich denke ich nicht, dass Bosz´s Philosophie grundsätzlich falsch ist, aber sie wird (noch) nicht vollständig umgesetzt. Sie ist ja an den “voetbal totaal” von Cruyff angelegt und dieser braucht für seine Umsetzung zum einen Zeit und zum Anderen ein gewissen Selbstvertrauen in der Mannschaft.

Was ich allerdings besorgnisserregend finde ist, dass man immernoch kein Gegenmittel für die Manndeckung des Gegners im eigenen Spielaufbau gefunden hat. Dortmunds 6er und phasenweiser auch die 8er werden im Spielaufbau komplett manngedeckt…der Spielaufbau erfolgt dann oft über die IV (= hoher Ball nach vorne) oder über die AV, was an sich ja kein Problem ist…allerdings passiert das Ganze dann zu langsam und ohne Überraschungsmoment…der Gegner kann somit gut verschieben und das Ganze endet zu oft damit, dass einer der Außenstürmer 1vs1 oder 1vs2 ins Dribbling gehen muss, um etwas zu kreieren. Vertikalpässe sieht man aich immer weniger.

Man müsste sich diesbezüglich vlt. etwas an Tuchel orientieren. Unter ihm war es ja immer wichtig, dass dich die komplette Mannschaft gut bewegt hat, dass sich Offensivspieler auch mal fallen gelassen haben, um anspielbar zu sein, dass eine Außenbahn mal phasenweise überladen wird etc. Zusammengefasst: das der ballführende Spieler immer mind. eine /besser mehrere Anspielstation(en) hat. Das Ganze ist natürlich leichter gesagt als getan. Diese Umsetzung hat auch viel mit bekannten Laufwegen und schnellem, direkten Spiel zu tun und viele Spieler sind derzeit auch einfach außer Form bzw. agieren unter ihren Möglichkeiten.

Mittlerweile ist man auf Platz 5 angekommen und all die “…wir sind ja noch Xter” bzw. “…Jammern auf hohem Niveau…” Argumentationen werden nicht mehr kommen. Das Derby nächste Woche ist sehr sehr wichtig und wenn dabei wieder nichts zählbares herauskommen sollte, kann die Stimmung evtl. komplett umschlagen. Die Wochen bis zur Winterpause werden verdammt hart und wenn es ganz dumm läuft ist man am Jahresende in Pokal und CL (inkl. EL) raus und belegt nur noch einen Mittelfeldplatz in der Liga. Das ist allerdings der worst-case. Trainer Bosz wird von der Vereinsführung denke ich nicht vor der Winterpause in Frage gestellt werden und bekommt bis dahin sicherlich die Rückendeckung die er zum Arbeiten braucht. Das ist meiner Meinung nach auch absolut richtig, da man die ganze Misere eben nicht nur am Trainer festmachen kann.


#13

Interessant, dass hier dem VfB schon so viele Europapokalambitionen unterstellen. :wink: Der VfB will primär die Klasse halten. Alles andere ist völlig nebensächlich, auch nach diesem überraschenden Sieg.

Das 2:1 sorgt nach der ärgerlichen Niederlage in Hamburg vor allem erstmal für etwas Entspannung, weil es drei Punkte waren, mit denen man nicht gerechnet hat. Außerdem kommt hinzu, dass man endlich mal wieder einen Großen geschlagen hat - zum ersten Mal seit 2010 sieht man mal von einem Sieg gegen Wolfsburg 2015 und Schalke 2014, die jeweils unter den Top 4 zu dem Zeitpunkt waren, ab.

Hoffentlich können wir den Schwung jetzt mitnehmen. Aber man sollte nicht den Fehler machen, die nächsten beiden Spiele in Hannover und Bremen wegen dieses überraschenden Erfolgserlebnisses ohne die nötige Ernsthaftigkeit anzugehen.


#14

#S04HSV
Das 2:0 spiegelt das Spiel nicht so ganz wieder. Ich habe zwei Mannschaften gesehen, die größtenteils auf Augenhöhe waren und sich über große Strecken weitesgehend neutralisiert haben.
Beim Elfer war Jung mal wieder zu ungestüm. Ich vermute, daß er nach der Rotsperre und der Vertragsverlängerung übermotiviert war. Beim 2:0 lässt man Caligiuri? zu lange unbehelligt durch die Reihen marschieren.
Embolo der erst in der Halbzeitpause gekommen ist, hätte im Grunde mehrfach mit Gelb-Rot vom Feld gemusst (taktisches Foul, Schwalbe). Papadopoulos hat sich ne dumme Gelbe Karte abgeholt und konnte oft nicht mehr so in die Zweikämpfe gehen, wie man es von ihm kennt. Ito musste früh runter, er hatte nicht seinen besten Tag. Kein Wunder, bei dem, was in den letzten Wochen alles auf ihn eingestürzt ist. Das ist eben der Nachteil bei so jungen Spielern. Bobby Wood kam in der zweiten Halbzeit für Sakai, Hunt ging auf die 6 und Arp musste von der Spitze auf Rechts ausweichen. Damit haben wir uns einer großen Stärke beraubt. Arp gehört im Grunde in die Spitze. Allerdings ist es für die Ausbildung des jungen Spielers nur von Vorteil, wenn er auch andere Positionen lernt. Diekmeier hätte mal wieder endlich sein erstes Tor schießen können.
Das ist im Groben das Wesentliche (die Taktik überlass ich Tobias Escher)

Ich möchte noch auf etwas zu sprechen kommen, was mich schockiert hat: Schalke spielt pomadig, das aber fehlerfrei. Gladbach, das wurde ja auch schon desöfteren thematisiert, spielt auch keinen Wunderfußball, um es vorsichtig auszudrücken. Im Moment belegt Schalke Platz 2 in der Tabelle und Gladbach ist fünfter. Bayern spielt für seine Begriffe grottig und es langt, um die Liga nach belieben zu dominieren, Dortmund verkackt im Moment so ziemlich alles, was geht. Im Moment könnte ich mir vorstellen, hätten sie sogar Probleme mit Köln.

Was ist mit dieser Liga los?

Ich kann auch den HSV nehmen: Wir spielen wesentlich besser, als in der Rückrunde, punkten aber nicht. In dieser Saison sind wir in der Lage, auch mal was mit dem Ball anzufangen, es nutzt nur nichts. In der Rückrunde haben wir quasi nur gegen den Ball gespielt und sind damit punktmäßig gut gefahren. Nimmt man das Spiel gegen Stuttgart raus, haben wir nur in den ersten beiden Spielen, wo wir noch über weite Strecken den Rückrundenfußball gespielt haben, gewonnen. Danach sind wir regelmäßig mit mehr oder weniger gutem Fußball abgekackt. So sehr ich mich freue, daß wir fußballerisch besser werden: sehe ich unsere Punkteausbeute, sehe ich, wie wer in der Liga erfolgreich spielt, dann muß man sagen, wenn es nicht ums internationale Geschäft geht, ist Fußball der falsche Weg. Es sollte nur noch gegen den Ball gespielt werden. Das kann es doch nicht sein, oder? Mich erschreckt diese Entwicklung. Mich erschreckt, daß Schalke mit der Art Fußball zu spielen auf Platz zwei steht und sich anschickt, unter den ersten 4 zu bleiben und damit die Liga im nächsten Jahr in der CL vertreten wird (wenn sie nicht schon als 4ter in der Quali scheitern). Ich wiederhole mich: Mich erschreckt diese Entwicklung

Wenn du mich fragst, das ist ne Sondersendung wert, entweder als Schwerpunktthema in einer Schlußkonferenz oder als Tribünengespräch


#15

Guten Morgen,

ich hätte eine europäische Frage/ Anmerkung. In England, in Frankreich, in Spanien, in den Niederlanden und auch in Deutschland sind die Meisterschaften zu 95% entschieden und das vor dem Ende der Hinrunde. Das finde ich schon sehr bedenklich, denn dieses Tendenz verfolge ich nun schon seit mehreren Jahren. Die Spannung den geneigten Fußballanhänger konzentiert sich immer mehr nur auf den Abstieg (nicht nur in Deutschland). Sollten die Verbände nicht langsam über Möglichkeiten nachdenken, diese Langeweile im Meisterschaftskampf zu eleminieren? Zum Beispiel Playoffs wie in den US Ligen…
Gruß
Maik


#16

Fiete spricht mir aus der Seele. Eure Meinung zu diesen Themen würde mich ebenfalls brennend interessieren.


#17

Danke für eure Fragen!


#18

Ab dieser Saison spielen die ersten 4 der Bundesliga sicher in der CL, da ist also nichts mehr mit einem Scheitern in der Quali.


#19

oops, stimmt ja


#20

Das sehe ich ganz genauso. Sie müssen froh sein, wenn sie erstmal die Klasse halten und sich - mittelfristig - wieder dauerhaft in der 1. Liga etablieren. Weiteres hängt von der weiteren Entwicklung ab. U.a. auch, wie die aktuellen Leistungsträger gehalten werden können, z.B. Pavard.