#14: Der Urs-prung der Mainzer Fast-Sensation

Wir haben mit diesen Gästen über den Spieltag gesprochen:

Wie hat euch dei Sendung gefallen?

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Hier wird angesprochen wieso Pieper nicht zu sehen ist.

Ausnahmsweise habe ich den Werder Teil gerade schon auf Youtube geschaut statt nur den Podcast zu hören, den Rest der Sendung noch nicht.

Martins Gesicht bei der Frage “wo ist Pieper?!” sollte das Logo des VAR werden. :sweat_smile:

Weltklasse Segment zu Hoffenheim - HSV, hat mir nochmal sehr geholfen ein paar Dinge nachzuvollziehen, die ich da gesehen habe und da haben alle drei zu beigetragen, großen Dank. Liebe natürlich auch für Hranac als Unsung Hero, bin gespannt wie lange der noch so sehr unter dem Radar bleibt, gefühlt wissen die allermeisten Bundesligafans nicht dass es den gibt. Grade nach dem, wie bei Hranac die letzte Saison lief freut mich das besonders dass es jetzt so gut lief, wenn man so sehr abgeschrieben wurde macht das dann sicher noch mehr Spaß wenn es läuft.
Als kleinen Ausblick finde ich noch spannend, dass ab dem Spiel gegen Stuttgart jetzt Bazoumana Touré beim Afrika-Cup ist, ich bin sehr gespannt wie sich das aufs Spiel auswirken wird, im Januar kann sich das ja noch ziemlich ziehen weil die Elfenbeinküste sicherlich gute Chancen hat, bei einer Halbfinalteilnahme wäre er ja erst am 19. Spieltag wieder dabei. Die meisten hier gehen grade davon aus, dass in puncto Spielzeit davon vor allem Hlozek profitieren wird, Damars Aktien sind aktuell ziemlich im Keller.

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Inhaltlich fand ich es eine gute Sendung. Was die Audioqualität angeht, weiß ich jetzt nicht, ob das schonmal angesprochen wurde oder ob das nur mich betrifft aber ich höre durchgehen ein leichtes Kratzen, immer wenn gesprochen wird. Generell bei Rasenfunksendungen. Meist ist es nur marginal aber diesmal fand ich es gerade in den ersten Minuten doch sehr deutlich. Hab aber auch keine Ahnung, wie viel Max oder die Gäste dagegen tun könnten.

Zu Martins Auslassungen über die Rote Karte: Ich hab persönlich die rote Karte generell nie für so spielbestimmend wahrgenommen wie Martin. Deswegen hab ich mir jetzt mal diese Saison angeschaut und welchen Einfluss die roten Karten hatten. Alle Angaben ohne Gewähr. Und ich wusste nicht, wie ich das sinnvoll miteinfügen soll, wenn eine Mannschaft in doppelter Unterzahl ist, deswegen hab ich es einfach mal so behandelt, als ob es nur eine rote Karte war. Kam auch nur zweimal vor diese Saison.
Wir hatten bisher 24 Mal den Fall einer Unterzahl mit zusammengerechnet 747 Minuten und einem Torverhältnis von 7:21. Interessanterweise gab es nur 7 Fälle in denen sich nach der roten Karte der Ausgang des Spiel (also ob Sieg, Unentschieden oder Niederlage) geändert hat. Dabei 5x zum Nachteil der Mannschaft in Unterzahl und 2x zum Vorteil für selbige. Zusammengerechnet wurden dadurch 8 Punkte verloren und 3 gewonnen. In diesem Punkt würde ich also behaupten, hat die rote Karte letztlich keinen so großen Unterschied gemacht. Wobei man auch sagen muss, dass diese Zahlen keine Aussage darüber treffen, ob man selbst, ohne rote Karte mehr Punkte hätte rausholen können. Würde man nur die Ergebnisse nach den roten Karten zählen, kämen die Mannschaften mit Platzverweis auf 22 Punkte und die Gegner auf 40. Der Teil ist aber natürlich sehr stark dadurch verzerrt, da es oft späte rote Karten gibt und man dann in den letzten 5 Minuten oftmals halt ein Unentschieden hat.

Interessant finde ich aber, wenn man mal die verlorenen und gewonnen Punkte auf 90 Minuten runterrechnet. Denn dann kommt man (wenn ich mich nicht verrechnet habe) auf 0,6 Punkte Pro 90 Minuten, die durch eine rote Karte diese Saison den Mannschaften mit dem Platzverweise verloren gegangen sind. In Anbetracht, dass eine rote Karte ja eine harte Bestrafung sein soll für brutale Fouls, Tätlichkeiten oder die Verhinderung einer klaren Torchance, finde ich 0,6 Punkte eigentlich eine ganz angemessene Bestrafung. Ich mein, man will ja, dass die Spieler keine gesundheitsgefährdenden Fouls begehen oder ständig Notbremsen ziehen. Ich befürchte, wenn man die rote Karte durch wie vorgeschlagen Zeitstrafen ersetzt vor allem letzteres deutlich häufiger vorkommen würde.

Naja, alles nur statistische Spielerei mit viel zu kleiner Samplesize aber für mehr hatte ich keine Lust. Und vielleicht hab ich mir die Mühe auch umsonst gemacht und es gibt schon eine umfassende Statistik, wie viel Einfluss auf Punkte und Ergebnisse rote Karten haben.

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Bei geringer sample size immer Tore anschauen und nicht Punkte.

Mit 7:21 steigst du abgeschlagen ab.

Auf ne Saison hochgerechnet sind das 29:86 Tore, das ist ziemlich genau Darmstadt vorletzte Saison. Die hatten halb so viele Punkte wie sie zum Klassenerhalt brauchten. Nicht konkurrenzfähig.

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Schön aufbereiten. Leider hast du komplett an einer von Martins Kernaussage vorbei recherchiert:

Ich find aber das ist mal wieder ein relativ gutes Fallbeispiel dafür dass die rote Karte, die frühe rote Karte insbesondere, meines Erachtens so langsam mal überdacht gehört, weil einfach Fußballmannschaften mittlerweile besser geworden sind und einfach breitflächig schon einfach diese Überzahl so gut ausnutzen können, dass … das sind einfach keine Spiele mehr. 44:08s

Zumal halt einfach der [Effekt] so krass skaliert je nachdem wann das passiert. Wenn die gleiche Situation in der 90ten passiert hat die Bestrafung fast keinen Effekt, und wenn das in der 10ten Minute passiert ist das komplett spielentscheidend. 47:21s

Die passende Hypotheses dazu ist: je früher die rote Karte, um so weniger Erfolg hat das Team in Unterzahl. Um das auszuwerten muss der Zeitpunkt der Karte ein Kriterium sein, oder die Dauer der Unterzahl.

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Das ist sehr komisch. Können andere hier diese Probleme bestätigen? Darf eigentlich nicht sein.

Kann ich so nicht reproduzieren

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Ich auch nicht.

Ich möchte gerne einen Kontrapunkt zu Martin Rafelts Take in Bezug auf frühe Rote Karten anführen: Man kann solche Rote Karten auch vermeiden, indem man sich einfach an die Regeln hält. Gerade bei (absichtlichen) Notbremsen gilt das besonders deutlich. Niemand zwingt den Verteidiger, in der ersten Halbzeit die Notbremse zu ziehen. Man kann den Stürmer auch laufen lassen, wenn man merkt, dass man ihn nicht regelkonform stoppen kann. Und wenn die Drohung der Roten Karte dazu führt, dass Trainer den Verteidigern sagen, sie sollen (zumindest in der ersten Halbzeit) lieber das Gegentor als die Rote Karte nehmen, dann tut die Regel doch genau das, was sie soll, nämlich Regelverstöße verhindern. (Absichtliche) Notbremsen werden generell in meinen Augen zu sehr verniedlicht. Mit Blick auf das Ziel des Spieles, also Tore zu erzielen, ist das das Unsportlichste, was man machen kann. Man verstößt absichtlich gegen die Regeln, um zu verhindern, dass der Gegner das Ziel des Spiels erreichen kann. Das wäre, wie wenn man beim Mensch-ärgere-Dich-nicht den Würfel zinkt. Das ist nicht (nur) clever, sondern mogeln. Und aus Perspektive eines Regelmachers will man so ein Verhalten dann natürlich unterbinden.

Ich glaube übrigens auch, dass eine Zeitstrafe im Profibereich nicht die Lösung ist. Fast alle Profivereine sind taktisch so gut, dass sie zehn Minuten Unterzahl durch kompaktes Verteidigen einigermaßen ausgleichen können. Eine Zeitstrafe in diesem Rahmen würde also nicht nur die Anzahl an Notbremsen erhöhen, sondern vermutlich auch dazu führen, dass die Zeit der Unterzahl eine noch extremere Verteidigungsschlacht wird als jetzt, zumal es dann ja auch einen größeren Anreiz gibt, schon frühzeitig mit dreistem Zeitspiel zu agieren. Die Zeitstrafe muss, damit die Unterzahl eine echte Strafe mit abschreckenden Charakter ist, also schon einen längeren Zeitraum erfassen (z.B. 45 Minuten). Aber mit jeder Minute, die sie länger dauert, nähert sie sich wieder den (vermeintlichen) Problemen der Roten Karte an, weil eine Zeitstrafe in der 80. Minute dann natürlich wieder einen anderen Einfluss hat als in der 20. Minute.

Wenn man von der Matchstrafe weg möchte - wovon ich nicht überzeugt bin -, dann wäre vermutlich eine Lösung wie im Hallenfußball am sinnvollsten: Ergänzung nach Gegentor. Nach einem Gegentor könnte die Mannschaft einen anderen Spieler einwechseln, vorausgesetzt, sie hat noch einen Wechsel. Das würde aber zu der kuriosen Situation führen, dass gerade bei einer Notbremse, bei der die Mannschaft vom Regelverstoß profitiert und es sich nicht um einen Aussetzer eines Einzelspielers handelt (anders als bei einer Tätlichkeit oder einem groben Foul), die Mannschaft nicht in Unterzahl zu Ende spielen muss.

Auch da müsste man aber natürlich noch an Details in der Umsetzung arbeiten (Wie ist das, wenn beide Teams in “Unterzahl” sind, soll dann durch die Ergänzung eine Überzahl hergestellt werden können?). Auch die anderen Überlegungen würde man mit entsprechenden Umstellungen evtl. in den Griff bekommen (Zeitspiel ist bei Nettospielzeit z.B. ein geringeres Thema). Aber ist es wert, für die relativ gesehen wenigen Spiele, in denen eine frühe Rote Karte das Spiel entscheidet, so erhebliche Eingriffe in das Spiel zu machen? Erst recht, wenn man den Kollateralschaden, dass Notbremsen attraktiver und damit häufiger werden, betrachtet? Oder ist es nicht sinnvoller, die abschreckende Wirkung der frühen Roten Karte beizubehalten, damit die Spieler auf Notbremsen verzichten? Das wäre schließlich auch im Sinne des Spiels.

PS: Petition für mehr Outtakes im Rasenfunk!

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11 Leben - Die Welt von Yannick Gerhardt

Auf den Spuren des verkannten Achters, der ein Liebling der Interimstrainer (und Niko Kovac) ist. Max fragt Peter Stöger im Interview wie er Gerhardt im Juli 2013 gegen Dynamo Dresden in die Startelf stellte. Was konnte Gerhardt von Adam Matuschyk und Dominic Maroh lernen um die Kreise von Cristin Fiél und Filip Trojan einzudämmen? Wie fühlte es sich an, wenige Wochen später gegen Erzgebirge Aue und Sascha Kirschstein zu treffen? Fragen über Fragen, die im Board-Bistro des ICEs 2922 geklärt werden müssen, weil der Zug nicht aus Kassel-Wilhelmshöhe abfahren kann.

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Da bin ich eigentlich in allen Punkten bei dir, allerdings ist die aktuelle Regelung ja völlig inkohärent. Normales taktisches Foul ist gelb und damit praktisch erst mal gar keine Bestrafung. Notbremse letzte Minute praktisch gar keine Bestrafung. Notbremse Minute 10 und die Strafe entscheidet das Spiel.

Dazu gibt’s ja auch noch den Unterschied zwischen intendiertem Foul und versehentlichem. Dieser Unterschied ist ja bei Notbremse im Strafraum mittlerweile auch im Reglement festgeschrieben und der müsste mE bei anderen taktischen Fouls auch zur Anwendung kommen.

Je fairer man das machen will, umso komplizierter wirds natürlich und umso mehr Veränderung muss man durchdrücken und umso mehr muss der Schiedsrichter nach eigenem Ermessen in Graubereichen entscheiden. Von daher schwer zu sagen, was genau man machen will. Und man kann auch den Standpunkt haben, dass die Regeln halt so sind und sie nicht immer perfekt fair sein müssen.

Mein zentraler Punkt war aber auch einfach der, dass ich Spiele mit ausdauernder Unterzahl kaum bewerten mag und sie mE mit regulärem Fußballwettbewerb wenig zu tun haben.

Aber man könnte da auch schlussfolgern, dass dann Spieler eben umso mehr rote Karten vermeiden müssen und rote Karten halt Riesenfehler sind. Und nicht, dass die Regeln angepasst gehören. Da hast du auf jeden Fall nen Punkt.

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Ich schick den Pitch noch heute raus!

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das ist eine wichtige Perspektive. Bei roten Karten für Notbremsen, brutale Fouls, Tätlichkeiten und Beleidigungen entscheidet allermeistens nicht der Schiri über die Farbe der Karte, sondern einzig und alleine der Spieler. Diese Verantwortung vom Spieler weg zum “Fingerspitzengefühl” des Schiris oder zur Formulierung des Regelwerks zu verschieben, halte ich für falsch. Eine (glatt) rote Karte ist in den meisten Fällen eine aktive Entscheidung des Spielers.

Bei “kleineren” Vergehen wie gelben Karten oder Elfmetern sieht das natürlich anders aus. Da hat der Schiri im Fußball im Vergleich zu anderen Sportarten einen sehr großen Ermessensspielraum, der zwangsläufig immer wieder zu Kontroversen führt. Aber rote Karten sind doch im Fußball in mindestens 70-80% der Fälle eine klare Sache.

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Ich hab’s jetzt nochmal mit verschiedenen Kopfhörern getestet und konnte es da nicht auf allen reproduzieren. Bei den Sennheiser HD 26 Pro und den JBL life flex konnte ich das Kratzen deutlich hören. Auf den JBL Tune, Bose QC35II und Focal Bathys hingegen konnte ich es nicht hören. Könnte also durchaus einfach Kopfhörerseitiges Problem auf meiner Seite sein. Wobei ich das bei den Sennheisern mit mehreren ausprobiert habe. Und ich diese Störgeräusche bisher nur beim Rasenfunk und keinen anderen Podcasts hatte. Vielleicht hilft dir das irgendwie weiter. Und wenn es wirklich nur ich bin, der die Probleme hat, muss ich halt einfach in Zukunft andere Kopfhörer nutzen.

Puh, das ist echt seltsam. Aber ich wüsste nicht, was wir da anders machen als andere Podcasts.

Bei mir gibts auch keine Tonpronleme…

Jesses, wie viele Kopfhörer hast du!?

Ich wusste, dass diese Frage kommt. Sind nicht alle meine, sondern von meiner Arbeit.

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Das Kratzen habe ich nicht gehört, aber mir ist bei dieser Folge erstmal bewusst aufgefallen, dass ich ein klicken gehört habe, als Max das Tab gewechselt hat, als er spontan etwas nachschauen wollte.

Hat aber an der Qualität der Folge nichts geändert. Hat mir sehr gefallen.

Noch etwas zum „unorthodoxen Wechsel“ von Kompany. In dieser Form haben wir es tatsächlich noch nicht gesehen, aber es gab bei Rückstände schon häufiger der Fall, dass ein IV rausgenommen wird und Goretzka in die IV ging. Ich glaube schon, dass es eine vorbereitete Brechstangen-Lösung ist.