Eine Anregung von meiner Seite ist die Frage, ob die Gäste und Max vielleicht auch das Thema FBL e. V./DFB aufgreifen wollen?
Das Joint Venture mit dem DFB wurde von Seiten des FBL e. V. abgelehnt, der Dialog untereinander soll aber weiter geführt werden. Zudem wurde die Auktion für die Medienrechte (ursprünglich für dieses Frühjahr geplant) auf den Herbst verschoben.
Das war mal wieder ein unnötiges Gegentor bei Freiburg. Das Bayern Druck macht, war klar. Sie hatten zwei große Chance, da hätte ich wohl weniger gesagt. Aber so eine Hereingabe, die Stierli dann leider vor die Füße der Bayern-Spielerin kurz klärt und dann wird der Ball im 5er zu Harder gespielt. Danach holt sich dann der SC die erste Aktion im Bayern-Strafraum. Gegen Bayern tut es natürlich noch mehr weh, wenn man sich den Ball zu weit vorlegt, zu unsauberes Passspiel oder Ballannahmen. Denn damit kommst du noch weniger zu guten Kontern und Offensivaktionen als in anderen BL-Spielen.
Jaaaaaaaa, Lisa Kolb. Das 1:1 vor dem Halbzeitpiff. Das erste Mal nachgegangen und griffig gewesen.
Bis zum 1:3 fand ich die 2. Hälfte von uns gar nicht so schlecht. Man ist mutig und mit Selbstvertrauen aus der Kabine gekommen. Hatte auch den ersten Angriff und generell früh mehr Aktionen als in der 1. Hälfte. Qualitativ halt eine andere Liga als Bayern. Das kennt man als SC-Fran auch aus anderen Spielen. Da bringt man sich dann um bessere Abschlussmöglichkeiten. Auch nach dem 1:2 ließ man nicht den Kopf hängen und spielte weiter mit.
Die Gegentore tun weh, wie sie gefallen sind. Beim 1:2 sind wir Vorne und verlieren den Ball, so dass Bayern viel Platz hat. Bei der Hereingabe orientieren sich aber alle auf eine Spielerin udn hinten stehen 2-3 Bayern frei. Den kann Harder gar nicht mehr nicht machen. Beim 1:3 legt Ojukwu für Imade auf. Ärgerlich und unnötig, aber das war Dolchstoß.
Gefühlt ist das Ergebnis etwas hoch ausgefallen, aber die letzten 20 Minuten haben eben existiert und dadurch ist es doch wieder in Ordnung.
Insgesamt bin ich aber eher zufrieden, zwar konnte man in der 1. Hälfte eigentlich keine eigenen offensiven Aktionen zeigen (war aber eben da, als es dann möglich wurde), aber man hat sich schon ganz effektiv gewehrt gegen die Bayern Offensive und war defensiv sehr konsequent. Mit Ball war man dann häufig überfordert, das sieht man auch gegen gleichwertige Gegner häufiger, dass man keine Lösungen findet in der Offensive, aber gegen Bayern rächt sich das eben noch mehr.
Ich habe mich sehr für Lisa Kolb gefreut, dass sie nach ihrer langen Leidenszeit jetzt auch ihr 1. Saisontor erzielen konnte. Das war schon etwas überfällig.
Szenk hat mich mal wieder sehr überzeugt, gute Zweikampfquote (78 %) und sie hat Bühl relativ gut im Griff gehabt, zumindest einfaches ausdribbeln war meistens nicht drin. Einzig ein paar Stellungsfehler kann man ihr anrechnen.
Abhaken, die Spiele gegen Union (und besonders gegen Frankfurt) sind jetzt wirklich wichtig. Ganz abhaken sollte man Platz 3 nämlich noch nicht.
bin es langsam müde mich über Schirileistungen in der FBL aufzuregen aber Joly muss für ihre rüde Grätsche nach 50 Minuten gelb-rot sehen. Das nächste Spiel, wo der HSV von einer inkonsequenten Schiedsrichterin um fast eine Halbzeit Überzahl gebracht wurde.
Jena gewinnt in Berlin. Damit hätte ich auch nicht gerechnet. Das 0:1 haben sie aber recht gut ausgespielt im Konter. Das war auch ein Ballverlust von Union durch einen versuchten Seitenwechsel. Der Ausgleich passiert durch einen immer länger werdenden Freistoß, wo keiner rangeht. Eben in der Nachspielzeit auch guter Pass von Jena, aber auch nicht gut gemacht von Tysiak und Bösl. Da erzielte dann die neue Schwedin Johansson Alcaide ihr erstes Saisontor.
Bislang war die Kritik in HSV-Spielen ja, dass die Schiedsrichterinnen jeweils einen gravierenden Fehler gemacht haben. Diese Unparteiische hat heute in Schieflage gepfiffen. Sie scheint etwas zu viel Red Bull getrunken zu haben, anders kann ich mir das nicht erklären.
Dennoch: Die Niederlage liegt hauptsächlich daran, dass der HSV über große Teile der 90 Minuten einfach keinen erstligatauglichen Fußball gespielt hat. Das war in fast allem zu wenig.
Zurück zu Schiris im Allgemeinen: Man soll ja Karten verteilen, wenn das jeweilige Foul ein bestimmtes Maß überschritten hat. Aber vielleicht sollte man auch mal anfangen, Melanie Brunnthaler zu schützen. Jede Mannschaft darf sie permanent umtreten. Vielleicht gibt es ab an und mal gelb, meistens aber nicht. Irgendwann wird sie mal verletzt ausfallen. Da haben Schiedsrichterinnen eine Fürsorgepflicht.
Nur ein paar lose Gedanken zu FCU vs. Jena aus Union-Perspektive:
Viel zwar ganz hübsche, aber wenig produktive Spielkontrolle über lange Zeit, wenige wirklich gute Chancen und diese dann auch noch schlecht genutzt (letzteres kennen wir ja).
Gegentore durch (ebenso bekannte) Aussetzer in der Defensive, die Jena beide Male konsequent genutzt hat – Chapeau.
Naika Reissner ist aus meiner Sicht als LV einer Viererkette (und zum Schluss LIV in der Dreierkette) verschenkt.
Lia Kamber mit einem sehr starken Spiel, gute, physisch starke Zweikampfführung, schnell im Denken, sauberes Passspiel.
Alles in allem abgesehen vom Ergebnis sicher immer noch besser als zum Ende der Hinrunde, aber gerade im Vergleich zum Spiel gegen die stärkeren Essenerinnen doch wieder ein deutlicher Rückschritt.
Für mich ist es mittlerweile leider auch ein Trainerinnenproblem. Mich nerven die Phasen extremer Übermotiviertheit, gestern z.B nach dem 1:1. Da laufen drei Spielerinnen völlig unkoordiniert auf die ballführende Gegenspielerin zu, die sich dann befreien kann und Platz hat. Insbesondere in der Abwehr geht man viel zu oft ins Dribbling, weil man sich einfach nicht entscheiden kann, wo die beste Anspielstation ist und es dann zu lange dauert. Da sind die taktischen Konzepte entweder zu kompliziert oder nicht existent. In solchen Phasen wie gestern in der letzten halben Stunde muss die Trainerin Ruhe ins Spiel bringen und das gelingt nicht. Vielleicht ist die Trainerin selbst völlig übermotiviert. Schließlich hat ihr der Verein einen super Kader zur Verfügung gestellt und in der Winterpause nachgelegt. Die Enttäuschung (trotz Verletzungen) dürften auch in der Mannschaft riesengroß sein. So erkläre ich mir diese Kopflosigkeit. In den Interviews nach den Spielen gegen Leverkusen und Jena, die es der Verein veröffentlicht, wirkt Pöse ziemlich ratlos.
Im Mainz Schwerpunkt hat Mara Pfeiffer die Idee formuliert, Trainerinnen auch mal zeitweise zu beurlauben, um neue Impulse zu setzen. Bei Union gibt es mit Marie Luise Eta eine erfahrene Trainerin, die schon öfter ausgeholfen hat. Da Eta glaube ich in den Männerbereich möchte aber immer auch Möglichkeiten sucht, sich zu zeigen, wäre sie vielleicht eine Option für so eine zeitweise Übernahme. Aber ich gebe zu, das wäre schon sehr experimentell.
Zum HSV-Spiel gibt es eigentlich nicht viel neues zu sagen. Aus der Stadionperspektive wird die schlechte Raumaufteilung im eigenen Ballbesitz nochmal umso deutlicher. Lisa Baum hat fantastisch gespielt, was aus meiner Sicht natürlich umso frustriender ist.
Moment des Spiel: Als das Team nach dem Spiel vor die Tribüne ist, hat Lotta Wrede Jonna Wrede zu den Fans geschubst, um sich ihren Applaus für ihr Comeback nach einem Jahr Verletzungspause und damit ihr Bundesligadebüt abzuholen.
laut Dazn Kommentator übrigens Schwestern. Da sie im April und Juni des selben Jahres geboren sind, hat der Kommentator entweder geheime Informationen über einen sehr umtriebigen Vater , oder er hat sich einfach nicht die Mühe gemacht, weiter als bis zum Nachnamen zu recherchieren.
Da holt sich auch Essen ein Punkt in Köln. Punktgleich mit dem HSV und dank besseren Torverhältnis ist Essen erstmal vorbei. Nächstes Wochenende heißt es Essen in Wolfsburg, Jena gegen Frankfurt und der HSV in Hoffenheim. Wer da ein Punkt ergaunert. Ich denke eher, übernächste Woche dürfte es spannend sein. Jena in Nürnberg, der HSV zuhause im Nordderby gegen Werder und Essen empfängt Leipzig.