Was die Schiedsrichterin da in der Nachspielzeit gesehen hat als Bösl ganz klar Fölmli im Strafraum legt, würde ich zu gerne wissen. Aber gut, muss man mit leben. Für drei Punkte hätte man einfach mehr machen müssen. Daher freue ich mich über den späten Ausgleich.
Insgesamt eine enttäuschende Leistung von Freiburg. Da fällt mir leider kein anderes Wort zu ein. Besonders in der 2. Hälfte kam viel zu wenig. Man macht immer dieselben Fehler bzw. es fehlt einfach an Ideen. Das es funktioniert hatte die 86. Minute gezeigt als man über Karl spielt und Fölmli abschließt. Union war für mich nicht mal übermächtig, die gehen durch ein tollen Fernschuss ins Tor und einmal in der 2. Hälfte hatten sie guten Konter den Adamczyk gut abwehrt. (Wie Freiburg im Umschaltspiel steht und reagiert, ist was anderes…). In der 2. Hälfte war sie dynamischer aber so von guten Spiel mit vielen Chancen war auch da von beiden nichts zu sehen.
Die Freiburgerinnen pielen einfach wieder ungenaue Pässe, die Balle gehen zu schnell verloren, haben die falschen Ideen und kommt so nicht vor das Tor. Wenn man einen Schuss ablässt, dann sind es aktuell wieder eher Schüsschen ohne große Gefahr. Ausnahme von Fölmli am Ende. Keine Ahnung, wann es mal genauer wird. Ich erwarte nun kein Barca-Style, aber einiges sollte doch auch auf mittelmäßigen BL-Niveau zu mehr offensiven Aktionen führen im Laufe der Saison. Kein Konter war so wirklich gut ausgespielt. Man hat in der ersten Hälfte doch recht solide angefangen, aber der letzte Pass fehlte. In der 2. Halbzeit kam gar nichts, außer der Angriff Karl/Fölmli.
Wer ist die Spielerin in Freiburg, die mal Ideen hat und sich die Bälle schnappt? Bisher hat sich noch keine Spielerin über einen längeren Zeitraum angeboten. Up and Downs von und verschiedene Phasen. Das ist bei jüngeren Spielerinnen auch so, aber andere haben mehr Erfahrung. Aus den Ecken macht man viel zu wenig, wenn es schon nicht aus dem Spiel gefährlich wird. Acht Ecken, so richtig blieb keine hängen. Die Dynamik fehlte auch komplett. Das ist nicht das erste Mal. Blumenberg hatte Ansätze in der 1. Hälfte, auch über Kolb. Nichts Zählbares. In der 2. Hälfte fehlte an so vielen.
Letzten Freitag konnte man aus der 2. Hälfte gegen Bayern noch Positives ziehen. Heute aus der 2. Hälfte sehr viel weniger. Das man das 1:1 noch macht, ist gut und zeigt den Willen. Tritt man so spielerisch in den kommenden Wochen weiter auf, wird man es schwer haben.
Das ist ein großes Problem und zieht sich schon durch die ganze Saison, gerade zentral geht einfach fast nichts. Vobian ist dahingehend schon die ganze Saison nicht da wo wir sie bräuchten, heute waren da auch noch Standards oft schlecht geschossen. Man kann da vielleicht auf Nachtigall hoffen, die heute zum Glück das erste mal wieder ein paar Minuten spielen konnte und eine Alternative zu Vobian sein kann.
Was mich heute auch genervt hat, war dass (besonders Kolb) öfter mal die Übersicht gefehlt hat oder sie es einfach selbst machen wollte. Da sind gut platzierte Mitspielerinnen ignoriert worden um sich selbst noch vor dem Sechzehner festzulaufen.
War kein schönes Spiel, ich war froh als es abgepfiffen worden ist.
Langsam beschleichen mich so “Vorige–Saisons-Vibes” beim Effzeh: Erst spielt man gut und belohnt sich nicht, dann spielt man weniger gut… Hoffentlich zu früh für diese Unkerei. Und das Gesamt-Niveau ist ja deutlich besser, ebenso der Spielplan . Aber wie begegnet man der Abschlussschwäche, die sich offensichtlich durchzieht? Die Offensive scheint mir hängt zu sehr an Sandra Jessen, während Leverkusen (wie auch andere Teams der oberen Tabellenhälfte) eine ganze Handvoll toraffiner Spielerinnen hat. Eure Gedanken hierzu wären sehr willkommen.
Die Frage, die ich mir stelle lautet: Warum wurde das Spiel in Freiburg (aus Unioner Sicht) nicht gewonnen, sondern fast noch komplett aus der Hand gegeben?
Mich würde hier interessieren, wie die Besprechung des Spieltages auf diese Frage blickt.
Aus meiner Sicht hat mir eine Reaktion von der Bank auf die taktische Einwechslung von Sophie Nachtigall gefehlt. Die Reaktion kam erst nach dem Ausgleich. Wäre es aber vielleicht sinnvoll gewesen gleich zu reagieren, mit einer weiteren IV defensiv stärker abzusichern?
Ergänzend noch zum Thema der nicht gegebenen Elfmeter. Beide Male lag die Schiedsrichterin meiner Ansicht nach falsch. In 88. Minute im Freiburger Strafraum nach der Ecke von Halverkamps, als sie den Ball in den Strafraum köpft ist das ein klares aktives, den Ball mitnehmendes Handspiel der Freiburger Verteidigerin und es hätte Elfmeter geben müssen.
Ebenfalls eflmeterwürdig ist die Situation mit Fölmli in der 93. Minute, als Cara Bösl zu spät dran ist und Fölmli von den Beinen holt.
Ich weiß auch nicht, was mit Vobian los ist. Letzte Saison nach den acht Vorlagen dachte ich, sie wird ein großer Faktor sein in unserem Offensivspiel. Bisher läuft recht wenig zusammen. Die Standards von ihr und Ojukwu helfen auch nicht. Zeitweise hatte man in der Saison auch schon mal interessante Variante, ohne Torerfolg, aber immerhin. Aktuell geht alles ins Leere. Nach dem Freistoß in Hamburg, wo Fölmli und Stierli veredeln, kam nichts mehr. Da fragt man sich, ob man Varianten einstudiert. Zu lang, zu kurz, direkt ins Aus. Eine der ersten Ecke von recht, Vobian spielt den Ball flach zum 16er auf Felde. Blöd nur, dass da auch eine Union-Spielerin stand. Was sollte daraus entstehen?
Nach dem Blumenberg nach guter Aktion gefoult wird, gab es Freistoß. Dieser Ball wird auch wieder so halbgar zwischen zwei unser Spielerinnen nach vorne geflankt, keiner kommt hin und der Ball kullert ins Toraus.
Ich habe mich vorhin tatsächlich nochmal durch die erste Halbzeit geklickt, wo man vor und nach dem 0:1 Chancen gehabt hätte mehr draus zu machen.
Minute, Kolb kommt über rechts nach Ballgewinn und spielt zu Vobian. Die hat links noch die Optionen Karl und Blumenberg und auch ein wenig Platz. Zieht aber den Schussversuch, aber daraus wird leider nur ein harmloses Schüsschen.
Minute, Karl setzt sich links durch und sucht die Flanke, die sie aber genau in die Arme von Bösl spielt. Drei Spielerinnen wären zumindest am 11er und 16er gewesen.
Minute, der Konter nach einem schlechten Union-Rückpass. Birkholz ist dann entweder zu schnell oder Vobian spielt zu langsam, so dass Birkholz ins Abseits läuft. Dann geht der Ball zu Kolb. Die spielt den Ball dann in die Hacken von Birkholz, dann kommt ein Torschuss noch bei raus.
Minute, Felde zu Schneider, diese macht Meter ohne groß angegriffen zu werden. Spiel dann den Ball in den 16er zu Birkholz, gute Idee, sie kommt aber nicht an den Ball ran.
Minute, hatte Blumenberg den Abschluss, wo die Unionerin noch ihr Fuß hatte und der Ball geht rüber. Vorarbeit da hatte Schneider wieder ihren Anteil und Vobian spielte dann zu Blumenberg. Nichts Kompliziertes, aber hätte zum Tor führen können.
Minute, das ist wohl eine Szene, die du meinst. Rechts über Kolb und Birkholz, schönes Zusammenspiel und dann läuft Kolb in den Strafraum. Schießt aus spitzen Winkel aufs Tor. Legt sie den zurück steht dort Vobian frei zum Schuss.
Generell hatten wir auch 15 Flanken, davon sind aber nur 7% angekommen. Da hat Union gut gestanden, die Bälle waren auch einfach nicht immer gut oder zielgenau. Die zweite Hälfte habe nich nicht nochmal laufen lassen. Da bleibt mir einzig in Erinnerung, dass Birkholz einmal zu zügig abgeschlossen hat, wo man noch mehr raus hätte machen können. Einmal kam Egli über rechts und spielt den Ball auch wieder zu dicht ans Tor, wo Bösl dann kein Problem mit hat. Ich glaube, da hätte man Fölmli anders anspielen können.
Hier ist es halt kurios, dass es während des Spiels und auch danach keine gute Wiederholung gab. Sonst hat man auch immer Bilder. Man kann sicherlich da argumentieren, passiert immer bei Handspielen. Aber die Freiburgerin befindet sich mit der Berlinerin im Zweikampf. Arm an Arm, wird gehalten, abgewehrt, Arm gegen Arm gespielt und dann passiert ist? Ich hab mehrmals gestoppt und kann es nicht auflösen. Von daher würde ich mir natürlich mehr Bilder und gern auch VAR wünschen oder eine Schiedsrichterin, die es dann noch mal sehen kann. Resultiert die Bewegung des Arms dann aus den von mir oben angeführten Gründen, würde ich für mich und gegen mich kein Elfemter wollen. Aber ja, ich kenne die Hand-Arm-Diskussionnen.
Und die ausgeliehene Ella Touon macht das Tor für Essen gegen Wolfsburg Irrespectively, das freut mich total für sie! Einfach schön, sie mal spielen zu sehen.
Ich habe festgestellt, dass ich mich derzeit etwas umgewöhnen muss, weil wir nicht mehr wie sonst nach Spieltag 18 auf der Zielgeraden der Saison sind, sondern noch ganze acht Spieltage vor uns liegen.
Zdebels 2:0 für Leverkusen, für solche Schüsse wurde die Formulierung „satt getroffen“ erfunden.
Als „Stand jetzt“ und mit Blick auf die Restsaison find ich grad interessant:
Wenn man mal davon ausgeht, dass „Die unteren Vier“ in der Tabelle vermutlich den (Nicht-)Abstieg unter sich ausmachen werden, ist es so, dass von denen Nürnberg und Jena noch gegen alle 3 direkten Konkurrentinnen spielen, der HSV und Essen hingegen nur noch gegen zwei.
Union ist einen Tabellenplatz über Nürnberg und von denen auch 3 Punkte weg, spielt aber nur noch 1 Spiel gegen diese 4 Vereine unter ihnen in der Tabelle (24. Spieltag gegen den HSV).
so sieht es also aus, wenn beim HSV mal alles “flutscht” und nicht (gefühlt) jeder Münzwurf gegen sie kippt. Natürlich sehr glücklicher Freistoß zum 1:0, wobei Hoffenheim kurz darauf einen ebenso quatschigen Freistoß an der Strafraumkante gegen Böhler bekommt. In der Anfangsphase 2-3x beim Rumgestocher im eigenen Strafraum den Papst in der Tasche gehabt. In den vergangenen Spielen hat man aus solchen Situationen stets das frühe 0:1 gefangen, ohne das der Gegner sich überhaupt eine richtige Chance herausgespielt hätte. Aber nach 30 Minuten war Hoffenheim eigentlich schon der Stecker gezogen.
Der Off-Day von Cerci spricht für die griffige Leistung von Bartz+Machtens auf der Doppelsechs.
Das Ausströmen bei Kontern hat insbesondere von Brunnthaler+Hillebrand schon immer ganz ordentlich funktioniert. Zu häufig hat man es durch eine schlechte oder langsame Entscheidungsfindung nicht geschafft, die Beiden in zwingende Abschlusspositionen zu bringen. Linberg auf der 10 ist da ein riesiges Upgrade gegenüber Büchele/Mikolajova, da sie schnörkellos die bestmögliche Entscheidung trifft. Exemplarisch beim 0:3, wie sie den Ball am eigenen Strafraum aufsammelt, die direkte Gegenspielerin aussteigen lässt und dann sofort den Schnittstellenpass auf die durchstartende Brunnthaler spielt. Da Hoffenheim keine Lösungen gegen diese Konter gefunden hat, konnten sie nie das Risiko erhöhen, ohne weitere Schläge fürchten zu müssen.
Hillebrand hat sich ihre Fehlschüsse offenbar alle für das eine Spiel aufgespart, wo es am Ende egal war. Sie hatte ausreichend Chancen, um das Spiel im Alleingang auf 0:7 zu stellen.
Und nach dem Spiel bin ich jetzt auch da angekommen, wo @atouba schon zu Saisonbeginn war: L. Wrede4Wück. Was für eine Spielerin. Da Wück immer mit zwei 8ern spielt, wäre es geradezu unvernünftig, eine Spielerin mit ihren box2box Qualitäten nicht bald an die N11 heranzuführen. Durch Alaras Verletzung gibt es hinter Nüsken und Senß nicht mehr viele Spielerinnen, die klar vor L. Wrede stehen sollten.
Moment des Spiels: J. Wrede (nach ihrem Kreuzbandriss-Comeback letzte Woche nun direkt der erste Startelfeinsatz) mit ihrem Pass übers halbe Feld auf Hillebrand zur Großchance zum frühen 0:2. Müsste einen Packingwert von 8 oder 9 haben.
Natürlich gehört auch eine fragwürdige Hoffenheimer Leistung zu einem 0:4 gegen den HSV, aber das war schon wirklich toll zu sehen. Endlich konnte man die guten Phasen, die man in vielen Spielen für bis zu 45 Minuten hatte, auf die volle Zeit ausweiten und noch ein oben draufpacken. Strukturiertes Spiel mit klar erkennbaren Mustern in allen Phasen, starke individuelle Leistungen, powered by der Nachwuchsabteilung + gut aufspielenden Transfers. Fußball kann manchmal so schön sein.
Auch die höhe des Sieges ist wichtig, denn dadurch hat der HSV jetzt die beste Tordifferenz im Keller. Es muss sich sogar geärgert werden, dass nicht noch mindestens zwei Tore mehr geschossen wurden, was im Rahmen des Möglichen war.
MVP: Hat sich schon in den Spielen vorher angedeutet, aber Linberg hat mit einem tollen Selbstbewusstsein und Spielfreude gespielt. Könnte ein echter Treffer gewesen sein im Winter.
Unsung Heroine: Hab über Brunnthaler nachgedacht, die so gut wie lange nicht mehr war. Oder Lotta Wrede, die ihre Rolle etwas anderes interpretiert hat als sonst und häufig von links eingerückt ist, teilweise sogar auf rechts überladen hat. Entscheiden tue ich mich aber für Pauline Bartz, die Ballsicherheit in das zentrale Mittelfeld gebracht hat, die so vorher nicht da war.
Moment des Spiels: Ähnlich wie letzte Woche, aber das Comeback und die Leistung von Jonna Wrede. Gerade am Ball wirklich sicher und dynamisch, mit ein paar klugen Pässen ins Zentrum. Außerdem sind die zwei 17-jährigen Wredes auf links einfach ne coole Geschichte.
Schlechtestes Hoffenheimer Spiel seit einer Ewigkeit. Aber man hatte schon gegen Nürnberg den Eindruck, dass sie sich bei wichtigen Zweikämpfen selbst über den Haufen rennen oder zumindest irgendwie im Weg stehen. Kaut und Harsch kamen sich zB immer wieder in die Quere. Wer wann im defensiven Mittelfeld weisungsgemäß unterwegs sein sollte oder sich gerade nur zufällig dort aufhielt, habe ich nicht verstanden. Wenn die Formationen mit/gegen den Ball so arg unterschiedlich sind, dann kann viel schiefgehen.
Die Schiedsrichterinnen-Leistung, vor allem auch das Zusammenwirken mit dem Linienrichter, fand ich sehr rätselhaft. Im Ergebnis ist durch die vielen kuriosen Entscheidungen zwar kein Team benachteiligt worden. Mit dem Anspruch einer höchsten Spielklasse und fortschreitender Professionalisierung haben diese Leistungen aber nichts zu tun. Schiedsrichterinnen sollten gefördert werden, wo es nur geht. Es gibt aber nach wie vor keinen guten Grund dafür, dass Fabienne Michel oder Karoline Wacker sehr oft in mehr oder weniger “unterklassigen” Spielen der Männer eingesetzt werden, während in der FBL Spiele von Personen geleitet werden, die man auf Amateurvereine der Männer nicht loslassen würde.
Da ich das Spiel HOF-HSV nicht sehen konnte, freue ich mich bereits auf diese Spielbesprechung. Vielleicht könnt Ihr jemandem wie mir erklären, was da bei Hoffenheim los war.
Ach so: Fair-Play-Award an den Stadionsprecher von Hoffenheim. Die Ansage nach Spielende war großes Tennis.
Eigentlich sollte heute um 18 Uhr Werder gegen den FC Bayern spielen. Allerdings ist der Platz unbespielbar, sodass die Partie abgesagt wurde. Das entschied die Platzkommission, nachdem sie die Bedingungen auf Platz 11 geprüft hatte.
Ähnlich sieht es im angrenzenden Weserstadion aus, dass als alternative Spielstätte geprüft wurde
immerhin wurde offenbar die naheliegenden Alternative geprüft statt zu sagen “100 Meter weiter wäre ein geeigneter Spielort aber da dürfen leider nur Männer spielen”