#19 - Euer Input für Schlusskonferenz 210


#1

Schwerpunkt wird Werder Bremen sein, Aufzeichnung Montag Vormittag. Freue mich sehr über Input!


#2

Ich versuche mich mal an einer Einschätzung zum Freitagabendspiel. Viele (unglückliche) Aktionen, die aber gesundheitlich recht gefährlich waren. Rekik hat Glück, dass er kein rot sieht und sein Gegenspieler hat Glück, dass das Bein nicht durch ist. Erinnert mich an die Hinrunde an das Foul von Herrmann an Grujic, da muss in meinen Augen der VAR den Schiedsrichter überstimmen.
Die Kopfverletzung von Stambouli hast du ja schon getwittert, das geht auch gar nicht…

Zum Spiel:
-Als Herthaner bin ich mit dem Punkt am Ende zufrieden, es hätte mehr sein können, aber auch weniger. Das 1:1 mit der Vorlage von Duda muss ich mir als Daumenkino ausdrucken und übers Bett hängen.
-Es bleibt dabei, mit Grujic verlieren wir nicht. Selbst, wenn das nicht sein stärkstes Spiel war, sieht man doch wie immens wichtig er ist.
-Selke ackert unglaublich viel und hat eine tolle Vorlage zum 2:2 gegeben, dennoch ist bei ihm momentan so ein bisschen der Wurm drin. Anstatt quer zu legen sucht er dann doch vor dem Tor den Abschluss und scheitert dabei, um unbedingt sein Tor zu machen. Aber er reibt sich vorne unglaublich auf und ist super wichtig für die Mannschaft.
-Maier wie immer mit einer guten Leistung - unspektakulär aber da muss man sich keine Sorgen machen, wenn er spielt.

-Taktisch war interessant, dass es zum ersten Mal unter Dardai (soweit ich mich richtig erinnere) eine Raute im Mittelfeld gab, mit Lustenberger auf der Sechs und Grujic und Maier auf den Halbbpositionen. Während Lazaro da auch weiterhin auf rechts funktioniert, gefällt mir Plattenhardt momentan als Schienenspieler auf links nicht. Defensiv solide, aber nach vorne klappt bei ihm momentan zu wenig. Könnte mir vorstellen, dass wir da bald wieder Mittelstädt für 1, 2 Partien sehen.

-Lusti dabei mit erstaunlich vielen Vertikalpässen nach vorne, normalerweise ist er im Mittelfeld eher der Quer- oder Rückpasser. Hat mir sehr gefallen, so kann er da auch gerne weiter spielen. Den Verein wird er wohl am Saisonende verlassen, er liebäugelt schon länger mit einer Rückkehr in die Schweiz, wo seine Familie auch wieder wohnt. Skjelbreds Vertrag wurde unter der Woche verlängert, das klingt für mich sehr danach, dass Lusti seinen damit nicht verlängert.

-Kalou wird es schwer haben, solange wir im 3-5-2 oder 4-4-2 spielen. Als nach innen ziehender Außenstürmer im 4-2-3-1 ist er immer eine Waffe, momentan wird es für ihn schwer, an Selke und Vedad vorbeizukommen. Meinem Empfinden nach muss Kalou aber von Beginn an spielen, um 70 Minuten untertauchen zu können und 20 Minuten (aufs Spiel verteilt) für Gefahr zu sorgen. Für die letzten 15 Minuten ist er eher keiner - da hat Köpke zuletzt für mehr Gefahr gesorgt, als er reinkam. Aber Leckie kommt ja auch demnächst zurück, nachdem Australien im Asiacup ausgeschieden ist.

-Dilrosun sollte nächste Woche wieder im Kader stehen, hoffentlich kann er seine Form vom Saisonbeginn bestätigen. Vielleicht rotiert auch Torunarigha für Rekik rein, der merklich noch nicht bei 100% ist.


#3

BVB vs. Hannover 96:

Breitenreiter hat sicherlich mit einer recht überraschenden Aufstellung aufgewartet: Schwegler auf der Bank war durchaus nachvollziehbar nach seiner bisherigen Saisonleistung; Albornoz auf rechts in der 3er bzw. 5er Kette. Tatsächlich funktionierte das ganze dann 45-60 Minuten ganz gut: Die Passquote mit 76% in der ersten HZ ist nicht nur durch Pässe zwischen den Innenverteidigern und Torwart entstanden, sondern im Gegensatz zum Bremenspiel funktionierte der Ballvortrag nach vorne auch über mehr als drei Stationen. Aber in den entscheidenden Momenten fehlte die individuelle Klasse bzw. die Präzision: Müller legt sich beim Konter den Ball ungenau vor, etc.
Man hatte bis zur 60en Minuten den Eindruck, dass Breitenreiter es geschafft hat aus der verfügbaren Mannschaft alles rauszuholen, weil die Einsatzbereitschaft und das frühe Anlaufen etc. in der ersten Halbzeit gut aussahen.
Gewundert hat mich aber in der ersten Halbzeit, dass Albornoz fast nur auf recht stand: Das beraubt ihn seiner besten Eigenschaft: Auch mal gute Flanken zu spielen. Ostrolek auf links war hin und wieder in guter Position, aber die Flankenversuche waren kläglich. Albornoz hingegen konnte auf rechts mit seinem linken Fuß aber auch nicht direkt hoch reinspielen. Der musste den Sprint die Seitenlinie runter dann abbrechen, um sich den Ball auf links zu legen.
Beim 2:0 von Dortmund schlug diese Maßnahme dann voll ins Kontor und war ja letztlich der Genickbruch: Albornoz hat den Ball unter Kontrolle, aber anstatt mit ihm Richtung Seitenlinie zu laufen, legt er sich ihn auf links und lässt sich vom heranstürmenden Dortmunder den Ball abnehmen. Fehlende Übersicht war da sicherliche ein Problem, aber erneut auch, dass ein Linksfuß hinten rechts spielte. Warum denn nicht Albornoz links und dann auf Rechts Dierßen oder Asano von Anfang an? Das war (nicht nur wegen des zweiten Gegentores) mMn ein Fehler in der Aufstellung. Oder sehen die Rasenfunker das anders? Welchen Vorteil sollte diese Aufstellung denn haben?

Zwei Sachen noch zur Dortmunder Seite:
Je öfter ich das Einsteigen von Delanay gegen gegen Sarenren-Bazee sehe, desto weniger verstehe ich, warum die Aktion folgenlos geblieben ist. Der Ball ist weg und im Strafraut steigt er dem Hannoveraner mit offener Sohle auf den Knöchel / Schienbein. Ich will da keine VAR Diskussion aufmachen, aber die Szene hätte eine andere Bewertung verdient gehabt.
In den letzten Wochen kam Witsel im Rasenfunk ja immer sehr gut weg, aber ich fand ihn jetzt (wo ich ihn mal über 90 Minuten gesehen habe) in diesem Spiel nicht so überragend. Klar er macht am Ende seine Bude, aber gerade in der Phase wo es 1:0 steht hat er hauptsächlich Zweikämpfe mit Ellbogen voran geführt und das Spiel nicht entscheidend gelenkt.

Treppenwitz der Woche: Der von mir in den letzten Wochen so gescholtene Bakalorz macht das Tor für Hannover.

Entdeckung der Saison: Nach seinem feinen Chippass letzte Woche und so wie er Alcacer an der Eckfahne abgeräumt hat, bewirbt Esser sich langsam als bester Hannoveraner Feldspieler.

Das_Daw


#4

Zu Werder vs. Frankfurt: Da ich mit der grün-weißen Brille schaue, beschränke ich mich mal zum Großteil auf Werder:

  • Kruse und Harnik als Vorbereiter und Spielmacher großartig
  • Wieder zu viele Chancen ausgelassen, alleine Kruse mit zwei Riesenchancen zum 2:0 bzw. 3:1, der Heber sieht zwar gut aus, aber ist sicher nicht die beste Entscheidung
  • Maxi Eggestein wieder einer der besten Offensiven, an fast jedem Angriff beteiligt
  • Defensiv Bargfrede fast schon als dritter Innenverteidiger, viele Klärungsaktionen und der beste der drei im Spielaufbau
  • Bei Langkamp wieder die alte Geschichte mit den Kopfverletzungen: stößt mit Haller zusammen, wird behandelt, spielt noch über 10 Minuten weiter, wird dann ausgewechselt. Das muss man doch mal ändern!
  • Schön zu sehen, dass Sargent in der Stürmer-Hackordnung weiterhin vor Pizarro steht, hätte mir gewünscht, dass man dann auch versucht, ihn mit den langen Bällen einzusetzen und nicht die langsamen Kruse und Pizarro.

Fazit: Das sind die Spiele, die zu Saisonende dazu führen werden, dass Werder eben nicht international spielt. Mindestens 75 Minuten überlegen, wenig zugelassen, zwei Punkte verschenkt.


#5

Off Topic

Hat mit der Bundesliga zwar nichts zu tun, fällt aber in die beliebte Rasenfunk-Rubrik: “Geschichten, die nur der Fußball schreibt”

In der Liga MX wurde in der Partie zwischen Tiburones und Puebla dieser Debütant hier “jugdor del partido” und das obwohl er nur 5 Minuten auf dem Feld war, bevor er sich verletzt hat. :wink:

/off topic (Ich musste das einfach hier teilen)


#6

Freiburg

Erneut ansehnlicher Fußball des SC, aber wie so oft ist das kein gutes Zeichen für das Ergebnis. Wie auch schon in Frankfurt eklatante Abschluss-Schwäche (der Schuß von Günter nach dem langen Lauf in der ersten Halbzeit, die vielen direkten Chancen hintereinander in der zweiten). Und natürlich erneut: dumme Fehler in der Abwehr. Beste Spieler: Haberer, Günter, Schwolow. Steinhaus nicht mit dem besten Schiri-Tag, war auch nicht einfach. Joelinton mit der Wunderheilung des Jahres.


#8

Ach mit dem VAR hatte 96 bis jetzt so selten Glück, warum dann auch ausgerechnet in dem Spiel jetzt. Thema des Wochenendes sind doch die Tore die der hauch dünnen Abseits Entscheidungen zum Opfer gefallen sind. Da spricht keiner über eine krasse Fehlentscheidung der Schiris samt VAR, bei einem Spiel das im Vorfeld alle schon so erwartet haben wie es ausgegangen ist.Es läuft ebend alles gegen 96 und seinen Trainer. Es war ein Spiel was aber langezeit die Handschrift des Trainers gezeigt hat und wie Breitreiter mit vernünftigem Personal spielen lassen und gewinnen würde.
Aber mir wird es ja immer mehr zum Rätsel was für ein Anspruchsdenken in und um Hannover eigentlich herrscht?Eta und die Regale in die man zum Spielerkauf greifen kann,sind ebend nur Fahrstuhl Manschaft tauglich. Andere Clubs haben in den letzten zwei drei Jahren ebend mit Konstanz und gutem Wirtschaften Hannover überholt. Aber mir scheint das hier alle in Hannover meinen das 96 zwischen Platz 10 und 5 kurz und langfristig gehört. Da muss man alles tun um 96 vor dem Klassen erhalt zu bewahren wie der Trainer sich so schön falsch nach dem Spiel ausgedrückt hat.


#9

Wenn mein Verein schon Schwerpunkt ist, dann muss ich mich ja auch noch äußern.

Werder hat ein gutes Spiel, ja sogar sehr gutes Spiel gemacht, Torchancen waren wieder reichlich da, man hat mit schnellen präzisen Kombinationsspiel und gefährlichen Vertikalbällen in die Tiefe, die Frankfurter Abwehr nicht nur einmal alt aussehen lassen. Auch defensiv stand Werder mit Ausnahme vom Rebic Tor sehr gut, pressing im richtigen Moment, Dem Gegner wenig raum gelassen und ein starkes Zweikampfverhalten. Alles in allem war es in richtig gutes Spiel von beiden Seiten, wenn man das mit dem Aufeinander treffen von vor einigen Jahren verglicht, wo es für beide Mannschaften um das blanke Überleben ging und Werder in der letzten Minute einen Ball reinstolpert, dann muss man einfach sagen, dass beide Mannschaften eine tolle Entwicklung genommen haben.

Das Motto für die nächsten Wochen wird sein, wann platzt der Knoten? Das ist das was auch unser Coach aus dem Spiel mitgenommen hat. Werder macht sich mit unpräzisen Abschlüssen gerade in den ersten beiden Spielen der Rückrunde das Leben einfach selber schwer. Davy Klaasen meinte jedoch treffend auf der PK unter der Woche sinngemäß, richtig Sorgen sollten wir uns erst machen wenn wir keine Chancen mehr heraus spielen.

Der europäische Wettbewerb, der weiterhin als ausgegebenes Ziel über Bremen schwirrt ist zwar 5 Plätze aber nur 2 Punkte weg, mit Augsburg und Nürnberg sind die beiden nächsten Aufgaben, ohne respektlos klingen zu wollen, mit dem Anspruch Pflicht 6 Punkte, dann ist man ganz schnell da oben mit drin.

An dieser Stelle muss ich dann aber auch wieder das leidige Thema Schiedsrichter Entscheidungen raus kramen.

Für mich war es einer der schlechtesten Spieltage, wenn es um die Schiri-Leistung geht, an den ich mich erinnern kann. Gesehen habe ich das Spiel am Freitag, die Konferenz und das Werder Spiel und eigentlich gab es in jedem Spiel größere Mängel zu beanstanden. Ich rege mich, zumindest sobald das Speil vorbei ist, eigentlich nicht gerne über die Unparteiischen auf, aber gestern musst ich mich doch hin und wieder mal kneifen, um zu prüfen, ob ich nicht Träume.

Fangen wir am Freitag an,
12. Minute Rekik gegen Schöpf, wenn es für sowas keine rote Karte gibt, bin ich mir nicht sicher wofür es eine geben soll, kommt klar zu spät, offene Sohle, keine Chance auf den Ball, Gegenspieler fällt 8 Wochen aus. Ob der VA eingreifen sollte, lässt sich streiten, schließlich hat der Schiri die Aktion gesehen und bewertet, aber eben falsch und das für mich ganz klar.

Dortmund-96, 34. Minute, glasklarer Elfer, da gibt es nichts zu zu sagen, keine Ahnung ob Köln da geschlafen hat.

Gladbach-Augsburg 78. Minute, Stindel steht im Abseits und greift aktiv in die Szene ein, muss meiner Einschätzungen nach abgepfiffen werden. Die Verbalen Ausschreitung von Baum nach dem Spiel, sind zwar verständlich, müssen aber nicht sein.

Bremen-Eintracht, jetzt bringen wir es wieder full circle zum eigentlich Thema des posts.

Wir haben mindestens vier strittige Szenen gehabt.

10.Minute, Handspiel Hasebe, der Arm ist klar angelegt, die Bewegung geht aber Richtung Ball, lässt sich drüber streiten.

34.Minute, Handspiel Jovic. Jovic verarbeitet den Ball klar mit dem Oberarm, im folgenden Angriff fällt das Tor, der VA greift nicht ein, Tor zählt.

35.Minute, Abseits Haller, muss man nicht pfeifen, kann man aber mit Sicherheit machen, den hätte Pavlas nie gehalten, aber Haller hat das Sichtfeld blockiert.

68.Minute, Handelfmeter. Für mich ist das einer.

90.Minute, Handelfmeter? Ich würde den nicht geben, aber mein größeres Problem ist, dass die Vergleichbarkeit fehlt. Gegen den SCF haben wir bei der quasi gleichen Situation einen gegen uns bekommen, wann ist Absicht wichtig, wann nicht?

Es waren viele strittige Szenen dabei, aber auch glasklare Fehlentscheidungen die nicht korrigiert wurden und das ärgert mich einfach. Man muss vor einem Spiel, als Spieler wissen, dass man das Gleiche abgepfiffen bekommt, wie auch die Woche zuvor und nächste Woche, das ist im Moment nicht gegeben.


#10

Delaney gegen Sarenren wäre für mich auch ein Elfmeter gewesen. Auch aus BVB-Sicht gibt es da von mir Zustimmung. Finde es aber nicht gut, wenn wir jetzt anfangen, Standbilder/Screenshots als Beweis anzufügen.

96s Aufstellung würde ich echt als mutig einstufen. Es ging lange gut. Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, hätten sie von Anfang an wie ind en letzten 20 Minuten gespielt. Als ihnen dann die drei Tore um die Ohren geflogen kamen, waren sie schon derbe offen in der Hintermannschaft. Das sollte so nicht passieren.

Ist ein bisschen lame, aber zum BVB gibt es fast nichts zu sagen. Tolle Leistung. Wenn man mal auf einen Punkt eingehen möchte, dann würde ich Guerreiro herausheben. Mit ihm auf dem Flügel hat Dortmund einen extrem spielstarken Flügelspieler", der nochmal eine komplett andere Note ins Spiel bringt. Im Gegensatz zu Sancho und Pulisic sowie zu Bruun Larsen kann Guerreiro auch spielgestalterische Aufgaben aus dem Weg vom Flügel ins Zentrum ausüben, was sich wiederum positiv auf Reus auswirkt, auf dem dann nicht alle Kreativmomente lasten.

Das Highlight waren nicht die Tore selbst, sondern der weite Ball von Piszczu auf Guerreiro, der ihn Volley aufs Tor bringt und Esser klasse wegfischt. Falls es jemand herausfinden kann: Mich würde der Speed von Hakimi interessieren, als er kurz vorm 3-0 Sancho hinterläuft, jener dann aber auf Götze rauslegt: Eine symptomatische Szene, die den BVB gut einordnet. Da düst ein Spieler im Volltempo über den halben Platz, um anspielbereit zu sein und vielleicht sogar in Abschlussposition zu kommen, wird dann aber “ignoriert” und freut sich trotzdem wahnsinnig für seinen Kollegen, der gerade getroffen hat. Und das nicht beim wichtigen 1-0 sondern beim 3-0, als man den Gegner gerade an die Wand spielt. Da funktioniert es gerade in der Mannschaft. Guter Spirit.


#11

Brennt in Augsburg der Baum?

Bild.de:

Blockquote Nach zehn sieglosen Spielen in Folge redet Abwehr-Ass Martin Hinteregger (26) nun Klartext – und schießt gegen den eigenen Trainer.
Auf die Frage, ob FCA-Coach Manuel Baum (39) die Mannschaft noch erreiche, sagte der Österreicher nach der Gladbach-Pleite: „Unsere Abwärtsspirale geht jetzt schon ein Jahr, die Kurve ist seit 2018 nach unten gegangen. Da ist keine Entwicklung. Ich kann nichts Positives über ihn (Baum) sagen und werde auch nichts Negatives sagen.“

Eventuell demnächst die dritte oder vierte Trainerentlassung (je nach Laune von Hannover) der Saison demnächst?


#12

Soo, dann beteilige ich mich hier auch erstmals im Forum! :slight_smile:

SCF - TSG

Freiburg war wie so oft (insbesondere gegen Hoffenheim) taktisch flexibel aufgestellt und durch das Verschieben von Koch immer wieder in der Lage von 5er auf 4er Kette umzustellen. Während der SC Mitte der ersten Halbzeit dann Koch auch vom “Libero” in der 3er Kette eine Position noch vorne geschoben und den Großteil des Spiels in dieser Formation verbrachte, nahm Nagelsmann entgegen dessen was man von ihm kennt in dieser Partie kaum nennenswerte Umstellungen vor. (man korrigiere mich, falls ich mich irre!)

Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass der SC bis zur 19. Minute einen guten Zugriff auf bis dahin größtenteils passive Hoffenheimer hatte, auch wenn dabei kaum klare Abschlussaktionen zustande kamen. Das 0:1 warf dann wie so oft eine engagierte Leistung und eine bis dahin ganz ordentliche Organisation über den Haufen. Danach für ca 20 Minuten Hoffenheim am Drücker, ehe der SC endlich seine Standardstärke wiederentdeckte und zum 1:1 traf.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ähnelt dessen, was man zur Zeit meistens vom SC geboten bekommt: Ein ausgeglichenes Spiel, welches man durch ein unglaublich ungeschicktes wie unnötiges Foul von Stenzel erneut aus der Hand gab. Hoffenheim traf dann 12 Minuten später mit einem super heraus gespielten Konter zum 1:3. Die Phase danach hat man vom SC auch schon häufiger gesehen: in Rückstand liegend bot man ein recht gefälliges Offensivspiel, ohne sich dabei jedoch die ganz klaren Chancen zu erarbeiten. Nur in der Phase nach dem 2:3 (erneut super scharf getretene Ecke von Günter) gab es ein paar “echte” Abschlüsse auf das Tor von Baumann. Demirbays Fackel beendete dann die kurze Druckphase des SC, der zu diesem Zeitpunkt mit Petersen, Niederlechner, Ravet und Waldschmidt ins Risiko gegangen war.
Auffällig war erneut, dass im aktuellen System bzw. in Streichs aktueller Spielerwahl einfach die Offensivpower über Außen fehlt. Ohne Günters Läufe wäre über die Seite kaum etwas nach vorne gegangen, was mit Blick auf das Personal auf den Flügeln (Frantz und Gondorf) auch nicht verwundert. Vermeintlich mehr defensive Stabilität gegen den Ball wird meiner Meinung nach zur Zeit zu sehr dem (vermeintlich riskanteren) Offensivspiel vorgezogen. Ohne Waldschmidt fehlte dann vorne auch die Flexibilität sich mal zwischen die Linie oder nach Außen fallen zu lassen, da im Sturm mit Petersen und Höler zwei klassische Mittelstürmer aufgestellt waren, denen es für dieses Spiel insbesondere in puncto Schnelligkeit und Technik zu sehr mangelt.

Fazit: Hoffenheim siegt, wenn auch vielleicht ein Tor zu hoch, nicht zuletzt dank erneut unglaublicher individueller Aussetzer des SC (0:1 und 1:2) nicht unverdient gegen durchaus engagierte Freiburger, denen offensiv ohne Spieler wie Waldschmidt, Grifo und Sallai jedoch einfach entscheidende Qualität hinsichtlich Technik, Dynamik und Tempo abgeht.


#13

Eine Frage zur Breitenreiterentlassung habe ich vielleicht noch an Max und seine Gäste:

Ist die Entlassung denn jetzt als Votum zu werten, dass Kind und Heldt doch noch an den Klassenerhalt glauben? Denn hat man mit Breitenreiter nicht einen Trainer gehen lassen, der für den Wiederaufstieg eigentlich ideal gewesen wäre, da er viel Erfahrung hat und der zudem vertraglich gebunden war? Was ich im Internet so lese war Breitenreiter mitnichten bei den Fans unten durch, da die meisten die Kadersituation realistisch einschätzen. Die meisten hätten es wohl mitgetragen, wenn man gesagt hätte wir gehen notfalls mit ihm auch durch Liga 2 (so wie man das im Dezember ja noch getan hat).
Stattdessen hat man jetzt viel Porzellan zerschlagen und eine teure Vakanz geschaffen und sucht einen Trainerkandidaten, der… ja was eigentlich? Den Klassenerhalt nicht schafft und dann bleibt? Der den Klassenerhalt nicht schafft und dann geht?

Das_Daw


#14

SVW vs SGE
Ich bin da im Großen und Ganzen bei den Einschätzungen von @Giano21 und @Moaz.

Die Leistung des Schirigespanns fand ich jetzt auch nicht so gut. Vom Empfinden her, hat Markus Schmidt eher kontra Werder gepfiffen. Damit meine ich generell die Bewertung von Fouls. Die Karten gingen weitestgehend in Ordnung. Wie Moaz schon geschrieben hat, hätte der VAR aus meiner Sicht vor dem 1:1 eingreifen müssen. Dafür fand ich jetzt den ersten Elfer diskutabel und den zweiten eindeutiger. Daran sieht man halt wieder wie schwierig das Thema Handspiel weiterhin ist und ich bin dann wieder beim Vorschlag von Alex Feuerherd. Mal sehen was Alex in seiner Kolumne schreibt.

Zum Schwerpunkt:

  • Siegen um jeden Preis
    Florian Kohfeldt war letzte Woche zu Gast bei Sky90 dort wurde er auf seine offensiven Wechsel angesprochen und den Eindruck in jedem Fall gewinnen zu wollen. Unter anderem am Beispiel des Leipzig Spiel wurde er gefragt ob es nicht cleverer gewesen wäre nach dem 2:2, etwas besonnener zu spielen.
    Er hat das klar verneint, hervorgehoben dass es Maxime sein MUSS immer zu gewinnen. Ich halte das ja als grundsätzliche Einstellungen für gut und richtig und darin liegt sicher auch ein Grund für die Verbesserung zur letzten Saison, aber auf mich macht er da auch einen etwas sturen Eindruck. Für mich gehört das halt auch zu einem clever agierenden Team dazu, in bestimmten Spielen, dann eben ein Unentschieden zu halten und nicht auf den Sieg zu drängen. Vielleicht liegt es auch an der mangelnden Konterstärke -fähigkeit. Das hat man gestern im Spiel gegen die Eintracht auch gesehen, da könnte Werder gegen Ende des Spiels (glaube ich) einen super Konter fahren und dann kommt man aber nicht nach vorne.
    Da würde mich eure Meinung im Rasenfunk doch mal interessieren.

  • Chancenverwertung
    Das ist echt das Bremer-Übel diese Saison und das wird sich wahrscheinlich auch noch bitter rächen. Was wir da liegen lassen vor dem Tor :roll_eyes: Vor allem bei Kruse hat mich das jetzt im Spiel gegen Hannover und Frankfurt sehr verwundert. In beiden Spielen eine sehr ähnliche Situation: Kruse quasi frei im/am 16er, könnte mit Power abschließen und heraus kommt quasi ein lockeres Zuspiel in die Arme des gegnerischen Torwarts. Das kann er ja nun definitv besser. Aber das Problem hatten wir in der Hinrunde ja schon, und meiner Meinung nach kann man sowas doch trainieren. Also woran liegt es? Was glaubt ihr? Auf der anderen Seite gehört Werder zu 5 Mannschaften in Europa die bisher in jedem Spiel ein Tor geschossen haben. Ich weiß auch nicht… :man_shrugging:

  • Standards
    Unsere Standards sind irgendwie auch eher schlecht. Ich hab leider am WE nicht die Zeit gehabt um das mehr zu prüfen, aber gefühlt gehört Werder bei der Qualität der Standards eher in die untere Tabellenregion. Vielleicht habt ihr ja Statistiken bereit die das belegen oder widerlegen. Bei einem Beleg würde mich interessieren ob es nicht wichtig wäre, wieder jemanden im Stab zu haben, wie z.B. Florian Bruns, der dafür ein Experte ist.


Soweit ich das aus der Ferne beurteilen kann, hat Baum in Augsburg einen sehr guten Stand. Auch oder trotz der jetztigen Situation. Ich fände es gar nicht so schlecht wenn in so einem Fall auch mal Spieler die sind, die die Konsequenzen tragen. Denn so eine Äußerung direkt nach dem Spiel geht gar nicht. Vor allem weil er im weiteren Verlauf, laut kicker.de sagt:

“Gefühlt hatten wir keine 20 Prozent Ballbesitz. So macht Fußball keinen Spaß, wenn du immer nur dem Ball nachläufst und nur darum bettelst.” Auf die Frage, ob das der Plan gewesen sei, antwortete Hinteregger: “Ich weiß selber nicht so genau, was heute unsere Taktik war.” Das dürfte aber ein Versäumnis des Spielers und nicht des Trainers sein.


#15

So… Kommen wir mal zu Bayern - Stuttgart.

Ich meinte nach dem 1:0 zum Spezl im Block, unter Pep hätte man nun nachgelegt und es wäre durch gewesen.
Heuer spielte man aber mal wieder auf einmal fahrig, Pässe kamen nicht an und auch wenn der Ausgleich ansich glücklich war, so hatte Bayern ihn doch durch die Art und Weise wie man spielte möglich gemacht.

Lewandowski hing mir dabei zu sehr in der Luft, wenn er dann doch an den Ball kam, wählte er oft die falsche Entscheidung.

Das 2:1 war dann ja etwas Kategorie Slapstick. Ansich kann der VfB den Ball klären, tut es aber nicht, bis dann der eingewechselte Gnabry einfach mal schießt. Dass man dann doch nochmal einen Pfostenschuss gegen sich bekommt, spricht durchaus gegen Bayern.

Denn: wenn es echt mal schnell ging , zeigte man schon, dass der VfB, insbesondere in der aktuellen Form, zu knacken ist.
Exemplarisch eine Szene kurz vor Ende, als man sich mit 2 schnellen Pässen über rechts freispielte, nur um dann erneut den letzten Pass nicht an den Mann zu bekommen.

Insgesamt war der VfB zu schwach, um Bayern ernsthaft in Gefahr zu bringen. Und trotzdem bleibt der Beigeschmack: so reicht das nicht zur Meisterschaft.

Noch zu Zieler, da dieser zuletzt (im Royal?) erwähnt wurde: ja. Ich sehe es inzwischen genauso: man hatte nicht das Gefühl, dass er dem Team Sicherheit gibt. Das 3:1 geht dann natürlich auch noch klar auf ihn.


#16

Zu FCB-VfB

Prinzipiell ja eine nette Idee von Weinzierl, wie beim letzten Spiel in München Gomez draußen zu lassen. :wink:

Wird halt nur schwierig, die Bayern auszukontern, wenn du nach 5 Minuten 1:0 hinten liegst. Das 1:1 war der eine Geistesblitz, den die Mannschaft manchmal hat (siehe Didavis Pass auf Donis gegen Bremen). Man hat danach richtig gemerkt, wie die Mannschaft durch das Tor an Selbstvertrauen zulegt.

In der zweiten Halbzeit wurde dann aber auch deutlich, dass der VfB nicht mehr hinterher kommt, wenn die Bayern mal richtig anziehen. Dann geht nach vorne nicht mehr viel und hinten kriegst Du, wie Alex es schon richtig beschreibt, so ein Slapstick-Ding zum 2:1.

Der Kritik an Zieler kann ich mich immer noch nicht anschließen, zumindest nicht in der Schärfe. Klar, das 3:1 geht auf ihn, aber die mangelnde defensive Sicherheit hat mMn nach nichts mit ihm zu tun. Normalerweise kann man sich auf ihn verlassen, der hat uns diese Saison schon einige der wenigen Punkte, die wir haben, gerettet. Er ist sicherlich keiner der Top 3 oder 5 Torhüter der Liga. Aber auf keinen Fall ein Schwachpunkt im Team.

Das Beste an diesem Spieltag sind eigentlich die Ergebnisse der anderen. Das gilt nicht nur für den VfB, sondern auch für Hannover, Nürnberg, Augsburg und Düsseldorf.

Für den VfB geht es jetzt darum, die guten Aspekte der 1. Halbzeit mit ins Heimspiel gegen Freiburg und das Spiel in Düsseldorf zu nehmen. Ich fürchte nur, dass, wie so häufig in der Vergangenheit, gegen diese Gegner dann wieder die letzte Motivation fehlt, weil es eben nicht die Bayern sind, gegen deren Übermacht man anrennt.

Insgesamt bin ich immer noch sehr pessimistisch, dass der VfB vom Relegationsplatz noch runter kommt. 2,2 Gegentore pro Spiel, immer noch 21 Punkte Rückstand auf die Mindestmarke von 35 Punkten und nur noch 15 Spiele übrig.


#17

Ergänzung: Interessant für ein im Rasenfunk häufig diskutiertes Thema vielleicht auch, dass Baumgartl erneut wegen Schwindelanfällen nach einem Zweikampf im Training (wenn ich es richtig mitbekommen habe) ausfällt. Er hat ja Anfang 2018 bereits einige Spiele wegen einer Gehirnerschütterung im Sommer 2017 verpasst…


#18

Dann werde ich mal meine Schalker Perspektive zu BSCS04 beitragen:

  • Stamboulis Verletzung hat Tedesco in Berlin jegliche Chance genommen in sein Standard 5-3-2 zurückzufallen. Einerseits wird es jetzt spannend, was Schalke mit Viererkette so auf die Beine stellen wird, - wobei bis Donnerstag ja eigentlich noch ein IV kommen soll und der Trainer ja auch sonst durchaus für Umschulungen bekannt ist - andererseits geht mit Stambouli ja nicht nur eine Defensivkraft verloren, sondern auch effektiv der Kapitän. Also zumindest solange Nübel seine Leistungen weiter bestätigt. Oder wird Tedesco durch Stamboulis Ausfall in dieser Personalie zur Umkehr gezwungen?
  • Dass Schöpf und Stambouli noch minutenlang weiterspielen, darf eigentlich auch nicht passieren. Aber als Trainer muss man sich in solchen Situationen auf die Schnelldiagnosen der Physios und das adrenalinverzerrte Befinden der Spieler verlassen. Und solange kein Concussion Protocol etabliert ist, wird Vorsicht bzw. moralisch richtiges Verhalten mit (temporärer) Unterzahl bestraft.
    Damit auch auf Max’ getwitterte Frage - “What could possibly go wrong?” - für diese Konstellation die simple Antwort: eine doppelte Unterzahl. Denn der Einwechselspieler für Schöpf schien noch nicht bereit zu sein, als mit Stambouli der zweiter Schalker aus Vorsicht hätte rausgenommen werden sollen.
  • In der Schalker Doppelsechs spielt Rudy erstmals augenscheinlich gut. Für eine detailierte Analyse verweise ich hier gern auf @Karstenzio |s Halbfeldflanke: Link.
  • Dardai hat mMn einiges Potential darin liegen lassen, dass er nur einmal (in der Mitte der ersten Halbzeit und somit vor Schalkes Wechseln) auf Mittelfeldraute umgestellt hat und dann bis zum Schluss daran festhielt. Tedesco hätte kaum reagieren können. Stattdessen kommen Darida und Mittelstädt zur Ergebnisabsicherung.
  • Skrzybskis Konter in der 70. hat mich zur Verzweiflung getrieben. Er nimmt 3 (drei!) Ballkontakte zu spät den Kopf hoch um den vollkommen frei sprintenden Serdar schicken zu können. Stattdessen spielt er den Ball glücklich an den Beinen des Berliner Verteidigers vorbei, aber halb in den Rücken Serdars und nimmt ihm so jegliches Tempo.
    Eine Szene exemplarisch für unser immer noch grassierendes Stürmerproblem. Skrzybski selbst fällt jetzt auch noch aus. Die angekündigten Neuverpflichtungen lassen auf sich warten. Neben Uth bleiben momentan nur die talentierten aber unerfahrenen und unbeständigen Kutucu und Wright. Und das gegen Gladbach und Bayern.

Und noch eine Beobachtung zum Schluss: Heidel muss ja im Moment ein krasses Déjà-vu zum Januar 2017 haben!
Zu einem vermasselten Saisonstart mit 5 Niederlagen kommt hinzu, dass zum Ende der Hinrunde sämtliche Stürmer verletzungsbedingt ausfallen. Man rettet trotzdem alle drei Wettbewerbe halbwegs in die Winterpause. Das Ziel - das Erreichen eines internationalen Geschäftes - ist damit noch über drei Wege möglich. (Man kann sich aber eben auch nicht nur auf einen Wettbewerb konzentrieren.)
Und jetzt kommt der Clou: in der Winterpause werden gesucht ein Innenverteidiger (Leihe von Badstuber), ein Stürmer (Burgstaller) und ein offensiver Flügelspieler (Caligiuri).


#19

Danke für euren Input! Viele interessante Dinge wieder dabei.