21. Spieltag: Eure Fragen für die Schlusskonferenz

Ich wurde gestern auf Twitter auf meine Bemerkung bzgl „Blut und Boden“-Rhetorik von Torsten Frings in dieser Rasenfunk-Episode angesprochen. @da_rossbach empfand es als Entgleisung und Unterstellung von rassistischer NS-Ideologie bei Torsten Frings.

Ich kann nachvollziehen, warum er so denkt und hatte auch bei der Aufnahme Sekunden später das Gefühl, dass es nicht der passende Ausdruck sei, für das, was ich Frings eigentlich unterstellen wollte. Gleichzeitig empfand ich es nicht als Entgleisung, da ich nicht ein Jota daran dachte, Frings Nazi-Nähe oder Faschismus zu unterstellen.

Kurz gesagt: wenn ich die Ausdruck in der gesprochenen Aufnahme zurücknehmen könnte, würde ich ihn zurücknehmen.

Der Punkt den ich zu Frings eigentlich ausdrücken wollte, ist eine Wagenburg-Mentalität, die versucht nach Innen eine Einheit zu bilden, in dem sie ganz bewusst nach Außen abgrenzt und sich dabei nicht scheut, auch eigene Leute wie Florian Jungwirth vor dem Zug zu schmeißen und minutenlang auf einer PK und vor laufenden Kameras in den Senkel zu stellen. Das Ziel ist die Außenwirkung (insbesondere nach einem 1:6 zuhause gegen Köln), die nach Innen in den Kern der Mannschaft reinstrahlen soll. Und dabei wurde ein eigener Spieler geopfert.

Als Außenstehende kennen wir keine Details der Vorfälle zwischen Darmstadt, Jungwirth und Frings. Aber ein Trainer kann das in der Öffentlichkeit auch anders moderieren, als es Frings tat. Und diese boulevardeske Holzhammer-Rhetorik zieht sich bei Frings durch die bisherige Saison durch. Aber vielleicht überrascht er mich noch – so wie es Pal Dardai vor einigen Wochen mit einer differenzierten Spielanalyse tat.

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Als Werderfan bin ich ja immer wieder schwer enttäuscht, dass mein Club quasi nur wenige Sekunden lang die Aufmerksamkeit im Rasenfunk bekommt. Gerade jetzt wo Werder eine grandiose Aufholjagd auf die Europacupplätze begonnen hat!
Im Ernst, beim Spiel Mainz - Werder hat Bremen zum ersten mal in diesem Jahr wieder mit Viererkette gespielt und prompt zu Null gewonnen. Ich finde das hätte mal etwas Aufmerksamkeit verdient. Denn offenbar ist bei Werder das Projekt Dreierkette, dass nach der Winterpause angegangen worden ist, wenigstens in Main aufgegeben worden. Und auch zur Torwartsituation oder den neuen Messias Thomas Delaney hätte man mehr sagen können.
Gerade wenn man in Hamburg ist bietet es sich doch an, mal mehr über Werder zu reden. Vielleicht guckt ihr in der nächsten Schlusskonferenz da mal drauf - würde mich freuen :slight_smile: