Ich habe mal wieder alleine über den Spieltag (ohne das Montagsspiel) gesprochen. Wie hat euch die Sendung gefallen?
Schon mal vielen Dank, dass du dir den Aufwand gemacht hast!
Ich starte erst mit dem Hören. Der Burner aber schon zu Beginn, als Max sagt: „Heute wird es nicht so lange.“ Restlaufzeit: 1 Stunde 59 Minuten.
Vielen Dank für Deinen Einsatz, ich brauchte unbedingt ein Update.
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Zur Frage nach dem 2. Stadionspiel vom SV Werder Bremen. Dazu gab es eine PM:
„„Wenn es ein Highlightspiel sein soll, dann muss auch ein echtes Erlebnis drinstecken, das sowohl die Spielerinnen als auch die Fans in Erinnerung behalten. Das ist uns mit der Partie gegen den HSV gelungen“, ergänzt Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball. „Der Spielplan bis zum Saisonende, bei dem wir sowohl die Männer- als auch die Frauenmannschaft berücksichtigen müssen, eröffnet uns keine Möglichkeit, bei der wir den vollen Fokus auf unsere WERDERFRAUEN hätten richten können.“ Die beiden Nachholspiele gegen den FC Bayern München und den VfL Wolfsburg finden nun abends unter der Woche statt. „Und da wird es für viele Fans, gerade für Familien, schwer, solch ein Spiel zu besuchen.“
https://www.werder.de/news/frauen/2025-2026/pm-weserstadion-030426
@GNetzer ist einfach zu bescheiden. Wieder eine Sendung, die die Rasenfunk-Standards locker erreicht. Dialog zwischen dem Host und seinen Gäst:innen ist natürlich etwas geschmeidiger zu hören. Aber Max beim Denken zuzuhören ist auch hochinteressant.
Ich sage jetzt nicht „Mehr davon“, weil so eine Sendung für Max sicher superstressig ist, aber in Ausnahmefällen ist sie mehr als nur ein guter Ersatz.
Ich finde Dein Pensum ja nach wie vor krass. Keine Ahnung, wie man sich soviel Fußball Woche für Woche anschauen und danach auch noch stundenlang drüber reden kann. Hammer.
Zum Spiel Nürnberg-HSV eine Mini-Korrektur. Es gab wohl eine Agentur, die den Pfostenschuss in der ersten Halbzeit Michela Croatta zugeordnet hat. Die stand aber irgendwo an der Mittellinie. Es war tatsächlich die von Dir gelobte und gleich einem Phönix wiederauferstandene Melina Krüger (vom Haus- und Hofsender NDR beharlich Melanie genannt).
Deine Ansicht zu Franzi Ketts roter Karte teile ich voll und ganz. Ich würde es am liebsten sehen, wenn Festhalten viel härter bestraft wird. Dadurch werden so viele interessante Situationen kaputt gemacht von SpielerInnen, die bereits ausgespielt wurden, dass wir zusehenden Fans um viel Fussball gebracht werden.
Also, statt „aus Versehen in die Haare gegriffen“ zu legitimieren lieber mehr rote Karten für GrapscherInnen, damit das aufhört.
Ich bedanke mich dafür, dass es diese Folge gibt und dies vor allem deshalb, da ich es mag, wie @GNetzer die Spiele analysiert. Und ich will keine Kritik äußern, eher meine Befindlichkeit teilen. Weil ich doch auch enttäuscht darüber bin, dass die Folge zum 23. Spieltag zu einer “Notfolge” wurde und es sich für mich so anfühlt, als wäre der Spieltag der Frauen irgendwie “hinten runter gefallen”. Das schreibe ich ohne die Umstände zu kennen, die dem zu Grunde liegen.
Es ist in meinem Befinden eine Enttäuschung darüber spürbar im Hinblick darauf, was möglich gewesen wäre und ich auch schon in anderen Folgen erlebt habe, mit einem frischen und ausgeruhten @GNetzer und Gästen, die etwas beizutragen haben.
Zum Abschnitt über den SC Freiburg. Aus meiner Sicht ist die gleiche Verteilung der TV-Gelder und Einnahmen aus den Namensrechten an der Bundesliga der Frauen etwas, das ich sehr wertschätze. Auch wenn ich dabei sehe, dass eine bessere Platzierung in der Tabelle sich dann finanziell oft nicht auszahlt. Ich sehe aber daraus folgend nicht nur eine emotionale Bedeutung in der Tabellenposition. Für mich gibt es daran etwas Geistiges über das Emotionale hinaus, als Teil dessen, was man landläufig als Sportsgeist bezeichnet.
Vielen Dank für deine Worte zur roten Karte von Franziska Kett und zur anschließenden Diskussion, besonders für die Erwähnung des Rassismusaspekts.
Da du mich ja halbwegs kennst, solltest du erahnen können, dass der Fußball der Frauen nicht hinten runter fällt.
Der Fußball der Frauen nicht, die Folge zum 23. Spieltag aber hat bei mir dieses Gefühl ausgelöst. Das wollte ich nur teilen, neben der Dankbarkeit darüber, dass es diese Folge gibt.
Ja, ok. Na vielen Dank für den Vertrauensvorschuss.
Danke Max für deine Mühen. Man konnte “trotz” (oder gerade wegen) des Monologs dir gut zuhören und die Folge gut weghören und es gab viele spannende Gedanken zu verschiedenen Teams.
“warum ist es für uns eigentlich okay, dass eine Spielerin die ausgedribbelt wurde, ihre Gegnerin am Trikot festhält?”
Aus Schiri Sicht ist Trikotziehen eins meiner Lieblingsvergehen. Nicht weil “es okay ist”, sondern weil es mit der gelben Karte eine allseits akzeptiere Strafe für diese Unsportlichkeit gibt. Es ist sozusagen ein Joker, den man als ausgedribbelter Spieler exakt ein Mal im Spiel ziehen (pun intended) kann. Der Preis ist, dass man sich im restlichen Spiel benehmen muss. Es kann sich dabei niemand verletzen und es kommt fast nie zu weiteren Feindseligkeiten wie Rudelbildungen. Jeder weiß, dass es dafür gelb gibt und DAS ist dann auch für alle okay.
Die Alternative wäre ja auch nicht, den Gegner laufen zu lassen, sondern zu einem riskanten Tackling im Beinbereich per Grätsche oder Beinschere anzusetzen. Das hätte Kett auch machen können und wäre sehr wahrscheinlich mit gelb davon gekommen. Es hatte aber für beide Spielerinnen eine signifikante Verletzungsgefahr bestanden. Da ist es mir doch deutlich lieber, die Spielerin holt sich die Karte für ein Haltevergehen ab. Aber Kett wird nun draus lernen und nächstes Mal lieber grätschen.
Zu Barcala: wenn der Trainer auf den Platz läuft um zu reklamieren oder den Schiri zur Rede zu stellen, ist das rot, da gibt das Regelwerk keinen Spielraum. Die verschiedenen vergehen rund ums verlassen der Coachingzone sind sehr genau definiert.
Edit: die angesprochene nicht gegebenen rote Karte bei Chelsea-Arsenal hatte mit Rafalski und Brand als VARs übrigens auch deutsche Beteiligung ![]()
Gerne an die SCF-Geschäftsstelle weiterleiten. Die sollen gerne mal reinhören. Denn die Handschrift verwässert wirklich und dieser USP (junge Talente etc.) wird von Saison zu Saison von anderen Teams ein- bzw. überholt. Theresa Merk hat zuletzt gesagt, man möchte in Köln eine der führenden Standorte für Talente und Ausbildung werden. Ohne Talententwicklung wird es für ein Großteil der Vereine auch nicht funktionieren.
Für mich ist einfach wichtig eine Handschrift und Spielstil zu sehen. Dieser muss dich und die Zuschauer mitnehmen. Das mag wie so ein Event-Fan anhören, aber sorry, wenn jedes Wochenende gleich abläuft, die Fehler nicht eingestellt werden und spielerisch größtenteils Flaute ist, wird man halt auch irgendwann den eingefleischten Fan desinteressiert zurücklassen. Das wäre Schade.
Das mag für Spielerinnen und Trainer auch wichtig sein und sollte auch im Fokus sein. Wobei man dann von Judith Steiner im Interview doch letztes Jahr gelesen hatte, der Verein hat nie nach mehr gestrebt, obwohl man auch hätte angreifen können. Das beeinflusst doch dein Sportgeist. Dann ist dir halt egal, ob Platz 7 oder 9.
Für den Verein im Gesamten würde bei anderer Verteilung von Geldern oder auch mehr internationale Plätze schon die Platzierung dann wichtig sein. Ein „Wenn wir nicht abstiegen, schwimmen wir einfach so mit“ ist doch Gift und sorgt eher für Larifari - solange man nicht in aktuter Abstiegsgefahr ist. Ich sehe es doch als Vergleich bei den Männern. Warum steht der SC Freiburg bei den Männern dort wo man aktuell ist. Weil man gut gearbeitet hat, Transfererlöse und Schritt für Schritt in der Tabelle nach oben gearbeitet. Jetzt kann man das natürlich kritisieren, da die Gefahr besteht, dass man bei 2-3 Jahren mit schlechteren Platzierungen wieder raus ist.
Ich verstehe nicht, weshalb das die einzige Alternative ist, die du daraus ziehst. Die Alternative könnte auch sein, dass eine Franzisika Klett dazu lernt und ihre Trikotzieh-Skills perfektioniert. Jetzt lacht man drüber, aber anscheinend ist es ja „das“ legitime Mittel. Dann trainiert es doch auch im Training, wie man am besten zupackt oder wie man gleich den ganzen Körper umfasst und seine Gegenspielerin umreißt.
Im Übrigen, wenn wir nun von Fällen sprechen. Es kann auch die Wahrscheinlichkeit geben, dass ich am Trikot ziehen und die Spielerin fällt und sich unglücklich verletzt. Wie wahrscheinlich ist es? Keine Ahnung. Wir werfen alle Szenarien in den Raum.
Dafür würde ich den Begriff Ambitionen als besser passend empfinden.
Und wenn dann sportliche Ambitionen davon abhängig gemacht werden, dass es sich finanziell lohnt, dann ist meiner Ansicht nach ein wesentlicher Teil des Sportsgeistes verloren gegangen.
Dann wären wir bei einem System angelangt, bei dem die Schere in der Liga noch mehr auseinander gehen würde.
Im Grunde ist es doch heute schon so, dass die TV-Gelder-Tabelle der Männer-Bundesliga die Möglichkeiten der Vereine im Frauenfußball bestimmen, z. B. wenn man nach England blickt und auch national.
Bis zur Jahrtausendwende gab es bei den Männern eine Aufteilung der TV-Gelder mit gleichem Anteil für alle. Die Einführung eines Schlüssels nach Tabellenplatz hat dann dazu geführt, dass eine Schere immer weiter aufging und weiterhin aufgeht. Und sich im Weiteren indirekt auf die Frauen-Bundesliga auswirkt.
Vielen herzlichen Dank Max, dass du uns diese Sendung produziert hast gegen alle Widrigkeiten.
Ich fand diesen Spieltag sehr unübersichtlich verzettelt, ich mag die Spieltagsplanung nicht, aber auch durch die Ansetzungen und das CL-Spiel mittendrin umso dankbarer bin ich für diese “einordnende” Rasenfunk-Sendung.
Ich finde es ist mehr als spürbar, dass du alles dir mögliche tust der Bundesliga der Frauen den verdienten Rahmen und Sendezeit (2 Stunden, alleine!!) zu geben. Der Rasenfunk ist da finde ich weit vor den meisten anderen Medienseiten.
Besonders aufgefallen ist mir das auch nochmal rund um das Championsleague Spiel dem es auf so vielen online-Seiten an Sichtbarkeit fehlte. (wenn die deutschen Meisterinnen um ein CL-Finale spielen
)
Auch von mir ein Dankeschön für das sensible Ansprechen des Rassismusaspekts.
Ach und weil du fragtest, ob es von Werder eine Antwort auf das fehlende zweite Stadionspiel gab. Ja, es gab eine (schon vor der Tapete), aber eine sehr wenig zufriedenstellende.
kurz gesagt, sie schieben es auf den Spielplan, der kein passendes Spiel an einem Wochenende bietet.
Aber man könnte halt wirklich über den Anspruch diskutieren, den sie da an ein Highlight-Spiel stellen oder die fehlenden Bemühungen es trotzdem möglich zu machen. Vielleicht könnte man auch damit anfangen alle Spieltage der Frauen noch mehr zu einem Highlight zu machen.
Auf der spielerischen Seite sehe ich leider bei Werder zumindest diese Saison zum Ende hin ein ähnliches “goldene Ananas”-Problem, wie du es bei Freiburg angesprochen hattest.
Es wäre mehr möglich gewesen, aber irgendwie haben sich die Hoffnungen auf mehr mit dem unruhigen Start (bzg. Spielverschiebungen) in die Rückrunde etwas verzettelt und das ist schade. Ich wage zu behaupten ein 0:0 gegen Wolfsburg hätte sich im Februar noch deutlich anders angefühlt.
Vielleicht blöde Frage so im Nachhinein einfacher gedacht als gemacht vermutlich: Aber wäre es nicht vielleicht clever gewesen gerade dieses 2. Stadion-Spiel für die Winterzeit ein-zu-planen? Rasenheizung und so …
Ich tue mich aus der Ferne schwer das einzuschätzen, würde aber allen die näher dran sind wünschen, dass es die letzten Spiele noch viel schönes zu feiern gibt, wenn auch nur im Kleinen und für weitere tolle Rasenfunk-Segmente.
ein PS zum Thema “kürzer halten”.
Die letzte Solo-Folge war ca. 10 Minuten länger als bei diesem Spieltag jetzt. ![]()
(gemäss Zeitangabe auf YouTube, weil man die dort dank Folgen-Bild schnell finden konnte)
Viel Liebe für die Länge(n) des Rasenfunks.
Tolle Folge, das kann wohl in Deutschland sonst niemand wuppen ohne Gäste.
Mag nur bei mir so sein, aber die Musikschnipsel zwischen den Talksegmenten könnten 1-2 Nuancen leiser sein, da fliegen im Auto oder über Kopfhörer etwas die Ohren weg.
Danke auf jeden Fall!
ich habe als Schiri im Amateurbereich deutlich über 500 Spiele geleitet und dabei hunderte Behandlungspausen und leider auch eine Hand voll Krankenwageneinsätze nach Grätschen und anderen “Beinvergehen” gesehen, aber kann mich an keine einzige Behandlung nach Trikotziehen erinnern.
Ist natürlich nicht repräsentativ aber mach draus, was du willst.
Zu Nürnberg-HSV
Nürnberg hat nach dem Spiel den Trainer freigestellt. Nachdem man trotz 40 Minuten Rückstand zu Hause gegen einen Tabellennachbarn nur 47% Passquote bei 35% Ballbesitz hinbekommen hat, dürfte das alternativlos gewesen sein. Man hat keine nennenswerte Idee gesehen, außer sehr viel Härte rein zu bringen. Aus meiner Sicht auch erneut eine unangemessene Schiri Leistung, bei so vielen und harten Fouls die ersten beiden gelben Karten für Unsportlichkeiten (Schubsen und Meckern) zu verteilen. Zu dem Zeitpunkt hätte es schon gut und gerne eine Hand voll Karten für Fouls geben müssen und dann wäre es zu den Unsportlichkeiten eventuell nie gekommen.
Nürnberg hat in 2 Wochen den nächsten Matchball, den Klassenerhalt im Heimspiel gegen Essen einzutüten. Ein Unentschieden sollte reichen aber für dieses Unentschieden braucht es mehr Ideen als gegen Hamburg, insbesondere wenn man an eine konsequentere Schiedsrichterin gerät. Nach den jüngsten Eindrücken ist Essen Favorit und dann wird es ganz kuschelig im Abstiegskampf.
Beim HSV hat paradoxerweise der Ausfall von Lotta Wrede geholfen, dass die anderen Spielerinnen selber Lösungen finden mussten, statt immer den Exitball auf Wrede zu spielen und sie machen zu lassen. Insgesamt hat das Team dadurch einen deutlich aktiveren Eindruck gemacht. Was mir nicht gefallen hat ist, dass Brunnthaler streckenweise die Wrederolle übernommen hat und zu viel im Mittelfeld mit Ball am Fuß lösen wollte, wofür sie anders als Wrede aber schlichtweg nicht das Profil bzw die Qualität hat.