#26 Euer Input für die Frauen Spieltagsbesprechung des 26. Spieltags

Hallo,

am letzten Spieltag ergibt es wenig Sinn alle Partien detailliert zu besprechen, weil sie parallel laufen. Stattdessen wird die Tradition fortgesetzt anhand der Abschlusstabelle zu allen Vereinen ein Fazit zu ziehen.

Aufgenommen wird diesmal am Montagmorgen und die Gäste sind:

Gerne könnt ihr zu den Spielen oder Vereinen euren Input hier geben.

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Union Berlin

Im letzten Spiel fallen verletzt u. a. Tanja Pawollek und auch Jenny Hipp (sowie Athanasia Moraitou) verletzt aus und ich stelle mir die Frage, wie Ailien Poese in ihrem letzten Spiel damit umgehen wird?
Jenny Hipp fand ich gegen Hoffenheim im Vergleich zum Spiel in Hamburg verbessert. Sie hat sich leider im Training eine Verletzung am Knie zugezogen.
Und Leonie Köster hat zuletzt nach über einem Jahr ihre erste Viertelstunde bekommen, sie wird eher nicht 90 Minuten spielen können.

Weil ich gerade das Eckentor von Union gesehen habe. Führt irgendeine Statistik-Seite ggf. für die Frauen-BL Tore nach Standards? Sonst muss ich mich durch die Freiburg-Spiele mal durchklicken. Mich würde wirklich interessieren wie viele Tore Freiburg hier erzielt hat. Das dürften gar nicht mal so viele bis Null sein (zumindest nach Ecken). Da darf das Trainerteam und die Spielerinnen sich mal bei den Männern mal etwas abgucken.

Wenn Frankfurt heute Platz 3 verliert, würde das so richtig zur Gesamtsituation Fraußenfußball und auch generell Eintracht Frankfurt 2025/26 passen.

Die Saison endet für den HSV, wie sie über weite Strecken lief. Unverdienter Punktverlust durch eine alberne Schirientscheidung. Gleichzeitig aber auch viele eigene Unzulänglichkeiten wie Meyer und Krüger, die im 1v1 an Mahmutovic scheitern. Das ist dann einfach kein Bundesliganiveau, zwei solche Chancen nicht im Tor unterzubringen.

Man bekommt nächste Saison die zweite Chance, vieles besser zu machen. Aber mit Stuttgart und Mainz statt Essen und Jena wird man mit so vielen Fehlern auf allen Ebenen nicht nochmal mit einem blauen Auge davon kommen.

Die Zuschauer sind mit knapp 7.000 im Schnitt in Vorleistung gegangen. Jetzt muss der Verein nachziehen und ein Team auf den Platz stellen, das diesen Zuschauern etwas mehr als nur einen mageren Heimsieg aus 13 Spielen bei 12:30 Tordifferenz anbietet.

Was soll man groß zu dem 1:1 zwischen Freiburg und Essen erzählen. Größtenteils eine ereignislose Partie, so ein Saison auslaufen lassen. Hätte die SGS Essen noch eine größere realistische Chance auf den Klassenerhalt gehabt, hätten die den SC wahrscheinlich aufgefressen. Sonst plätscherte es so rum bis zur 1:0-Führung. Da kam von SC wieder zu wenig rum. Am Anfang hatte man zwei schöne Pässe von Ojukwu und Karl, die dann eine Mitspielerin gefunden hatte. Dann kur vor der Halbzeit die Einzelaktion von Egli, wo sie den Ball quer auf Bienz spielt und deren Lupfer auf der Linie geklärt wird. Sonst passiert da nicht viel. Das ist magere Kost. Bälle, die nicht angekommen, die zu lang sind, die zu lange gehalten werden. Fölmli macht das was man von einer Stürmerin erwartet. Auf ihre Tore kann man nächste Saison nicht bauen.

Das man ein junges Team hat, kann auch irgendwann nicht immer als Ausrede gelten. Da müssen erfahrenere Spielerinnen sich mehr zeigen und was machen. Sowohl bei Transfers als auch auf dem Platz muss im Sommer angepackt werden.

Ja, sehr schade, dass Meyer den nicht gemacht hat. Das Stadion war bereit zu explodieren und das Remis wäre auch leistungsgerecht gewesen. Auch Krüger lief ja in HZ 1 alleine aufs Tor zu.

Die Herren wurden gut eingebunden, wurde ja auch viel mit geworben, dass sie da sind. Remberg, Balde und Polzin vor dem Spiel im Interview. Vieira und Stange in der Halbzeit mit Eggert, Jonna Wrede und zwei Jugendspielerinnen bei einer Fußballchallenge und dann nach dem Spiel noch mit den Mädels gefeiert, allerdings erst nachdem die ihre eigenen zehn Minuten mit den Fans hatten. Fühlte sich organisch an.

Dank fast 18k Zuschauerinnen auch die zweitmeisten Zuschauerinnen der Liga und in den Top 5 von Europa und das, obwohl man zwischendurch quasi nichts beworben hat in Hamburg und auch die Zuschauerzahl gegen Bremen mehr als enttäuschend war.

Nach dem Spiel gab es natürlich auch “Nie mehr zweite Liga” Gesänge, aber wenn ich sehe, dass Stuttgart und Mainz hochkommen, dann sehe ich uns mit Mainz und evtl. Nürnberg auch als Top-Contender für ganz unten. Bin gespannt auf die Sommerpause, gibt ja wahrscheinlich wieder sehr viele Kaderbewegungen. Wrede lief heute noch mit Krücken rum, das spricht natürlich evtl. für einen Verbleib, aber je nach Verletzung kann das auch bis 2027 dauern bis sie wieder angreifen kann.

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Da kann man noch erwähnen, dass sie doch recht positiv vom HSV und vom Stadion verabschiedet wurde. Vor dem Spiel mit großem Applaus und einer Widmung und nach dem Spiel aus etwas Applaus, nachdem sie erst ganz komisch zum Bayern Block gegangen ist und sich dann da in beide Tribünen verbeugt hat wo die Gästefans saßen/standen, dann aber letztlich auch noch sich in Richtung der anderen Tribünen verbeugt hat. Da waren ein paar Fans neben mir schon auf 180, weil sie ja kurz vorher den Elfer pfiff und es sah auch erst mal verwirrend aus…

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Wir freuen uns, dass der Rekordschiedsrichterin soviel Respekt zuteil wird. Mit dem vornehmen Ausdruck hanseatischer Nobilität! Ich würde sagen: Wenn der HSV dermaleinst ohne abzusteigen 157 Bundesligaspiele zusammenbekommt UND promoviert ist, darf der Unmut so frei heraus kundgetan werden. Es kann nicht immer Annika Kost sein! Die hat Ende Januar eigentlich recht entgegenkommend gepfiffen!

exakt so ist es. Diese kleinliche Linie wäre zwar für Profifußball absolut unangemessen, aber immerhin nicht unfair, wenn sie in beide Richtungen gelten würde. Leider hat sie aber umgekehrt ihre großzügige Linie für sich entdeckt, sobald bspw Brunnthaler nach einem kleinen Oberkörperkontakt oder Gehfehler hingefallen ist.

So pfeift man, wenn man mit der Einstellung ins Spiel geht, möglichst “das erwartete Ergebnis” zu produzieren weil man als Schiri erfahrungsgemäß bei Favoritensiegen selten in der Berichterstattung landet.

Wäre auch alles halb so schlimm gewesen, wenn sie dann nicht auch noch in der 85. Minute auf eine billige Schwalbe reinfällt. Aus sehr schlechter Positionierung übrigens.

Ist es jetzt wirklich notwendig bei diesem Spiel, was letztendlich irrelevant war, groß über die Schiedsrichterin herzuziehen und ihr Parteilichkeit vorwerfen? Ist mMn ein bisschen drüber. Vielleicht hat sie nicht ihr bestes Spiel gemacht, aber das passiert.

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Ich fand sie ehrlicherweise auf beiden Seiten kleinlich…

Gab auch Situationen in denen HSV Spielerinnen sehr leicht fielen und den Pfiff bekommen haben.

Und zum Elfer:

Zumindest aus Richtung des bayernblocks sah es so aus, als hätte es einen Kontakt gegeben, den man pfeifen kann.

Auch wieder sehr kleinlich, aber er war vorhanden.

Muss mir die Tv Bilder anschauen, ob die da was anderes zeigen.

Aber ansonsten hat der HSV gut durchgehalten und auch gute 1:1 Situationen im Konter bekommen, die sie machen können/müssen.

Bei Bayern hingegen hat man nicht nur das durchgewürfelte sondern auch den Kater/die Doublefeier sehr stark angemerkt.

kann dir dann nur empfehlen, genau das zu tun. Tanikawa reduziert ihr Tempo um die Gegenspielerin auflaufen zu lassen statt durchzuziehen und den Abschluss zu nehmen. Wucher tut ihr aber den Gefallen des Auflaufens nicht, weil sie ihr Tempo ebenso reduziert. Tanikawa hebt einfach trotzdem ab. Beim Abheben gibt es dann sicher einen Kontakt.

Von der Intention (Kontakt ziehen statt durchziehen) bis zur Ausführung (per Bauchplatscher abheben) ne sehr durchsichtige Schwalbe.

München verehrte Riem Hussein schon vor ihrer Geburt. Dortselbst hieß dann plötzlich ein ganzer Stadtteil incl. Flughafen so wie sie mit Vornamen. Sowas geschieht nie zweckfrei. Ursprünglich sollte das ganze nämlich Lutz-Michael heißen. Ihrer jahrelangen Verlegenheit suchte Frau Hussein nun mit dem beinahe allerletzten Pfiff irgendwie zu entkommen.

Jena-Köln: Max hatte das Kölner 343 und Jessens Rolle darin in der letzten Sendung bereits angesprochen, ich fand es aber durchaus interessant, dass die Schienen diesmal mit Jessen und Leimenstoll besetzt waren. War vielleicht jetzt nur der letzte Spieltag bei bereits abgestiegenen Jenaerinnen, aber das ist auf dem Papier schon sehr offensiv! Aber ich meine es war gegen Werder, wo ebenfalls Max auch das hohe Anlaufen zu fünft angesprochen hatte. Gleichzeitig mit Imping und Donhauser auch Spielerinnen auf dem Feld, die die Außen defensiver besetzen können und mit Andrade une Bremer zwei ausweichende Stürmerinnen. Wirkt alles super flexibel und darauf ausgelegt, viel zu rotieren. Und das hat in den letzten Spielen ja gut funktioniert. Bin gespannt auf die kommende Saison!

Für mich ein Hammer-Moment bei HSV-Bayern.
Franzi Kett legt in der letzten Minute der Saison noch einmal einen Megasprint hin, als Christin Meyer mit dem Ball alleine auf das Bayerntor zuläuft.
Die Saison war lang und anstrengend, sie hat hier bereits 90 Minuten in den Beinen, ob der HSV dort ein Tor schiesst oder nicht interessiert in einer Woche niemanden mehr - und trotzdem zieht sie voll durch, als gelte es, noch einen Titel zu gewinnen.

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#SGEFCU

Ich habe das Spiel nur aus recht flacher Hintertorperspektive im Stadion gesehen und habe deshalb wenig analytisches beizutragen, aber die Rollenverteilung in Unions Offensive ließ mich doch ein wenig zweifeln.
Bei ohnehin nur zwei gelernten Mittelfeldspielerin in der Aufstellung wurde die eine (Lisa Heiseler) noch auf die Neun beordert. Dort hat sie zwar auch in der Rückrunde der letzten Saison häufig gespielt, aber das war auch noch in der 2. Bundesliga auf anderem Niveau. Gegen Frankfurt und die erwartbare Dominanz war sie so in Umschaltsituationen weder für hohe Bälle auf sie (wegen physischer Unterlegenheit) noch für lange Bälle in den Raum (wegen Tempodefiziten) anspielbar. Da auch die offensiven Flügelspielerinnen weit hinten aushelfen mussten, gab es quasi keine sinnvolle Umschaltoption bei Ballgewinnen im eigenen Drittel und somit war der Ball dann auch meist schnell wieder weg.
Es ist mir ein Rätsel, warum dann nicht entweder Eileen Campbell fürs Tempo oder Sophie Weidauer für die Robustheit in der Spitze eingesetzt wurden.

Ich wollte eigentlich gestern noch was schreiben, aber lieber spät als nie:

Dass Riem Hussein nicht ihr bestes Spiel hatte: fraglos.

Muss man den Elfmeter geben? Aus meiner Bayern-Sicht: eher nicht.

Kann man ihn geben? Bei der Linie für mich: ja.

War es mit spielentscheidend? Ebenso: ja.

Wäre es jetzt kein Thema, wäre das 1:1 am Ende in einem Tor gemündet? Man ahnt es: ja.

Zu ihrem Abschied aber: dass sie erst Richtung Gästeblock (aber nicht direkt zu ihm) kam, lag wohl daran, dass dort jemand saß, den sie kannte. Zumindest unser Eindruck aus eben jenem Gästeblock.

Dass zumindest unser Block sie nach über 150 Spielen in der Bundesliga, 16 Jahren als FIFA-Schiedsrichterin, Teilnehmerin an Welt- und Europameisterschaften und immerhin fünffacher Wahl zur Schiedsrichterin des Jahres, mit Applaus verabschiedet, wurde vor dem Spiel im Block so besprochen; unabhängig davon, wie sie danach pfeifen sollte.