#26: Saisonbilanz aller Teams

Wir haben mit diesen Gästen auf die Saison zurückgeblickt:

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Die Katze aus dem Sack. Danke für die Bestätigung, dass Freiburg wirklich null Tore nach Ecken hat. :sweat_smile: Ich schrieb schon im Spieltags-Thread vielleicht mal bei den Männern abgucken. Da ist der SC in den letzten Jahren immer recht erfolgreich. Aber da waren auch einige sehr sehr schwachen Ecken dabei (ob kurz oder lang) und wenn der Ball kommt, fehlt es an Wucht. Das Stichwort „Trainieren“ verstehe ich halt auch nicht. Ecken und Standards können eine Geheimwaffe und auch ein Öffner sein, falls es aus dem Spiel nicht funktioniert (Was beim SC auch häufiger war). Dann dümpelt man von Anfang bis Ende durch die Saison… Nach Freistößen sind mir nur die Kopfballtore von Fölmli gegen Köln und Leipzig in Erinnerung geblieben. Nach einem Freistoß die Kopfballvorlage von Fölmli auf Stierli in Hamburg. Also immer Fölmli involivert. Das macht jetzt aktuell keine Hoffnung, dass das dann besser wird.

Wo der SC Freiburg hin will, da muss sich der Verein halt irgendwann mal finden und positionieren. Der Frauenfußball erwirtschaftet selbst kein Geld bisher. Daher ist der Vergleich mit den Männern auch schwer. Aber wie oft wurde es auch in den letzten zwei Wochen gesagt. Der SC Freiburg sah sich mal in den Top 20. Da war auch ein Abstieg in die 2. Bundesliga einkalkuliert. Nun hat man sich zum wiederholten Mal für den internationalen Wettbewerb qualifiziert und steht im EL-Finale in Istanbul diese Woche. Trotzdem führt man junge Spieler heran. Von daher muss man sich auch nicht bei den Frauen kleiner machen und mit Mittelmaß zufrieden sein. Und um Spielerinnen zu halten, muss man über kurz oder lang nicht nur in Infrastruktur sonder auch Beine investieren.

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Ich muss sagen den „großen Ausverkauf“ sehe ich bei Werder Bremen jetzt so nicht. Larissa Mühlhaus war abzusehen und Mara Alber war auch klar. Ansonsten sind es überwiegend Ergänzungsspielerinnen die gehen. Fritzy Kromp spielt mit einer sehr konstanten Startelf, von der sind außer Mühlhaus und Alber bis jetzt nur Verena Wieder und Maja Sternad bestätigte Abgänge. Von Hanna Németh wird noch gemunkelt. Bestätigt ist Lilli Purtscheller, und Tuana Mahmoud ist nach einem ganzen Jahr Verletzungspause quasi auch ein Neuzugang.

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Von mir einen lieben Dank für diesen Podcast. Die Saisoneröffnung und der Saisonrückblick bei den Frauen haben mich zum Rasenfunk gebracht. Diese Folge heute war für mich wieder wunderbar zu hören, auch wenn ich noch nicht ganz durch bin, finde ich den Podcast jetzt schon ganz wunderbar. :folded_hands:

Und Charlotte Bruch ist meine MVG der Saison. :clap:
Ich höre ihre Sichtweise unglaublich gerne.

Dank auch an Oskar Heirler, auch für Drei Ecken - Ein Elfer.

Und an Max auch einen herzlichen Dank!

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Zunächst einmal:

Eine Super schöne und lange Folge.

Hat echt Spaß gemacht, sie anzuhören und anzuschauen

Inhaltlich zu Bayern stellt sich mir halt mittlerweile bei dem Torhüterinnenthema die Frage, wann alle Torhüterinnen in der Liga nicht gut genug sind, außer eine Laura Dick angeblich, die in meinen Augen regelmäßig für Gegentore verantwortlich ist.

Wer wäre denn dann ein garantiertes Upgrade zu einer Mahmutovic? Und ich hab die beiden Fehler im 7:1 selbst noch im Kopf und auch den Abstimmungsfehler mit Gilles beim Manchester Rückspiel.

Aber gleichzeitig hält sie auch einige schwere Bälle bzw. hat jetzt am Wochenende 2 1:1 Situationen für sich entschieden.

Ja sie hat wenig zu tun, aber abgesehen von den Fehlern in den bis dato größten Spielen ihrer Karriere war sie fine. An Barca sind wir im Halbfinale dann nicht wegen ihr gescheitert. Daher würde mich interessieren welche Keeperin die Tore aus den Barcaspielen gehalten hätte und somit den Schritt ins Finale ermöglicht hätte.

Weil falls man da niemanden nennen kann, ist vielleicht die beste Option, Mahmutovic sich entwickeln zu lassen und ne Nummer 2 hinter ihr zu verpflichten. Man hat jetzt seit Benkarth mit Leitzig, Grohs und dann ihr 3 junge Torhüterinnen ins kalte Wasser geworfen und von allen drei zeigt Ena bisher das bestmögliche Potenzial. Mit Ball ist sie ein deutliches Upgrade zu den beiden und auf der Linie ist sie auch saustark. Sie hatte ja auch paar Paraden in der CL. Bei Flanken muss sie noch stabiler werden und dann sehe ich ehrlicherweise keine für Bayern verfügbare bessere Spielerin.

Bei der Defensive hingegen, die nur kurz angeschnitten wurde, stimme ich zu und sehe hingegen deutlich mehr Handlungsbedarf.

Kurzfristig auf der AV Position, da Gwinn auf rechts die ganze Saison schon nicht sattelfest wirkt und man da jemanden braucht, die ihr die Minuten abnimmt und sie notfalls ersetzten kann, falls sie nicht wieder in Form und in der IV mittelfristig, da alle unsere IV mittlerweile über 30 sind und Karriereende oder andere medizinische Gründe irgendwann kommen könnten.

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Als ich die Laufzeit gesehen habe, hab ich mich gefragt, wie das in den Arbeitstag passt, aber es ist natürlich sowohl angemessen als auch so kurzweilig, dass es gar nicht auffällt. Auch wenn ich jetzt erst bei Nürnberg angekommen bin, wollte ich ein bisschen feedbacken.

Ich wollte vor allem Oskar für den Hinweis auf die Breaks danken, das ist auch etwas, was bei der Entwicklung der Aufmerksamkeit in meinen Augen hindert. Vor allem, weil man ja anfangs zwei englische Wochen hatte und dann in der Rückrunde aber phasenweise elende Pausen. Das wird nächstes Jahr nicht besser: Der 22. Spieltag ist am 28.3., dann ist eine Woche Pause für Pokalhalbfinale, am 10.4. ist dann 23. Spieltag, dann sind zwei Wochen Pause (für Länderspiele), dann ist am 1. Mai der 24. Spieltag, am 8. Mai der 25. Spieltag und dann … ist noch mal eine Woche Pause fürs Pokalfinale. Saisonfinale ist dann am 23.5.? Man braucht für die letzten sieben Spieltage 13 Wochen bzw. für die letzten vier Spieltage neun Wochen. Da kommt kein Team in einen Rhythmus und Aufmerksamkeit auf die vermeintlich spannende Saisonphase kann man auch nicht ziehen.
Volle Zustimmung auch dazu, was Max zu den unterschiedlichen Geschwindigkeiten sagt. Vereine wie Wolfsburg, Hoffenheim, Werder oder Frankfurt könnten schnell von anders investierenden Vereinen (wie Union) überholt werden und die sind sich teilweise dessen nicht bewusst, dass da “tektonische Verschiebungen” stattfinden.

Anmerkungen zu den einzelnen Teams.
Jena: Ihr deutet es ja an, aber man kann es eigentlich nicht genug betonen, dass Jena eigentlich deutlich besser abgeschnitten hat (obwohl Letzte) als man das hätte erwarten können auf Grund der finanziellen Mittel. Die dürften so bei knapp 50% der nächsten beiden Teams (wohl Essen und Nürnberg) liegen. Dafür war es sehr erstaunlich, dass man bis zum Spiel gegen Essen eigentlich immer noch im Rennen um den Klassenerhalt war. Wie das jetzt weitergeht ist angesichts dessen, dass Leipzig, Viktoria Berlin und Union ja irgendwie im Einzugsgebiet sind schon fraglich. Was mich verwundert hat, ist dass Anika Metzner laut Soccerdonna Instagram zu Dynamo Dresden geht. Entsteht da dann schon die nächste Konkurrenz für Jena?

Essen: Die Argumentation, dass man in der Vorbereitung alles geschlagen hat, find ich schon ein bisschen dünn und wenig Blendwerk. Das sind ja keine Spiele unter Wettbewerbsbedingungen und wie ernst der Gegner das nimmt, ist ja auch die Frage. Wer sich freiwillig Thomas Gerstner ins Haus holt, der hat halt in meinen Augen Probleme vorprogrammiert. Es kennt ja jeder seinen Ruf. Dass Britta Hainke in der Vorbereitung noch hingeworfen hat, hätte da auch Alarmsignal sein müssen. Dann hat man das Glück Wissmann zu bekommen, aber die muss auch erst mit den anderen zusammenarbeiten. Allein hatte Wissmann dann mehr Siege als Jaques und Gerstner/Augustin zusammen. Da stehen die Regeln dann evtl. im Weg- wie auch bei Nürnberg.

Hamburg: Schade, dass man bei aller berechtigter Kritik an den Schirientscheidungen beim HSV nicht erwähnt, dass die womöglich entscheidende Fehlentscheidung der Saison pro Hamburg ausgefallen ist. Der Elfmeter gegen Essen war nun wirklich keiner. Aber klar, geht auch in die andere Richtung beim HSV, soll nicht so klingen als sei der HSV nur deshalb in der Liga geblieben. Weiß auch nicht, ob ich Cardoso so hervorheben würde als Stabilisator. Kann man natürlich über Glück (Nürnberg nimmt sich zur Unzeit ihr schlechtestes Saisonspiel) oder Pech (gegen Union will kein Ball rein) reden, generell hab ich das eher als Vibeshift als einen wirklichen spielerischen Effekt in den Spielen, die ich gesehen habe (Bayern-Spiel hab ich nicht gesehen), wahrgenommen. Da bin ich auch bei Max, dass ich sehr gespannt bin, was da passiert. Trainer dürfte interessant sein, bei Nürnberg gegen Hamburg war Theo Dedes im Stadion, evtl. ist der ein Kandidat. Zusätzlich muss man natürlich den Kader streamlinen und schauen, wer bleibt. Da gibt es ja sogar Gerüchte, dass nicht nur Spielerinnen gehen, sondern auch Saskia Breuer

Nürnberg: Auch da gefällt mir, was Max anspricht. Wenn man sich entwickeln will, dann muss man wegkommen vom One-Trick-Pony. Glaube nicht, dass man mit der Spielweise nochmal die Klasse halten kann. Erst recht, wenn das Gerücht vom Kicker stimmt, dass Lein Angebote hat. Kleine Anmerkung am Rande: Charlotte sprach von der Fünferkette, die haben sie in der Rückrunde, glaub ich, genau einmal so gespielt. Es war meistens ein 4-4-2 oder ein 4-2-3-1, je nach Positionierung von Papai (oder am Ende Günster). Ich finde es an sich auch sehr schade, dass Isabel Bauer nicht weitermachen darf. Wenn man sieht, wie viel direkter und gefährlicher das Offensivspiel nach dem Wechsel war (obwohl mit Frankfurt und Wolfsburg Topgegner dabei waren), wäre es spannend gewesen zu sehen, wie es weiter geht. Stattdessen muss Nürnberg da handeln. So steht der Professionalisierungsgedanke - es bedarf einer UEFA-Pro-Lizenz - der Talententwicklung im Weg. Da darf man gespannt sein, wer da kommt, man hört aus Nürnberg, dass das schon diese Woche verkündet wird. Die Arbeit für den neuen/die neue wird wahrscheinlich nicht leichter, wenn man dann der einzige Verein ist, dessen Männerteam nicht in der ersten Liga spielt. Allein finanziell wird das ganz anders, wenn man als FCN nur noch mit Männerfußballschwergewichten in der Liga ist.

Rest kommt später im Tag, aber wirklich schon jetzt großes Lob. Macht sehr viel Spaß.

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Zu der Frage nach der Zukunft des Frauenfußballs bei Jena habe ich persönlich die Überzeugung, dass die Zukunft in der 3. Liga und in der Nachwuchsarbeit liegen wird. Der FCC hat als Gesamtverein weiterhin finanzielle Sorgen, und die Frauen haben im Verein meiner Wahrnehmung nach nicht den Rückhalt, der für Zweitligafußball (insbesondere mit Aufstiegsambitionen) nötig wäre.

Es wird alle Kraft in den Aufstieg des Männerteams gesteckt und in die Baumaßnahmen in der Westtribüne. Bei diesen Baumaßnahmen werden auch Räume für die Frauenabteilung, für Physiotherapie und für das NLZ geschaffen. Die Unterstützung der Frauen fließt also in Steine und nicht in das erste Frauenteam. Ich finde das auf gewisse Weise sogar nachvollziehbar, da Jena sich im Wettbewerb mit Viktoria 89, Essen, Bochum, Mönchengladbach, Hertha BSC, BVB, … wohl zurecht mittelfristig auf verlorenem Posten sieht.

Anika Metzner wird nach Dresden nicht in erster Linie aus sportlichen Gründen wechseln, sondern aus persönlichen Gründen, denke ich. Ein Frauenteam gibt es bei Dynamo erst seit der Saison 2024/25 und dieses ist gerade aus der Landesklasse Frauen Ost in die Sachsenliga aufgestiegen.

Genau das.

Genau das.

Schaut man , wer da nachkommt; schaut man wer da eh schon oben spielt; schaut man, wie schwer sich Turbine tut, dann wird es schwer, sehr schwer, sich mittelfristig zu halten.

Man kann zwar in den letzten Jahren feststellen, dass sich Zweitvertretungen der Bundesligisten immer schwerer tun, aber nun sind mit Wolfsburg und Bayern zwei davon weg, mit Hoffenheim rückt nur eine nach.

Und sonst: Saarbrücken oder Hertha und Köln/Dortmund oder Kiel.

Allesamt Namen aus dem Männerfußball, die zwar nicht den größten, aber durchaus einen gewissen finanziellen Spielraum haben, den sich Essen hart erkämpfen muss.

Und wie sehr die ihre Ligen dominiert haben:

Saarbrücken mit 19 Siegen aus 20 Spielen und einer Tordifferenz von +91 (!), Köln II und Dortmund mit jeweils mindestens 19, wahrscheinlich eher 21 Siegen aus dann 26 Spielen, wahrscheinlich jeweils knapp unter oder eher über 100 Toren, Hertha: bisher 18 Siege aus 21 Spielen, 81 Tore. Kiel ist da mit “nur” 70 Toren aus 21 Spielen schon fast schlecht.

Will sagen: die kommen nicht hoch, um mal zu schauen, wie es da so läuft. Und es ist jetzt kein VfR Werbeyen dabei, der nach dem Aufstieg ja wirklich alles falsch machte, was so ging.

Und was dann sonst noch in der Liga ist: der SC Sand, der sicher wieder oben mitspielt, aber aktuell natürlich ebenso Probleme mit der viel zu kleinen Infrastuktur hat, Meppen, Viktoria Berlin, wobei letztere in ihrer Premierensaison schon 12 Siege aus 26 Spielen holten, dazu mit Ingolstadt, Frankfurt II (wobei es da spannend wird, wie der Kader sich in der nächsten Saison verändert), Bochum und Gladbach. Alle mit Vorteilen der “Stammvereine”.

Ich persönlich war vor der Saison sicher, dass es für Potsdam schwer werden würde, das hat sich bestätigt. Diesmal erwarte ich massive Probleme für Jena und auch einige für Essen. Die Frage bei Essen ist für mich: wie schnell kann man wieder die jungen Spielerinnen in das Team etablieren. Klappt das gut, kann man sich vielleicht noch halten. Wenn nicht, wird es richtig schwer.

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ach…und da die es aktuell verkündet haben: mit den Turnern von 1860 steigt jetzt wohl der nächste Proficlub stärker in den Frauenfußball ein.

Auch Sicht werden die sicher mit dem FFC Wacker München extrem eng kooperieren oder - wahrscheinlicher - die Teams übernehmen.

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wenn du das machst, musst du der Fairness halber auch alle Fehlentscheidungen gegen den HSV aufzählen. Wenn du alle Tore, Elfmeter und rote Karten “wahretabellemäßig” in Punkte umrechnest und aufsummierst, holt der HSV diese Saison netto locker 5-8 Punkte mehr und dann ist der schmeichelhafte Elfmeter gegen Essen auch gar nicht mehr saisonentscheidend.

Wenn man dem Thema nicht mehr als einen Satz widmen möchte, ist es schon vollkommen korrekt, es so zusammenzufassen wie Max es getan hat, dass es Schirimäßig eine schwierige Saison für den HSV war.

Ihr habt ja erwähnt, dass es schwer ist für Nachwuchsspielerinnen in Frankfurt.

Was mich nicht erst diese Saison stört. Man hat die beste zweite Mannschaft in Deutschland, die wirklich ansehnlichen Fussball spielt, gespickt mit vielen jungen Talenten und diese haben überhaupt keine Chance nach oben zu rücken. Da wurde letztes Jahr lieber eine AV nach innen gezogen, statt den Nachwuchs mal mitzunehmen.

Es gibt praktisch keine nach außen sichtbare Verzahnung, außer das Ersatzspielerinnen Spielpraxis in der zweiten erhalten haben.

Gerade wenn der Verein nicht groß zusätzliches Geld in das Frauenteam investieren möchte, dann ist es vollkommen unverständlich, dass man dort die ganzen Talente vergrault. Und da hat der Trainer mehr als eine Aktie dran.

übernächste Saison werden ja die Regionalligen von 5 auf 3 reduziert und dadurch deutlich kompetitiver. Ich vermute, die Bundesligisten stellen sich gerade strategisch so auf, dass sie mit ihrer Zweitvertretung nicht mehr unbedingt zweitklassig spielen müssen, sondern die dreigleisige dritte Liga vollkommen ausreichend ist, um die 15 bis 18-jährigen Talente aus dem Jugendbereich an den Frauenfußball heranzuführen.

Sich im Frauenfußball zu engagieren ist ja DFL-Auflage. Da 1860 sich bei den Männern mittelfristig sicher wieder im Profifußball sieht :grimacing:, macht es durchaus Sinn, die Kooperation jetzt schon aufzubauen, damit man nach dem erhofften Aufstieg in die zweite Liga eine Baustelle weniger hat.

Steht nicht sogar im Raum, dass die Zweitvertretungen aus der Zweiten Liga komplett verschwinden müssen?

So, nächsten Block angehört.

Leipzig: Bleiben für mich jetzt das dritte Jahr in Folge enttäuschend. Mit diesen finanziellen Möglichkeiten so wenig zu machen, das ist definitiv zu wenig. Deshalb wundert mich die Verlängerung mit Viola Odebrecht auch sehr – so wie mich vorher schon die Verlängerung mit Jonas Stephan sehr gewundert hat. Ich sehe da jetzt auch am Ende vom zweiten Jahr nichts, was rechtfertigt mit ihm weiterzumachen und auch bei Odebrecht habe ich eher die Vermutung, dass die Verlängerung eine Reaktion auf das Interesse aus Wolfsburg ist. Finde ihre Transfers auch einfach oft nicht gut. Oder sie sind eigentlich gut und Stephan macht zu wenig draus. So ganz sicher bin ich mir da nicht, Lisa Baum war für mich da eher ein Indiz für diese Auslegung, dass man die so lange nicht gut eingesetzt hat, hat mich schon verwundert. Ich geh bei vielem, das gesagt wurde mit, hätte aber Herzog noch jenseits der Abstöße erwähnt. Werde mit ihr einfach nicht warm, spielt oft schlechte Bälle in den Druck, daher versteh ich auch nicht, warum man da so konsequent beim Rausspielen bleibt.

Union: Schön, dass Lia Kamber so positiv erwähnt wird. Für mich ganz klar die Spielerin, die sich noch sehr viel weiter entwickeln wird und eine ganz tragende Rolle übernehmen kann. Eventuell im Duo mit Lisanne Gräwe auf der Sechs. Insgesamt seh ich, hab ich ja schon im Posting zum Teil über die Abstiegskandidaten gesagt, Union als den Kandidaten für den steilsten Aufstieg in der kommenden Saison. Loui Eta ist ein echtes Pfund auf der Trainerbank, dazu eben viele kluge Transfers (natürlich auch mit der nötigen Kohle unterfüttert). Da hat schon viel funktioniert und man hat die Entwicklung in der Rückrunde schon sehr deutlich sehen können. Nach der Vorrunde war man noch hinter Nürnberg und Leipzig, nur drei Punkte besser als Essen und in der Rückrundentabelle ist man dann Siebter, noch vor Werder und Freiburg. Da hat sich was getan und mMn wird sich da auch noch mehr tun.

Freiburg: Ich gebe zu, ich hatte erwartet, dass Edmond Kapllani sich deutlich schwerer tut mit dem Einstieg in den Frauenfußball. Aber angesichts von 34 Punkten und den sechstmeisten Toren kann man da wohl nicht meckern, auch wenn man das einzige Team neben Jena ist, das gegen Essen nicht mindestens einmal gewonnen hat. Nichtsdestotrotz find ich auch hier den Ausblick im Rückblick spannend. Auf der Torhüterinnenposition hat man mit Barth, von Schrader und Reimann jetzt drei sehr junge und unerfahrene Kandidatinnen für die Nummer Eins. Das kann, wie in diesem Jahr mit Adamczyk, einigermaßen gut gehen, kann aber auch problematisch werden. Barth wurde in der Schweiz schon ausgezeichnet, aber der Sprung ist natürlich immens. Generell passt es natürlich zum angesprochenen Freiburger Weg. Es ist nur die Frage, ob mit zunehmender finanzieller Wucht bei anderen das nicht irgendwann problematisch wird, wenn man zentral auf Talente setzt und die Erfahrung immer weniger wird. An sich sehe ich sehr viel Qualität, die IIRC gar nicht erwähnte Julia Stierli, aber auch Lisa Karl und Meret Felde machen da schon noch was her, evtl. auch Arfaoui nächste Saison. Aber schon diese Saison waren da – eben gerade, wie in der Folge auch erwähnt, auswärts – Spiele dabei, wo so gar nichts ging. Mehr davon und es könnte knapper werden. Diese Saison aber natürlich insgesamt hochsouverän.

Köln: Britta Carlson für mich fast die Trainerin des Jahres. Köln hat ein klares Gesicht spielerisch bekommen, hat im Vergleich zu den Jahren vorher unter Daniel Weber einen enormen Schritt gemacht. Gebe zu, ich hatte auch nicht erwartet, dass die Idee auf Hegering, Feiersinger, Bremer und Jessen zu setzen, tatsächlich aufgeht, gerade bei Hegering hatte ich mit noch mehr Ausfallzeiten gerechnet als sie eh hatte. So war es eben eine komplett unaufgeregte Saison, wie Max meinte, es war einfach der TÜV und am Ende waren sie der Cut-Off zwischen oben und unten, am Ende fünf Punkte in den zehn Spielen gegen Hoffenheim, Leverkusen, Bayern, Frankfurt und Wolfsburg geholt, aber gegen den Rest sehr konstant gepunktet.

Naja, sie haben ja ein (sehr unterklassiges) Frauenteam.

Aber klar: mit Wacker könnte man deutlich höher einsteigen.

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ah sorry, das wusste ich sogar, hatte es bloß vergessen. Dann ist meine Verbindung zu den DFL Auflagen natürlich Unsinn, die wären bereits erfüllt :+1:

Und weiter geht’s. Es macht immer noch unglaublich Spaß zuzuhören, obwohl es ja wirklich sehr, sehr lange ist. Bin jetzt bei Platz 4 angekommen und wenn man nicht anderes zu tun hätte, würde man es super durchhören können.

Bremen: Fast etwas knapp über die Frage der Elfmeter drübergegangen, finde, wenn ein Team 12 Elfmeter bekommt in 26 Spielen, dann kann man dem schon etwas mehr widmen, vor allem, wenn Top-Teams wie Bayern (9), Frankfurt (5) und Wolfsburg (4) so deutlich dahinter liegen. Bei den Toren ohne Elfmeter wären dann auch plötzlich Popp und Cerci (je 14) Torschützenköniginnen, vor Harder und Anyomi (je 13), danach kämen Freigang und Jessen (je 12) und dann Fudalla und Lein (je 11). Mühlhaus wäre dann hinter Blomqvist (10), Beerensteyn, Bussy und Fölmi (je 8), gemeinsam mit Bühl, Dallmann, Damjanovic und Reuteler nur auf Platz 14, wenn ich mich jetzt nicht verzählt habe oder was übersehen habe. Alles natürlich nicht, wie eine Torjägerinnenliste funktioniert, aber zeigt schon auch wie sehr die Elfmeter Teil des Erfolgs waren. Ohne Elfmeter hat Bremen 32 Tore gemacht, genauso viel wie Nürnberg ohne Elfer. Daher bin ich auch gespannt, inwiefern das Ganze wirklich nachhaltig ist und ob die Rekordsaison nicht doch noch ein wenig auf wackligen Füßen steht. Gerade wenn Mühlhaus, die jetzt ja nicht nur Elfmeter ziehen und schießen kann, sondern insgesamt schon eine Ausnahmespielerin auf Grund ihrer Physis ist, wegfällt und mit Sternad auch ein wichtiger Faktor. Andererseits gehen viele Spielerinnen, auf die Kromp nicht so arg gesetzt hat. Und es wird so umgebaut wie Fritzy Kromp das möchte, gerüchteweise kommen ja einige ehemalige Spielerinnen von ihr. Das kann man schon auch, so wie ihr das angedeutet habt, als Sieg im internen Machtkampf mit Birte Brüggemann deuten.

Leverkusen: Finde, ihr habt das Dilemma mit Vanessa Fudalla sehr gut dargelegt. Sie ist einfach offensiv eine absolute Waffe, aber gegen den Ball kann man sie einfach - salopp gesagt - nicht brauchen. Schön auch, dass Loreen Bender so deutlich hervorgehoben wurde. Für mich eigentlich eine Kandidatin für die A-Nationalmannschaft von der Technik her, vom Zug zum Tor her. Evtl. hätte Leverkusen auch schon den Sprung auf den dritten Platz geschafft, wenn man daheim gegen Essen gewonnen hätte. Dann wäre mit mit einem Punkt Vorsprung in den letzten Spieltag gegangen. Aber alles natürlich hypothetisch und am Ende war’s eben genau dieser minimale Unterschied, der am Ende gefehlt hat. Aber da sehe ich schon auch ein Team, das theoretisch den nächsten Schritt gehen kann. Auch weil man doch recht klar erkennt, was Roberto Pätzold vorhat.

Hoffenheim: Auch da wiegt - wie bei so vielen Vereinen, angefangen von Nürnberg, über Freiburg und Bremen bis hin zu Frankfurt und eigentlich auch Wolfsburg - die Überlegung über, was wäre passiert jetzt, wenn die zentrale offensive Figur wegbricht. Das habt ihr gut aufgedröselt, auch dass Hoffenheim eigentlich nie so ganz gefunden hat, wer jetzt eigentlich Melissa Kössler ersetzen soll und jetzt kommt mit Cerci eben schon der nächste Hammer. Wer mir zu unerwähnt blieb, war Marie Steiner. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hatte die gegen Nürnberg beim 1:1 ihren ersten Startelfeinsatz und ist im Laufe der Saison immer mehr zur Stammkraft gereift, inklusive fünf Tore (2 Elfmeter) und zwei Assists. Das hatte man so wahrscheinlich nicht auf der Bingo-Karte. Insgesamt fand ich Hoffenheim aber irgendwie weird. Da waren wirklich sehr gute Spiele wie in München oder gegen Union dabei und dann auch völlige Aussetzer wie das 4:6 im Pokal gegen Frankfurt oder das 0:4 gegen Hamburg. Auch da gilt, wie ihr es gesagt habt, ein bisschen mehr Konstanz und da wäre der Sprung auf drei drin gewesen.

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Ich bin noch nicht komplett durch. Mir ist beim ersten Segment nur aufgefallen, dass ein paar mal gesagt wurde, dass bei Union Berlin die Mitglieder entschieden hätten den Frauenbereich zu professionalisieren. Daran erinnere ich mich aber nicht so recht. Gab es dazu eine Abstimmung? Kam das nicht direkt aus dem Präsidium um Dirk Zingler? Vielleicht wissen da die anderen Unionies mehr?

Irgendwie habe ich aber direkt an unsere Nachbarn gedacht, die das bei ihrer Mitgliederversammlung in 2022 vorangetrieben haben, nachdem sie der letzte Profiverein ohne Frauenteam waren: Frauenfußball bei Hertha BSC: Ein Hauch von Kulturwandel | taz.de Sollten sie die Aufstiegsspiele gegen Saarbrücken gewinnen, schaffen sie es in diesem Jahr auch in Liga 2 aufzusteigen - anders als beispielsweise St. Pauli, die aktuell auf Platz 8 (von 12) in der Regionalliga Nord sind.

Die grundsätzliche Botschaft ist daher korrekt: Auch durch die Vereinsmitglieder kann eine Professionalisierung des Frauenbereichs angestoßen werden und über Anträge auf Mitgliederversammlungen Druck ausgeübt werden, sofern die Vereinsstruktur das zulässt.

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Darüber bin ich auch gestolpert. Das mit der Abstimmung war bei anderen Vereinen so. Aber bei Union wurde die Professionalisierung von oben angestoßen. Das hat natürlich die inhärente Logik, dass man sich als Club entscheiden musste, wie man mit dem Frauenfußball umgeht, bevor man die Baumaßnahmen vollendet (erst Nachwuchsleistungszentrum, dann Trainingszentrum für die Profis, dann Stadion). Wenn jetzt die Frauen aus dem Gelände des Nachwuchsleistungszentrums in das Trainingszentrum der Profis einziehen, wird Platz geschaffen für ein Nachwuchsleistungszentrum der Frauen. Dieser Schritt wurde auf der Mitgliederversammlung von Union in dieser Woche auch verkündet.

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Eine sehr interessante Folge zum Abschluss einer ganzen Serie schöner Folgen zur Frauen-Bundesliga. Vielen Dank dafür.

Gerade bei den Bundesliga-Sendungen der Frauen gab es in dieser Saison ein paar ganz neue Stimmen im Rasenfunk, was immer schön ist.

Ein bisschen schmunzeln musste ich bei der Aussage, dass die Trainingsmöglichkeiten in Köln top und modern seien. Das mag für die Verhältnisse einiger Teams in der Frauen-Bundesliga gelten. Allerdings wird in Köln ja seit Jahren über eine Erweiterung und Modernisierung der Trainingsmöglichkeiten (des Gesamtvereins und mit Fokus auf die Männer, klar) gestritten und eigentlich ist Köln da infrastrukturell gar nicht mehr so gut aufgestellt.

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