Bzgl. der Elfmeterentscheidung gegen Augsburg, bei der jetzt kommuniziert wird, dass sie falsch gewesen sei, frage ich mich schon, ob dies daran liegt, dass die Regel einfach zu kompliziert ist. Wie kann es ansonsten sein, dass weder der Ref auf dem Feld noch die Schiris vorm Fernseher in Köln die Entscheidung korrigieren?
Ach so, die Kommunikation in dem Fall zu hören, wäre natürlich ein Träumchen gewesen.
Na ja, das mit der CL finde ich etwas übertrieben, aber wenn uns das am Ende die EL kostet, dann bin ich echt wütend. Wir müssen noch gegen den FCB und Leverkusen spielen. Da verlieren wir sicher noch mal 6 Punkte.
Ich frage mich auch warum man einen Schiedsrichter aus der Nähe von Stuttgart nimmt, wenn die einen Platz hinter dem FCA liegen. So was sieht mMn. nicht gut aus. Ist aber wahrscheinlich eher eine Verschwörungstheorien meiner Seits.
Wobei ich diese Rechnung „Wenn Woltemade gespielt hätte, wäre der Sieg drin gewesen“ auch ein bisschen sehr viel Kaffesatzleserei finde. Ist ja keine Garantie gewesen, dass man mit ihm das Spiel gewinnt. Ein Unentschieden, wäre zwar besser als nichts gewesen aber nicht wirklich genug. Da verstehe ich die Rechnung „Zwei Spiele im Pokal gewinnen und wir spielen europäisch“ (Plus ein Titelgewinn) sehr viel einleuchtender.
Das Restprogramm ist sicher sehr leicht mit fast nur Mannschaften aus der zweiten Tabellenhälfte, plus Augsburg und Leipzig. Aber die Konkurrenz muss ja trotzdem erstmal verlieren. Also ich kann es irgendwo schon verstehen, dass man sich darüber ärgert. Aber irgendwo auch nicht.
Schmidt hat sich nach dem Spiel zum ersten Zusammenprall geäußert, in dem Sinne (so wie ich das verstanden habe), dass man auf potentielle Gehirnerschütterung geachtet habe, aber der Winkel des Zusammenpralls keine Erschütterung sondern nur einen Schnitt bewirkt habe. Deswegen durfte Pieringer weiterspielen. Wenn diese Diagnose stimmt, dann ist es mMn gut. Es sah am Bildschirm nur etwas heftiger aus, als von Schmidt beschrieben. Jedenfalls war man sich bei Heidenheim der Kritikalität bewusst.
Pieringer selbst äußerte sich auch. Er sei über die Blutmenge erstmal erschrocken, hätte aber sonst keine Auswirkungen gespürt, er wäre völlig klar gewesen und habe auch kein Brummen oder ähnliches gehabt.
Als Augsburg würde ich mir mal die Urteilsgründe in der Sache Bochum gegen Union besorgen, um zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen die Schirientscheidung vor Ort in einem Gerichtsverfahren korrigiert werden kann.
Es gab bei Hoffenheim ja noch einen zweiten Elfmeterpfiff, der dann ja aber noch kassiert wurde - auch vollkommen zu recht, meiner Ansicht nach, und in der allgemeinen Diskussion wird das auch nicht in Frage gestellt. (Dahmen faustet den Ball weg und trifft dann aus der Bewegung heraus Tabakovic mit den Fäusten im Gesicht).
Was ich allerdings nicht verstehe: ist das nicht sehr vergleichbar mit der roten Karte von Palhinha gegen Bochum? Dahmen und Palhinha treffen jeweils klar den Ball, die Gegenspieler kommen beide jeweils klar zu spät, Dahmen und Palhinha machen nichts anderes, als ihre Bewegung natürlich fortzusetzen und in der Konsequenz kassieren beide Gegenspieler einen sehr harten Treffer. Einmal rot, einmal geht es weiter und in beiden Fällen scheint das durch Mehrheitsmeinung und Rechtssprechung gedeckt. Verstehe ich nicht.
Regelbruch, siehe Leverkusen gegen Freiburg in der Frauen-Bundesliga. Aber da musste die Schiedsrichterin aktiv zugeben, die Regel nicht zu kennen, was sie über Jahre zurückwerfen wird. Würde hier ein Schiedsrichter niemals tun. Ansonsten gabs so Aufhebungen nur bei Phantomtoren oder so.
Ist mir grundsätzlich vollkommen klar. Allerdings habe ich bis heute nicht die offiziellen Urteilsgründe Bochum gegen Union gefunden und gelesen, sondern nur Zusammenfassungen in der Presse. Und mich interessiert brennend, wie die beiden DFB-Gerichte die Entscheidung des Schiedsrichters vor Ort überstimmen konnten, ohne die Büchse der Pandora zur Tatsachenentscheidung zu öffnen. Denn für den Schiri vor Ort lagen die Voraussetzungen für einen Spielabbruch ja offenkundig nicht vor.
Zum Elfmeter in Hoffenheim finde ich es ja schön, dass Alex anscheinend den DFB dazu gebracht hat, sowas endlich schnell und verständlich und ohne drumrumlabern zu kommunizieren. Und ich bin grundsätzlich der erste, der akzeptiert, dass Fehler passieren, solange die Fehlerkultur gut ist.
Aber ganz ehrlich, in diesem Fall verlassen sie mich. Wie man auf die Idee kommt, dieses Handspiel als absichtlich zu werten, das kapiere ich schlichtweg nicht. Und wie das vier gestandenen Bundesliga-Schiedsrichtern unter Hilfe der TV-Bilder passieren kann, erst recht nicht.
Ich sehe da nichtmal (und ich hab viel Fantasie) eine mögliche Argumentation und Wertung, bei der ich dann anderer, vielleicht auch völlig anderer Meinung sein könnte. Ich sehe im Wortsinne keine Möglichkeit für den Verteidiger, diese Handberührung zu vermeiden. Was soll er denn da tun?
@Chaosmax: „Das dann Tobias Reichel dem FCA auch noch einen zweiten sehr strittigen Elfmeter reindrücken wollte setzt dann dem schon fast die Krone auf. Immerhin hier war der VAR dann zur Stelle.“
Hier wurde Reichel direkt von seinem Schiri-Assistenten an der Seitenlinie überzeugt, der VAR musste nicht eingreifen (sieht man gut z.B. in der Sportschau-Zusammenfassung). Das ist ein Gewinn fürs Gespann. Trotzdem … Puh, war wohl nicht Reichels Tag.
Boah, Max. Ich glaubte Dir natürlich Deinen Unmut ob der spielerischen Darbietungen der Leipziger Equipe. Aber dieses Trauerspiel live zu erleben ist nochmal etwas völlig anderes.
Ich werde mich jetzt nicht drüber beschweren. Aber wie man mit diesen Spielern so einen Käse zusammenspielen kann, das verstehe ein anderer.
Klar waren Itakura und Elvedi gut drauf, und auch Reitz und Weidel haben einen guten Job gemacht. Für die letzten 25 Minuten gegen ein Rose-Team, das 0:1 hinten liegt, auf 5erkette umzustellen, war ebenfalls eine gute Idee. Das hat der geneigte Borussenfan lange genug selber erlebt.
Aber das ist kein Grund für eine derart saftlose Offensive. Da war ja im Grunde alles durchschaubar. Und speziell bei Xhavi hatte ich mehrmals den Eindruck, der bemüht sich ernsthaft, wäre aber gerade echt gerne woanders.
Der Ersatztorwart aus der A-Jugend und Luxemburgischen Nationalmannschaft spielt sein drittes Bundesligaspiel zum dritten Mal zu Null - und hat zum dritten Mal erstaunlich wenig zu tun. Man munkelt schon, das Team gehe zu dessen Schutz defensiv nochmal konzentrierter zu Werke. Was ja auch kein schlechtes Zeichen wäre.
Das Problem liegt für mich hauptsächlich beim VAR. Der hätte sich das ganze noch mal in Ruhe ansehen sollen. Dafür hat die DFL den VAR eingeführt und nicht um die Entscheidung des Schiedsrichters abzunicken.
Ich finde die Schiedsrichter sollten strittige Szenen viel mehr laufen lassen. Der VAR kann ja dann immer noch eingreifen. Das Problem ist aber nicht alleine im Fußball vorhanden. In der NFL kommt das auch regelmäßig vor.
Also das Phantomtor von Kießling gegen Hoffenheim (in Sinsheim) ist nicht aufgehoben worden.
Ob es bei einem anderen passiert ist habe ich nicht im Kopf.
Aber spannend, dass das gleiche stadion schon wieder auslöser für Diskussionen über die Tatsachenentscheidung ist
Wenn der Ball an Gouweleeuws Hand Elfmeter sein soll, sollte man dann nicht konsequent sein und alle Handspiele pfeifen? Ich würde nämlich wirklich nicht wissen welchen Vorsatz man Gouweleeuw unterstellen könnte…