#32: Muss die SGE rieragieren?

Wir haben mit diesen Gästen über den Spieltag gesprochen:

  • Luise Kropff (Sportjournalistin beim WDR und Deutschlandradio, Instagram)
  • Christopher Ramm (Gründer und Autor bei miasanrot.de)

Wie hat euch die Sendung gefallen?

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Klasse Titel, werde mir gleich mal auf die Ohren holen. Ich hab noch 5 Stunden Zeit im ICE bis Frankfurt.

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Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum sich viele der Erkenntnisse von Christopher Ramm in Bezug auf Eintracht Frankfurt seiner Einschätzung nach erst auf die Zeit “seit dem Trainerwechsel” beziehen. Der Großteil der genannten Probleme ist meiner Meinung nach schon seit Saisonbeginn zu sehen. Sowohl unter Dino als auch unter den Interimstrainern. Katastrophale individuelle Fehler, Gegentore nach Standards, mangelnde Kreativität im Ballbesitz, fehlendes Offensivkonzept, Spieler in einer fremdem Rolle (Stichwort: Doan) usw. - das existiert alles nicht erst seit dem Trainerwechsel. Es wurde weniger spektakulär unter Riera, aber immerhin gab es keine Packungen mehr mit 4+ Gegentoren. Die vier Spiele unter Schmitt/Meier mit Niederlagen gegen Leverkusen, Tottenham, Qarabag und Hoffenheim waren bereits ein richtiger Tiefpunkt. Gegen Leipzig gab es in der Hinrunde unter Dino sogar ein 0:6, da war man komplett aufgeschmissen. Im Dezember gegen den HSV ein glückliches Unentschieden, Augsburg ein glücklicher Sieg, Heidenheim nur Unentschieden. Andere Ergebnisse im Rückspiel, aber ähnlich bescheidene Auftritte. Es hat sich wenig verbessert, wenig verschlechtert - ich würde sagen, die Mannschaft ist unverändert launisch, uninspiriert und macht sich selbst das Leben schwer. Unter allen drei Trainern. Aus meiner Sicht hat Riera das Ruder nicht herumreißen können, aber auch nicht viel kaputt gemacht als vorher.

Die Nebenschauplätze werden Woche für Woche von Journalisten und Berichterstattern hochgebracht. Weder das Kruse/Harnik Thema noch die Causa Burkardt hat Riera aktiv in die Medien getragen. Er ist nur noch entnervt von dem Theater. Man arbeitet sich seit seinem Amtsantritt über Gebühr an ihm ab. Entweder weil es die Spieler über die Medien lancieren, weil er generell aneckt, weil sein Englisch nicht passt oder aus Gründen, die sich meiner Kenntnis entziehen. Vielleicht auch einfach, weil es Frankfurt ist. Ilzer haut auch “spannende” Aussagen raus auf den PKs, aber da wird nicht Woche für Woche deutschlandweit berichtet. Im Nachgang absurd, wieviel da über das Thema “Spieler springen für mich vom Balkon” gesprochen wurde aus einer der ersten PKs von Riera. Während parallel im Abstiegskampf Woche für Woche davon geredet wird, dass die Mannschaft für die Fans und den Club durchs Feuer gehen würde. Er tut sich mit einigen Aktionen keinen Gefallen, aber das rechtfertigt den allgemeinen Umgang aus meiner Sicht nicht.

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Bei mir auf Pocketcasts heißt die Folge leider “reiragieren” statt “rieiragieren” oder auch “rieragieren”, kann die Folge deshalb ungehört leider noch nicht empfehlen :frowning: :wink:

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Da das Eis mit Luise nun gebrochen ist, hoffe ich ich doch sehr, dass Max und Moritz sie nun öfter einladen werden… und dass sie dann auch zusagt.

Ach so, @GNetzer : Der HSV liefert natürlich die Dir entgangenen Bilder nach.

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erster Satz: “so langsam gehts in die heiße Phase”

sehe ich genau umgekehrt. Durch die Ergebnisse vom Wochenende ist die Saison für drei Viertel der Vereine faktisch beendet :smiley:

Oben stellt sich noch die Frage, ob Stuttgart sich gegen 2x Plastik den vierten CL Platz sichert. Und unten, ob einer der beiden krassen Underdogs noch Wolfsburg den Releplatz wegschnappen kann.

Der Rest genießt nun noch zwei stressfreie Spieltage bei bestem Wetter. Vielleicht war das ja mit heißer Phase gemeint :thinking:

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Zu Mainz : St. Pauli und der Frage warum auf einmal Potulski statt Kohr spielt:

In der letzten Woche gab es ein wenig Unruhe um Potulski. Er hat zum zweiten mal diese Saison seinen Berater gewechselt und es gibt Gerüchte dass er im Sommer schon wechseln möchte. Er scheint unzufrieden mit der Spielzeit (als 18 jähriger!?). Das Umfeld ist wohl auch nicht so einfach.

Potulski ist aber natürlich ein absolutes Top Talent und man kann im nächsten Sommer nach einer guten Saison vielleicht nochmal mehr Einnahmen erzielen.

Vielleicht versucht man jetzt schon zu vermitteln:” wir planen dich nächste Saison als Stamm IV, du bekommst Speilzeit”

Natürlich stimmt es aber dass da die Nachfrage auf der PK fehlt. Andererseits kannst du als Journalist dir aber auch denke ich bekomme eh kein aussagekräftige Antwort.

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Um da noch etwas weiter auszuführen: Ich halte es für ausgeschlossen, dass Urs Fischer irgendwelche Geschenke verteilt, besonders da es für ihn ja wirklich noch um den Abstieg ging. Das Spiel wollte man schon noch sehr ernst nehmen, nicht umsonst war man brutal enttäuscht den Matchball letzte Woche liegen gelassen zu haben.
Ich halte daher Überlegungen wie “Kaderplanung nächste Saison”, oder dass man sich da von der Potulski Seite unter Druck gefühlt hat für unrealistisch. Dafür ist Urs zu klar in seiner Arbeitsweise und zu sicher in seinem Auftreten.

Viel mehr ist Potulski einfach wie @c_a_r_k sagt ein absolutes Top Talent. Und Urs hat gezeigt, dass er absolut null Skrupel hat ihn aufzubieten. Direkt in den ersten beiden Spielen unter Fischer war er ja schon gegen Bayern und St. Pauli dabei, wobei da natürlich die Vorzeichen auch andere waren. Trotzdem war er über die gesamte Saison der erste Einwechsler und hat immer wieder dadurch Spielzeit gesehen. Die meisten waren eher überrascht, dass Fischer ihn nicht zwischen den Euro League Spielen reinrotiert hat.

Von den Anlagen, besonders Körpergröße, hat er natürlich deutlich mehr als Kohr. Da ich aber davon ausgehe, dass Urs es nicht wegen zukünftiger Kaderplanung macht sondern absolut die erste Elf spielen lassen hat, ist es schon richtig, dass da eine Nachfrage gefehlt hat. Evtl. durch das Kopfballspiel (St Pauli hat ja eine große Anzahl seiner Tore nach Standards), da kann man aber nur spekulieren.

Ich schätze aber, dass Potulski diese Saison hauptsächlich so “wenig” gespielt hat, weil er konditionell noch nicht auf der Höhe ist (wie auch mit gerade 18). Er musste ja dann auch mit Krämpfen raus, hatte davor schon eine Szene wo er falsch spekuliert, und z.B. gegen Bayern damals fehlt ihm auch die Konzentration in der 90. In der neuen Saison ist das fast garantiert einer der drei Stamm IVs

hätte sich auch noch angeboten:

Ibus nächste Mazaclass

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Bayers Ibu bereitet RBL Kopfschmerzen und Schwindel

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Das ist gut! Ich hatte noch „Leverkusens Mazanzug sitzt perfekt“, aber das war mir zu lang und ich fand, dass es nicht gut klingt.

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zum nicht-Abseits bei Union:

laut der mir bekannten DFB Anweisung kann ein Kampf um den Ball nur stattfinden, wenn sich Ball UND Gegenspieler innerhalb von maximal 1,5 Meter Entfernung befinden. Es ist also absolut unmöglich für den Schiri, diese Situation als Kampf und den Ball auszulegen.

Trotzdem ist das vom Assistenten natürlich ein absoluter Amateurfehler, der auf diesem Niveau niemals passieren darf. Wenn ich junge Schiris bei ihren ersten Einsätzen an der Linie begleite, ist mit das Erste, worüber man vor dem Spiel spricht “wait and see”. Also ruhig an der Fahne bleiben und erst dann heben, sobald der strafbare Spieler wirklich eingreift.

Ebenso ist es wie Max richtig sagt ein Amateurfehler, das Spielen einzustellen. Ein Bundesligaprofi muss wissen, dass das Spiel durch den Pfiff des Schiris unterbrochen wird und nicht durch eine gehobene Fahne.

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Danke für “Schiri ist, wenn er Abseits pfeift” :smiley: Ich glaube, in der Szene sollte man sich nicht vom Begriff “aktiv” beeinflussen lassen. Der ist kein Regelbegriff, sondern das Regelwerk normiert abschließend, was ein Abseitsvergehen ist (um die Verwirrung perfekt zu machen: Dort kommt dann doch bei einer Untervariante der Begriff “aktiv” vor, aber die greift hier nicht). Und etwas eingedampft kann man drei Fälle nennen, in denen ein Abseitsvergehen vorliegt:

  1. Der Spieler berührt den Ball
  2. Der Spieler führt einen Zweikampf um den Ball (nicht im Raum; Faustformel: Der Ball darf maximal 1-1,5 Meter von diesem Zweikampf entfernt sein)
  3. Der Spieler tut etwas (im Regelwerk noch näher beschrieben), was die Möglichkeit der Gegner beeinträchtigt, den Ball zu spielen (z.B. das klassische Sichtlinienabseits).

Hier kommt höchstens die dritte Variante in Betracht, weil El Mala den Ball nicht berührt und auch keinen Zweikampf um den Ball führt (mit der ersten Ballberührung des anderen Kölners ist ja eine neue Spielsituation gegeben, bei der sich El Mala dann hinter dem Ball befindet). Und seit der Änderung der Abseitsregel im Jahr 2013 sollen die Abseitsvergehen deutlich enger ausgelegt werden. Insbesondere das bloße Irritieren eines Gegenspielers oder das Zwingen zu einer Aktion genügt gerade nicht mehr, weil das Regelwerk ja Tore ermöglichen und nicht verhindern soll. In Regel 11 wird das angedeutet, indem teilweise das Wort “eindeutig” verwendet wird. Und da sehe ich hier nichts einschlägig. El Mala versperrt keinem Spieler (“eindeutig”) die Sicht, er versucht auch nicht “eindeutig”, den Ball in seiner Nähe zu spielen (damit sind Szenen gemeint wie langgezogene Freistöße, bei denen der Torwart mit der Reaktion abwarten muss, ob der abseitsstehende Angreifer noch rankommt - hier dreht Mala aber doch noch einige Schritte vor dem Ball ab) und er wird auch sonst nicht “eindeutig” aktiv, wodurch er die Möglichkeit des Gegners, den Ball zu spielen “eindeutig” beeinflusst. Diese Szene kann man m.E. unter keines der Abseitsvergehen aus Regel 11 subsumieren, wenn man die Auslegungen der Verbände berücksichtigt.

Ansonsten was die Amateurfehler von SRA und Union angeht, schließe ich mich @Kaer an (unsere Beiträge überschneiden sich grade, deshalb überarbeite ich den schon getippten Post nicht mehr, sorry für Doppelungen) und möchte noch ergänzen, dass auch bei einem Eingriff von El Mala die Fahne m.E. auch nicht sofort hätte kommen sollen, Stichwort “Delay”. Ich bin mir auch sicher, dass sich der SRA in der Szene dessen auch bewusst war und sich ein Loch im Boden gewünscht hätte. So geht’s mir zumindest immer in den (zum Glück seltenen Fällen) der frühen falschen Fahne…

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Ich hätte da eine Begrifffrage. Christopher Ramm spricht im Frankfurt-Segment von Problemen aus dem „gebundenen Spiel“. Hab ich noch nie gehört und Dr. Google erklärt mir da auch nur das es was mit „Querpass“ oder „Ballzuspiel“ zu tun hat (und viele Kreuzworträtsel-links :sweat_smile:). Soll das eine alternative Bezeichnung für „Spielaufbau“ sein?

Die Übersetzung passt. Ich wollte es nicht unnötig kompliziert ausdrücken: Sobald der Gegner sich formiert hatte, fehlte uns schlicht die spielerische Lösung, um die Abwehr zu knacken.

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Mein Punkt bezüglich der Zeit „seit dem Trainerwechsel“ bezieht sich nicht nur auf die individuellen Fehler, sondern auf eine entscheidende strategische Verschiebung auf dem Platz.

Unter Toppmöller trat Frankfurt als sehr offensiv ausgerichtetes Team auf. Der Fokus lag auf Ballbesitz und Kreation. Das brachte uns zwar eine hohe offensive Durchschlagskraft, ging aber zu oft zulasten der defensiven Balance. Dass diese fehlende Absicherung und die daraus resultierenden hohen Niederlagen für uns Fans extrem frustrierend waren, steht völlig außer Frage. Als neutrale Fans waren die Spiele toll anzusehen (u.a. VfB und BVB).

Mit dem Trainerwechsel hat sich der taktische Fokus massiv verschoben. Es stimmt, dass die Eintracht defensiv stabiler steht, die von dir erwähnten „Packungen“ mit 4+ Gegentoren bleiben aus. Der Preis dafür ist jedoch der komplette Verlust der offensiven Identität - und das war für mich das Kernmarkenzeichen der Eintracht in den letzten Jahren.

Statistisch: 17 Tore in 12 Spielen unter Rieria (btw. 4 Siege / 4 Unentschieden / 4 Niederladen). Unter Toppmöller 38 Tore in 18 Spielen.

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Ich finde es eine sehr interessante Folge.
Ich fande Luise auch sehr gut und fände es super wenn sie öfter dabei ist.

#Matthies Ginter Nationalmanschaft#

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Danke für die Antwort, aber wieso „fehlte uns“ dachte du meintest Bayern-Fan zu sein. Bist du Polygamist und verteilst deine Liebe?:winking_face_with_tongue:

es müsste doch rieragieren heißen, oder? hab jetzt extra 2x nachgeschaut wie der gute Mann heißt…. Finde es jedenfalls spitze, dass er parallel zu seinem Trainerjob noch in der neuen Taskmaster Staffel mitmacht. Dort ist er aber viel entspannter.

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Glaube er ist ein bisschen „Fußball-Romantiker“ und hätte Heidenheim gerne wieder voll im Rennen um die Relegation gehabt - jetzt sind sie nur „etwas“ im Rennen, wobei ich fest davon ausgehe, dass die das noch schaffen können. :zany_face:

Also: Er heißt Riera. Der Forumstitel heißt Rieira. Die Folge heißt Reira.

Um aber mal sportlich zu bleiben (auch wenn es nur spekulativ sein kann): Ich hätte es schon interessant gefunden ob Toppmöller die Mannschaft mit kompletten Trainingswochen ohne CL wieder hätte auf Kurs bringen können. Ich schaue nicht soviele Frankfurt-Spiele, aber es ist ja logisch, dass diese längeren Wochen für eine Sysmtemumstellungen eher schwierig sind ohne Vorbereitung mit neuem Trainer, aber ein bekanntes System wieder zu stabilisieren würde ich mir einfacher vorstellen.

Aber das wäre eher ein Laborexperiment, es waren ja noch ein paar CL-Spiele wo Toppmöller schon raus war und glaube da hätte keiner mehr drauf warten wollen.

Gleichzeitig glaube ich kam ein Sebastian Hoeneß damals im April zu Stuttgart und wenn ich mich entsinne konnte der schon nochmal einige Dinge implementieren, also vielleicht ist die Trainingszeit doch ausreichend und Riera passt am Ende einfach nicht nunja

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