#4 – Euer Input für die Sendung zum 4. Spieltag 23/24

Sonntagabend werde ich mit (obacht) zwei Gästen über den Spieltag sprechen: Daniel Roßbach und Irina Fuchs. Wir probieren das mal aus, eventuell auch mit Verteilung der Spiele.

Wir freuen uns wie immer über euren Input zu Spielen und den Awards (MVP, Unsung Hero, Moment des Spieltags, was euch einfällt)!

Schwerpunkt der Sendung wird Leverkusen mit Sebastian Bergmann, Aufzeichnung Montagmorgen. Input und Fragen dazu bitte in den Thread Leverkusen (m) - #3 von GNetzer

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BAYB04: (habe ich nur beiläufig gesehen, trotzdem mal meine Eindrücke)

  • Bayer auf den Flügeln anfällig. Gerade weil man die AV nicht angelaufen ist, sondern nur den vertikalen Passweg zugemacht hat, konnte sich Bayern durch gute Positionierung einigen Raum erarbeiten. Fand dazu, dass bei diesem Zustellen oft der Abstand so groß war, dass der AV dennoch einige Handlungsmöglichkeiten hatte und gerade im letzten Drittel war diese individualtaktische Anweisung eher schwierig, da Davies auch gerne nach innen zieht und dann folgen Probleme in der Zuordnung + es gehen Räume auf.

  • Ein AV von Bayer stand im Aufbau meist asymmetrisch, dadurch kann man dieses im Trend stehende „überladen und dann verlagern“ erkennen. Sprich steht der AV asymmetrisch, dann erkennt man auf der anderen Seite eine Überladung, meist wird ein Dreieck gebildet - durch die Fokussierung des Gegners auf die andere Seite, hat der AV einiges an Raum, den Bayer dann mit Seitenverlagerungen (oft flach) nutzt.

  • Nach Ballverlusten stand die Kette von Bayer sehr eng, überwiegend war zwischen den IVs Kane, auf den beide dann den Fokus hatten. Die Folge ist, dass man bei einer Verlagerung auf den Flügel ballseitig verschieben muss, insbesondere der jeweilige AV, gleichzeitig darf man aber nicht die andere Seite vergessen. Denn die andere Seite war oft dann jene, wo der Flügelspieler in die Box eindringen konnte und daher eine Überzahlsituation entstand. Fand ebenfalls, dass man vor der Kette teils zu viel Raum herschenkte, da man sich so auf das Verschieben konzentrierte.

  • Möchte dann noch Boniface hervorheben, er hat in diesem Spiel wieder gezeigt, dass es fast schon peinlich ist, nur bei Leverkusen zu spielen. :wink: Er hat eigentlich mit jeder Aktion Gefahr und oft Chaos erzeugt, teils hat er 4 (!!!) Spieler auf sich gezogen und hat 9 Schüsse (7 mehr als Kane) abgegeben. Teils hat er mir den Rückraum zu oft übersehen, aber dennoch gewinnt er mit seinen Dribblings immer enorm an Raum. Aufgefallen ist mir auch, dass er oft mit Wirtz kreuzt und die Bayern dann logischerweise Probleme mit der Zuordnung hatten.

  • Laimer hat mir nicht gefallen, mMn hat er Räume oft mit seiner Positionierung geöffnet oder ist zu spät auf den Flügel gerückt, wodurch Leverkusen eine Überzahl hatte. Ebenfalls fand er meist nicht den richtigen Zeitpunkt für den Zweikampf und ließ große Abstände zwischen sich und seinem Gegenspieler offen. Aber to be fair, er hat gut die Passwege vom Zentrum in die Schnittstelle zugestellt und auch einmal einen Schuss in der Box geblockt.

  • Das Anlaufverhalten der Bayern hat mir nicht gefallen. Irgendwie ist der erste Pressingwall auf ein Mittelfeldpressing ausgelegt, doch dort konnte man wirklich mit einfachen Pässen überspielt werden. Die Folge, Bayern kam unglaublich schnell und einfach vor die letzte Reihe und in die „golden zone“, wo ja bekanntlich am meisten Tore eingeleitet werden.

  • Diese Szene ist für mich classic, Laimer läuft seitlich an, aber lässt dadurch 2 Optionen offen. Wirtz kann den Ball leicht nach links mitnehmen oder einfach zu Xhaka passen. Er macht die 2. Option, wodurch Laimer seinen Laufweg mitgeht und Hoffmann offen steht, da Sane sich nicht verpflichtet fühlt. Finde Mittelfeldpressing irgendwie aus der Zeit gefallen: 1. Der Gegner kann das Spiel bestimmen und es leiten, da man nicht konstant unter Druck gesetzt wird. 2. Lange Bälle könnten auch ein Thema werden, da die Abwehrreihe hochschieben muss. 3. Steht sie nicht hoch, geht die Kompaktheit zwischen Verteidigung und Mittelfeld verloren und die Zwischenräume werden aufgemacht. → Alle drei Sachen konnte man erkennen.

  • Allgemein fehlt dieses Verständnis für alle Spieler bei Bayern, wann sie herausrücken sollen. Bspw. die AVs haben so oft Raum aufgemacht, indem sie mit dem Flügel mitgegangen sind, wodurch z. B. Grimaldo ohne Probleme überlaufen konnte. (Folge des Pressings)

  • Auch die IVs hatten Probleme, ließen Boniface mehrmals in den Rücken fallen und machten daher den Weg für die klassischen tiefen Läufe frei.

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Das siehst Du also beiläufig :grimacing: Chapeau.

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Gibt es noch die Awards? Eggestein hat sich heute als „Nussknacker“ des Spieltags beworben. Weiß jemand warum das kein Rot ist?

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Wolfsburg - Berlin

Eigentlich gibts gar nicht so viel anzumerken, zudem mit Daniel ja einen starken Gast.

Ich hab den Eindruck, dass wenn der VfL zuhause führt, der @gnetzer viel Zeit für das andere Spiel auf dem zweiten Bildschirm hat. Wurde immerhin viel nachgespielt. Bin nicht so glücklich über diese so defensivorientierte Art in Hälfte 2, aber es klappt erstaunlich oft, diese knappen Führungen so über die Zeit zu bringen. Kovac-Ball.

Wolfsburg hatte sich gegen den Ball in der ersten Linie deutlich enger als in den vorherigen Spielen positioniert und auch defensiver aufgestellt + gewechselt. Da war ganz viel Respekt vor Union.
Die hatten dennoch genug Chancen für mehr als ein Tor, viele Abschlüsse waren aber auch aus nicht so gefährlichen Zonen oder gut gestört. Union hat nicht so viele Lösungen gefunden, aber das ist ja jetzt auch nicht ihr Spiel. So konnten sich beide Keeper selten auszeichnen.
Zwei der Außenverteidiger aus der Serie A mit sehr gutem Auftakt in der Bundesliga (Gosens und Maehle), Rogerio muss noch etwas reinkommen.

Lobend ansonsten hervorzuheben ist Jenz, der vor der ersten Führung den Ball gewinnt und bei der zweiten den Ball gut durchlässt. Defensiv beim Ausgleich zwar eine etwas unglückliche Klärung, aber da muss für mich eher von Casteels oder so ein Kommando kommen. Ansonsten sehr konzentriert gegen viele Unioner verteidigt.

Freu mich auf die Aufnahme!

Also ich finde das mit 2 Gästen schön, auch wenn nicht alle Gäste alles gesehen haben. Aus dem Trialog ergibt sich oft eine weitere Sichtweise. Das ist natürlich der Königsweg, die Ausgliederung des Schwerpunkts führt zu einer Aufwertung des Schwerpunkts, weil der Partner nicht ALLES gesehen habe muss, und beim Spieltag wird es trotzdem fazettenreicher.
Ist halt dann auch noch zeitintensiver für Dich.

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Wo ist eigentlich der Spielaufbau von Frankfurt hin, keiner traut sich gegen das Gegenpressing den Pass zu, passt zurück zu Trapp und der bolzt drauf…

Freiburg - BVB

Erstaunlich ehrliche Aussage von Terzic auf der PK nach dem Spiel.

Auf Hummels angesprochen, erklärte er dessen Einsatz mit Selbstkritik zum Heidenheim Spiel.
Es erfordere jemanden auf dem Platz, der organisiert und Umstellungen während des Spiels umsetzt.
Terzic würde die Spieler bei der entsprechenden Lautstärke nicht erreichen.

Damit spricht er natürlich Spielern wie Süle, Can und Schlotterbeck eine Menge ab, empfinde die Aussage schon als sehr brisant.
Nach dem Spiel in Dortmund hatte ich im Discord die Vermutung geäußert, mit Hummels hätte der BVB das Spiel gewonnen.

Vor diesem Kontext sehe ich auch die Sabitzer Verpflichtung. Die Hoffnung war/ist sicher, hier jemanden zu haben der genau diese Rolle übernimmt und dieses Defizit Cans abdeckt.
Diese Kombi scheint für mich aber bisher nicht zu funktionieren. Ich hatte den Eindruck, beide (Can, Sabitzer) versuchen sich nicht gegenseitig in die Quere zu kommen und bekommen so das Mittelfeld nicht in den Griff.
Sabitzer gelingt das noch etwas besser. Allerdings harmoniert er noch weniger mit Nmecha, der wiederum gar kein Interesse zur Kooperation zu haben scheint.

Für mich ein Hauptproblem von BVB und N11. Ohne Hummels fehlt der Kopf der Defensive. Über körperliches Leistungsvermögen, Physis etc kann man natürlich diskutieren. Aber Spielverständnis, Spielintelligenz fehlt ohne ihn.

Ich freue mich auf die Aufnahme mit 2 Gästen :wink:.

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Nach dem Spiel sagten sowohl Mats Hummels als auch Emre Can, dass Freiburg im Anlaufen nach dem Spiel etwas geändert hat & man hiermit nicht klargekommen ist & keine Lösungen gefunden hat. In der Anfangsphase agierte Freiburg hier eher passiv & insb. Hummels & Schlotterbeck bekamen sehr viel Zeit im Aufbau.



Hummels sagte das Anlaufverhalten änderte sich mit der Einwechslung von Grifo für Gregoritsch. Für mich sah es so aus als wäre das 1-0 der Grund gewesen. Denn hier, im ersten kontrollierten Ballbesitz vom BVB nach dem 1-0, läuft Freiburg mannorientiert an.

Zugegeben liegen zwischen der Führung & dem Wechsel auch nicht viel Zeit. Allerdings behielt Freiburg die Mannorientierung im Verlauf des Spiels bei. Wie schon gegen Heidenheim & Bochum hatte man hier keine Lösungen in ein kontrolliertes Spiel zu kommen.




Hierbei sind für mich, wie schon häufig geschrieben, die Strukturen im Ballbesitz das Problem. Es gibt kaum Möglichkeiten kontrolliert das Zentrum zu bespielen. Selbst wenn mal ein Pass ins Zentrum möglich ist, gibt es keine Struktur, die eine gute Anschlussaktion ermöglicht.

Ein Beispiel hierzu: Kobel rollt den Ball auf Hummels (1), derspielt zu Can, der frei ist & von einem Freiburger angelaufen wird (2), weshalb er erneut auf Hummels prallen lässt (3). Durch diese Aktion wurde Sabitzer zwischen den Linien frei & bekommt den Ball von Hummels (4). Dieser hat jedoch sofort Gegnerdruck & keine einfache Anspielstation aus der Struktur heraus, weshalb er den Ball nur versuchen kann hoch nach vorne zu spielen (5). Freiburg fängt diesen Ball jedoch ab (6).






Gut sind Ballbesitzphasen, wenn viele einfache Pässe hintereinander gespielt werden & man hierdurch Raumgewinn erzielt. Hierzu kann man verschiedene Elemente nutzen: Doppelpässe, Steil-Klatsch Kombinationen, Positionswechsel, Vorder- oder Hinterlaufen sind einige Beispiele. Hierzu braucht es jedoch gute Strukturen, die man mühevoll trainieren muss. Der BVB bietet diese jedoch aktuell nur situativ an, bspw. wenn Spieler Räume erkennen & nutzen.

Hier hat der BVB ein riesiges Loch im Mittelfeld, da sich 6 Spieler in letzter Linie orientieren, was Brandt & Haller jedoch erkennen & in diesen Raum kommen um eine Anspielstation zu bieten (1). Durch die große Passdistanz & den sofortigen Gegnerdruck kann Haller den Ball nur unsauber auf Brandt prallen lassen (2), weshalb sein Pass auf Sabitzer schwer wird (3) & dieser den Ball erst runterholen muss (4). Trotz dieser drei unsauberen Pässe, was Zeit gekostet hat, kann Sabitzer nun den Ball in die Tiefe auf Adeyemi spielen (5), dessen Hereingabe Haller nur knapp verpasst (6).






Häufig hat man diese Möglichkeiten jedoch nicht, weshalb nur lange Bälle (auf Haller) oder Pässe auf die Außenverteidiger möglich sind, die dann selber meistens keine Anschlussaktionen haben. In der vergangenen Saison löste man diese Situationen gerne über Doppelpässe auf. Hier bekommt Wolf den Ball & kann nur den schwierigen Pass auf Brandt spielen, welcher im Ballverlust endet.

Im zweiten Beispiel kann Wolf zwar einfach auf Can spielen (1), der jedoch sofort gepresst wird & nur den langen Ball spielen kann (2).


Bensebaini auf der anderen Seite geht zumindest sehr situativ noch nach innen, wenn dort Räume frei sind (1). Er nutzt diesen Raum dann um Ball zu treiben & Haller zu finden (2), bekommt jedoch den Ball nicht zurück (3).



Warum ich mir sicher bin, dass diese Situationen instinktiv entstehen & nicht so geplant sind, sind Szenen wie diese in denen Hummels unter Druck den Ball nach Außen spielt statt auf Bensebaini ins Zentrum. In Drucksituationen greift man auf das zurück, was man sicher hat.

Nun ein komplettes Gegenbeispiel der aktuell besten deutschen Ballbesitzmannschaft und passend zum Schwerpunktthema der Woche: Bayer Leverkusen. Hier eine normale Aufbausituation aus dem Spiel gg Darmstadt. Man hat geringe Abstände, jeder Spieler etliche Passwege & eine gute Raumbesetzung.

Kossounou spielt aus dieser Struktur den Ball auf Hofmann, der dann einfach auf Xhaka prallen lässt. Dadurch verteidigt ein Darmstädter vor & gibt Raum hinter sich frei, der sofort von Wirtz angelaufen wird.

So entstehen für Xhaka drei mögliche Anschlusskationen. Er spielt hier nun hoch in den Raum für Wirtz. Er hätte auch die Seite Wechseln können auf Boniface wo Leverkusen eine 3-2 Überzahl hat oder, falls beides nicht möglich, einfach nach hinten spielen können.

Für einige ist es zwar „nur“ Darmstadt, aber dies sind genau die Gegner, mit denen der BVB immer Schwierigkeiten hat, da man genau solche Strukturen nicht hat. Darüber hinaus waren diese Situationen auch am Freitag im Spiel gg die Bayern erkennbar.

Hier ein weiteres BVB Beispiel als Kontrast. Die Abstände zwischen den Spielern sind riesig & Hummels kann nur auf die AV spielen oder, was er macht, auf den situativ ins Zentrum kommenden Malen (1). Malen kann dann auf Can prallen lassen (2), der dann jedoch nur noch eine Option hat: den tiefen Ball auf Brandt (3). Da sich ein Freiburger hier total verschätzt kommt Brandt zu einer guten Schusschance (4).




Generell tat sich der BVB jedoch unfassbar schwer im Ballbesitz. Mit dem Wechsel von Nmecha für Adeyemi stellte man dann auf eine Fünferkette um. Can rückte hierbei zwischen die IV & ein Dreiermittelfeld aus Sabitzer, Nmecha & Brandt entstand.




Hierdurch ging jedoch meines Erachtens nach mehr Kontrolle verloren, da man defensiv weniger Druck auf den Ball ausüben konnte, da man einen Spieler zusätzlich für die Fünferkette hergegeben hat. Im Aufbau hatte man die weiter zu große Abstände.


Mit dem Feldverweis für Höfler stellte man dann erneut um & nahm Can heraus um eine Überzahl in diesen Räumen zu kreieren, auch da Freiburg sich weit zurückfallen lies um das Unentschieden zu verteidigen. Insg. daher erneut ein schwacher Auftritt des BVB mit den bekannten Problemen im Spielaufbau, die (scheinbar) auch in der Länderspielpause nicht angegangen wurde bzw. angegangen werden konnten. Da nun die Champions League losgeht & es noch weniger Zeit geben wird solche Muster zu korrigieren, wird dies wohl, vermutlich vorerst eine große Schwäche des BVB bleiben.

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Möchte das unterschreiben. Zu 100%.

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Achja ein Nachtrag noch: ich äußere mich grds. nicht zu Schiedsrichterentscheidungen die gegen den BVB getroffen werden und strittig sind, aber da ich die Szene gerade nach nochmal gesehen habe: Wieso Can nicht nach 27 Sekunden vom Feld fliegt ist mir absolut nicht schlüssig erklärbar. Es ist nahezu die gleiche Szene für die später Höfler vom Feld fliegt und Can bekommt hier nichtmals eine gelbe Karte. Für mein Empfinden hätte Freiburg hier nach 27 Sekunden in Überzahl weiterspielen müssen, was das ganze für Freiburg nochmal ärgerlicher macht.

Das ist ja nix neues in den letzten Jahren, aber unter Terzic sehe ich eher eine Rückentwicklung als eine Weiterentwicklung.

Ein ingesamt sehr Maues Spel vom BVB, das einzig gute ist das Erfolgserlebnis mit dem Sieg. Wenn das der Maßstab für die restliche Saison ist, muss Terzic aber sehr viele Motivationsvideo für die Fans bei Youtube hochladen. Man kann die Halbzeiten in 30/15 Blöcken einteilen, meistens ist ein Teil der Halbzeit gut, der rest richtig schlecht, wenn doch mal eine ganze Halbzeit gut ist, ist dann die zweite richtig schlecht. Die Freiburger haben auch kein gutes Spiel gemacht, lagen aber zur Halbzeit fast aus dem nichts in Führung.

Leider waren Haller und Adeyemi beides Totalausfälle, da hat man in der der Offensive mit zwei Mann weniger gespielt. Das Adeyemi in der Halbzeit nicht runter genommen wurde war eine Frechheit, der das Leistungsprinzip ab absurdum führt. Da Haller ja leider in einem körperlichen Loch ist, ist es zudem unverständlich, einem Moukoko keine Chance von Begin an zugeben, der sollte in der U21 ja ein bischen Motivation gesammelt haben.

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SVD-BMG 1.HZ
Darmstadt verschiebt gut, setzt Gladbach vernünftig unter Druck. Sie führen aber wegen Gladbach: Gladbach presst ins Nichts, das Positionsspiel stimmt defensiv und offensiv überhaupt nicht, körperlos ist auch ein treffender Begriff für Gladbach bisher. Die Defensive, die gegen Bayern mit gutem Positionsspiel und gutem Timing ganz gut gearbeitet hat, zeigt heute nichts davon. Itakura hebt das Abseits auf, beim Gegenspieler sind die Gladbach nur, wenn sie nach einem Foul mal einem aufhelfen. Kommt der Ball mal nach vorne kriegt Darmstadt ganz schnell den Ball, weil die Bälle unsauber sind und im Mittelfeld ein Loch ist. Jordans Anlaufverhalten ist unterirdisch; wenn ich den Torwart beim Spielaufbau angreife, dann muss ich den auch wirklich mal unter Druck setzen. Ngoumou spielt offensiv als einziger gefährlich, wird aber nicht gesucht oder gefunden.
Nicolas ist defensiv wirklich gut, aber sein Spielaufbau ist Mondragon-Gedächtnisball: Lang immer völlig unpräzise, kurz unsauber oder immer die falsche Entscheidung und damit bringt er regelmäßig die Mitspieler in Bedrängnis.

Kurzum: Umbruch und Auswärtsspiel schön und gut, aber Seoane muss sich fragen lassen, was sie die letzten zwei Wochen gemacht haben und warum die Defensive gegen Bayern funktionierte gegen Darmstadt aber überhaupt nicht. Nicht ins Spiel finden kann mal passieren, aber dann drei Tore zu kassieren (und auf diese Art und Weise), darf so eigentlich nicht laufen. Vor allem könnte Darmstadt auch schon höher führen.

Wie ist nach 5 Spielen dein Eindruck der Neuzugänge?

FCH - SVW

Abwehrleistung bringen Du musst.

Das heutige Spiel hat gezeigt, warum sich Vereine eine „Nicht-Spiel-Klausel“ in den Leihvertrag schreiben lassen.

Ex des Tages: Dinkci kurz vor Beste, gefolgt von Theuerkauf.
Diesmal ging der Sieg nur über die Effizienz, zum Laufen war es zu heiß.

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Der ist, abgesehen von Jordan (bei dem ich mir aber nicht sicher bin, ob er Zeit braucht), eigentlich sehr gut. Wenn Cvancara und Honorat fit bleiben und körperlich auf Bundesliganiveau kommen, dann wird man sehr viel Freude an ihnen haben. Wöber hinterlässt auch einen sehr guten Eindruck und Hack ist auch eine wertvolle Ergänzung, auch wenn ich für ihn eher nicht mehr als Einwechslungen sehe.

SVD-BMG 2.HZ
Seoane wechselt direkt vier Spieler ein und schon vor dem Elfmeter spielt Gladbach völlig anders und besser. Mir scheint Seoane hat das System angepasst und mit zwei Spitzen gespielt. Der Elfmeter wird verschossen und trotzdem steckt man nicht auf, kommt zurück, spielt systematisch und ruhig, aber trotzdem mit Zug nach vorne. Reitz hat in dieser zweiten Halbzeit gezeigt, warum er als großes Talent gilt. So eine zweite Hälfte hätte ich mir unter Farke nicht vorstellen können und ein 3:4 wäre auch durchaus möglich gewesen, am Ende wirkt das 3:3 aber irgendwie leistungsgerecht.
Darmstadt hat es allerdings nach der Roten auch bis zum 3:3 nicht hingekriegt ein System in seine Verteidigung zu bekommen (erst nach dem zweiten Wechsel nach dem 3:3 stand man wieder sicherer), deshalb hat Gladbach mehr Räume bekommen als sowieso schon. Honorat merkte man zum Schluss an, dass er platt war und noch ein bisschen braucht bis er 90 Minuten spielen kann, Netz hat man die Pause angemerkt, Elvedi merkt man die Monaten ohne Spielpraxis an, aber Neuhaus und Cvancara (trotz verschossenem Elfmeter) haben fantastisch gespielt.
Ein Punkt noch zu den vier Wechseln: Alle, außer Ngoumou, waren schwach, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass das Bestrafungswechsel waren, sondern allesamt taktischer Natur - und im Gegensatz zu Farke nicht erst in der 75.

[FCBB04] - Bayern findet die Hebel für Leverkusen’s Abwehr, scheitert nur am Torwart. Das Tor zum 1-0 wieder durch eine Standardsituation. Bis dahin hat Leverkusen nur durch Standards Tore kassiert. Leverkusen mit gutem Stellungsspiel und mehr Räumen zum Ende der ersten und Mitte der zweiten Hälfte. Bayern durch individuelle Klasse etwas besser, aber auch hinten anfällig. Am Ende, ein gerechtes 2-2.

[SCFBVB] - In der 11. Minute, drei Ecken hintereinander, Hummels macht die dritte dann rein, frei am zweiten Pfosten. Freiburg mit hohem Pressing erzwingt immer wieder Fehler, nur zu wenig umgesetzt. Zwei Kopfballtore in Nachspielzeit der ersten Hälfte bringt Freiburg 2-1 in Führung. In der zweiten Hälfte dreht Dortmund das Spiel und gewinnt 4:2.

[HDHSVW] - Heidenheim mit mehr Schärfe im Angriff. Kleindienst, Dinkci, und Beste nehmen Werder‘s Abwehr auseinander. Am Ende ein verdienter Sieg. Werder‘s Offensive noch nicht fit und defensiv schlecht wie immer.