#4: Leistung muss sich wieder Loonen!

Wir haben mit diesen Gästen über den Spieltag gesprochen:

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Schöne Sendung bisher.

Eine inhaltliche Anmerkung zu Bayern und dem engen Kader, bzw. Mehrere.

Dass bei dem Thema unter anderem die Torhüterinnenposition angeführt wird, kann ich nicht verstehen. Man hat 2 verletzte Keeperinnen. Das kann passieren, deshalb ist man dort nicht zu eng aufgestellt.

Man kann bei der IV darüber diskutieren, dass mindestens 3 der IV eine gewisse Anfälligkeit haben ja, aber trotzdem sind 4 IVs meines Erachtens grundsätzlich genug. Mehr wird dann schon wieder kritisch. Daher verstehe ich auch die Zähringer Leihe.

Im zentralen Mittelfeld hingegen stimme ich voll zu, dass es eine Fehlplanung ist, wenn man denn wirklich nur darauf gesetzt hat, dass Oberdorf und Zadrazil zurückkommen. In Anbetracht der ganzen Transfers, mit denen Bayern in Verbindung gebracht wurde im Frühjahr und Sommer (unter anderem senß und Wamser), sehe ich aber ehrlicherweise, dass man als Transferziel nicht attraktiv war. Das kann viele Gründe haben, aber es wird vor allem auch mit Bayerns Gehaltsstruktur im Vergleich zu den europäischen Topclubs zu tun haben. Das heißt, die Bayern wollten meiner Meinung nach wahrscheinlich ne Verstärkung im Mittelfeld holen, haben die Spielerinnen aber nur mit den von Rech so hochgelobten Softfaktoren nicht geschafft zu überzeugen und daher muss man das nach außen nun als den Plan verkaufen. Weil 5000 Spielminuten der letzten Saison abzugeben mit dem Ziel, dass das von Zadrazil und Oberdorf Straight outta ACL und einer im Zentrum nicht überzeugenden Alara ersetzt wird, wäre nicht nur keine gute Arbeit, sondern ein Totalversagen der sportlichen Leitung. Wenn Amani, wie von Rech nach dem Spiel angesprochen wirklich jetzt auch länger ausfällt, dann wird Bayern schon gegen Köln Probleme haben. Gegen City wird’s dann vermutlich ganz böse. Weil ja mit Ball ist das sehr gefällig teilweise, aber gegen den Ball wird das ganz schnell ganz löchrig dann.

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Danke euch. Schöne Folge mit sehr hörenswerten Gästen. Zum Bremen-HSV Segment und zum Thema zweites Highlight Spiel: Es gab zu Beginn der zweiten Halbzeit ein Banner dazu von den Werder Fans und auch (passenderweise genau bis zum Tor) einen Stimmungsboykott.

Alles was ihr zum HSV gesagt habt, würde ich so unterschreiben. Offensiv ist das weiterhin sehr bieder und muss sich bessern, um die Klasse zu halten.

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Ergänzend dazu: der Stimmungsboykott war dieses mal auch nur für 5 Minuten geplant und nicht für 12 Minuten, wie wir das schon auf Platz 11 hatten. Das hat so wirklich sehr gut mit dem Tor in der 49. Minute gepasst. Das Banner wurde dann entsprechend kurz nach dem Tor wie geplant zusammengepackt.

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Max’ These, ob Stuttgart das ist, was wir alle von Union erwartet haben, würde ich aktuell eher noch mit einem Fragezeichen versehen. Von dem, was ich bisher gesehen habe, schafft Stuttgart es ganz gut, sich am eigenen Spiel zu berauschen. Man fuchst sich über physische Präsenz und gelungene Einzelaktionen in umkämpfte Spiele rein und pusht sich dann mit dem Publikum im Rücken bis ans Leistungsmaximum. Einen ernsthaften Angriff aufs obere Tabellendrittel, wie es viele bei Union prophezeiht haben, sehe ich aber nicht. Der Gesamtoutput ist mehr als die Summe seiner Teile und 7 Punkte aus 4 Spielen sind schon eine ordentliche Overperformance. Das kann Stuttgart natürlich vollkommen egal sein, denn positives Momentum und gefestigtes Selbstvertrauen sind im Mannschaftssport wichtige Parameter und 7 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz sind 7 Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz.

Zur angesprochenen Konzeptlosigkeit bei Union muss ich nochmal das Beispiel Jella Veit anführen. Als Innenverteidigerin in Frankfurt frisch zur Nationalspielerin geworden, wechselt sie ablösefrei nach Berlin, weil Union aus ihrer Sicht die besten „Argumente“ hat. Über ihre Rolle scheint im Vorfeld allerdings nicht wirklich ernsthaft gesprochen worden zu sein, denn sie wurde in der Vorbereitung (aufgrund des Überflusses an IVs im Kader?) von Eta kurzerhand zur Sechserin umfunktioniert und weil das nicht so wirklich funktioniert hat, wurde ihr last Second noch Hausicke vor die Nase gesetzt. Seitdem sitzt eine IV-Nationalspielerin als Backup-Sechserin auf Unions Bank. Eine Spielerin, die bei mindestens der halben Liga Stamm-IV wäre und auch beim Gegner vom Wochenende kann ich mir kaum vorstellen, dass eine pragmatische Trainerin wie Carlson keine Verwendung für sie hätte.

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Ja Stuttgart ist Aufsteiger und es wurde ein paar mal gesagt sie sind halt unerfahren und neu.Warum ?

Bundesliga Spiele der Startelf am 1.Spieltag knapp 950.Zum Vergleich hatte Union Berlin letzte Saison in der Startelf nur 550. Ich find Stuttgart stärker als Union in ihrer ersten BL Saison.Einzig im Sturm sollte man im Winter was machen.

Bei Union ist das einfach ein zusammen gewürfelter Haufen der nicht passt und manche Transfers überschätzt sind.Nur weil man gutes Geld zahlt und Namen einkauft entsteht nicht immer ein Team.

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Wird auch interessant wie Spielerinnen es danm zukünftig bewerten, sollte Veit weiterhin so eingesetzt werden. Warum sollte bei nur Union Friede, Freude, Eierkuchen sein und alle wollen umbedingt dahin. Ich sehe das als Beispiel bei Freiburg mit Nachtigall. Sie wollte den nächsten Schritt gehen, mit Ausfall fand ich nicht das sie den gegangen ist. Der Ausflug war aber nach einem Jahr vorbei. Warum wissen wir nicht. Ich kann mir schwer vorstellen, dass Freiburg damals nur der einzige interessent war.

Mich würde auch brennend interessieren welche Stürmerinnen es gewesen wären. Wenn man explizit davon spricht, die wollen CL, müssen das doch schon größere Kaliber sein?! Die müssen dann entweder die Chance auf CL gehabt haben, sonst müssten sie nicht absagen. Dann müssten die auch nochmal ein höheres Gehalt sehen wollen als bisherige Neuzugänge. So ordne ich zumindest eine Stürmerin auf dem Niveau ein.

Das finde ich eh immer schwierig. Wie oft lese ich von Freiburg und deren langjährige Ligazugehörigkeit… Also ob das etws aussagt, wenn Freiburg jeden Sommer 7 neue Spielerinnen integriert und Spieler mit sehr jungem Alter auf den Rasen hat.

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Danke für die sehr schöne Sendung! So eine gute Chemie und Energie zwischen euch!

Zu VFBWOB hätte ich gerne noch erwähnt gewusst, dass WOB nach 30 Minuten auch 3:0 führen kann (muss), wenn mit den Chancen nicht so arg verschwenderisch umgegangen wird. Das war schon etwas verrückt, was da aus besten Positionen am Tor vorbei ging. Aber Stuttgart sieht ansonsten wirklich nicht aus wie ein Aufsteiger, und erst recht nicht wie ein Absteiger. Bin gespannt auf den Stuttgarter Auftritt auf Platz 11 am Montag, das könnte energiegeladener Fussball von beiden werden, vermutlich sogar auf Augenhöhe.

Dazu möchte ich mein Erstaunen ausdrücken: Ja, das LEVFCB-Spiel endete auch im letzten Jahr 3:2, aber selbst die Abfolge der Tore und fast sogar die Minuten sind identisch!? In welcher Matrix ist die Frauenbundesliga bitte gefangen? Das ist doch surreal…

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Wenn man jetzt noch bedenkt, dass Bayer auch noch dieses Jahr beim 3:2 in unterzahl war (wegen Verletzungsbehandlung musste eine Spielerin ne Minute vom Feld)

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Mega Line-Up mal wieder und ich freu mich schon auf die restliche Sendung!

Ich wünschte, ich wäre auch so überzeugt von Köln wie ihr. Mich sorgt vor allem die Liste der verletzten Spielerinnen, teils von ungewisser Dauer. Und ja, es ist toll, wie die andern das auffangen, aber provoziert und produziert das nicht zugleich die nächsten Ausfälle?
Insgesamt sehe ich etwas wenig arrivierte Spielerinnen „im besten Fußball-Alter“. Und sie lassen immer noch zu viele Chancen liegen. - Then again, als Kind der Stadt denke ich mir auch: Kühle Effizienz wäre wohl einfach nicht Köln ;-).

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Köln vs. Union: So unglücklich das 1:0 war, so viel Glück hatte Union eine Minute vorher. Den Kopfball muss Ziemer versenken.

Freiburg vs. Mainz: Ich fand es hier spielerisch übersichtlich. Aber ich stimme bei den Toren zu. Sonst schieß Freiburg nicht so oft oder man ärgert sich, wenn der Torabschluss nicht kommt. Man muss es so ehrlich sagen, in der Frauen-BL muss man auch mal draufhauen. Ein Abfälscher oder Torwartfehler ist immer möglich. Bisher darf Freiburg halt aus allen Spielen die positiven Punkte mitnehmen.

Das ist wirklich wild, vor allem als am Spieltag davor auch noch Tysiak ausgefallen ist. Da ist Schneider in die IV gerückt und Steinert hat sie links ersetzt. Das mit Veit auf der Bank ist schon merkwürdig. Wobei es jetzt auch nichts Neues ist, dass manche Spieler:innen mit manchen Trainer:innen auch manchmal schlicht nicht matchen. Bemerkenswert ist es dennoch.

Zum „verkopfte Trainer:innen“-Teil im SGE/TSG-Segment: Mir ist im März schon aufgefallen, dass Virsingers Statements und Antworten während der Schwächephase von Hoffenheim quasi ausschließlich taktischer Natur waren. Das wirkte auch auf mich sehr verkopft, weil du mit der Besetzung nach einem 0:4 gegen den HSV wahrscheinlich eigentlich über Einstellung, Motivation und Einsatz sprechen müsstest. Hatte damals schon gedacht, dass da bei ihr vielleicht noch der Sprung von Co- zu Cheftrainerin aussteht. Denn – zumindest in meiner Vorstellung – als Co kann man ja die ganze Zeit die taktischen Vorstellungen beim Cheftrainer abladen. :grinning_face_with_smiling_eyes:

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Zu Mainz: in der letzten Saison habe ich sie in der 2. Liga als Mannschaft gesehen, die spätestens in der Rückrunde den besten Fußball spielt. Die sind aus meiner Sicht völlig zurecht an allen vorbeigezogen. Von daher hätte ich erstmal Vertrauen in die Arbeit des Trainers. Ob’s dann am Ende reicht, hängt natürlich von noch viel mehr Dingen ab.

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Kurz nochmal zu den Rauchbomben im Stadion auf der Waldau: Ich verstehe Max’ Perspektive, aber auch die Rauchbomben machen das Atmen teilweise finde ich unangenehm und schwierig für eine gewisse Zeit. Da würde mich mal eine Einschätzung von Asthmatiker*innen interessieren, ob das wirklich so unproblematisch ist.

Übrigens, ich glaube Max wollte sagen, dass Rauchbomben etc. nicht so gefährlich sind wie Bengalos. Er hat nämlich gesagt „nicht so gefährlich wie Pyrotechnik“, aber soweit ich weiß zählen Rauchbomben etc. rechtlich zur Pyrotechnik.

Bezüglich der Thematik „Übertragung der ‚Männerivalitäten‘ in den Frauenfussball“:

Ich schaue derzeit recht viel US-Sport und habe mich entsprechend mal tiefer mit dessen Franchisemodell, den exklusiven Ligen und der Bildungspipeline beschäftigt. Dabei ist mir nochmal verstärkt klar geworden, wie anders doch das europäische Vereinsmodell ist.

Es gibt hier nun mal eine Vereinskultur. Die Menschen brennen tatsächlich für einen Verein, nicht für eine Abteilung. Das hat, so vermute ich, was mit der strikten Ortsgebundenheit zu tun, die so in den USA höchstens bei den Bildunsgeinrichtungen existiert. Dass die Emotionen, die Leute in einen Verein stecken auch Abteilunsgübergreifend existieren, ist für mich nicht verwunderlich. Das hört ja nicht mal bei Unterabteilungen derselben Sportart auf, sondern kann durchaus auch Sportartübergreifend sein. Da mag man jetzt entgegnen, dass es in der Realität aber so ist, dass sich diese Emotionen meistens entlang einer einzigen Abteilung entwickeln, entweder der Größten oder eben der, die die Leute verfolgen. Warum sollte man also bei einer anderen Abteilung irgendwas davon ausleben? Das stimmt und ist auch völlig rational, aber da kann ich nur sagen, dass wir uns ja nicht auf dem Territorium der Rationalität befinden. Zudem werden diese Emotionen von Vereinen ja auch gezielt gefördert und angesprochen. Die Einheit des Vereins wird ständig betont (selbst wenn dann mal für’s Merchandise/Marketing eine „eigene Identität“ geschaffen werden soll, wie neuerdings bei Nürnberg oder auch Man City).

Ich will damit die Kickers-Fans, die die Rauchbombenaktion zu verantworten haben keineswegs in Schutz nehmen. Ich finde die Aktion aus denselben Gründen wie sie Adrian Geiler vorgetragen hat ebenfalls albern, aber es ist für mich kein Rätsel, weshalb sie die geforderte Trennung der VFB-Stuttgart Fussball-Frauenabteilung von der Fussball-Männerabteilung in ihren Gefühlen nicht durchgeführt haben. Ehrlicherweise sehe ich aber auch kein grundlegendes Problem damit. Es ist nun mal derselbe Verein. Auch die Spielerinnen dürften diese Trennung größtenteils nicht konsequent durchführen, denn sonst wären „Herzensvereine“, bis auf jene ohne prominentere Männerabteilung, gar kein Thema. Problematisch wird diese Übertragung, ganz allgemein gesprochen, mMn dann, wenn eine Abteilung dabei völlig auf der Strecke bleibt und sich nicht selbst entfalten darf, obwohl sie eben eine eigene Abteilung ist.

Umso schöner ist zu sehen, wenn sich eine Rivalität, die historisch in der Männerabteilung (und allgemeinen Stadtrivalität) entstanden ist, in der Frauenabteilung neu entwickelt, wie es in den letzten Jahren bei Dortmund - Schalke in der Westfalenliga/Westfalenpokal der Fall war.

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Über Ultragruppen kann man sicherlich viel streiten, da gibt es bestimmt manch albernes Verhalten zu kritisieren (wie auch mach gutes Verhalten zu loben).

Gleichzeitig kam mir der Gedanke, dass man ja fast schon lobend erwähnen muss, dass die Kickers Ultras den VfB Frauenfussball immerhin scheinbar als ernstzunehmenden Fussball anerkennen. So weit aus dem Neandertal hat sich bislang nicht jede Ultragruppe herausgewagt, was Frauen angeht.

So gesehen, eigentlich ein gutes Zeichen, wenn es bei den Kickers Ultras Störgefühle verursacht, dass die VfB Frauen in „ihrem“ Stadion spielen.

Man könnte dies natürlich auch weiterspinnen, denn vielleicht werden die VfB Frauen auch als Konkurrenz gesehen. Wenn Familien / Kinder aus Degerloch und Umgebung plötzlich am Wochenende eine weitere Option haben, Fussball zu sehen… ich wüsste wofür sich meine Tochter entscheiden würde, hätte sie die Wahl zwischen Regionalliga der Männer oder Bundesliga der Frauen. Ganz interessant zu beobachten, wie das weitergeht.

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Man muss ja nur mal nach Unterhaching schauen um zu sehen wohin die Reise gehen kann.

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