#6 – Euer Input für den 6. Spieltag 26/27 Frauen

Nächsten Montagabend werden wieder alle Spiele des abgelaufenen Spieltags besprochen.

Das sind diesmal die Gäste:

Wie immer freuen wir uns über Euren Input.

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Ein Sieg in Köln nimmt man doch gern mit aus Freiburger Sicht.

In der ersten Hälfte stand man tiefer, offensiv leider nicht viel auf den Platz bekommen. Einige Szenen wurden im Keim erstickt. Der Schuss von Açıkgöz war die gefährlichste Szene in der ersten Halbzeit. Obwohl Köln Chancen erspielt hatte und vor Reimann auftauche, aber sie nicht in Bedrängnis brachte. Arfaoui hatte dann mal wieder einen ihrer Lichtblitze, sie setzt sich durch und spielt einen der besten Pässe des SCs in der Halbzeit. Leider konnte Vogt vor Brunhold klären. Sonst habe ich Flanken in Erinnerungen, die halt keine Spielerinnen fanden. Gilt auch für Pässe.

In der zweiten Hälfte kam man mir auch etwas ballsicherer vor. Man spielte von rechts, nach hinten und dann links. Mittelfeld konnte man den Ball halten und fand jemand. Eine flachen Eckenvariante war im Spiel. Birkholz auch einfach kein Glück am Fuss. Einmal spielt sie den Ball rein als rechts am Strafraum ist und dann nochmal selbst die Chance. Brunhold gefällt mir, die präsent und macht das Tor. Verunglückte Flanke, who cares? Man muss halt einfach die Bälle aufs Tor bringen. Das eine Torhüterin patzt oder sonst was passiert, ist immer möglich. Vincze ist auch immer agil, bissig. 2x hintereinander Gelb nach Einwechslung und 4 bis 6 Minuten auf dem Feld. Hatte auch eine große Chance.

Defensiv ganz nüchtern verteidigt. Man hat recht wenig zugelassen. Es gab Abschlüss, aber keiner davon hat Reimann zu großen Problemen gestellt. Einfach in die Arme gespielt oder abgefangen.

Das Memminger gefehlt hat, merkte man. Nach so kurzer Zeit, die macht schon Alarm auf ihrer Seite.

Im Stadion gegen Leverkusen war schon zu beobachten, dass Freiburg diese Variante relativ oft hat aber selten anspielt. Die Staffelung (und recht geringe Restverteidigung) sorgt scheinbar dafür, dass der Rückraum für Freiburg oft eine Option darstellt. Wirklich angespielt wird sie aber selten.

Meine Gedanken zum Spiel des SC in Köln:

Taktische „Erkenntnisse“

Freiburg scheint sich nach den ersten Spielen mit teils sehr hohem situativen Pressing nun verstärkt auf eine kompakte und stabile Defensive zu konzentrieren. Blickt man auf die durchschnittlichen Positionen der Spielerinnen, so standen die Innenverteidigerinnen bei den Spielen in Hamburg oder zuhause gegen Union Berlin noch ca. 22 Meter vor dem eigenen Tor, gegen Köln standen sie durchschnittlich schon fast am eigenen Sechzehnmeterraum. Das kommt den eher langsamen Innenverteidigerinnen sicher entgegen. In den vergangenen Spielen gab es immer wieder Momente, die diese Schwäche offenbarten. Letztlich hat das aber sicher auch etwas mit dem FC Köln zu tun, die das stärkste Team in Sachen Balleroberung im letzten Drittel sind. Gerade darauf hat der SC aber gut reagiert, indem sie in der zweiten Hälfte mit der Führung im Rücken die nötige Souveränität und Ruhe hatten, sich aber nicht zu schade waren, den Ball auch mal Richtung Luca Birkholz lang zu schlagen. Die Voraussetzung als Team mit einer der schwächsten Passquoten (71,5 %, 12./14.) gegen eines der pressingstärksten, ließ dahingehend Schlimmeres vermuten.

Köln hatte dagegen große Probleme, den tiefen Freiburger Block zu bespielen. Nur selten kamen sie hinter die letzte Kette und suchten ihr Heil dann meist in (ungefährlichen) Flanken.

Freiburgs Offensive wirft Fragen auf

Ein xG-Wert von 0,31 und nur sechs abgegebenen Schüssen spricht erst mal für sich. Was aber viel schwerer wiegt, ist die dahinterliegende und nun sechs Ligaspiele anhaltende Überperformance. Insgesamt hat man sich über diese Saison 6,42 xG erarbeitet (1,07 pro Spiel) und acht Tore erzielt. Man hat demnach +1,58 Tore mehr erzielt als anhand der Chancen erwartet.

Blickt man aber noch genauer hin, nämlich auf den Expected Goals on Target (xGOT)-Wert, zeichnet sich ein noch deutlicheres Bild. Während der xG-Wert vor dem Schuss ansetzt, blickt der xGOT-Wert auf den Moment des Abschlusses und erfasst ausschließlich Versuche, die direkt auf das gegnerische Tor gehen (also im Netz landen oder von der Torhüterin pariert werden).
Dieser liegt bei Freiburg bei 4,94. Heißt also, dass beim SC derzeit mit dem Schuss die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt. Dass daraus trotzdem acht Treffer entstanden, zeigt eine klare Überperformance. Sie ist auch dadurch zu erklären, dass drei der acht Freiburger Saisontore mehr oder weniger Zufall waren. Dazu gehört der Freistoß von Ojukwu in Hamburg, das Leverkusener Eigentor und die heutige Tor-Flanke von Brunold.

Wenn es also die erwartbare Regression zur Mitte gibt, könnte es sein, dass die SCF-Frauen noch weniger Tore erzielen, als sie ohnehin schon tun.

Hab mal versucht das zu visualisieren:

Die Defensive als Prunkstück oder ein Trugschluss?

Auch hier zeigt sich in den Werten wieder eine klare Überperformance. 11,25 xG ließ man diese Saison bereits zu. Die Gegnerinnen des SC kommen aber auf gerade mal sieben Treffer. Legt man den xGOT-Wert zugrunde, kommt man immer noch auf 9,83. Das bedeutet, dass Freiburg nach xG +4,25 Tore hätte kassieren können. Nach xGOT immerhin noch 2,83.

Natürlich kann man das auf diverse Faktoren zurückführen, aber einer muss hier genannt werden: Der SC Freiburg hat eine großartige Torhüterin. Mit 2,83 verhinderten Toren liegt sie um 0,65 verhinderte Tore vor der zweitplatzierten Maria El-Sharif von Werder Bremen. Das sind für eine 17-Jährige richtig gute Werte. Freiburg sollte also hoffen, dass Reimann dieses Niveau noch eine Weile halten kann.

Ebenso wieder ein Visualisierungsversuch.

Fazit

Wieder mal ein ganz komisches Spiel, das aber irgendwie in den Rahmen der bisherigen Saison passt. +1,58 erzielte Tore (+3,06 xGOT) und −4,25 Gegentore (−2,83 xGOT) zeigen deutlich, dass die Freiburg-Frauen gerade in einer Überperformance liegen und ihr Glück an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas strapazieren. Nicht nur aus dem Fußball wissen wir, dass es langfristig immer eine Regression zur Mitte gibt. Für Freiburg könnte die ungemütlich werden.

Vielleicht wählt Marco Konrad einen ähnlichen Ansatz wie Jürgen Klopp beim DFB und möchte zunächst auf eine stabile Defensive setzen. Das anfänglich hohe und intensive Pressing sowie die xG-Werte weisen aber nicht unbedingt darauf hin, dass es perfekt läuft – bzw. von Beginn an so geplant war.

Marco Konrads Aussagen auf der vereinseigenen Homepage könnten sich aber so interpretieren lassen:

„Hinten heraus haben wir noch die Gelegenheiten, mit dem zweiten Tor alles klarzumachen. Insgesamt war es einfach eine geschlossen gute Mannschaftsleistung. Hier wächst gerade etwas zusammen, das Team agiert als Einheit. Das ist für uns der richtige nächste Schritt.“

Gerade in der zweiten Hälfte war das Team tatsächlich eine kompakte und funktionierende defensive Einheit.

Das Angriffsspiel muss aber in Zukunft dringend angegangen werden, besonders in puncto Konsequenz. Ansätze sind nämlich sehr oft zu sehen, es fehlt aber regelmäßig am letzten Pass oder dem richtigen Abschluss. Luca Birkholz z. B. ist eine Spielerin, die dies in dieser Saison personifiziert.

Einige Spielerinnen werden für ihre Nationalmannschaften unterwegs sein, daher ist fraglich, ob in der Länderspielpause so viel am Offensivspiel gearbeitet werden kann.
Beispielhaft für Freiburgs Ideenlosigkeit im Angriff war die 27. Minute. Es gab einen Freistoß in der eigenen Hälfte. Stierli fand keine Anspielstation und Ojukwu fiel zurück und führte ihn aus. Normalerweise sollte nun der Impuls entstehen, dass die IV breit ziehen und der Rest des Teams sich entsprechend staffelt. Ojukwu führte den Freistoß aber sehr schnell aus und schlug ihn einfach lang in die letzte Kölner Reihe, die einen neuen Angriff aufbauen konnte.

Um jedoch mit etwas Positivem zu enden:

In der zweiten Halbzeit stand man gegen ein sehr gutes Bundesliga-Team stabil. Man hat nur noch 0,2 xG zugelassen. Gemeinsam mit dem funktionierenden situativen Pressing aus den ersten Spielen sind das schon gute Elemente, die das Team vielseitiger machen.

Das Wichtigste jedoch ist: Die 10 Punkte aus den ersten 6 Spielen nimmt keiner mehr weg, egal, was der xG-Wert sagt.

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Wenn alles gut geht, erwähne ich es auch in der Sendung, aber die Laufleistung beider Teams war krass. Wenn die DFB-zahlen stimmen, lag Köln 7 und Freiburg 9 Kilometer über ihrem bisherigen Schnitt pro Spiel:

Vermutlich war auch deshalb der FC am Ende des Spiels so sloppy.

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Das ist ja komisch. Bei Sofascore liegt die Laufleistung bei 107,2km zu 105,9km.

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Sofascore vertraue ich da noch weniger, die haben oft nicht mal eine Laufleistung. Aber auch beim DFB bin ich mir leider nicht ganz sicher, die haben manchmal total weirde Werte.

Unabhängig davon dass die Führung schon in Ordnung geht war das doch (vielleicht sogar doppelt) irregulär gerade.

Also ganz klares Handspiel und der Ball war wenn überhaupt nur knapp über der Linie.

Das ja wirklich ne Katastrophale Schirileistung.

Das musst du doch sehen.

Klares Handspieltor und der Ball war wahrscheinlich nichtmal hinter der Linie. Zumindest kann die Assistentin, die nicht mit auf die Grundlinie gelaufen war, das aus ihrer Position unmöglich entscheiden.

Bei der FBL Reform muss mit höchster Priorität irgendwas im Schiriwesen passieren. Das hat abgesehen von Lutz, Michel und mit Abstrichen Wildfeuer sehr wenig mit Profisport zu tun, was da streckenweise gepfiffen wird.

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Ich bin großer Fan von Varianten beim Freistoß und Ecken. Letztens auch ein Tor von der nordkoreanischen U20 der Frauen gesehen. So neben den Varianten, wo der Ball an Mitspielerinnen vorbei fliegt, in die Arme der Torhüterin geflankt wird oder Ecken auf kurzen Pfosten ins Aus gehen oder weggeschlagen werden. Klar, am Ende musst du die dann richtig ausspielen.

Es blitzen immer wieder Situationen. Über Arfaoui hieß es im Podcast zwischen Genie und Wahnsinn. Sie setzt einmal durch, auch etwas glücklich, spielt den richtig starken Pass auf Brunold. Wenn dann 2-3 solcher Pässe kommen würden. Das gilt aber nicht für sie. Ojukwu, Schneider, Vobian, die können doch alle was.

Ich sehe es schon kommen Birkholz wird beim DFB in den U23-Spielen in der Woche scoren. Dieses Jahr würde ich es sogar nennen. Das fing schon in der Rückrunde, z.B. in Frankfurt.

Pech hat sie auch, gegen Leverkusen zu spät abgrschlossen, dann geht Ball trotzdem fast in Tor und es gibt den Monster-Save. Abschluss und Pass stehen im Mittelpunkt. Gibt es da nicht mal wieder ein Juwel in der Jugend. Spielerin mit Kaltschnäuzigkeit und Torinstinkt.:grinning_face_with_smiling_eyes:

Ja das ist so das was ich mit Konsequenz meine. Die Ansätze sind oft da und dann wird doch nochmal ein Ball quer gelegt trotz aussichtsreicher Position oder es kommt ein Schuss raus, der eher Richtung Tor kullert.
Letztlich ist es auch immer etwas Tagesform abhängig, welche Spielerin einen guten Tag erwischt. Manchmal fehlen mir da dann auch die klaren Abläufe (Ablagen von Birkholz im Klatsch-Steil Spiel z.B. kommen vor aber zu selten, die würde ich gern öfter sehen).

Wildfeuer habe ich jetzt hin und wieder Live gesehen. Sowohl in der Frauenbundesliga als auch in der Männer Regionalliga. Dabei hat sie mir immer gut gefallen. Sowohl fachlich, als auch in Sachen Körpersprache / Autorität und Umgang mit Trainern und Spielern.

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Was ein wildes Spiel in Wolfsburg. Ob man das Handspiel vor dem 1:0 aus den Positionen des Schiri-Teams sehen kann, weiß ich nicht. Manchmal würde der VAR halt doch helfen.

Vorne bleibt die Chancenverwertung schwierig, wobei der HSV diese Saison auch wesentlich stabiler steht. Aber Prasnikar ist leider weiterhin keine Verstärkung und auch Alber hat bei ihren Einsätzen nicht wirklich Werbung in eigener Sache betrieben.

Unabhängig vom Sieg muss sich Wolfsburg langsam tatsächlich mit ihrem Torhüterinnen Problem beschäftigen. Johannes sieht man inzwischen die Unsicherheit bei jeder Situation an. So auch beim 1:1. Anstatt sich auf der Linie zu verschanzen und ihn sich dann praktisch selber reinzulegen, hätte sie den Ball vorher klären müssen, so lange wie der unterwegs war.

Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, die taktische Neuerung Küver bei Ballbesitz in das MF zu ziehen, hat die eigene Mannschaft mehr verwirrt, als die Hamburger.

Für mich sah es immer so aus, als ob im Zentrum dann überhaupt kein Platz war und die Aussenverteidigung nicht mit anschieben durfte, da sie die Restverteidigung stellen mussten. Mehrwert zumindest für mich nicht erkennbar. Da der HSV aber auch keine Konterstürmerinnen auf dem Platz hatte, war es zumindest heute nach hinten auch kein wirkliches Risiko.

Tja und der HSV ist weiterhin im Angriff zu ungefährlich. Wenn man kaum nach vorne kommt, und dann keine Stürmerin auf dem Platz hat, die das Tempo und die Technik für Konter mitbringt, dann ist es halt für den Gegner leicht zu verteidigen.

Defensiv inzwischen eine ganz gute Stabilität erreicht. Da kann man drauf aufbauen.

Am Ende hat Wolfsburg die Kontrolle über das Spiel verloren und so hätte mich der Ausgleich nicht wirklich gewundert. So richtig verdient, wäre er aber nicht gewesen.

Bitter sind natürlich die vielen Verletzungen beim HSV. Insbesondere auch schon wieder Lotta Wrede. Hoffentlich nicht wieder eine lange Ausfallzeit.

Wie man das 1-0 geben kann…

Wie man Elfmeter für Bartz nicht geben kann, kurz nach dem 1-1…

Aber wenn LW32 wirklich wieder schwer am Fuß verletzt wäre. Stimmungskiller für die ganze Saison…

zu Leipzig gegen Mainz

Die Anspannung war im Stadion auf beiden Seiten förmlich greifbar. Die drei Tore in den ersten zehn Minuten haben dann das Spiel natürlich entschieden. Insgesamt war der Sieg dennoch ein wenig zu hoch.

Positiv möchte ich noch erwähnen, dass RaBa nach dem Zusammenstoß per Kopf sogleich den Wechsel vorbereitet hat. Das gab es bereits am ersten Spieltag gegen Leverkusen. Es scheint tatsächlich Vorgabe zu sein, bei Kopfverletzungen gleich zu wechseln. Das könnte vielleicht Vorbild für die Liga sein.

Ich muss leider sagen, das Spiel gestern in Leipzig war ein Rückschritt für die 05erinnen. Es hat mir wieder der Mut gefehlt gerade im Spiel nach vorne. Die Stürmerinnen waren teilweise sehr auf sich gestellt. Defensiv fande ich die erste Hälfte noch okay, aber ehrlicherweise hätten sie auch schon mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen können. Eine mögliche Erklärung für die Herangehensweise könnte sein, dass so viele Spielerinnen gefehlt haben, weshalb es eher wieder so aussah wie gegen Köln. 7 Spielerinnen, die noch gegen Frankfurt im Kader standen, haben gefehlt. Alleine 5 Spielerinnen aus der Startelf (Matsumoto, Junold, Bouziane, Matheis & Jackson). Ich würde auch sagen am Ende sieht das Ergebnis verheerender aus als es tatsächlich war. Es waren eigentlich nur zwei Gegentore dabei, die mich richtig genervt haben. Beim 0:1 kann es nicht sein, dass Mertens ungestört von Mittellinie bis zum Strafraum laufen darf. Es ziehen zwei Spielerinnen zurück und gehen nicht in den Zweikampf (Kurishima & Georgieva). Mit beiden war ich nicht wirklich zufrieden. Kurishima war mMn schon in Halbzeit 1 häufig im negativen Sinne beteiligt, wenn es gefährlich für Leipzig wurde. Entweder weil sie auch da nicht in die Zweikämpfe gegangen ist oder sie ihre Gegenspielerinnen hat laufen lassen. An der Stelle würde ich auch die These aufstellen, dass die Emma Junold Verletzung aus dem Pokal ein größerer Verlust ist als einige vielleicht denken. Die verbesserten Auftritt in Freiburg und gegen Frankfurt hatten auch mit ihren Startelfeinsätzen zu tun. Georgieva war auch beim zweiten Treffer, der mich sehr genervt hat, entscheidend beteiligt. Beim 0:3 verstehe ich nämlich nicht, warum sie versuchen hinten rauszuspielen. Nachdem du kurz zuvor mit dem 0:2 so einen Nackenschlag bekommen hast, würde ich mich erstmal sammeln wollen und auf Sicherheit gehen. Man kann natürlich schon fragen, ob Berg Georgieva in diese Situation bringen muss, aber final vertändelt sie den Ball und macht auch das Foul.

Beim 0:2 hatte ich den Eindruck, dass der Ball abgefälscht wurde von Georgieva. Kann halt passieren. Das 0:4 & 0:5 kann ich unter individuelle Fehler junger Spielerinnen verbuchen. Den 11er verursacht Bukowski. Bei Bukowski weiß ich nicht, ob sie diese Saison ohne die vielen Ausfälle überhaupt das Feld gesehen hätte. Eigentlich ist sie Kapitänin der U23, aber hat auch schon die Vorbereitung mit dem ersten Team gemacht. Ich hat da aber schon den Eindruck, dass sie klar im Verhältnis zum restlichen Team qualitativ abfällt. Das 0:5 geht für mich auf die Kappe von Marissa Schön. Sie war bis dahin nicht wirklich Schuld an einem Gegentor, aber ich finde man merkt, dass sie kein Rückhalt für die Defensive ist.

Was mir zumindest für die weitere Saison Hoffnung macht ist lustigerweise der Blick auf die Tabelle. Leipzig war nämlich das erste Team aus der unteren Tabellenhälfte gegen das sie bisher gespielt haben. Also die Gegnerinnen, die eher auf Augenhöhe sein sollten, kommen noch und dann sind sie hoffentlich auch nicht mehr so ersatzgeschwächt.

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LEVSVW Zuerst mal freu ich mich natürlich wahnsinnig über Mischu’s erstes Bundesligator. Die Frau ist in bestechender Form aktuell. Um so mehr wurmt natürlich das Spiel in der zweiten Hälfte so herzuschenken. Bei allem Lob für den Großumbau und die offensiven Qualitäten der vier Neuen vorne - Jaron, Vanzeir, Dhont, Shimada - da ist im Vergleich zu Werder unter Horsch und auch zur ersten Saison von Kromp etwas verloren gegangen. Knappe Führungen nachhause verteidigen war mal Kernkompetenz. Da merkt eins die Abgänge von Hausicke und Németh find ich schon deutlich, ebenso wie die Verletzungen von Siems und D’Angelo. Gutmann sieht beim 2:1 auch unglücklich aus. Die linke Abwehrseite fällt imo schon merklich ab, oder bild ich mir das ein?

Wolfsburg - HSV

Joa. Zum Hand-Tor und zur Szene, in der Bartz umgerissen wird, muss man glaube ich nicht nochmal was sagen. Dass man dazu dann noch 3 Mal verletzungsbedingt wechseln muss, hilft natürlich auch nicht. Bei Peneau und Karczewska hoffe ich, dass die Verletzungen nicht allzu schwer sind, bei Wrede sah das aber gar nicht gut aus.

Finde die Regeln im Fußball bei Verletzungen immer wieder absurd. Wrede liegt draußen und muss behandelt werden und der HSV muss die Ecke dann halt in Unterzahl verteidigen. Beim Eishockey zB ist Powerplay ein riesen Ding wodurch Spiele entschieden werden und beim Fußball passiert sowas halt mal auch ohne, dass irgendwer gefoult wurde.

Wichtig für den HSV finde ich, dass man insgesamt an das Nürnberg Spiel anschließen und diesmal auch gegen ein Top Team eine bundesligareife Leistung zeigen konnte. Zwar musste 2 Mal der Pfosten helfen und zwischendurch hatte ich auch Sorge, weil man viele Situationen nur zur Ecke klären konnte. Aber wenn du dann alle 17 Ecken erfolgreich verteidigst, kann man da wohl niemandem einen Vorwurf machen. Ohne das irreguläre Tor, würde man jetzt über ein Unentschieden und eine starke Abwehrleistung sprechen. So hat man bisher zumindest kein Spiel mit mehr als 1 Tor Unterschied verloren und dadurch immer noch ein positives Torverhältnis. Wenn ich mir den Rest der unteren Tabellenhälfte angucke, sticht man da heraus. Außerdem hat man diese Saison anscheinend mindestens 2 bundesligareife Torhüterinnen. Tolle Leistung von Baum.

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zu VfBFCU aus Berliner Sicht

  • verdienter Sieg, aber zu hoch bzw. zu gegentorlos (was haben wir dem VfB für Umschaltgelegenheiten angeboten?!?)
  • nach dem Stuttgarter Dreifachwechsel war sehr offen/wild; gut, dass es schon 0:2 stand
  • Nadine Böhi hatte zwar keine gute Ballverteilung, aber was sie im 1-gegen-1 im Verbund mit der Stuttgarter Abschlussschwäche rausgeholt hat, war schon gut
  • Jill Janssens und Tomke Schneider über rechts sind eine doppelte Naturgewalt :heart_eyes:
  • schön, dass Dina Orschmann wieder da ist, noch schöner, dass sie das 0:4 vorbereitet hat :heart_eyes:
  • ach ja, Jill Janssens hätte eher Elfmeter für statt Stürmerinnenfoul gegen sich gepfiffen bekommen müssen können in der 39. Minute, aber das ist angesichts des Resultats Gott sei Dank egal