#8: Wagners Götterdämmerung?

Ich finde es eh verwunderlich wie früh er wieder zwischen die Pfosten gegangen ist. Waren nur 160 Tage zwischen dem Kreuzbandriss und dem Einsatz in der Liga. Vermutlich waren es wirklich die starken Momente gegen Bayern, Fener und Tottenham die diese Vorschusslorbeeren gebracht haben. Ob TW Trainer Jan Zimmermann auch derjenige ist, der ihm die taktischen schwächen abtrainiert? Bin ich skeptisch.

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Was man auch übersieht, seine schwierige Phase waren 2 Gegentore im Schnitt und nicht 4. Einfach nur draufhalten und hoffen man ist wie Freiburg, wenn man genug daran glaubt, ist es dann doch auch nicht. Aber der Vergleich von Atubolu zu Santos ist echt wild. Der eine ist seit 23 Jahren in Deutschland, weil hier geboren und ist durch alle Jugendklassen in einem sehr guten NLZ und der Aufsicht eines sehr guten Tortorwarttrainers gegangen (Kronenberg) und der andere seit 2 Jahren, und allein daraus wird es natürlich Probleme geben, ihn direkt zu einem stabilen Rückhalt für eine junge Mannschaft zu machen.

An Zimmermann habe ich aber auch gedacht als ich mir dachte: Warte ihr wollt dass er Nummer 1 ist, aber er schafft es nicht mal, eine ordentliche Mauer zu stellen :grimacing: Ich glaube da war irgendwie auch klar, dass gerade bei den Führungsaufgaben er dann doch nicht das Standing hat, das es braucht.

Die Einnahmen für die nationalen Medienechte sind aktuell 1,121 Mrd € pa (1). Für die Internationalen Einnahmen war die Prognose in 2023 für die laufende Saison 202 Mio €, und für 24/25 216 Mio € (2). Das ist im Vergleich zu kolportierten 2 Mrd € pa für die internationalen Rechte der Premier League schon eher Peanuts (2). Aber es sind in Summe doch 15% der Medienerlöse der DFL pro Jahr.

Zum Verteilungsschlüssel schreibt die DFL unter anderem (3):

Wie bisher werden die nationalen und internationalen Medienerlöse nach einer jeweils separaten Systematik an die Clubs ausgekehrt. Bei den nationalen Medienerlösen bleibt es bei den vier Säulen Gleichverteilung, Leistung, Interesse und Nachwuchs samt ihrer bisherigen Gewichtung. Der Anteil der 2. Bundesliga an den Auskehrungen wird auch in Zukunft 20 Prozent betragen.

Die folgenden Ausführungen beziehen sich dann aber nur auf die nationalen Erlöse. Wie die internationalen Erlöse verteilt werden ist nicht aufgeführt. Interessant ist es trotzdem (3):

  1. Solidarbeitrag für nicht international spielende Clubs

Wie bisher werden die jährlichen UEFA-Solidaritätszahlungen in Höhe von bisher 8,5 Millionen Euro an die 2. Bundesliga ausgekehrt. Ab 2025/26 steigt dieser Betrag auf zehn Millionen Euro. Dies dient einer solidarischen Unterstützung der Nachwuchsarbeit insbesondere in der 2. Bundesliga. Zudem wird künftig ein Betrag in Höhe von fünf Millionen Euro pro Saison an die nicht international spielenden Clubs der Bundesliga ausgeschüttet, der aus den internationalen Medienerlösen der DFL finanziert wird – und zwar nur aus jenem Teil der Erlöse, der den jeweiligen Teilnehmern an den europäischen Wettbewerben zufließt.

Ob sich die 20% für die 2te Liga auf die nationalen oder die gesamten Erlöse bezieht wird aus dem Absatz nicht eindeutig klar. Ich gehe mal von den nationalen Erlösen aus.

8,5 Mio von der UEFA und 5 Mio von den internationalen Erlösen sind in Relation zu den Gesamterlösen tatsächlich Kleckerei. Unter einem Prozent. In Relation zu dem Anteil den die zweite Liga davon bekommt ist es schon deutlich mehr: Fünf Prozent (4). Das tut weh.

15% der Erlöse pa im Verteilungstopf sind alles andere als minimal. Über die Art und Weise wie die zu verteilen sind wird hinter den Kulissen sicherlich kontrovers diskutiert, aber verzichten darauf wird kein einziger Geschäftsführer eines Fußballunternehmens der Liga, wenn er*sie die Wahl hat. Das ist bestenfalls Wunschdenken.

Ich hör den Rasenfunk genau weil das Niveau der Berichterstattung sowohl technisch, taktisch, als auch mit dem Blick auf das Business und die Kultur des Fußballs deutlich über Stammtischniveau ist. Und jetzt komm entweder korrekt, oder lass mich in Ruhe.

(1) Schreibt vor einem Jahr unter anderem der Kicker. .
(2) DFL zur Vergabe der nationalen Medienechte
(3) (DFL zum neuen Verteilungsschlüssel)[Neuer Verteilerschlüssel: Leistungs- & Solidarprinzip gesichert | DFL Deutsche Fußball Liga]
(4) Milchmenschrechnung: 36 Clubs in beiden Ligen, 7 aus der ersten Liga spielen international, macht bei angenommener paritätischer Verteilung dann 5*18/(36-7) = 3,1 Mio der 5 Mio gehen an Zweitligaclubs. 8,3+3,1 = 11,4 Mio. 1121*0,2 = 224.2 Mio nationalen Erlöse. 11,4/(224.2+11.4) = 0,0483… also 5%

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Ganz vergessen!

Constantin Eckners These, die er gleich zu Beginn der Sendung aufstellt, dass das Niveau der Trainer in der Bundesliga vor zehn, fünfzehn Jahren noch wesentlich besser gewesen sei als heute, ist nicht unbedingt überraschend, wenn man bedenkt, dass damals noch Leute wie Guardiola, Klopp und Tuchel in der Bundesliga gearbeitet haben, die seither alle - mit Teams aus England - die UCL gewinnen konnten, was man als Hinweis darauf werten kann, dass die genannten Herren offenbar nicht völlig unfähig sein könnten.

Gleichzeitig scheint es nicht zu gelingen, neue Namen ähnlichen Kalibers in die Bundesliga zu integrieren, indem man sie entweder per Scheckbuch lockt oder ihnen Zeit zur Entwicklung gibt.

Doch wer weiß, womöglich haben in wenigen Jahren Leute wie Sebastian Hoeneß, Ole Werner und Vincent Kompany auch mindestens einmal mit einem deutschen Team einen internationalen Titel gewonnen, aber offenbar traut Constantin Eckner dies keinem der genannten zu, wenn ich ihn denn richtig verstanden habe.

Besonders wenig traut Constantin Eckner dabei Dino Toppmöller zu, was ich insofern interessant finde, als dass Toppmöller zumindest in der Bundesliga Erfolge mit der Eintracht feiern konnte wie kaum ein Frankfurter Trainer vor ihm.

Soll das alles nur Glück gewesen sein?

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Dann pass Dich einfach an. Ich habe geschrieben: „Internationale TV Rechte und Prämien“. Du ignorierst Prämien total und tust so als ob die Einnahmen aus den internationalen Rechten auf Null sinken würden, was Quatsch ist. Dann rechnest Du davon unabhängige Solidarzahlungen der UEFA mit rein, auf die niemand verzichten muss, weil sie allein von der Zahl der teilnehmenden Klubs aber nicht von deren Erfolg abhängen. Dann kommst Du auf einen Betrag, der nicht erkennbar ist und schließt eventuell von Dir auf andere: dass man bei den kleinen Klubs so kurzfristig denkt, dass man wegen ein paar hunderttausend Euro pro Klub kurzfristigen Verlust langfristig die Überlebensfähigkeit der Liga riskiert. Und jetzt komm bitte korrekt.

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Ja, das lässt er immer wieder mal raus, wobei immer das ‚weil‘ fehlt. Man liest ab und an, dass Trainerkollegen Toppmöller sehr schätzen. Krösche hat mal irgendwann etwas gesagt im Sinne von Toppmöller hat dazugelernt wie alle im Klub. Also für mich übersetzt: er war mal nicht so gut, wie er jetzt ist und er wird besser werden als er jetzt ist. Und das fehlt mir bei diesem Trainerbashing ganz allgemein: man haut auf den Augenblick ein, ohne die Entwicklungen zu sehen. Ganz abgesehen von den Umständen. Ich glaube dass alle Trainer in der Liga (bis auf Kompany und Kovac) unterperformen, weil Denen jeder Schlüssel zum Erfolg gleich weggekauft wird. Und dann gibt es noch den Auftrag, den die Trainer erfüllen müssen, und der lautet in der Regel nicht, den Rasenfunkgästen zu gefallen. Bei der SGE lautet der zum Beispiel, Talente so schnell wie möglich zu entwickeln. Das macht Toppmöller sehr gut. Glasner, der ja auch ein guter ist, scheiterte daran und wurde gerne verabschiedet. Wer ist denn jetzt der bessere Trainer von den beiden? Ich glaube es ist klar, dass die Frage eigentlich dumm ist.

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Die Äußerung von Herrn DR. Eckner hat mich spontan extrem verärgert wie eigentlich vorher noch kaum etwas hier im Rasenfunk, wobei ich selbstredend die Eintracht-Fan-Brille aufhabe und das natürlich absolut subjektiv sehe. Selbst ein paar mal darüber schlafen hat nicht wirklich geholfen, also muss es jetzt raus.

Der Ton macht halt auch die Musik und diese Aussage kam bei mir schon sehr von oben herab aus der Sicht des unfehlbaren brillianten Analytikers an, der sich auf verblüffte Nachfrage von Moderator Max allenfalls noch sinngemäß zu der Anmerkung herablässt, dass dies doch wohl jeder sehe, der sich Eintracht-Spiele anschaue. Auch im Eintracht-Pauli Segment selbst ging er dann mit keiner Silbe mehr auf sein Eingangsstatement ein. Das hätte ich dann schon erwartet, dass er das an irgendeiner Stelle zumindest noch ein wenig inhaltlich präzisiert. Passierte aber nicht. Für mich blieb das damit schlicht “Stammtisch” und respektlos einem jungen Trainer gegenüber, der jetzt seit über zwei Jahren unter dem Strich im Ergebnis (alles Zufall?) in einem durchaus schwierigen anspruchsvollen Umfeld arbeitet und dabei schon mehrfach seine Kritiker wenn nicht eines Besseren belehrt, sie doch bislang zumindest immer wieder ruhig gestellt hat. Toppmöller hat auch jetzt im Pokal gegen den BVB wieder bewiesen, dass er sein Team auch unter persönlichem Druck gegen ein Topteam der Liga auch defensiv gut einstellen und wieder in die Spur bringen kann. Sicher hat er auch noch dazu zu lernen, wer hat das nicht, aber das er ein exzellenter Fachmann ist, der wohl nicht nur bei seinen Kollegen, sondern auch in Spielerkreisen hohes Ansehen genießt (erinnere mich an wertschätzende Äußerungen von Gnabry und Musiala), Spieler entwickeln und besser machen kann (Marmoush, Brown etc.). Der moderne Trainerjob gerade bei Terminhatz und dauernder Mehrfachbelastung durch internationale Spiele scheint mir so anspruchsvoll zu sein, dass von stets nur von außen aus der ex-post-Sicht argumentierenden Experten schon ein gewisses Maß an Differenziertheit und eben auch Respekt verlangt werden kann.

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Meh

Ze Toppmöller take, it was to spicy for y’all huh?

Ich war auch etwas erstaunt, ich habs aber so verstanden, dass Konstantin Toppmöller für überschätzt hält. Over hyped. Und das kann ich schon in Ansätzen nachvollziehen. Er hat deutlich mehr Geld und Qualität im Kader als viele seiner Kollegen. Alexander Blessin, Ole Werner bis vor fünf Minuten. Aber deutlich besser?

Das Spiel war nicht Konstantins Spiel, sondern Kieran. Und für die einzelnen Spiele ist auch in der 2,5h bis 3h Rasenfunksendung nur um die 15min Zeit. Ich kann es nachvollziehen, warum das nicht nochmal thematisiert wurde

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Beim HSV haben wir in der Regel auch immer einen 1a- und 1b-Torwart. Und wir fahren gut damit. Wenn Heuer-Fernandes sich verletzt, dann kommt Peretz rein und ich fange nicht an zu zittern. Und vorher war es mit Raab nicht viel anders.

Das Problem sind meiner Ansicht nach nicht die beiden guten Torleute, sondern wohl eher, dass der eine Torwart noch nicht so weit ist, wie erhofft/gedacht

Die schlechteste Abwehr – Spielanalytisches zur SGE

Ich weiß natürlich nicht, ob Konstantin Eckner das gelesen hat, aber hieran hätte er anknüpfen können.

Wie stichhaltig die Kritik an der Flut der Gegentore vor allem in den Spielen gegen Atletico und Liverpool am Ende ist und inwieweit sie vorrangig mit der von Dino Toppmöller gewählten Defensivstrategie nach Hause geht, vermag ich nicht final zu beurteilen.

Sehr schlecht weg kommt da jedenfalls noch der gegen den BVB dann von der Presse wieder hochgelobte Nathaniel Brown, der ob seiner luftigen Zweikampfführung gar als Sicherheitsrisiko bei Einsatz in der Startelf eingestuft wird. Aber wie das im Fußball so ist: Der Wind dreht sich schnell und was gestern noch gewiss war ist, liest sich heute schon wieder so: “Neu Nationalspieler Nathaniel Brown (wird) von Spiel zu Spiel noch besser” (Jörg Daniels, FAZ). Und die FR jubiliert: “Nathaniel Brown hat eine fantastische Entwicklung genommen, die DFB-Abordnung auf der Tribüne um Nagelsmann-Assistent Benjamin Hübner, Sportdirektor Rudi Völler und Präsident Bernd Neuendorf war mächtig beeindruckt von der mitreißenden Performance des linken Läufers. Da ist der nächste Topseller in den Startlöchern.”

Wobei man - siehe zitierte Analyse - vielleicht fragen könnte, wo Brown beim letztlich vorentscheidenden Tor der Dortmunder zum 1:1 war. Die linke Abwehrseite der Eintracht war völlig verwaist, weder das Anspiel nach außen noch die anschließende Hereingabe von Julian Ryerson wurde unterbunden/attackiert. In dem Moment schien die wackelige Eintracht-Abwehr zur Unzeit zurück. Das sah leider zu einfach aus, übersehenes Abseits hin oder her.

Andererseits: Die Eintracht berappelte sich schnell und fightete sich ins Spiel zurück. Nur halb so geschockt wie ich, der länger brauchte, um das als Zuschauer zu verdauen, denn das war schon ein unerwarteter Schlag aus dem scheinbaren Nichts, so kurz nach der Pause.

Neben Brown (Julian Franzke/kicker: “Filigran, flink und kompromisslos … wie ein Turbo auf der Überholspur”) zeigte aber auch Abwehrchef Robin Koch gegen den BVB “nach seinem Formtief sein wohl bestes Saisonspiel” und “auch Arthur Theate gewann in den Zweikämpfen wieder seine gewohnte Souveränität” (Daniels).

Für Dino Toppmöller wird es dennoch “nicht einfacher in den kommenden Wochen”. Jetzt müsse er seine Spieler “wieder aufbauen, wir sind nicht verdient ausgeschieden.” Was der Trainer selbst taktisch oder wie auch immer gegen den BVB hätte viel anders und besser machen können, wäre eine Nachfrage an Konstantin Eckner wert.

@GNetzer um die Frage nach dem ‚Nagelsmann Ultra‘ zu beantworten. Ich habe mich im Januar im Supporters-Club registriert. Es sollte schon etwas sein, was dem Moderationsteam auch Spaß beim vorlesen macht :smiley:. Ich bin aber auch überzeugt, dass er bei Bayern mindestens das Double geholt hätte. Nur Flick, Guardiola und Ancelotti hatten bessere Punkteschnitte. Schade, dass er noch achteinhalb Monate warten muss, bis er Weltmeister wird!

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Hehe. Dieses Zitat ist echt ein Langläufer. Das wird entweder der Titel seines Buches, oder er wird es den Rest seiner Karriere immer Mal wieder vorgesetzt bekommen :stuck_out_tongue:

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Oh wie cool, dass du dich hier meldest. Danke dir!

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