Beliebtheit der Bundesligisten

Weil die einfach ein zu großes und unzeckmäßiges Stadion haben. Haben mal gerade nachgesehen, die haben seit 2010 sie 45.000er Marke bis auf eine Zweitligasaison diese immer geknack und bewegen sich um die 50.000 Marke in den letzten Jahren. gib denen ein angemessenes und modernes Fussballstadion und wir reden über ausverkaufte Spiele und keiner wird meckern. In Bayern haben das Stadion auch erst immer Ausverkauft, seitdem die Allianz Arena gebaut wurde.

Wie geschrieben die Zuschauerzahlen sind an sich in Ordnung, und in einer 3,5 Millionen Stadt mit bewegter Geschichte in den letzten 80 Jahren auch nicht schlecht. Und warum sollen sich auch Menschen zwangsweise für einen Verein interesieren? Das die Hertha durch eigenes Zutun in den letzten 30 Jahren auch sehr viel dafür gesorgt hat, dass man nicht so groß geworden ist ein Thema für sich selbst. Man sieht am Union-Hype, wie schnell das gehen kann.

Hätte die Hertha ein richtiges Fußballstadion mit 70.000 Plätzen, wäre das wahrscheinlich immer ausverkauft. Nicht nur in München sondern in vielen anderen Städten, in denen die Multifunktionsschüsseln durch echte Fußballstadien ersetzt wurden, ging der Zuschauerschnitt rasant nach oben. In Frankfurt 2006 z.B. von um die 25.000 auf um die 47.000.

Kann gut sein, ich habe mich mal an den Zuschauerschnitt der letzten Jahre orientiert. Und Hertha muss ja auch mal wieder BL spielen und dort mindestens einen Mittelfeldplatz erreichen, dann kann man was bewegen. Die CL Spiele von Union waren ja auch sehr gut besucht (2x Ausverkauft, einmal fehlten paar 100 Zuschauer).

Das Stimmt, wobei der großteil der Stadien mitlerweile so alt waren, dass ein Neu/Umbau ja Zwangsläufig war.

Ich bin verwirrt. Ich lese und höre ansonsten immer, was das Olympiastadion für eine Aura hat. Hat ja auch Gründe, dass dort das Pokalfinale stattfindet und vor einigen Jahren auch das CL-Finale.

Besuch ein Spiel und du wirst es verstehen. Bin auch Fan vom Olympiastadion und war auch einmal im ausverkauften Olympiastadion (DFB Pokalspiel gegen Kaiserslautern) und die Stimmung war grandios und es hatte „Aura“.

Es ändert jedoch nichts daran, dass es für Hertha ein zu großes Stadion ist und es gibt auch Gründe, warum kein anderer Verein in der Bundesliga sich denkt „Ach, was uns fehlt, ist ein Stadion mit Leichtathletikbahn, damit die Kurve ein bisschen weiter weg ist und 20.000 zusätzlichen Plätze.“…
Es gibt schon Gründe, warum Hertha seit Jahren ein neues Stadion gerne hätte.

Ich glaube, diese Aura wird zum großen Teil durch die besonderen Spiele erzeugt, die dort stattfinden. Wenn Augsburg zum Sonntagsspiel kommt, ist das vielleicht nicht mehr der Fall. Das Pokalfinale nach Berlin zu vergeben, war meiner Erinnerung nach auch ein politisches Statement an die DDR - im Sinne von, Berlin als integraler Teil der BRD etc. Es gab damals viel Reinreden der Politik in diese Entscheidung. Bonn hatte ja kein Stadion und Berlin war die suspendierte Hauptstadt.

Von mir hast du sowas nicht gelesen, Danke!

Laut dem Zeit Artikel war es ein Ausgleich, dafür das Berlin 1988 kein EM-Spielort war. Die Weltpolitik war zumindest beteiligt :wink:

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Der hohe Zusehendenschnitt bei Hertha kommt ja auch zustande weil dort regelmäßig die Gastvereine mit weit über 10.000 Fans auflaufen. Sonst sähe das erheblich anders aus.

Das stimmt. Habe ich auch nicht behauptet. Aber man hört und liest es regelmäßig. Deswegen weiß ich nicht, wie sehr du da eine Mindermeinung vertrittst.

Nicht jeder Bundesligist/Zweitligist bringt über 10.000 Fans mit und trotzdem ist der Schnitt hoch. Und auch andere Vereine Profitieren von Auswärtsfans. Einige Fussballexperten im WWW hätten sich ja ausgekotzt, wenn Elversberg in die BL aufgestiegen wären, unter anderem mit dem Arguement, die bringen keine Fans mit.

Mindermeinung im welchen Bezug? Mir geht es ja nicht darum, ob meine Meinung zur Mehrheit oder zur Minderheit gehört. Und in einem anderen Thread in den letzten Tagen im Forum hast du z.B. einen längeren Text geschrieben, wo ich fast alles unterzeichnen kann.

Mindermeinung bzgl. des Stadions. Also zur Frage, welche Gründe dafür verantwortlich sind, dass die Hertha die Hütte nicht voll bekommt. Meine Wahrnehmung ist, dass das Stadion schon geschätzt wird. Es muss also demnach andere und schwerwiegendere Gründe geben, dass die Menschen in Berlin nicht ins Stadion gehen.

Das Stadion ist meiner Ansicht nach die eine Seite der Medaille und natürlich nicht der alleinige Grund.
Der andere ist der fehlende sportliche Erfolg, sorry ein Verein aus Berlin muss eigentlich Top 10 Bundesliga sein. 3 Abstiege in den letzten 15 Jahren sind zu viel. Hertha war ja auch erst ab 1997 wieder als Bundesligist etabliert, hatte aber immer noch bessere Vorraussetzungen als Union, die ja erst ab 1990 in den Profifussball gekommen sind. Man sieht also in der Historie der Stadt, dass es dort nie einen dauerhaft erfolgreichen, also um Top 5 in Deutschland spielenden Verein gab und gibt. Und während Union gefühlt seit 1990 marketintechnisch vor der Hertha lag, hat die Hertha von Außen betrachtet den Scharm eines unbedeutenden Dorfvereins in einer Weltstadt, ein mauerblümchen Verein (Wobei Mauer und Berlin…) der Gefühlt keine Emotionen weckt. Wie gesagt, Eindruck von Außen von mir. Und die Investorgeschichte war jetzt auch kein Ruhmesblatt, aber eventuell ein Anfang für etwas Neues, wofür ja auch
Kay Bernstein stand und durch seinen frühen Tod ist diese Identifikationsfigur weggebrochen. Aber trotzdem ist das Stadion gut Besucht, trotz aller Umstände.

Ich bin kein Hertha-Fan aber ich würde eine andere Stadionlösung bevorzugen. Man sieht doch an Union, was ein eigenes Stadion an Identifikation bringt. Das Olympiastadion eignet sich dafür nicht in der Form. Da hilft auch eine blaue Tartanbahn nicht. Und früher hat die Hertha ja noch am Stadion am Gesundbrunnen gespielt, dass es nicht mehr gibt. Aber ich stimme dir zu einem gewissen Grad zu, dass sich Berlin nicht für die Hertha interessiert, aber es wird auch in München, Hamburg und Köln viele Menschen geben, die sich weder für die Vereine in der Stadt noch für Fussball intersieren.

Ich kenne ja richtige Westberliner. Großeltern, Eltern und Kinder in Berlin geboren und aufgewachsen. Und die alle interessiert die Hertha überhaupt nicht. Für die ist der einzige Nutzen, den die Hertha hat, dass man easy Tickets bekommt. Alleine das spricht schon gegen das vermeintliche Riesentum der Hertha. Die Hertha ist maximal ein sehr kleiner Scheinriese.

Definitiv. Aber dennoch gehen da ausreichend Leute ins Stadion. Und das, obwohl es in Hamburg zwei Profimannschaften gibt, die verschiedene Profile bedienen, und es in NRW eh schwierig ist, weil es an jeder Gießkanne sogenannte Traditionsvereine gibt.

Ich habe nicht geschrieben, dass jeder Gastverein mehr als 10.000 mitbringt sondetn dass dies regelmäßig geschieht. Etwa 4-5x pro Saison. In der 2. Liga (und da teilweise auch mehr als 20.000). Ich habe auch geschrieben, dass dies einer der Gründe für den Zusehendenscnitt ist.

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In Berlin spielt die Geschcihte sicher eine große Rolle. In Hamburg ist der HSV seit Beginn der BL ganz klar die Nr. 1. In München hat es Bayern geschafft 1860 abzulösen. Aber das hat eine Beckenbauer und einen Hoeneß gebraucht.

Berlin war jahrzehntelang getrennt. Im Osten gab es nur wenige Anhänger der Hertha. Da waren Union und der BFC ganz vorne. Und in Westberlin gibts halt auch einige Traditionsvereine, die zumindest zeitweise Konkurrenz waren.

Dazu kommt der Sonderstatus als isolierte Stadt. Aus dem Umland konnten keine Fans gewonnen werden. Man hatte im Prinzip nur den „Homeground“
Und Berlin war seit jeher Anziehungspunkt vieler Freigeister, Künstler usw aus der ganzen Republik. Die hatten mit biederem Fußball vielleicht nicht so viel am Hut. Und wenn, dann haben die ihre Vereine schon „mitgebracht“. Gibt ja bspw. viele Stuttgart Fans in Berlin. Auch die Kinder der Gastarbeiter*Innen haben sich vielleicht eher Richtung alte Heimat orientiert, wenn es um den Lieblingsverein geht.

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Allerdings ist die Wende nun schon über dreißig Jahre her. Und da hatte Hertha schon den Vorteil, als einzige Berliner Mannschaft erste Bundesliga zu spielen. Und das schon zu Zeiten von Rekdal und Deisler, als man Ende der 90er und Anfang der 00er durchaus erfolgreich war. Da haben es etliche Mannschaften in NRW schwieriger, sich zu behaupten. Allerdings stützt das halt auch meine These, dass Hertha halt kein Riese ist, sondern maximal uninteressant.

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