Ebola, Masern und Joshua Kimmich

Mal etwas ganz anderes. Ich hatte heute einen Podcast zum Ebolaausbruch gehört. Ein Nebensatz zum US-Einreiseverbot von Kontakten von Ebolakranken gab mir dann zu denken. Ebola ist nur über direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten ansteckend, anders als zum Beispiel Masern. In einem Raum, der von einem Masernerkrankten betreten wurde befinden sich bis zu zwei Stunden später noch Viren in einer ansteckenden Konzentration. In der Coronazeit zeigte sich Kimmich ja schon sehr impfskeptisch. Ist er eigentlich gegen Masern geimpft, wo er dich so unersetzlich ist?

Und nein ich werde die WM nicht verfolgen, nach dem letzten Frauenspiel werde ich den Nationalmannschaftsfeed deabonnieren. Eventuell bleibe ich im Tribünengesprächsfeed, je nachdem wie kritisch dieser berichtet.

Ich finde, das geht keinen was an. Außerdem wird man in Deutschland als Kleinkind normalerweise dagegen geimpft. Das entscheiden die Eltern für einen

4 „Gefällt mir“

Naja ich fände es in einem so dicht bevölkerten Kontext wie einer Mannschaftskabine und Mannschaftsunterkunft durchaus für angemessen beim Besuch eines Seuchengebiets wie der USA auf eine Masernimpfpflicht in allen Delegationsteilen zu bestehen. So wie es bei Tropenkrankheiten bei einer Teilnahme in einem Land der Tropen auch wäre.
Das Masern fälschlicherweise als Kinderkrankheit verharmlost werden ändert ja nichts daran.

Zum einen gilt die gesetzliche Impfpflicht in Deutschland gezielt für Kitas, Schulen oder Krankenhäuser, um vulnerable Gruppen zu schützen. Eine Mannschaftskabine ist ein normaler Arbeitsplatz von erwachsenen Profis. für die restliche Arbeitswelt gibt es keine Impfpflicht.

Zum anderen ist es völlig überzogen, die USA mit einem tropischen Seuchengebiet gleichzusetzen. Einreisevorschriften werden immer vom Gastland bestimmt und nicht vom DFB. Wenn die USA das also nicht verlangen, hat der Verband überhaupt keine rechtliche Handhabe für so einen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Natürlich prüft das medizinische Team den Impfschutz der Spieler intern aus Eigeninteresse. Eine pauschale Pflicht einzufordern o.ä. geht hier aber zu weit. Das bleibt letztlich Privatsache.

Ich weiß auch nicht, warum man dieses Thema aufmachen sollte.

EDIT: Hab noch getippt, als das Thema schon verschoben wurde, sorry!

5 „Gefällt mir“

Ein paar Gedanken dazu:

  1. Insbesondere Florida gilt durchaus als tropisches Gebiet. Deswegen sollten sich Touristen, die dorthin unterwegs sind über die empfohlenen Impfungen informieren. Innerhalb der USA ist das auch ein Thema.
  2. Profisportler sind keine normalen Touristen. Die sind meist abgeschottet in irgendwelchen Hotels oder Resorts untergebracht. Da gibt es nur sehr wenig Kontakt mit der “Außenwelt”.
  3. Die Masern sind auch in den USA nicht weit verbreitet. Soweit ich das mitbekommen habe, wurde die Masernimpfung erst unter Trump/Kennedy abgeschafft bzw. ist freiwillig seitdem. Da gibt es nicht gleich sofort Massenausbrüche.
1 „Gefällt mir“

Ich finde das Thema nach den Pandemieerfahrungen die wir machen durften, schon ein bisschen spannend, weil die USA hat aktuell ein Masernproblem

Und der Gesundheitsminister ist ja auch eine Fehlbesetzung
Und bei Menschenansammlungen kann es leichter zu Übertragungen kommen.
Fußball war schon einmal Hotspot und Pandemietreiber
Und leider nimmt die Impfskepsis ja nicht nur in den USA zu(gibt ja einen Grund, dass der Staat impfausweise bei Kitakindern überprüfen lässt)
Vermutlich wird nichts passieren, egal ob jetzt bei Masern sein werden(vermutlich nicht), oder es gibt ja auch Vogel und Schweinegrippe usw.
Aber es ist kein gutes Gefühl da jemand im Amt zu wissen, der sowas im Zweifel nicht ernst nimmt

1 „Gefällt mir“

Ich denke, dass gerade Profisportler gefährdeter sind. Die Kontaktmöglichkeiten sind in den Unterkünften, in den Stadien und den Trainingsplätzen eher hoch. Hotelpersonal etc. und wie Eingangs angemerkt ist Masern ein Airbornevirus bis ~2h nachdem eine infizierte Person den Raum verlassen hatte.

Der Artikel zeigt doch genau, dass die Panik völlig unbegründet ist. Wir reden hier über knapp 1.300 Fälle bei 335 Millionen Einwohnern in den USA. Das ist statistisch verschwindend gering. Vor allem wird im Text klar gesagt, dass das ein extrem lokales Problem ist: Über die Hälfte aller Fälle konzentriert sich auf einen einzigen Landkreis in Texas und ein paar Nachbargemeinden, weil dort die Impfquote eingebrochen ist. Der Rest der riesigen USA ist überhaupt kein Hotspot. Solange die Nationalmannschaft also nicht ausgerechnet dort ein Trainingslager aufschlägt, gibt es überhaupt kein reales Risiko. Und selbst in der Kabine: Der absolute Großteil der Delegation ist durch die normale Kindheitsimpfung geschützt, weshalb ein Massenausbruch in der Mannschaft völlig unrealistisch ist. Der Artikel gibt das Szenario eines gefährlichen „Seuchengebiets“ für die Spieler schlichtweg nicht her.

2 „Gefällt mir“

Das Risiko wird hier medizinisch völlig überschätzt. Masernviren übertragen sich zwar durch die Luft, aber das bringt Profisportlern in Hotel oder Stadion überhaupt nichts, solange dort gar kein Infizierter war. Bei den extrem geringen und lokal isolierten Fallzahlen in den USA ist das reines Science-Fiction-Panikdenken. Zudem schützt die hohe Impfquote im Umfeld (Hotelpersonal, Betreuer, Mitspieler) die Kabine durch dieHerdenimmunität automatisch mit. Profisportler leben in extrem kontrollierten, hygienischen Blasen und nicht in ungeschützten Massenunterkünften, weshalb das reale Ansteckungsrisiko quasi bei null liegt.

1 „Gefällt mir“

Also ich bin ganz deiner Meinung, dass es keinen Grund für Panik oder Bedenken gibt,
Aber die Zahlen im Artikel beziehen sich auf 38 Bundesstaaten(es gibt Staaten in den USA, da hast du tatsächlich aktuell keine verlässlichen Zahlen(ich glaube Oliver Rautenberg hatte das letztens ganz gut aufgeschlüssel, da der aber seinen Blueskyaccount für Leute die ohne Account mitlesen wollen geblockt hat find ich es gerade nicht))

Ich hab ja extra noch mal auf andere Krankheiten und neuere Virusmutationen hingewiesen, die ich im Fall der Fälle viel bedenklicher finde
Wie gesagt, ich halte das aktuelle Risiko auch für Gering
Aber wie bei jedem Masse(r)nevent sollten wir evtl mittlerweile da ein bisschen mitdenken.
Und vielleicht trau ich es Kennedy einfach nicht zu, dann besonnen zu reagieren

Wer ist “wir”, die mitdenken sollen? Und was soll genau die Konsequenz dann sein?

Ich versteh ehrlich gesagt deinen Impetus nicht. Was sind deine Bedenken und was für Konsequenzen sollten daraus für wen folgen?

Dieses Geraune ist mir wahnsinnig suspekt. Weder Zahlen, die Situation der Spieler noch Masern an sich geben den geringsten Anlass für irgendeine Art von Besorgnis.

Da es in Zukunft durch Mutationen von Viren vermutlich häufiger zu Pandemien kommen kann(Massentierhaltung, enges zusammen Leben von Mensch und Tier,usw.), müssen wir als Gesellschaft bei Events wie einer WM oder Olympia die über mehrere Wochen gehen und wo viele Menschen aufeinander treffen mit bedenken und Pläne entwickeln.
Wie gesagt ich sehe nichts, was uns aktuell Sorgen machen müsste, aber das ging dann bei Corona auch relativ fix

Aber du hast Recht, es ist eine sehr hypothetische Annahme

Beim ersten Teil geht es bei dir ziemlich allgemein um Viren, der Aufschlag im Thread waren aber Masern. Das Vermischen macht die Diskussion nicht gerade leichter.

Das Masern-Problem ist gelöst. Die Impfung existiert und ist frei verfügbar. Wenn ein paar ideologisch Verblendete in den USA durchdrehen, ist das ja kein Problem für den Rest der Welt, der durchgeimpft ist. Und vor allem nicht in gerade mal 6 Wochen WM. Deswegen verstehe ich die Argumentation in der Hinsicht nicht.

1 „Gefällt mir“