FC St. Pauli

Mir fehlt zunehmend die Fantasie wo und wie der FC St. Pauli Punkte holen will…. 12 dürften ganz knapp nicht zum Klassenerhalt reichen. Ich schätze es sollte nicht überraschend sein, wenn ein Drittel des Kaders nicht in Form ist, ein weiteres Drittel Verletzt und das letzte Drittel nicht berücksichtigt wird, dann wird’s halt knapp als FC St. Pauli. Die Taktische Ausrichrung scheint weiterhin zu sein die 0 zu halten und dann hoffen, dass vorne eine von 3 Chancen reinfällt… das ist halt ein Problem wenn der Plan schon bei Schritt 1 aufhört zu funktionieren und es weder einen Plan B, noch einen zweiten Gang zu geben scheint. Kann man so Gegner niederringen die Individuell etwa auf dem gleichen Niveau sind wie man selbst? Sicher. Das Problem ist: das sind in der Bundesliga genau 1 1/2 Teams… der HSV und Heidenheim an nem schlechten Tag und gegen die hat man ja immerhin auch gepunktet. Man hat mit 9 Spielen ohne einen Punkt eine ordentliche Hypothek für die Rückrunde aufgebaut… selbst wenn man die Rückrunde jedes Spiel 0:0 spielen würde wird das für den Klassenerhalt nicht reichen, erst recht nicht wenn Mainz anfängt zu punkten (was es tut). Für die Verletzten kann der Trainer vermutlich auch nichts aber genau das ist der Grund für den Frust… es gibt keinen Schuldigen, es gibt auch wenig Hoffnung auf Besserung, was bleibt ist die Aussicht auf 18 weitere Spiele die man 1:2 verliert und ein DFB Viertelfinale aus gegen Leverkusen auswärts, na vielen Dank auch.

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Den Kommentar kann ich nach dem Spiel gestern überhaupt nicht nachvollziehen. Vor dem Strafstoß (den ich mir nochmal ansehen muss) waren wir (aus Stadionperspektive) das etwas aktivere Team. Es gab aus meiner Sicht 2 Problemstellen: 1. die Abstimmung zwischen Dzwigala und Pyrka 2. das Anlaufverhalten bzw. seitliche schließen von Lücken von Jones. Wolfsburg hat sich vor allem auf die individuelle Überlegenheit konzentriert.

Nach dem 1:0 hat es etwas gedauert bis wir wieder im Spiel waren, aber die Doppelchance von Jones darf man nicht vergeben. Dass 1:1 war dann aber gerechtfertigt.

In der 2. HZ läuft das Spiel auf ein 1:1 hinaus. Vorballem in der Phase des Sanitätseinsatzes (gute Besserung!) waren beide Teams eher gehemmt.

Mein Kritikpunkt ist vor allem, dass wir dann den Punkt nicht mitnehmen können. In der Entstehung sehen sowohl Oppie als auch die Zuordnung in der IV nicht gut aus.

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Du hast recht. Das war kein schlechtes Spiel gestern, im Gegenteil es war auf die Saison betrachtet eine okaye durchschnittliche Leistung mit entscheidenden Fehlern die du richtig benannt hast und ein bisschen Pech. Aber das ist genau mein Punkt. Es zeichnet sich über die Saison bisher ein Muster ab. Man hat selten besonders schlechte Leistungen, es ist nicht erkennbar, dass du Mannschaft oder der Trainer nicht will… und dennoch reicht dass gegen den VFL Wolfsburg in dieser Saison eben nur für ein 2:1… und so steigt man ab.

Das stört mich eigentlich am meisten. Du stehst so tief unten drin, wenn dann auswärts eigentlich 3 Punkte möglich sind, musst du auch dafür gehen.
Dann verlierst du vielleicht am Ende trotzdem, aber ich hatte gestern so ab ca. 60 Minute nicht mehr wirklich das Gefühl, wir können hier gewinnen.

Irgendwie ein 1:1 in Wolfsburg holen ist in einer anderen Situation völlig fine, aber mit 12 Punkten nach 15 Spielen, muss man vielleicht mal ein kleines bisschen mehr Risiko gehen.

Zumal Wolfsburg die 2. schlechteste Defensive der Liga hat. Wir schaffen es trotzdem nicht mehr als 1 Tor zu erzielen. Und Wolfsburg war ja nichtmal wirklich gefährlich nach vorne. Das 2:1 darf so niemals fallen.

Aber gerade weil solche Tore gegen uns diese Saison (anders als letzte Saison) häufiger fallen, reicht eben 1 Tor nicht.

Ich hab so gut wie nie das Gefühl, dass wir hintenraus nochmal eine Art Punch entwickeln (wie es viele Teams unten oft schaffen). Selbst wenn es dann trotzdem nicht zum Sieg/Unentschieden reicht.
Wenn man es nicht mal schafft noch mindestens ein paar Flanken vors Tor zu bringen, kann eben nicht auch mal einer glücklich reinfallen.

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Ich finde trotzdem, dass es kein Rückschritt war. Keine gruselige Leistung wie gegen Gladbach in der Liga zum Beispiel. Von der Chancenqualität war das sogar ein Schritt nach vorne. Aber pessimistisch bin ich auch. Solche Spiele kann man dann auch einfach mal ziehen. Da fehlt das Quäntchen Glück, was sich auch durch die Saison zieht.

Verdient wäre ein Sieg gegen Leverkusen und ein Remis gegen die Bayern, aber im Endeffekt passiert dann ein Fehler in der Hintermannschaft und wir verlieren beides. Gestern hatte ich nicht das Gefühl, dass Wolfsburg konsequent auf den Sieg gespielt hat und das Tor fällt dann einfach sehr unglücklich.

Insgesamt würde ich uns noch nicht abschreiben, aber sollten wir am Ende auf dem Religationsplatz stehen, würde ich das sofort kaufen.

Nach wirtschaftlichem Aufwand und daraus resultierender Kaderqualität muss Wolfsburg in der oberen Hälfte der Tabelle stehen. 1 Punkt wäre OK gewesen.

Ich warte die Spiele gegen Werder und Augsburg ab. Das werden eher die richtungsweisenden Spiele.

Grundsätzlich richtig. Aber dann ist ist die logische Konsequenz auch, dass man als vorletzter absteigt, weil dass der finanziellen Position des FC St. P entspricht, will man dass verhindern muss man ein notorisch Heimschwaches Wolfsburg, dass man die Chance hatte mit einem Sieg zu überholen, zumindest mehr unter Druck setzen als es vor allen in der zweiten Halbzeit der Fall war. Ich mag Ricky Jade Jones und will ihn hier nicht kritisieren, aber es scheint mir unterschätzt zu werden, dass Glück oder Pech wie in der Chance von ihm zwar reale Faktoren in einem Spiel sind aber zu einem grad auch systematisierbar sind… ein Stürmer der solche Chancen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit macht, und die gibt es, sind genau der Unterschied des FC St. Pauli zu besseren Teams ausmacht… statistische Wahrscheinlichkeit… die ist einfach offensiv bei Pauli systematisch geringer… kein Vorwurf nur eine Tatsachen Beobachtung… wenn man also statistisch mehr Chancen braucht für ein Tor dann hat man zwei Möglichkeiten das Problem anzugehen: entweder man erhöht die Wahrscheinlichkeit der Chancen ein Tor zu werden durch Steigerung der Qualität der abschlusssituationen… dafür braucht es gewisse Qualität… oder du erhöhst die Quantität der Torabschlüsse… ich sehe beides nicht.

Dem würde ich zustimmen.

Wolfsburg ist aber diese Saision relativ indispuniert, vor allem in der Defensive, das muss man dann schon auch mal ausnutzen.
Das gelingt uns diese Saison bisher absolut überhaupt nicht. Den 1. Spieltag mal ausgenommen.

Wenn es nur nach wirtschaftlichem Aufwand und Kaderqualität ginge, hätten wir auch direkt abmelden können.

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Bei Irvine sehe ich den Impact auf dem Platz eigentlich sehr deutlich. Er ist der vielleicht physisch stärkste Spieler bzw derjenige der seine Physis am ehesten mit einer gewissen Dynamik kombiniert, das gibt es so bei unseren anderen Mittelfeldspielern nicht.

Sein Ausfall wurde gestern durch die Besetzung Smith / Sands aber ganz gut aufgefangen, generell hat mir das Spiel gestern besser als die anderen Auswärts Auftritte vor Weihnachten gefallen. Endlich Mal wieder ein Tor erzielt, dazu eine ausgelassene Großchance und mehrere kleinere Chancen. Sowas hatten wir in Mainz oder Köln mach meiner Erinnerung nicht. Natürlich sehr bitter dann trotzdem ohne Punkte nach Hause zu fahren aber insgesamt durchaus ein guter Auftritt im Rahmen unserer Möglichkeiten. Vor allem sind wir defensiv wieder ein guter Block, das sieht schon deutlich mehr nach letzter Saison aus.

Aber natürlich stehen wir jetzt mit 12 Punkten schon ziemlich mit dem Rücken zur Wand. Dazu das Dortmund Spiel am kommenden Wochenende, da rechne ich nicht zwangsläufig mit einem Auswärtssieg. Die beiden Spiele danach sind dann schon solche aus denen mindestens 4 Punkte her müssen, sonst wird’s eher eine theoretische Chance auf den Klassenverbleib bzw. die Relegation.

Noch einmal schlafen…. :fireworks:

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Der HSV stand defensiv stabiler und hatte die besseren Chancen in der Offensive, auch wenn man mit viel Wohlwollen von einem gerechten Unentschieden sprechen kann weil am Ende beiden Teams die Qualität fehlt ernsthaft Gefahr vor dem Tor zu entwickeln ist das Ergebnis angesichts eines Heimspiels und der oben genannten Umstände moralisch sicherlich kein Sieg für den FC St. Pauli und ich hoffe sehr, dass die Leistung nicht schön geredet wird, wie immer keine Katastrophe, aber eine bessere Offensive Mannschaft als der HSV bestraft die teils eklatanten Lücken in der Abwehr in Umschaltsituationen und Ballverlusten im Mittelfeld und dann verliert man wieder… leider sind fast alle kommenden Teams offensiv stärker als der HSV. Kleine Lichtblicke waren Irvine und Sinani, so sie denn gesund bleiben können. Ein letztes Takeaway des Spiels: Fujita kann einem leid tun, er hat Spieler verdient, die mit den Teils fantastischen Pässen in die Tiefe mehr anfangen können, als eine Ecke oder einen Einwurf herauszuholen.

Edit: Blessin scheint die Probleme zu erkennen und anzusprechen, immerhin, das bestätigt mich darin, dass der Trainer nicht das Problem ist, aber trotzdem ist leider auch nicht wirklich Besserung in Sicht.

Ehrlich gesagt, sehe ich Blessin schon (noch) als ein Problem.

Er hat auf die ausbleibenden Erfolge bzw. Ergebnisse nach dem gelungen Saisonstart dahingehend reagiert, dass er den Fokus wieder komplett auf die Defensive gelegt hat. Das war natürlich auf jeden Fall zumindest nachvollziehbar zu diesem Zeitpunkt.

Dann hat es sich aber gezeigt, dass es im Sinne von besseren Ergebnissen nicht funktioniert hat. Ich glaube. Es lag daran, dass dem Team sukzessive das Selbstvertrauen genommen wurde. Der Elan, der Mut. Das war sicher keine Absicht, aber in meinen Augen wurde das schon deutlich. Nur in Momenten des Rückstandes durfte bzw. konnte die Mannschaft regelmäßig zeigen, welche Stärken sie neben verteidigen noch hat. Jedoch jeweils immer zu spät (vereinfacht). Ich hatte in diesen Phasen nicht das Gefühl, dass das immer so sehr auf Kosten der Defensive ging. Anders als zb Smith nach dem Spiel in Frankfurt ins Mikro auf die Frage geantwortet hat, warum man nicht von Anfang an so mutig gespielt hat: (sinngemäß) „weil wir dann sofort 2-3 Gegentore kassiert hätten“.

Diese Denke spricht Bände!

Das war für mich sinnbildlich, welchen Spirit Blessins Herangehensweise auf Dauer im Kopf der Spieler hinterlassen hat.

Die Angst vorm Verlieren, ist viel höher, als die Lust aufs Gewinnen!

In meinen Augen der Anfang vom Ende….

Selten wurde es so deutlich wie in Mainz. Da sagt ein Mainzer ins Mikro, dass er nie das Gefühl hatte, dass St. Pauli überhaupt ein echtes Interesse daran hatte, das Spiel zu gewinnen.

Und er hatte recht!

Ähnlich, wenn auch nicht ganz so extrem, lief es dann im Derby.

Wir zeigen seit Monaten überwiegend Angsthasenfussball (ausgenommen bei Rückständen).

Deswegen war ich ehrlicherweise aus meiner Sicht heraus dafür, den Trainer zu wechseln.

Jetzt, nach dem Leipzigspiel, scheint es aktuell so, als könnte Blessin aus seinen Fehlern gelernt haben. Ich hoffe, dass dem so ist, und dass es nicht zu spät ist.

Endlich die Idee Pyrka auf links zu ziehenund Saliakas wieder zu bringen…..ein guter Move! Nach Blessins Erklärung darf man sich aber fragen, warum er da nich früher drauf gekommen ist.

Dass er Saliakas monatelang links liegen gelassen hat, ist ja auch nur durch seine defensive und mutlose Denke zu erklären.

Ob er jetzt wirklich umgedacht hat, wird man zb in Augsburg sehen.

Natürlich muss man als Fan dieses Vereins mit dem Abstieg rechnen. Mit Angsthasenfussball werde ich mich nur selten arrangieren können.

Ich bin gespannt auf Samstag!

aus meiner Sicht hat er damit schlichtweg Recht. Ihr habt (exakt wie die meisten anderen Teams im unteren Tabellendrittel) weder in der offensiven Durchschlagskraft, noch in der defensiven Restverteidigung die individuelle Qualität, um wesentlich mutigeren Fußball zu spielen, ohne regelmäßig die Ohren lang gezogen zu bekommen. Den Gegner in dessen Möglichkeiten limitieren und selber auf den richtigen Moment warten ist das, was der Kader leisten kann.

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Manche Teams kommen damit sogar in die EL, ECL oder gar CL (Mainz, Heidenheim, Union).

Ich sehe auch eine ganze Reihe von Faktoren die zum Hinrundenverlauf geführt haben:

  • Unglücklicher Verlauf gegen Leverkusen
  • Verletzung von Hountondji und die Erkenntnis, dass wir ohne ihn keine physische Durchsetzungsfähigkeit in der Offensive haben
  • 3 Ligaspiele in Folge in denen Vasilj einen Fehler zum 0:1 macht (Frankfurt, Gladbach, Freiburg)

Dass dann Mut und Selbstvertrauen verloren gehen ist kein Wunder. Unser Klassenerhalt war schon letzte Saison keine Selbstverständlichkeit und ist es diese Saison auch nicht.

Da sind wir wohl nicht einer Meinung. Ich habe ja geschrieben, dass die Mannschaft bei Rückständen eben schon so spielen durfte, dass sie so etwas wie Gefahr ausgestrahlt hat. Auch gegen Leipzig war das zu beobachten.

Sie darf nur zu selten so spielen.

Kein Widerspruch. Trotzdem denke ich, dass Blessins Herangehensweise, die Mannschaft noch mehr Mut genommen hat, als es die Situation eh schon getan hat.

Wenn man sieht wie Heidenheim in Spielen gegen Tabellennachbarn und Gegnern aus dem Mittelfeld auftritt und, wie dagegen wir oft aufgetreten sind…..das ist ein himmelweiter Unterschied. Und warum die mehr Selbstvertrauen haben sollten, als wir, sehe ich nicht.

Unser Selbstvertrauen hält leider immer nur bis zum ersten Gegentreffer und dann läuft das Domino :grimacing:.
Durch Eure Spielweise steht Ihr defensiv wesentlich besser, die Anzahl der Gegentore spricht da eine deutliche Sprache - leider. Aber ja, zumindest versuchen wir es. Treffen wäre noch eine Idee.
Aber das ist alles so verkopft und verkrampft.
Wäre das Derby mit Heidenheimer Spielweise auch so gelaufen bzw. ausgegangen ? Nein, vermutlich nicht. Eine Mannschaft hätte verloren.

Da habe ich im direkten Duell ein anderes Spiel gesehen. Die ersten Minuten waren noch ganz gut von Heidenheim, danach kontrollieren wir das Spiel und gehen entsprechend in Führung. Ohne den (falschen) Platzverweis gewinnen wir das Spiel meiner Meinung nach deutlicher.

Wenn ich mir die Staistiken (Sofascore) aus dem Spiel Mainz - Heidenheim ansehe spricht das auch nicht für deine Hypothese. Dann verweigere ich gegen den Antifußball von Fischer lieber ebenfalls das konstruktive Spiel und nehme einen Punkt mit.

Das direkte Duell, war eine der wenigen, wenn nicht die einzige Ausnahme.

Mainz Spiel auch unter Fisher deutlichst offensiver und mutiger als wir.