FC Viktoria 1889 Berlin

Nun nehme ich mir ein Herz und eröffne einen eigenen Strang für die Frauen vom FC Viktoria 1889 Berlin. Ich will dazu einleitend ein paar Worte schreiben.

Der Verein entstand 2013 durch die Verschmelzung des BFC Viktoria 1889 und des LFC Berlin. Da der LFC in der Saison zuvor die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost erreichte, startete das Frauenteam des FC Viktoria 1889 in der Saison 2013/14 in der 2. Bundesliga Nord, stieg aber nach einer Saison wieder ab und blieb dann stabil in der Regionalliga.

Im Juni 2022 wurde dann auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Ausgliederung des 1. Frauenteams aus der FC Viktoria 1889 Berlin Fußball GmbH in eine weitere Kapitalgesellschaft beschlossen. Und hier beginnt dann für mich die Geschichte interessant zu werden.

Die Ausgliederung ist der Ausgangspunkt für die Umsetzung eines Start-up, das von sechs Gründerinnen ins Leben gerufen und von der Gründung des Angel City FC zwei Jahre zuvor inspiriert wurde.

Zum Gründungsteam gehört die erfolgreiche Fußballerin Ariane Hingst, aber auch sportliche und wirtschaftliche Größen wie die Unternehmerin Verena Pausder, die Spitzenmanagerin Tanja Wielgoß, die ehemalige Fernsehmoderatorin und (Sport-)Journalistin Felicia Mutterer, die Mitgründerin und Geschäftsführerin von BRLO Craft Beer Katharina Kurz und die Brand- und Marketingexpertin Lisa Währer.

Der Übernahme der Frauen vom FC Viktoria liegt der Entschluss zu Grunde, fehlender Geschlechtergerechtigkeit im Sport mit einem eigenen Fußballteam in Deutschland entgegenzutreten und damit dem amerikanischen Vorbild aus Los Angeles zu folgen.

Mit der Engagement beim FC Viktoria wurden von der Gründerinnen folgende Ziele formuliert:

  • Gerechte Bezahlung von Sportlerinnen
  • Bessere strukturelle Bedingungen für Mädchen und Frauen im Fußball (von der Platzvergabe bis hin zur Vereinbarkeit von Leistungssport und Ausbildung und Beruf)
  • Frauenfußball sichtbarer zu machen (brechen mit Zuschreibungen und einstehen für neue Rollenbilder und Narrative für den weiblichen Fußballnachwuchs)
  • Fußball wieder zu einem Volkssport zu machen, der für alle da ist – Männer und Frauen
  • Das Team vom FC Viktoria 1889 innerhalb von fünf Jahren in die Bundesliga zu führen

Um dies zu erreichen wurde das Vorhaben nach der Ausgliederung von Beginn an unternehmerisch ausgestaltet. In mehreren Runden sammelte man von einer größer werdenden Zahl von Investorinnen und Investoren Geld ein und im Jahr 2025 schied letztlich die Männer-GmbH als Gesellschafter aus.

Im November letzten Jahres wurd dann der sukzessive Einstieg von Monarche Collective als strategischem Investor bei Viktoria 1889 bekannt gegeben.

Bis dahin hatte Viktoria eine Basis von 248 privaten Unterstützern und Investoren, deren Rolle eher an ein Crowdfunding unter Prominenten und vermögenden Privatpersonen erinnerte.

Die Investitionsplattform verwaltet ein Volumen von 250 Mio. USD und hat somit ordentlich Kapital für Frauensport in der Hand. Unter anderem hält sie bei drei Franchise-Klubs in der US-amerikanischen NWSL Anteile. Sie wurde 2023 u. a. von Kara Nortman ins Leben gerufen, also jener Frau, die auch den Angel City FC in die Welt brachte.

Monarch Collective investiert fast ausschließlich in den Frauensport und war von Beginn an nicht allein ein sportliches Unternehmen, sondern verbindet ihre Investitionen mit dem Anspruch gesellschaftlich gestalten zu wollen und Frauen im Sport zu fördern, also ähnlich wie beim Angel City FC. Dort sind Heimspiele bewusst gemeinschaftsbildende Veranstaltungen. Der FC Viktoria 1889 hat diese „Spieltags-Experience“ in Los Angeles als Vorbild.

Eine der Merkmale in der Vision der Gründerinnen bei Viktoria 89 ist die Eigenständigkeit. Sie wollen jungen Mädchen zeigen, dass man ohne Hilfe von männderdominierten Strukturen etwas Gleichwertiges aufbauen kann, mit gleicher Bezahlung und ohne Abhängigkeiten. Junge Mädchen sollen Vorbilder im Fußball erhalten, die sich in einem von Frauen geführten Umfeld eigenständig entwickeln können. Der Einstieg von Collective Monarch wird deshalb bei Viktoria 89 in erster Linie als Partnerschaft und Vernetzung gesehen. Dabei hilft, dass Collective Monarch nur wenig renditeorientiert arbeitet.

Soviel zur Eröffnung dieses Strangs.

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…und passend dazu, dann heute direkt die News das Toma Ihlenburg Jena verläßt und kommende Saison bei Viktoria Berlin auflaufen wird!

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Nach meiner Einschätzung wird Catharina Schimpf für die kommende Saison einen Kader zusammenstellen, mit dem der Aufstieg in die Bundesliga zumindest möglich sein wird.

Toma Ihlenburg ist meiner Ansicht nach eine Top-Verstärkung und zudem in dieser Beziehung, wie der Kicker schreibt, ein Ausrufezeichen.

Hier ein kurzes Vorstellungsvideo von gestern:

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Die Frauen des FC Viktoria Berlin haben ihre Führung für die nächste Entwicklungsphase neu aufgestellt.

Am 1. April 2026 hat Felicia Mutterer die operative Geschäftsführung übernommen.
Die bisherige Geschäftsführerin Lisa Währer fungiert zukünftig im neu geschaffenen Advisory Board (Beirat) und wird so vor allem die Zusammenarbeit mit dem US-Investor Monarch Collective begleiten.

Die nächste Entwicklungsstufe von FC Viktoria Berlin legt einen Schwerpunkt auf Professionalisierung der sportlichen Infrastrukturen, den Ausbau der Community, eigene Medienformate sowie die Stärkung der wirtschaftlichen Basis, mit dem klar formulierten Ziel des sportlichen Aufstiegs in die 1. Frauen-Bundesliga.

@GNetzer hat im Strang “Frauenfußball” einen Text verlinkt, den ich hier an dieser Stelle auch gerne sichtbar machen möchte, da er unmittelbar die FC Viktoria 1889 Berlin GmbH (Frauen) betrifft. Es ist ein interessanter Text zu Monarch Collective, die in den vorherigen Beiträgen ja bereits von mir mehrfach erwähnt wurden.

Mit Cheftrainer Miren Ćatović wurde bereits verlängert, und heute wurde dann auch die Verlängerung mit Co-Trainerin Anouk Dekker bekannt.

Der FC Viktoria 89 hat den Klassenerhalt nun auch rechnerisch sicher. Vor 2.100 Zuschauerinnen und Zuschauern gab es ein 1:0 gegen die U 20 der Frankfurter Eintracht.

Die Sportliche Leiterin Catharina Schimpf verlässt zum Saisonende auf eigenen Wunsch den FC Viktoria 89. In der Gerüchteküche wird als Nachfolgerin Isabelle Knipp gehandelt, die im Sommer beim FCC aufhört.

Die Kaderplanung für die kommende Saison wird auch weiter vorangetrieben. Vom VfL Bochum wechselt Alina Bantle im Sommer in den Berliner Südwesten.

Viktoria Berlin hat sich die Dienste von Vanessa Fürst gesichert. Auch keine schlechte Verpflichtung.

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Viktoria 1889 Berlin hat heute den vierten Neuzugang bekannt gegeben. Hannah Etzold kommt vom FC Carl Zeiss Jena als weitere Torhüterin.

Melina Reuter kommt als fünfter Zugang aus Jena.

Vom HSV wechselt Christin Meyer in der kommenden Saison nach Lichterfelde. Zitat:

Lasst uns zusammen aufsteigen!

Auch Aneta Polaskova vom FCN schließt sich Viktoria an:

Das ist zusammen mit Meyer schon noch mal ordentlich Zuwachs an Qualität. Grade auch Polaskovas Pressing ist für die Zweite Liga eine echte Waffe.

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