FCB: Halten die das durch?

Christof Kneer (Fußball-Chef bei der Süddeutsche Zeitung, Podcast Und nun zum Sport) hat seine Premiere im Rasenfunk gegeben und ich bin gespannt, wie euch die Sendung gefallen hat!

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Hatte es einen Grund, dass dieser Thread so verzögert aufgemacht wurde? Bei mir war die Folge schon vor zwei Tagen verfügbar :grin:

War da nicht was vor zwei Tagen? :thinking: :smiley:

Habe mir gerade die Folge angehört. Fand sie gut.
Wunderte mich nur wie oft der Name „Arsenal“ gefallen ist. Klar sind die im Moment gut. Doch Titel haben sie einen nationalen die letzten Jahre und es war der eine Fleck auf der Weste. Bin gespannt auf das Frühjahr.

Alles in allem fand ich die Folge gelungen, mich hat’s allerdings sehr gewundert wie oft auf das Arsenal-Spiel eingegangen wurde. Natürlich war das ein völlig verdienter Sieg aber es war letztendlich die einzige Niederlage in einer Hinrunde, in der gleichzeitig viele andere Top-Mannschaften (Chelsea, PSG, Dortmund, Leipzig etc.) besiegt wurden. Ich finde es wird der Hinrunde nicht gerecht, dass dann das Arsenal-Spiel so oft stellvertretend genannt wurde und versucht wurde, daraus größere Schlüsse zu ziehen. Weil am Ende des Tages war das auch nur ein Auswärtsspiel in einer langen Saison. Überrascht hat mich auch, dass Chelsea in dem Zusammenhang so positiv und potentiell gefährlich für Bayern genannt wurde. Das kann natürlich später in der Champions League Saison noch passieren, aber dann sollte man auch nicht unerwähnt lassen, dass Bayern sie schon überzeugend mit 3:1 im September besiegt hatte.

Abgesehen davon aber eine top Folge, konnte wieder einiges mitnehmen! Danke euch dafür.

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Ich glaube, die Folge wurde aus Versehen zu Früh hochgeladen und mein Podcast-Player hat das im Hintergrund direkt am 23. gezogen. :sweat_smile:

Inhaltlich hat mir die Folge gut gefallen, Arsenal hätte ich anders analysiert (1. HZ war auf Augenhöhe, zweite Halbzeit konnte Arsenal (von der Bank) nachlegen, Bayern hatte dort niemanden. Schlussfolgerung: Arsenal hat einen besseren Kader auf den Positionen 12, 13, 14 als Bayern.)

Ansonsten läuft es beim FCB gerade verhältnismäßig geräuschlos, weshalb es mich auch nicht wundert, dass dieser Schwerpunkt regelmäßig die Vergangenheit aufgreift. Hat mir als Fan gefallen.

Ich hab mit dem FC Bayern - bei allem Respekt - so gar nichts am Hut und schalte normalerweise eher ab, wenn (wie so oft) über die Münchner diskutiert und berichtet wird, aber dieses Gespräch mit Christof Kneer war eine helle Freude. Auch wenn es so gut wie nie kontrovers wurde, waren es sehr unterhaltsame und informative knapp zwei Stunden Fussballtalk auf höchstem Niveau. Herzlichen Dank dafür.

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ui, Christof Kneer, der Mann, der schneller spricht als sein Schatten :cowboy_hat_face: das ist eine wunderbare Weihnachtsüberraschung!

Und aufs erste Reinhören hält es auch was es verspricht. Ich freu mich schon!

Edit:
Wie zu erwarten sehr interessant und unterhaltsam. Bissl kurz, ich hätte euch gern noch so zwo dro Stunden zugehört. Naja, muss ich halt nochmal von vorne anfangen.

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Also ich höre Christoph Kneer ja auch schon im SZ Podcast sehr gerne und er hat mich auch hier nicht enttäuscht. Super Folge, sehr unterhaltsam!

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Er hat mir gut gefallen, aber aus meiner Sicht hat der Schwerpunkt ein bisschen das Problem, dass die Bayern-Saison erst im Frühjahr final beurteilt werden kann und aktuell auch immer die Frage im Raum steht, wie weit der FC Bayern der Bundesliga einteilt ist.
Ich fand wohl den Aspekt bezüglich des Hofstaates des UH und das Spannungsverhältnis zwischen UH/KHR und neues Management interessant, aber ich glaube, ein Zwischenfazit zu einem anderen Verein hätte ich gehaltsvoller empfunden.

Lese aber auch kein SZ und verbinde mit Christof Kneer wenig. Kann natürlich auch sein, dass Herr Kneer meinte, dass die Winterpause ihm gut für eine Aufnahme passen würde und es in der Hinsicht gut gepasst hat, wenn man ihn als Gast für den Rasenfunk gewinnen möchte. Könnte mir vorstellen, dass einige Bayern-Fans eine größere Zugeneigung für die SZ/Kneer haben.

Ich hätte andere Teams jedoch interessanter gefunden: Z.B vielleicht Wolfsburg, die eine recht langweilige Rückrunde spielen könnten, aber schon ein Trainerwechsel in der Hinrunde hatten. Bei Wolfsburg hätte ich auch eine Kombi aus Frauen- &Männerschwerpunkt interessant gefunden.

Die Kritik ist natürlich auf dem gewohnt hohen Niveau des Rasenfunkes.

Vielen Dank für ein weiteres Rasenfunk-Jahr, ein paar erholsame Tage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Ich fand’s eine gute Folge. Besonders interessant fand ich den Aspekt, dass Kompanys Stil besser zu der Art bzw. dem Wesen der Spieler passt. Und Tuchel unter anderem deswegen gescheiertert sei, weil sein Defensiver Ansatz nicht zu dem passt, womit sich die Spieler wohl fühlen.

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Sehr große Hörfreude! Ich lese (obwohl ich in Bremen wohne) regelmäßig die Süddeutsche und fand es toll Christoph Kneer mal hier im Rasenfunk zu hören.

Besonders gefallen haben mir die Gedankenspiele zu den Trainern und mit wem man gerne mal ein langes Hintergrund Gespräch führen würde.

Ich finde Kompany irgendwie in jeder Hinsicht zu gut, um wahr zu sein und warte eigentlich sekündlich auf einen Skandal, der ans Licht kommt oder den ersten Streit mit Höneß. :wink:

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Eine Fehlerkorrektur finde ich aber doch angebracht: der Mythos, Carlo Ancelotti habe überall Erfolg gehabt, bloß beim FC Bayern nicht, ist zwar weit verbreitet, aber trotzdem falsch.

Bei Chelsea war Ancelottis Bilanz ähnlich wie bei den Bayern und er wurde nach der zweiten Saison entlassen, bei Napoli wurde er wie zuvor bei den Bayern während der zweiten Saison freigestellt. Bei PSG war er auch nicht außerordentlich erfolgreich, gemessen an den Voraussetzungen, Juve und Everton sind aus unterschiedlichen Gründen als Referenz schwierig, aber dass er dort Sensationelles erreicht hätte, kann man auch nicht sagen.

Man könnte also genau umgekehrt sagen: Ancelotti ist nur bei Milan und Real wirklich erfolgreich gewesen.*

(*Was aber natürlich eh schon ausreicht, um ihn zu einem der größten Trainer der letzten Jahrzehnte zu machen.)

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Da muss ich aber jetzt etwas wiedersprechen

Juve war nicht so dolle, aber da hat er sich auch mit Angellis angelegt. Wurde übrigens nach einem 2 zu 1 Sieg gegen Atalanta entlassen wo man dadurch dann noch Chancen auf den Titel hatte.
Danach war Juve sehr erfolgreich ohne ihn und musste zwangsabsteigen, weil Schiedsrichterskandal und so
Milan war er erfolgreich.
Bei Chelsea hat er mit ich glaube Mourinho den besten Punkteschnitt und hatte relativ lang den 3. Besten der Liga nach mourinho und Ferguson, hat das Double geholt und wurde als 2.platzierter im März? entlassen
Das er sich mit Abramovic angelegt hat, hat wohl auch nicht geholfen
Bei Paris hat er den ersten Meistertitel seit 19 Jahren geholt und hat aus einer Truppe alter Stars was geformt was gegen das Messibarca mit 3 zu 3(auswärtstorregel) in der CL rausgeflogen ist. Er hat um Vertragsauflösung gebeten.
Dann kam Real, denke lass ich Mal als erfolg gelten
Napoli 2. Platz ist nicht schlecht
Everton: man sollte sich vielleicht mal anschauen, wo der Club nach ihm gelandet ist(Abstiegskampf). Er hat es relativ lang geschafft gegen Teams aus Manchester, London und Liverpool mit viel besseren Kadern oben mitzuspielen, am Ende nur 10. Aber besser als Abstiegskampf
Danach wieder Madrid(klar letzte Saison der Endspurt… Aber ist halt scheiße ohne Abwehrspieler)

Er war in Ligen erfolgreich mit Teams, die ihm hingestellt wurden und im Vergleich zb. Zu einem Guardiola nur bedingt Einfluss auf die Transfers hatte(das waren sehr gute Teams natürlich, aber man sollte sich selbst zu seiner Pariszeit mal die Gegner anschauen)

Ancelotti nur auf Madrid und Mailand und Pasta essen zu reduzieren, wird ihm nicht gerecht und 2. Plätze gegen Gegner mit einem vielfachen an Etat ist kein Misserfolg.

Edit: und für die Taktikfüchse empfehle ich noch Mal auch anzuschauen, wie er zb. DiMaria bei Real eingesetzt hat, was er bei Chelsea geschaffen hat oder bei Milan.
Und wie er es geschafft hat Spieler die Freiheit zu geben, kreativ zu sein und trotzdem ein sicheres Umfeld…

ich habe nirgends bestritten, dass Ancelotti ein großer Trainer ist, ich glaube das würde auch beim FC Bayern niemand bestreiten. Ich habe nur gesagt, dass das Narrativ (ich spitze zu): „überall hatte er Erfolg, nur bei den Bayern haben sie ihn rausgeschmissen, weil die ihn als einzige nicht verstanden haben“ einfach nicht stimmt.

(btw. war Everton unter Ancelotti ungefähr so erfolgreich wie in den Jahren davor unter Ronald Koeman, Sam Allardyce und Marco Silva. Ja, nach Ancelotti sind sie dann abgestürzt.)

Ist etwas anderes als dein erster Post; wo du nur schreibst: „überall Erfolg gehabt, nur bei den Bayern nicht.“
Das ist deine Ausgangsthese. Die hab ich erstmal angesprochen, und das Fazit(er war nur bei Madrid und Milan erfolgreich(wobei du auch da weglässt, dass er bei Real wegen Erfolglosigkeit beim ersten Mal gehen musste), was du aufgrund deiner Beispiele ziehst.

Ich hab nicht auf die Sendung Bezug genommen, sondern auf deine These und dein Fazit.

Bei den Beispielen versuchst du dann deine These zu belegen indem du verkürzt und bei den Vergleichen die Umstände weglässt
(Er war bei Paris erfolgreich(das war noch nicht das Neymar Paris), er wurde bei Chelsea(wo er den besten Punkteschnitt hat) und Juve nicht wegen Erfolglosigkeit gekündigt und nicht im November wie bei den Bayern, Everton wäre nach ihm fast abgestiegen, Juve war danach zwar erfolgreich, aber das man den Schiedsrichterboss bestochen hat, hatte darauf vermutlich Einfluss, Napoli hat er trotz starker Konkurrenz auf den 2. Platz geführt usw.)

Du machst das gleiche, was du der Sendung vorwirfst, du verkürzt.
Bloß dass es in der Sendung darum ging um über Bayern zu diskutieren und nicht über Ancelotti.

Aber ich glaube, wir gehen jetzt zu weit weg von der Sendung

Ancelotti ist ja doch eine eigenes Thema(total spannend und ich bin auf Brasilien während der WM gespannt, weil Ancelotti Teams insbesondere taktisch und aber auch „mental“ so gut einstellen kann weshalb Brasilien mein Geheimfavorit ist(ohne Ancelotti hätt ich spätestens Viertelfinale aus gesagt))

Unterhaltsame Folge.

Ein Gedanke zur (intrinsischen) Motivation vieler Bayernspieler:

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Meisterschaft Leverkusens durch den Nimbus der Unbesiegbarkeit und der damit einhergehenden Aufnahme in einen sehr kleinen Kreis (AC Mailand 91/92, Arsenal 2003/2004, Juventus 2011/2012 in den Top-5-Ligen), einige beim FCB dauerhaft anstachelt.

Das hilft doch sicherlich besonders gegen die “Kleinen” in der Bundesliga.

Die Bayern werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Deutscher Meister. Ob sie nun gegen Union oder Mainz verloren hätten, hätte tendenziell auf die Titelvergabe keinerlei Einfluss.

Abgesehen davon: wer merkt sich schon (außer Fans des Meisters vielleicht) in welchem Spiel ein Run auf die Unbeaten Season kaputt ging?

Dass Leverkusen hingegen ungeschlagen blieb, wird wohl keiner von uns jemals vergessen.

Also m.E. nach ist das ein Bonus an Motivation, den Kompany vielleicht nicht mal bei jedem aktivieren muss (Kimmich würde ich so einschätzen, dass ihn sowas stört, so wirkt er auf mich einfach von seinem nach außen getragenen Ehrgeiz; andere Spieler können im Inneren aber genau so sein, es bloß seltener zeigen), aber eben in manchen Spielen zwangsläufig aktivieren kann (stark vereinfacht: “denkt dran, Leverkusen war schon mal ungeschlagen, ‘wollt’ ihr wirklich gegen fcsp/Union/Mainz verlieren?!”). Selbstverständlich kann er das nicht jede Woche bringen :smile:

Sollten sie es tatsächlich bis zur Endphase der Saison durchhalten, wäre auch “sichergestellt”, dass sie nicht in den Spieltagen 32-34 Larifari spielen.

Korrektur oder Hinweis:

Real Madrid, Athletic Bilbao, CFC Genua, Pro Vercelli und Preston North End haben das in/vor den 1930ern auch geschafft. Aber ich glaube das ist nun wirklich irgendwie verjährt

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Ich glaub wir sind nicht so weit auseinander. Es ist eine Frage der Perspektive. Mir geht es nicht um Ancelotti, sondern um das Narrativ. Meine Milan/Real-These ist natürlich auch (unzulässig) verkürzt, aber immer noch näher an der Realität als die These vom FC Bayern als einzigem Fußballclub, der das Genie Ancelotti verkannt hätte.

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Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die Meisterschaft Leverkusens durch den Nimbus der Unbesiegbarkeit und der damit einhergehenden Aufnahme in einen sehr kleinen Kreis (AC Mailand 91/92, Arsenal 2003/2004, Juventus 2011/2012 in den Top-5-Ligen), einige beim FCB dauerhaft anstachelt.

In einer Folge (ich glaube, der Kontext war ein Torrekord) des Rasenfunks wurde mal erwähnt, dass den Spielern solche Rekorde tendenzieller viel unwichtiger sind als den Zuschauern.

Muss aber auch sagen, dass ich generell kein Fan von Motivations-Begründungen bin. Das kann ich mir bei Profisportlern (und dann müsste es ja auch noch gleich mehrere in der Mannschaft betreffen) in der heutigen Zeit nicht wirklich vorstellen.

Ich hab irgendwo gehört/gelesen, dass die Spieler sagen, dass die Stimmung im Team außergewöhnlich gut sein soll. Sie laufen deswegen soviel, weil jeder für den anderen läuft.

Ich kann das nachvollziehen, weil ich es ähnlich erlebt hab.

Für mich persönlich kommt Lennart Karl zu schlecht weg, den Vergleich von ihm mit Podolski fand ich nicht passend. Podolski war für mich ein relativ eindimensionaler Spieler, da ist Karl für mich schon mit mehr Optionen ausgestattet. Klar, einen guten Abschluss hat er in jedem Fall, aber er hat auch das Auge für den Zauberpass, den Sicherheitspass etc. und: er weiß diese auch (finde ich eine krasse Qualität für einen 17-Jährigen) situativ richtig einzusetzen. Die Unbekümmertheit würde ich zudem seiner Jugend zuschreiben, bei Podolski hatte diese vielleicht auch andere Gründe, die in seinem Charakter begründet sind. Ansonsten sehr interessante Folge!

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