Frauen-Bundesliga - Geplauder

Play offs nehmen zu viel Wert für mich aus ner Meisterschaft und ändern auch kaum was am Endergebnis. Man muss nur nach Frankreich schauen. Da wird mir zu viel Wertigkeit der Spieltage 1-26 rausgenommen nur für ne eventuelle Chance auf nen anderen Meister, die eh unfassbar gering ist.

Das Thema Belastung in der Endphase der Saison kommt noch dazu.

Meisterschaftsspiele wenn eh schon entscheidende Spiele für die Topclubs anstehen, find ich auch ungünstig, wenn man international zeigen will, dass man konkurrenzfähig ist.

Und die Eventisierung der Finalspiele brauche ich auch nicht.

Aber bin gespannt, wie andere (keine TV-Verwerter) dazu stehen

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Ich würde mich freuen, wenn es zur FBL und den Plänen der zukünftigen Gestaltung des Ligabetriebs und der Vermarktung einen Rasenfunk-Podcast geben würde. So als Anregung @GNetzer .

Darin könnten verschiedene Aspekte der Pläne thematisiert werden. Zum Beispiel:

  • Vor- und Nachteile der neuen Spieltagsgestaltung mit fünf Spielen am Sonntag und zwei zusätzlichen Spielen am Freitag und Samstag.
  • Weiterer Anstieg der Zahl der Spiele aufgrund der Play-Offs für jene Teams, die ohnedies in der UWCL spielen, bzw. im DFB-Pokal erwartungsgemäß weit kommen, während gleichzeitig die Zahl der Spiele für die Mehrheit der Liga unverändert bleibt. Es würde sich so eine zunehmende Divergenz in dieser Beziehung ergeben, mit Folgen für Sichtbarkeit, Vermarktungschancen, Kadergröße, Belastung, … .
  • Die sportliche Entwertung der Abschlusstabelle nach 26 Spieltagen, da diese Tabelle keinen Titel und eventuell auch keinen internationalen Startplatz zur Folge hätte.
  • Die grundsätzliche Thematik einer Vermischung von Ligamodus und Pokalmodus mit ihrem jeweils eigenen Reiz und eigenen Dynamiken.
  • Die offensichtliche Abwägung zugunsten der Vermarktung (Prioritätensetzung) gegenüber den Grundwerten eines sportlichen Wettbwerbs (Sportsgeist).

Ich persönlich sehe 27/28 schon vor mir. Die Saison wird mit dem Supercup eröffnet, theoretisch ja eigentlich Meister gegen Pokalsieger. Aber wahrscheinlicher heisst es dann Meister gegen Vizemeister bzw. Pokalsieger gegen Vizepokalsieger, möglicherweise erneut der FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg.
Die beiden Treffen dann zwei weitere Mal in der Liga aufeinander, und dann mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit noch einmal im Meisterschaftsfinale, und wahrscheinlich im DFB-Pokal auch noch einmal.
Es gibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass fünfmal die Prima und die Secunda aufeinander treffen.
Ich fände es in dieser Häufigkeit langweilig. Und in der UWCL könnte es ein sechstes Mal zur gleichen Paarung kommen.

Aus meiner Sicht benötigt es für ein attraktives Produkt Frauen-Bundesliga zwei Merkmale.

Zum einen einen integeren Wettbewerb bei dem der Sportsgeist zentral ist, und nicht durch die Vermarktung ausgehölt wird. Das wäre dann eine echte Alternative zum Männerfußball und im gesellschaftlichen Sinne gesünder. Und ich bin überzeugt, dass es dafür einen einkömmlichen Spielraum für die Frauen-Bundesliga in ihrer Entwicklung geben würde.

Zum anderen müsste die Liga die Sichtbarkeit, finanziellen Mittel und sportlichen Voruassetzungen so gestalten, dass die einzelnen Vereine nicht zuweit auseinander liegen und sich die jetzt schon bestehende Dominanz einiger Klubs nicht auch noch weiter in der Zukunftsgestaltung manifestiert. Die Hürden für sportlichen (ligainternen) Aufstieg sollten meiner Ansicht nach geringer als in der Männer-Bundesliga sein und die Liga sportlich ausgeglichener, und entsprechend würde ich bei der Zukunftsgestaltung den Fokus setzen.
Einen Ansatz, der in diese Richtung geht vermisse ich jedoch bei den Zukunftplänen der FBL. Das sieht eher so aus, als wollte man der Vermarktung alles unterordnen, d. h. die Bedürfnisse der Medienpartner sind zentral und nicht mehr der sportliche Wettbwerb. Entsprechend dürfen die Käufer der TV-Rechte jetzt über die Abfragen der FBL (zum Wert von Play-Offs, zu Anstosszeiten, etc.) das Produkt entscheidend mitgestalten und auf ihre Bedürfnisse zuschneiden.

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Du würdest also der NWSL oder generell US-Sport den sportlichen Wettbewerb bzw. Sportsgeist absprechen? Das es überall um Kommerz und Geld geht ist klar, da wird sich auch nicht die Frauenbundesliga von frei machen. Denn nichts anderes geht man nun an, egal ob mit Playoffs oder ohne.

Btw i. US-Sport habe ich noch nie groß gelesen, dass eine Saison entwertet wird. Oder auch Zuschauer kein Interesse hätten, man Spieler schonen würde etc. Die Leute wollen unterhalten werden, Spannung erleben und jeder Spieler versucht das Beste rauszuholen.

Wenn man guten Fußball zeigt, Fußball zelebriert, dann sollte doch das Interesse steigen. Wenn in den 26 Spielentagen - egal ob danach Play-Offs sind oder nicht - fehleranfällige Schnarchfußball kommt, steigt das Interesse natürlich nicht.

Für mich klingt es immer so: Der Fußball war immer so, wir kennen unsere Bundesliga so und man solle bloß nichts ändern. Gern darf man bei den Frauen auch mal neue Wege gehen. Die Vereine sind jetzt schon überall wie bei den Männern gleich. Da kann man zumindest woanders ansetzen.

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Du hast mich, wie ich glaube nicht wirklich verstanden. Jedenfalls finde ich mich in Deinem Beitrag inhaltich nicht wieder. Und meiner Ansicht nach vermischt Du hier zudem Äpfel mit Birnen.

Zur Klarstellung, ich habe der NWSL nicht den sportlichen Wettbewerb oder den Sportsgeist abgesprochen. Ich habe überhaupt nicht über die NWSL geschrieben und meiner Ansicht nach kann man die verschiedenen Systeme und deren geschichtlichen Hintergrund auch nicht miteinander vergleichen.

Die Pläne der FBL sind ja auch weit vom Rahmen und Modus der NWSL entfernt. Näher wäre der Vergleich zu AWSL. Und da wurde zuletzt deutlich, dass ein Wechselfehler in einem Play-Off-Spiel schon die ganze Saison ruinieren kann.

Zum Terminus „Entwertung“: Entwertet wird der Wert der Abschlusstabelle der Frauen-Bundesliga, wenn anschließend eine Relegation und Meister-Play-Offs folgen und in diesen wenigen Spielen Titel, UWCL-Teilnahme und Abstieg entschieden werden, und nicht die Leistung in den 26 vorhergehenden Spieltagen dafür wie bisher maßgeblich ist.
Das ist keine Meinung, das ist eine Tatsache und deshalb ist inhaltlich noch gar nichts darüber ausgesagt, ob man das gut oder schlecht findet.
Mit persönlich gefällt die Aussicht auf Meister und Abstiegs-Play-Offs nicht. Das kann man aber anders sehen.

Der Punkt mit dem Sportsgeist bezieht sich entsprechend dann nicht darauf, sondern dass bei den Zukunftsplänen nicht die sportlich sinnvollste Form des Wettbwerbs im Vordergrund steht, sondern man die Bedürfnisse der Medienpartner darüber stellt. Salopp ausgedrückt fragt man, was sich besser verkauft und fragt nicht, was sportlich gesehen sinnvoller wäre und was den Wettbewerb in Punkto Fairness, Financial Fair Play, Belastung der Spielerinnen, … fördern würde.

Wo hört diese Denkweise mal weitergedacht auf? Stell Dir mal vor ein Medienpartner empfiehlt mit dem Argument der besseren Vermarktung des Produktes, Trinkpausen auch im Winter für Werbeeinblendungen, oder engere Sportkleidung in der Frauen-Bundesliga (mit einem Gruß an die Beach-Volleyballerinnen).

Ich denke, eine spannende Bundesliga benötigt einen Wettbewerb, bei dem die Teams in ihrer Leistungsfähigkeit näher zusammenrücken. (In dieser Hinsicht gefällt mir die NWSL ganz gut.)
Es würde mich freuen, wenn die Zukunftspläne der FBL in dieser Beziehung einen anderen Weg gehen würden, wie die Männer-Bundesliga.

Mit der Einführung von Play-Offs aber erreicht man nur mehr Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit für die Top-Klubs und nimmt den Klubs nahe an Platz 11 die Planungssicherheit über die Saison hinaus noch weitergehend als jetzt schon. (In der 2. Liga wird man nicht aufgefangen, da gibt es keinen Cent.)
So ginge die Schere in der Liga meiner Ansicht nach perspektivisch weiter noch auseinander. Was helfen würde, wäre ein gezieltes Gegensteuern in kleinen Schritten. Man könnte z. B. kleineren Vereinen über Fonds des Ligaverbandes mit Einnahmen aus der Vermarktung finanziell helfen, z. B. beim Aufbau eines VAR light, hellerem Flutlicht, höherer Anzahl an Kamerapositionen, Ausbildungsvergütungen für jede Spielerin, die aus der eigenen Jugend in der Bundesliga debütiert, …, um mal so ein paar erste Gedanken in der Raum zu werfen.

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Ich sehe es genauso, dass Play-Off Spiele das Ligasystem der Bundesliga entwerten und aushölen. Wenn es irrelevant ist ob man über die Tordifferenz oder 10 Punkte Abstand auf Platz 1 - 4 steht weil die Play-Off Spiele die Reihenfolge komplett umdrehen können ist das schlicht scheiße - meiner Meinung nach. Wo ist da dann noch der Erfolg durch Konstanz den ein Ligasystem belohnt. Zum Teil hinfällig.

Den Vorschlag mit dem Fonds der die untere Tabellenhälfte finanziell unterstützt finde ich sehr stark! Das könnte ohne den Wettbewerb zu verzerren die Liga spannender gestalten und ein Überleben von Vereinen wie Essen in Liga 1 ermöglichen. Ein gleicher Verteilungsschlüssel der Vermarktungsgelder auf alle 14 Teams wäre womöglich auch eine Möglichkeit. Über eigene Sponsoren und Ticketeinnahmen, UWCL und Pokalgelder können die vorderen Vereine ja trotzdem noch mehr Geld einnehmen.

Vor dem Spiel gestern gab es ein Interview mit Dirk Zingler. Darin kündigte er an, dass die anstehenden Ausschreibungen im Herbst für die Namens- und TV-Rechte der Frauen-Bundesliga mit Play-off Spielen um die Meisterschaft ausgeschrieben werden. Es geht um vier zusaätzliche Spiele.

Bei der Abstimmung innerhalb der FBL waren der FC Bayern und VfL Wolfsburg gegen diese Play-offs, die anderen zwölf Klubs dafür.

Meine Meinung darüber habe ich weiter oben dargelegt.

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Mich hat diese Aussage von Zingler auch etwas irritiert, weil er sich damit (so mein Eindruck) aus der Frage winden wollte, ob bereits etwas beschlossen sei. Ich glaube also da steht noch nix fest und das war eher Stimmungsmache als wirkliche Infos. Er stützt sich halt auf das 12 zu 2 Votum, obwohl ja erst im November bei der Mitgliederversammlung etwas verbindliches erwartet wird. Bis dahin werden Bayern und Wolfsburg, als die Zugpferde der Liga, auch noch mal intern ihrerseits Stimmung machen und andere werden es überdenken. Medienrummel und Fans kommen auch noch dazu.

Ich persönlich bin auch kein Fan der Play-off Idee und stimme deinen Ausführungen weiter oben diesbezüglich zu. Mich würden dazu auch die Meinungen der Spielerinnen interessieren (sofern sie dazu starke Meinungen haben), aber das sind mal wieder Themen wo andere entscheiden.

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Er sagt in dem Interview ja auch, dass sie sich selber nicht sicher sind, ob das die richtige Entscheidung ist, aber, dass sie das jetzt für 2 Saisons ausprobieren wollen. Ich frag mich da nur, wie die Bewertung funktionieren soll. Denn im Laufe der zweiten Saison musst du doch schon wieder die Rechte für die folgende Saison ausschreiben. Also kann die Bewertung dann ja nur aufgrund einer einzigen Saison erfolgen oder nicht? Ob das dann so aufschlussreich ist, wage ich mal zu bezweifeln

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Der Punkt bei den Frauen ist, dass sie dann mehr Spiele haben, mit denen sie Geld verdienen können. Fast alle kleinen Ligen haben Systeme, mit denen sie öfter gegeneinander spielen können.

Naja, aber die Teams die öfter spielen werden durch Meisterschafts Play Offs sind ja auch die, die tendenziell schon mehr Spiele am Ende der Saison haben, bedeutet also, sie brauchen für die Endphase noch n breiteren Kader und dadurch noch mehr Budget, während die Teams dahinter das nicht brauchen und weiter wenig Spiele haben. Und an dem Punkt würde ich als Team, die dadurch Mehrausgaben haben auch eine Tabellenbezogene Staffelung des TV Gelds fordern, um die zusätzlichen Ausgaben zu refinanzieren, ergo ein weiterer Hebel, der die Schere noch größer macht.

Wenn man wollen würde, dass alle Teams mehr Spiele haben, müsste man eine meisterschafts und Abstiegsrunde machen. Dann wäre die Belastung auch fair verteilt.

Das wären dann allerdings so viel mehr Spiele, dass man mehrere englische Wochen in der Saison zusätzlich bräuchte.

das wäre wesentlich fairer. Aber natürlich dann trotzdem nicht so Eventmässig und man hätte trotzdem nicht die Möglichkeit künstlich Spannung zu erzeugen, sondern die Teams müssen sich sportlich und finanziell weiterentwickeln um Chancen auf ne spannende Meisterschaft zu haben. Und da wollen ja scheinbar 12 von 14 Clubs lieber den leichteren Weg zu Spannung wählen.

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Du könntest es halt auch komplett neu aufstellen. Das würde aber auch wieder nicht nach allen schmecken, wenn es nach Attraktivität und Zuschauer geht.

Man könnte statt der Hinrunde eine Hauptrunde spielen. Jeder spielt 1x gegen jedes der anderen 13 Teams. Ja, blöd wenn du halt nicht die Top-Teams zuhause empfängst etc. Wer mehr Auswärtsspiele statt Heimspiele hat, muss im Folgejahr (7/6) bekommen. Das könnte für Kritik sorgen, kann man aber sicherlich mit Computer und KI hinbekommen, dass das langfristig fair ist.

Nach den Spielen teilt sich die Liga in Champions Round / Challenge Round (jeweils 7 Teams oder 8/6). Abstiegsrunde kling zu negativ. Entweder man nimmt nur Punkte und Tore mit, die man gegen die Konkurrenz aus der jeweiligen Runde geholt hat oder man nimmt alles mit. Dann kann ein Punkgewinn gegen Bayern wertvoll sein und wenn Wolfsburg gegen einen Kleinen Punkte lässt, schmerzt es um die Meisterschaft. Ich wäre eher für die zweite Variante, denn so bleibt jedes der 13 Spiele wichtig.

Dann wäre die Frage, was folgt dann? Jeweils ein Spiel gegen jedes Team mit anschließender Playoffs oder Hin- und Rückspiele und man hätte die Platzierungen. Sind es dann mehr oder weniger Spiele? Das müsste man ausrechnen.

In der Hauptrunde hat man natürlich den Drang auf Platz 7/8 zu landen im Winter. Man darf sich keine Fehler erlauben zu Beginn der Saison. Da wäre Feuer drin.

Danach geht es wie so oft um die goldene Ananas in der Challenge Round. Teams, bei den die CL und Abstiegsplätze in der Ferne sind, haben im Frühjahr kein großen Anreiz. Dir fehlen dann jedoch die Highlightspiele und mögliche Überraschungen gegen die „Großen“. Das ist natürlich Schade, wenn dies entfällt. Hier wäre es perfekt, wenn Deutschland Startplätze im Europa Cup erhält und nicht nur unsere CL-Verlierer hineinrutschen. Ein Startplatz und der Sieger der Challenge Round nimmt noch kurze Playoffs teil.

Auf beiden Seiten gäbe es aber mehr Spiele auf „gleichen Niveau“. Das könnte auch der Entwicklung von Teams helfen und man geht mit guten Spielen, Toren etc. raus. Ob das so kommt oder man sich gegen alle einigelt, kann ich nicht sagen.

Das sind nur mal Ideen, die ich in der Mittagspause ohne Prüfung und Abwägung zusammengeworfen habe. Ist es perfekt? Nein. Bestimmt sind Fehler drin. Man könnte jedoch sicherlich etwas finden, um es bei den Frauen anders zu machen als den Männer und auch nicht nur drei Playoff-Spiele auszurufen. Das wäre halt komplett neu und ich weiß damit würde man anecken. :sweat_smile:

Aber wenn hier wer von der FBL e.V. mitliest, meldet euch. :rofl:

Ist dein Vorschlag nicht quasi das System, das vor einigen Jahren in Italien eingeführt und letzte Saison wieder zugunsten de sherkömmlichen Ligasystems fallen gelassen wurde?

Ich habe verschiedene Varianten miteinander kombiniert und einige Ideen eingebracht (z.B. das ein Sieger der anderen Runde um einrn zukünftigen Europa Cup-Platz zu spielen, falls die UEFA den Weg geht).

Die Serie A Femminile hatte in den Saisons 2022/23 bis 2024/25 mit zehn Teams ein ähnliches System. Das war der Start der Profiliga und wohl Übergangs-/Zwischenlösung wie ich verstanden habe. Mit zehn Teams kannst du halt einfach Hin- und Rückspiel machen (18 Spiele) und könntest dies bis Anfang des Jahres durch haben. Bei 14 Teams mit 26 Spielen oder irgendwann 16 Teams wird das unmöglich. Daher würde ich es bei einem Spiel in der Hauptrunde belassen. In den jeweiligen Runden gab es Hin- und Rückspiel. Das würde ich so übernehmen. Italien hat die Liga wieder aufgestockt. Je mehr Teams, um so einfacher ist das normale Ligasystem.

In einem damaligen Bericht zur Saison 2022/23 hieß es damals:

Da rimarcare come nella stagione 2022-2023 sia entrato in vigore il nuovo format della Serie A femminile: le 10 squadre partecipanti alla massima serie disputano infatti una prima fase della stagione, al termine della quale vengono formati 2 gruppi, una poule scudetto per le prime 5 squadre della graduatoria e una poule salvezza per le altre 5. L’impatto più significativo del cambio di format è stato prodotto sull’equilibrio competitivo della competizione: nel confronto con gli altri principali campionati europei, la Serie A femminile rappresenta nel 2022-2023 quella con la minor percentuale di partite “poco interessanti”, ovvero terminate con uno scarto di reti superiore a 3 gol, con un dato pari al 22%, rispetto al 27% del 2021-2022. E nelle 2 fasi finali del campionato 2022-2023 (poule scudetto e poule salvezza), in entrambi i casi la percentuale è ulteriormente scesa fino al 20%.

La differenza media dei gol di scarto tra la squadra vincente e quella perdente è passata da 1,939 del 2021-2022 a 1,789 della prima fase del campionato 2022-2023, per poi scendere rispettivamente a 1,6 e 1,4 nella poule scudetto e in quella salvezza. Il tutto nonostante un importante aumento nel numero di gol segnati nel campionato (la media reti per partita è salita dal 3,26 del 2021-2022 al 3,32 del 2022-2023, con la poule scudetto che ha toccato un valore pari a 4,3). Una ulteriore conferma dell’aumento, in parallelo, dell’equilibrio competitivo della Serie A femminile e del livello di spettacolarità del campionato.

KI-übersetzt:

Hervorzuheben ist, dass in der Saison 2022/23 das neue Format der Frauen-Serie-A eingeführt wurde: Die zehn Mannschaften der höchsten Spielklasse bestreiten zunächst eine erste Phase der Saison. Nach deren Abschluss werden zwei Gruppen gebildet: eine Meisterschaftsrunde (Poule Scudetto) für die fünf bestplatzierten Mannschaften und eine Abstiegsrunde (Poule Salvezza) für die übrigen fünf.

Die bedeutendste Auswirkung der Formatänderung zeigte sich bei der Wettbewerbsausgeglichenheit: Im Vergleich mit den anderen großen europäischen Ligen wies die Frauen-Serie-A in der Saison 2022/23 den geringsten Anteil an „wenig interessanten“ Spielen auf, womit Partien gemeint sind, die mit einer Tordifferenz von mehr als drei Toren endeten. Dieser Anteil lag bei 22 %, gegenüber 27 % in der Saison 2021/22.

In den beiden abschließenden Phasen der Saison 2022/23 – der Poule Scudetto und der Poule Salvezza – sank dieser Anteil in beiden Fällen sogar noch weiter auf 20 %.

Die durchschnittliche Tordifferenz zwischen der siegreichen und der unterlegenen Mannschaft sank von 1,939 Toren in der Saison 2021/22 auf 1,789 Tore in der ersten Phase der Saison 2022/23. Anschließend ging sie in der Meisterschaftsrunde (Poule Scudetto) auf 1,6 und in der Abstiegsrunde (Poule Salvezza) auf 1,4 Tore zurück.
Und das trotz eines deutlichen Anstiegs der Zahl der im Wettbewerb erzielten Tore: Die durchschnittliche Zahl der Tore pro Spiel erhöhte sich von 3,26 in der Saison 2021/22 auf 3,32 in der Saison 2022/23. In der Poule Scudetto wurde sogar ein Wert von 4,3 Toren pro Spiel erreicht.
Dies stellt eine weitere Bestätigung dafür dar, dass sowohl die Wettbewerbsausgeglichenheit der Frauen-Serie-A als auch die Attraktivität des Wettbewerbs parallel zugenommen haben.

Man müsste die Folgejahre durchgehen. Dadurch das die Berichte auf italienisch sind, ist ein wenig aufwendiger.

Man könnte natürlich das NSWL-Playoffssystem mit hinein nehmen. Das hatte ich nur auf mögliche zusätzliche Europa-Cup-Plätze bezogen, falls die UEFA hier alles ausweitet. Aber ich bin offen für Playoffs. Wenn es sinnvoll ausgearbeitet ist und sich Gesamtspielzahl einfügt.

Man kann sich halt die Frage stellen, warum man für eine Zwischenlösung nicht einfach ein wenig radikaler mit Ideen wird. Ich wäre es wohl. Kein Status Quo, sondern mal etwas Neues. Probiere es auch zwei Saisons aus, mit guten TV-Vertrag und frei empfangbaren Spielen, um das Interesse zu wecken. Den gefühlt findet es immer noch hinter verschlossenen Türen statt. Magenta/DAZN und bei ÖR-Übertragungen ist das alles sehr verbesserungsfähig.

Pusht man die Liga in eine neue Zeit? Ist es eine Saison, in der alles passieren kann? Gibt es mehr Partien auf Augenhöhe und Entwicklung? Man würde es erst herausfinden, wenn man es versucht. Man kann dann wieder ins Standard-Ligasystem ändern, wenn es eine Entwicklung gab. Falls man dann noch möchte.

Vor dem Nordderby fand im Weserstadion ein Treffen von Vertreter:innen der Frauen Bundesliga, Leuten aus den Medien (z.B. Kathrin Lehmann und Tabea Kemme) und Unternehmensvertreter:innen aus dem Partnerpool von Werder statt.

Katharina Kiel und Klaus Filbry haben dort ein Update seitens des FBL e.V. gegeben. Das ZDF hat einen Bericht dazu geschrieben, in dem es weiter unten zu den geplanten und diskutierten Änderungen ab der kommenden Saison geht.

Die Inhalte mal stichpunktartig:

  • Abschaffung Montagsspiel, nach ZDF-Infos nur noch eine Partie am Freitag, eine am Samstag, Konferenz am Sonntag
  • Anstoßzeit Konferenz soll mit betreffendem TV-Partner ausgehandelt werden
  • In Länderspielpause der Männer feste „Leuchtturmspiele“ in den großen Stadien (vermehrt am Samstag)
  • 2 Modelle in den Ausschreibungen: eines mit, eines ohne Playoffs
  • Reichweite steht im Vordergrund
  • Man ist froh, wenn das Erlöspotenzial erhalten bleibt (derzeit 5,17 Mio. Euro). Aufgrund der Marktlage seien Erwartungen von 10 Mio. Euro pro Saison unrealistisch

Kommenden Freitag soll bei einem außerordentlichen DFB-Bundestag die Frauen Bundesliga offiziell vom Verband ausgegliedert werden.

Dann soll eine Gesellschaft gegründet und eine Geschäftsführung mit ein oder zwei Personen, idealerweise mit Frau an der Spitze, berufen werden.

Zum 01.07.27 würde die Organisation den Ligabetrieb leiten. Die Klubs stellen die Finanzierung sicher. Sie haben sich bereits über diverse Arbeitsgruppen zusammengeschlossen.

Sitz wird in Frankfurt in der alten DFB-Zentrale sein.

Werder hat auf seiner Website auch über die Veranstaltung berichtet, aber eher keine weiteren für Nicht-Werder-Fans relevante Inhalte geschrieben . Interessant sind vielleicht die Fotos von der Veranstaltung unten auf der Seite.

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Ich mache das Thema hier einmal auf, aber die Verteilung der Anstosszeiten ist doch ein schlechter Witz.

Es gibt 7 Anstosszeiten pro Wochenende.

Davon 2 außerhalb des eigentlichen Wochenendes. Ergo bescheiden für Fans, die ins Stadion wollen.

Theoretisch hat dann jeder Verein 7,42 Spiele pro Saison an diesen beiden Tagen, leichte Differenzen durch Schlusskonferenz nicht berücksichtigt.

Bayern steht stand heute nach dem 11 Spieltag bei 7 Spielen zu diesen Zeiten. Das ist kein statistischer Ausreißer, das war letzte Saison in der Rückrunde schon ähnlich. Um das auszugleichen dürfte Bayern an den restlichen 15 Spieltagen nur noch 1 mal an diesen beiden Tagen kombiniert spielen.

Als ein Fan, der einen weiteren Anfahrtsweg hat, ist das wirklich zum kotzen, sorry to say.

Ja, das stimmt alles, aber immerhin wird das zur neuen Saison geändert. Also versuch dich so wenig wie möglich zu ärgern.

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Bezüglich der FBL und dem neuen Rechte-Paket. Ich hatte letztens im SCF-Thread das geteilt, warum man immer noch auf die leere Osttribüne guckt.

Die Verlegung der angedachten Kameraposition auf die Osttribüne ist hingegen vorerst pausiert: Hier müssen zunächst die TV-Voraussetzungen innerhalb der neu ausgehandelten Medienrechte, die zukünftig nicht mehr beim DFB, sondern bei der neu gegründeten FBL liegen, abgewartet werden.

Ich verstehe das nicht so ganz. Man wartet jetzt wieder ab, statt die Kameraposition da einfach zu platzieren. Bei den nächsten Medienrechten wird da auch eine Kamera stehen. Eine Tribüne mit Zuschauern ist doch jetzt und später sehr viel besser.

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Manchmal habe ich den Eindruck, die Vereinsverantwortlichen machen sich gar nicht die Mühe, sich selbst mal so ein Spiel im TV anzusehen. Bei jedem Verein erkennt man doch ziemlich schnell einige Low-Hanging-Fruits, wie man so schön sagt.

In Bremen zB haben wir diese kultigen, vom Wesernebel vergüldeten Torpfosten. Scheinbar werden die sehr geliebt. Sieht man im TV ein Spiel auf Platz 11, wo es eh schon aussieht wie ein Dorfplatz, könnte man leicht denken: kann sich dieser Verein wirklich keine neuen Tore leisten? Sehen einfach aus, als wären sie 40 Jahre alt.

Das sind so vermeintliche Nichtigkeiten, die aber neuen ZuschauerInnen sofort ins Auge fallen werden.

Man mag die Phrase gar nicht schwingen, aber es stimmt nun einmal: man bekommt nur eine Chance, einen ersten Eindruck zu machen.

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Aber wurde Platz 11 nicht renoviert?

Ja, die Funktionsgebäude, Trainingsplätze etc schon, die wurden aus den 70ern in die Moderne geholt. Sieht auch alles sehr schön aus. Auch ein Gebäude neben dem Weserstadion wurde jetzt zusätzlich gekauft, da zieht die ganze Frauenabteilung ein.

Platz 11 benötigt allerdings dringend ordentliche, überdachte Plätze. Natürlich wäre es auch schön, wenn die Laufbahn nicht da wäre, aber das wird wohl nicht passieren. Auf Dauer will man laut Geschäftsführer ohnehin komplett ins Weserstadion. Mal sehen.