Ich bin von den Kommentatorenleistungen im ÖR durchaus überrascht worden:
Claudia Neumann macht mittlerweile einen guten Job, seitdem man ihr (schon vor der WM) ein paar Mal Kathrin Lehmann zur Seite gestellt hat: Sie wirkt analytischer, besser vorbereitet und neutraler als früher. Für mich eine wirkliche Verbesserung.
Das gleiche gilt übrigens für Tom Barthels, seitdem er auch in den Genuss eines Almuth-Schult-Kokommentars gekommen ist.
Beide fand ich die letzten Jahre nicht aushaltbar (weshalb ich gerne in den zweiten Tonkanal gegangen bin).
Oliver Schmidt im ZDF ist mir dafür ziemlich negativ aufgefallen (Arroganz gegen Kleine, unanalytisch, Sekundärtugendengefasel), hat sich bei Spanien gegen Portugal dafür wieder gefangen (und hatte bei diesem unglaublich langweiligen Spiel einen schweren Job).
Insgesamt finde ich, dass die Kommentatoren immer noch zu sehr auf den Namen und zu wenig auf das Spiel schauen und ich würde mir wünschen, dass man im ÖR den Mut hätte einfach immer qualifizierte Kokommentatoren dazuzuschalten. Mit Schult, Lehmann und Hitzlsperger hat man eigentlich die erforderliche Qualität an der Hand und kann man mir gute oder sehr gute Kommentare bieten.
Magenta habe ich nur über irgendwelche Social-Media-Schnipsel mitbekommen und war eher negativ beeindruckt: Mehrfach passten Überschrift, Kommentar und Spielszenen nicht zueinander.
Ich habe zwar nur die letzte halbe Stunde des Spiels gesehen aber da ist mir das auch sehr positiv aufgefallen!
Ich störe mich wenig an Kommentator*innen, aber umso mehr fiel mir dieser herausragende Kommentar der beiden auf!
Bei Magenta habe ich, soweit angeboten, schon mehrfach zumindest für eine Halbzeit den Taktikfeed gesehen, der von Benny Zander und (glaube ich) wechselnden Partner:innen ziemlich gut kommentiert wird.
Wir haben ja viel damit zu tun, dass Schiedsrichter angegangen werden und auch dass unterlegene Mannschaften, bzw vor allem ihr Umfeld, die Ergebnisse nicht akzeptieren wollen.
Das sagt zwar einiges über unsere Gesellschaft aus, ist aber vor allem ein massives Schiedsrichterproblem. Die Schiedsrichter machen keinen guten Job, Stars werden anders behandelt, als die normalen Spieler und der Fall mit Trump/Infantino setzt dem Ganzen die Krone auf.
Also kein Wunder, wenn sich jeder benachteiligt fühlt. Das ist ein enormer Sprengstoff.
Aber die Delegierten verkaufen lieber den Fußball für ihre eigenen persönlichen Interessen. (Neuendorf nehm ich da nicht raus)
Falls ich es überlesen habe tuts mir leid, ich hab die letzten Beiträge überflogen aber nichts entsprechendes gelesen.
Das Portal „blue Sport“ hatte vor dem Beginn der KO-Runde ein Interview mit Infantino. In dem hat er sich (völlig überraschend) sehr darüber gefreut wie hervorragend die WM sei und wie Teams wie Kap Verde und die 9 afrikanischen Teams die die sechzentelfinals erreichten, zeigen wie wichtig es ist dass diese Teams auch mitmachen dürfen. Und dass man aufjedenfall „darüber nachdenken sollte“ die WM auf 64 Teams zu erhöhen.
Bei 211 Mitgliedsverbänden wäre dass dann ungefähr jedes dritte Team was dabei wäre, die Quali wäre also recht adabsurdum. Das hat mich zu meiner Überlegung gebracht, ob ich es nicht wirklich noch erleben werde, dass bei einer WM einfach alle Nationen teilnehmen und die Qualifikationen gestrichen werden, dadurch könnte das Problem der Terminkalender gelindert werden. Entweder wird die WM über mehrere Zeitpunkte gestreckt, oder weniger Länderspielpausen und dadurch „mehr Platz“ für die WM im Sommer.
Aufjedenfall hab ich auch schon vom CONMEBOL (südamerikanischer Verband) gelesen, dass 2030 64 Teams teilnehmen sollten, um das 100 jährige Jubiläum zu feiern. Bin also echt mal gespannt was sich da die nächsten Monate/Jahre noch bis 2030 tut.
sollen sie von mir aus zur Feier des Anlasses ein Mal mit allen 200+ Verbänden spielen aber dafür sofort KO-Runde. Wären auch “nur” acht Spiele für die beiden Finalisten, also exakt wie jetzt.
Hat das mit der “Setzliste” ja prima funktioniert.
Genau die Top 4 Nationen sind im Halbfinale noch über.
Einerseits hat man wirklich die Top Mannschaften (Stand kurz nach der Auslosung) am Ende zusammen, andererseits sinken dadurch natürlich die Chancen der Außenseiter bis ins Finale zu kommen, weil sich die ganz großen vorher nicht gegenseitig eliminieren.
Falls ihr euch nicht mehr erinnert, der Turnierbaum wurde erst nach der Auslosung zusammengeschustert um die Top 4 der Weltrangliste dementsprechend zu verteilen.
also wenn ich jetzt mal den ganzen Wahnsinn rund um Vergabe, Saudi Arabien etc. ausblende, dann wär’s vielleicht tatsächlich eine Lösung, quasi parallel zwei 32er WMs auszutragen, eine in Südamerika, eine in Europa/Afrika, und die beiden Sieger dann das große Finale spielen zu lassen. Auf den Azoren oder so.
Ich finde schon, dass das ein Problem ist. Klar haben wir jetzt auch krasse Spiele, aber die Chance für Underdogs wird noch kleiner.
Das nervt mich im DFB Pokal schon immer. Diese blöde Aufteilung in Profi und Amateurtopf. Alle in einen Topf und ziehen. Dann spielen halt mal Bayern und Dortmund in Runde 1 gegeneinander.
Dafür hat ein Amateurverein auch mal realistische Chancen auf Runde 2 wenn sie gegen eine gleichstarke Mannschaft spielen. Es wird immer so getan, als wäre der FC Oberneuland (z.b.) scharf drauf zweistellig in Runde 1 gegen Stuttgart zu verlieren.
Dient alles nur den etablierten Vereinen um easy in die nächste Runde zu kommen.
Der Gegensatz dazu ist aber eher als FC Oberneuland zum Sieger des badischen Pokals zu fahren und vor 500 Zusehenden trotzdem rauszufliegen. Da ist die Aussicht in einem „Heimspiel“ vor 10.000 ohne Reisekosten zu verlieren für den jeweiligen Verein attraktiver.
Mit entsprechend Losglück wäre auch mal Runde 3 möglich.
Bielefeld und Lautern waren die letzten Jahre doch die Ausnahme. Ab spätestens Halbfinale tummeln sich da die gleichen Teams wie im oberen Drittel der Bundesliga.
Nein, aber es verfestigt die Strukturen. Die die viel Kohle haben bekommen gesichert noch mehr, weil sie in den ersten 2 Runden irgendwelche Amateure bekommen.
Ist genauso sinnvoll wie dem Dauermeister den größten Batzen vom TV Pott zu geben.
Der FC Oberneuland steht aber doch nicht im Wettbewerb mit dem FC Bayern. Und mögliche Ungerechtigkeiten innerhalb von Amateurligen kannst du doch nicht mit einer Veränderung des DFB Pokal beheben. Da spielen ganz andere Dinge eine Rolle.
Dass die Fernsehgeldverteilung innerhalb der 1. Bundesliga nicht wettbewerbsfördernd ist, sehe ich auch so. Aber auch für diesen Punkt ist der DFB Pokal nicht ausschlaggebend. Wir hatten in den letzten Jahren ja sogar mehrere Finalspiele ohne Bayern oder Dortmund.
Federer oder Nadal(steck da nicht so Tief drin) könnte immer nicht mit Murray und komischerweise sind die dann nie vor dem Halbfinale durch „Losglück“ bei den Grandslam aufeinander getroffen
Es gab sogar eine Zeit, da wusste man bei den Grandslam das Novax und die anderen 3 das unter sich aus machen werden
Ich hab absolut keine Ahnung von Tennis
Aber das Gemecker und die Unzufriedenheit sind bis zu mir Vorgedrungen
Außerdem wenn die Besten in den ersten Runden gegeneinander ran müssen, müssen sie halt trotzdem gewinnen
Es ist ja trotzdem Spektakulär
Am Ende bekommt halt ein Verein weniger Geld als sonst
Aber ich hätte mir Spanien Frankreich auch im 32stelfinale angesehen