Giganto WM 2026 - ist DAS die Zukunft des Fußballs

Der Vergleich bez. der Gegnerstärke lässt sich beim Blick auf die Rangliste nicht aufrecht erhalten.

Die Gegner 2026 kommen aktuell auf den durchschnittlichen Platz 62,3.

Die von 2018 hatten Ende 2017 den durchschnittlichen Platz 31,3.

Auf der Liste stand D sogar auf Platz 1!

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Du hast Recht, aber es geht um meine gefühlte Wahrnehmung.

Gefühle sind wichtig.

In der Unterhaltung hier im Forum schätze ich die faktenbasierte Diskussion.

Neben den Plätzen in der Rangliste der kommenden Gruppengegner finde ich es immer spannend die Mannschaften zu erkunden. Das ist WM :globe_with_meridians: für mich.

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[quote=„Vollspann, post:23, topic:2452“]

Gefühle sind wichtig.

In der Unterhaltung hier im Forum schätze ich die faktenbasierte Diskussion.

Neben den Plätzen in der Rangliste der kommenden Gruppengegner finde ich es immer spannend die Mannschaften zu erkunden. Das ist WM :globe_with_meridians: für mich.

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  1. Ich hab nochmal darüber nachgedachr und natürlich habt Ihr recht. Wenn man das objektive Kriterium der Weltrangliste heranzieht, dann sind die Gruppengegner natürlich schwächer als 2018. Meine eigentliche Botschaft ist, dass man die Gegner auf keinen Fall unterschätzen sollte und von einem sicheren Weiterkommen ausgehen sollte.
  2. Lieber @GNetzer verzeih die Frage, falls Du sie schon irgendwo beantwortest hast,aber aus den Gründen weswegen Du die WM in Katar boykottiersr bzw. nicht darüber berichtet hast ließe sich für mich auch ableiten, dass Du die WM 2026 boykottierst. Nänlich Korruption bei der Regierung Trump und der Fifa und der aktuellen Menschenrechtssituation in den USA (z.B ice-raids, Angriff auf Gewaltenteilung, etc.). Und ich schätze Dich nicht so ein, dass Du Dich aufteilst und nur über due Spiele in Mexico und Kanada berichtest. Jetzt meine Frage: Hast Du schon eibe Entscheidung getroffen, ob es von Dur Berichterstattung zur WM 2026 geben wird?

LG

Nein, weiß noch nicht wie ich es mache. Kompletter Boykott aber vermutlich nicht.

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Soso, bei allen 104 Spielen Trinkpausen in der 22. Minute jeder Halbzeit, 3 Minuten lang. Endlich wird etwas Rücksicht auf die Spieler genommen. Oder soll da etwa ein Werbeslot geschaffen werden? Ts, ts, ts…

Hoffentlich fällt da gerade kein Tor, oder der VAR überprüft eine 11er Szene oder ein Haarspitzenabseits, dann verzögern sich die Webeblöcke…:wink:

Ich sehe schon Unterschiede zwischen den WMs 2022 und 2026, vor allem aufgrund der Situation mit den Stadion-Baustellen, die ja viel unmittelbarer mit der FIFA und dem Turnier im Zusammenhang stehen als einige der Dinge die du aufzählst. Daher klebt an der folgenden WM vermutlich unmittelbar weniger Blut als an der letzten, sportswashing von klar abzulehnenden Regimen bleibt es trotzdem - allerdings werden das vermutlich die meisten Weltmeisterschaften bzw. FIFA Turniere in unseren Lebzeiten sein, zumindest spricht für mich nichts dafür dass sich das anders entwickelt, Russland, Katar und die USA als Hattrick spricht ja einfach für sich.

Als potenzielle Konsument*in stellt sich dann natürlich die Frage, ob man sich das dann reinzieht bzw. auch ob man einen Nutzen in einem Konsumboykott sieht, das ist ja recht leicht zu beantworten indem man ein bisschen in sich hineinfühlt. Die Rolle von Berichterstattenden ist aber natürlich eine andere, wenn du da als ein unabhängiges Medium einfach gar nicht drüber berichtest dann gehen die Konsument*innen von diesen Turnieren halt einfach woanders hin um sich die Berichterstattung zu holen. Es gibt so viel Fußballberichterstattung, für die wenigsten Leute wird das bei der Frage, ob man sich so eine WM geben will, ein relevanter Faktor sein ob da jetzt halt auch ihr liebster Podcast/YouTube/Whatever-Kanal Content zu raushaut. Meine Idealvorstellung wäre daher, bei weitem nicht nur für den Rasenfunk (der von mir aus da machen kann was er für am Besten hält, ich hab da keinerlei Erwartungshaltung), eine maximal kritische Berichterstattung. Selbst der erzkonservative kicker hat da ja im Rahmen der “Auslosung” mal einen ziemlich kritischen Ton getroffen, gerne weiter so. Ich bin da erst zufrieden wenn sich an deutschen Stammtischen wieder aufgeregt wird, dass es ihnen nicht genug um Fußball geht.

Strukturell ist die WM 2026 nicht mit der WM in Katar zu vergleichen. Während in Katar ganz offensichtlich EIN Unrechtsregime samt Apartheids-Gesellschaft seine Soft-Power ausbauen wollte und Sportswashing in Reinstform betrieb, haben wir es 2026 mit einer anderen Situation zu tun.

  1. findet die WM in Nordamerika statt, sodass Mexico und Kanada Mitausrichter sind.
  2. war Katar schon vor der WM-Vergabe ein autoritärer Petrostaat mit verheerender Menschenrechtssituation im Inland sowie Financier internationaler Terrororganisationen, während die USA immerhin den Anschein einer (zugegeben dysfunktionalen) Demokratie aufrechterhielten und in der vergangenen Dekade von ihrer Interventions- und Putschvorliebe in Mittel- und Südamerika auf Distanz gegangen sind. Mexiko hat sich derweil zum besseren entwickelt, was auch an der diametral entgegengesetzten Landesführung liegt.

Ja, es stimmt, dass Kanada und Mexiko nur jeweils 13 bzw. zusammen 26 von 102 Spielen ausrichten und die USA als im Zerfall befindliche Demokratie den Hauptteil der Spiele ausrichtet (76), aber diese Gesamtsituation ist nicht mit Katar vergleichbar.

Wie die FIFA eindrucksvoll bewiesen hat, ist es auch vollkommen egal, ob in Deutschland 3 Mio. Zuschauer weniger einschalten. Am Ende des Tages werden ausreichend Leute in die Stadien pilgern und sich dem Spektakel in seiner pompösen Form ohne Murren und Knurren unterwerfen. Da ist einzelnes “Konsumerverhalten” relativ irrelevant.

Dieser Verband hat sich mit der Inszenierung D. Trumps als Friedensapostel dermaßen als unzurechenbar geoutet, dass eine Reform von Innen heraus oder auf Basis einer kollektiven Boykottmaßnahme nahezu ausgeschlossen ist.

Es bliebe der Weg einer Neugründung bzw. des Schaffens einer groß inszenierten Alternativ-Weltmeisterschaft, in der Spieler und Teams mit Rückgrat auflaufen. Ähnliches wurde 1936 mit der alternativen Olympiade in Spanien bzw. Katalonien probiert, ehe der Falangisten-Putsch gegen die Republik deren Ausrichtung verunmöglichte.

Schlussendlich geht es bei der WM allerdings auch nur untergeordnet um Fußball und prädominant um Macht im übelsten Machiavellischen Sinne. Der Menschheit wird mit diesem Wettbewerb in dieser Form einmal mehr vorgeführt, dass der Status Quo alternativlos ist. Denn die European Super League-Entscheidung des EuGH hat uns doch eigentlich die Möglichkeiten an die Hand gegeben, Alternativen zur FIFA und ihren dämlichen Wettbewerben zu schaffen, nur fehlt uns dafür die Vorstellungskraft, weil Reformen ausgeschlossen erscheinen und neue Wettbewerbe, die sich dezidiert anderen Werten verschreiben, dadurch in weite Ferne rücken.

Zudem wird einem als passioniertem Fußball-Fan, der einfach nur Suriname und Curacao live in Action sehen will, durch katastrophale Management-Entscheidungen in der FIFA-Führungsetage die Lust am Sport geraubt, was die eigentliche Tragik ist.

Sportlich finde ich die Aufstockung nämlich ziemlich attraktiv, immerhin wäre eine WM mit Fußballzwergen wie Suriname, Curacao, Jordanien, Haiti, den Kap Verden oder Italien vor der Vergrößerung fast undenkbar gewesen.

Einziges Manko: es bleibt beim Übergewicht der europäisch-südamerikanischen Teams. Warum die UEFA und der CAF bei nahezu gleichgroßer Anzahl an Nationalverbänden 16 zu 9 Teilnehmer stellen, lässt sich kaum sinnvoll begründen. Warum CONMEBOL sogar mehr als 50% (6 von 10) seiner Nationalverbände entsenden darf, ist noch weniger sinnvoll herzuleiten.

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Außer halt sportlich. Bei der WM in Russland sind die fünf qualifizierten Teilnehmer auf dem CAF alle in der Gruppenphase rausgeflogen, von den 14 UEFA Teams kamen zehn weiter, von den fünf CONMEBOL Teams vier. 2022 lief es dann aus Sicht vom CAF etwas besser, ob das jetzt für einen langfristigen Aufschwung spricht oder man halt in einem Turnierformat mal eine gute WM erwischt hat wird sich noch zeigen.

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Bin gespannt, ob man da von Seiten der FIFA wirklich hart bleibt. Glaube ehrlich gesagt nicht wirklich dran.

Ich weiß gar nicht, ob die Fifa da so viel mitzureden hat, wenn die Stadt Seattle das so deklariert. Im Stadion ja, aber drumherum? Außerdem dürfen iranische Fans eh nicht in die USA einreisen… aber schaumermal wie die best Buddies Johnny & Donny das handlen.

Was vielleicht die Erhöhung auf 48 Teams irgendwann mit sich bringen könnte:

Es gab in der Geschichte der WMs noch NIE ein Finale ohne entweder europäische und/oder südamerikanische Teams. Ich würde mir echt mal freuen, wenn es Mannschaften aus anderen Kontinenten mal ins Finale schaffen.

2022 hat ja Marokko mit viel Glück es ins Halbfinale geschafft vielleicht vergleichbar mit Deutschland 2002, vielleicht wird es irgendwann so weit.

Wenn man sich wenigstens sicher sein könnte, dass es sich hierbei wirklich um eine Aktion für die PrideBewegung handeln würde.

Ich hab das Gefühl(und ich schiebe das extra voran, weil meine Gefühle sagen rein gar nichts über die Realität aus)
Dass die PrideBewegung als Feigenblatt benutzt wird, um den Iran zu ärgern.

Und es ist ja nicht so, als wäre ein PrideMatch nicht auch bei einer Beteiligung der USA angebracht

Ich denke, hier muss man zwischen den unterschiedlichen handelnden Personen bzw. Institutionen unterscheiden.

Die Stadt Seattle ist liberal und demokratisch regiert und feiert seit dann 50 Jahren am letzten Juniwochenende ein Pride Weekend. Die lokalen Veranstalter haben das Match schon vor der Auslosung als Pride Match tituliert.

Die Fifa hat, obwohl oder weil sie das wussten, ausgerechnet dieses Spiel dort hin terminiert. Und die Trump Regierung ist zwar best Buddy mit Infantino, aber muss das deswegen heißen, dass alle Teile der Fifa Trump positiv gegenüber stehen?

Und dann gibts ja noch den US Fußballverband und das WM-Organisationskomitee wo wsl. Kanada und Mexico auch noch mit drin sitzen …. eine hoch spannende Gemengelage.

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Die Fifa nutzt ihre gesamte Macht,um alles mögliche durchzudrücken, wie schäbig es auch ist. Sie setzt die Länder/Städte gnadenlos unter Druck, um ihren Willen durchzusetzen. Wenn die Fifa nichts unternimmt, dann weil sie nichts unternehmen will. Und das dann höchstwahrscheinlich, weil Infantino und Trump dicke Kumpels sind.

Das wäre ja dann mal ein subtiler positiver Schachzug der FIFA gewesen.

Dann wäre doch alles gut, denn wenn die FIFA nichts unternimmt, bleibt das Spiel das Pride Match.

Ihr macht mich noch zum FIFA Fan :wink:.

naja, es besteht ja durchaus die Möglichkeit, dass sie das nur machen, um in Trumps Dienst den Iran zu ärgern.

Das ist in dieser Welt tatsächlich denkbar.

Spätestens seit heute frag ich mich, ob diese WM wirklch viel schaubarer als die letzte ist

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