Glückwunsch HSV zum Doppelaufstieg!
Danke. Leider ohne Kapitänin Stöckmann, die auch sportlichen Gründen nicht verlängert wurde. Eine Entscheidung, die ich nicht verstehen kann. Wenn es von ihr ausging, was ich nicht glaube, da sie vor dem Pokal Halbfinale im Kicker Interview vom großen Ziel Bundesliga sprach, wäre das natürlich absolut zu akzeptieren. Klingt aber so, als ob es vom Verein ausgeht und das wäre wirklich uncool…
„Und Stöckmann? Die hatte kurz nach dem Schlusspfiff noch das Humba Täterä mit Fans und Mannschaft angestimmt. Doch als ihr Name bei den zu verabschiedenden Spielerinnen genannt wurde, wurde es bei den Fans kurz still. Unter Tränen nahm sie dann Bilderrahmen und Blumen entgegen. Für ein Interview stand die 31-Jährige nicht zur Verfügung. Dafür äußerte sich Koordinatorin Breuer zur herausragenden „Leadermentalität“ der Linksverteidigerin. „Stöcki“ habe den HSV in den vergangenen sechs Jahren geprägt - und muss nun trotzdem gehen. „Es gehört zur Entwicklung dazu, solch schwierige Entscheidungen treffen zu müssen“, sagte Breuer. Die Entscheidung gegen eine Vertragsverlängerung mit der Anführerin der HSV-Frauen sei „aus sportfachlicher Sicht“ getroffen worden.“
Wie bei den Herren wird es spannend zu sehen sein, wie der Kader umgebaut wird und ob man irgendwie das Ziel Klassenerhalt schaffen kann. Die neue Trainerin ist auch eine Wildcard. Wer was zu ihr lesen will:
Lisa Baum zu RaBa ist noch unterwältigender als Larissa Mühlhaus zu Bremen in der Vorsaison. Meine kleine Nichte würde „Monki, das ist ja iiih BäBä“ sagen und ich kann ihr nur zustimmen.
Die HSV Frauen kaufen ganz Österreich und halb RaBa leer…
Sieger und Haidner aus Österreich, beide mit Erstligaerfahrung. Dazu wird Schuldt behalten, die eigentlich für die Bundesliga auch gereicht hätte…
Dazu Melanie Brunnthaler für den Sturm, der neuen Trainerin auch bekannt. Michela Croatto ebenfalls eine Österreicherin für die AV.
Nina Räcke für die IV von RaBa und Viktoria Schwalm von Potsdam für die Offensive.
Ist also im Gegensatz zu den Männern schon recht voll der Kader. Was die QUalität angeht, kann ich leider nicht viel sagen…
Und die fünfte Österreicherin nun in dieser Transferphase.
Die vierte. Haidner, Croatto, Brunnthaler und jetzt Hillebrand.
Sieger ist Deutsche, Mikolajová Slowakin.
Ja, ich hatte Sieger falsch abgespeichert, mea culpa.
Mit Mikolajová hätten die beiden Vereine aber echt fast fusionieren können bald…
Mal ausnahmsweise kein Transfer aus Österreich, sondern die Veröffentlichung der Preise für die Dauerkarten. Habe schon zugeschlagen:
https://x.com/hsvfrauen_/status/1947003574325846409
18,87€ (117€ ohne Rabatt) für einen Steher
87€ (195€) für einen Sitzer im A-Rang also ganz unten.
Preise in Klammern ohne Rabatt, den man bekommt, wenn man 10/13 schaut und den Rabatt danach einfordert.
Habe jetzt auf Höhe Mittellinie eine DK in der ersten Reihe für 87€ gekauft. Das sind nicht mal 7€ pro Spiel im Endeffekt.
Finde das sehr schlau und notwendig um eine gewisse Basis zu schaffen, dass das Stadion zumindest etwas voll wird. Spiele wie im Pokal letzte Saison sind ja nicht auf eine komplette Saison zu übertragen…
Moin, Jungfernpost! Als Erfolgsfan des HSV kann ich mich nach dem Doppelaufstieg endlich hier beteiligen. Bei meinem ersten Beitrag muss ich leider erstmal meckern: so hat die Terminierung der Spieltage ergeben, dass es an 4 von 7 Spieltagen in der Hinrunde im Volkspark zu Doppelheimspielen kommt, da sowohl Frauen- und Männerteam im Stadion spielen, trotz entsprechenden Hinweisen seitens des HSV. Rechnet man den 1. Spieltag der Frauen raus (Länderspielpause der Männer), sind es sogar 4 von 6. Das ist natürlich für die Vermarktung der Frauenspiele alles andere als optimal. Und dem Rasen tuts auch nicht gut. Hier nochmal zum nachhören(ab 13:41):
Auch bei den HSV Frauen hat die Vorbereitung begonnen und die ersten Testspiele sind schon gespielt. Da es keine Übertragungen gibt, kann man bisher nur die Ergebnisse und Aufstellungen interpretieren. Nach einem klaren Auftaktsieg gegen Regionalligist Holstein Kiel (6:1) kamen dann am vergangenen Wochenende die ersten beiden wirklichen Härtetests mit (Bundesligist) Carl Zeiss Jena und (Zweitligaaufsteiger) Viktoria Berlin. Die gingen beide mit 0:4 und 1:3 verloren. Aber auch hier muss man sagen, dass ein Großteil der Neuzugänge bisher eine untergeordnete Rolle gespielt haben und zumeist bei den beiden letzten Testspielen von der Bank gekommen sind. Bis zum Auftakt am 6.9. gegen Wolfsburg ist also auch hier noch einiges zu tun.
Scheinbar steht hier der Kader recht früh, man hat nämlich nichts mehr gehört.
Laut Kicker Bundesligasonderheft planen wir mit 5-6k Zuschauern im Schnitt. Wenn man mal ein Nordderby mit 40k einberechnet, sind das nur 3k Zuschauer im Schnitt. Das sollte man schon irgendwie schaffen.
Laut Abendblatt lag die Zahl der verkauften Dauerkarten bis zum 3. August(Ende der Rabattaktion) im mittleren vierstelligen Bereich. Kann natürlich vieles bedeuten.
Es gibt auch einige, die sehen den Kauf einer DK für die Frauen ein bisschen auch eine finanzielle Unterstützung der Frauen. Man sollte also nicht davon ausgehen, dass auch wirklich alle DK-Besitzer immer kommen werden.
Am 3. Spieltag haben sich der HSV und der SC Freiburg auf ein Heimrechttausch geeinigt. So sollte das Spiel eigentlich im Volkspark ausgetragen werden, findet nun aber in Freiburg statt. Wohl vor dem Hintergrund, dass die Männer nicht einmal 24 Stunden später an selber Ort und Stelle dran sind. Hab ich so auch noch nie mitbekommen. Ich verweise da gerne nochmal auf das von mir weiter oben verlinkte Interview mit Eric Huwer…
im Hinblick auf die angekündigte Saisonvorschau versuche ich mich mal an einem Überblick. Bin sicher nicht der größte Experte, habe aber in den letzten Jahren ein paar Spiele pro Saison gesehen und die Entwicklung des Teams einigermaßen verfolgt.
Als erstes ist es denke ich wichtig festzustellen, dass der HSV kein Union, Raba oder BVB ist, die von einen Tag auf den Nächsten einen Schalter umgelegt und entscheiden haben, dass man möglichst schnell ein Frauenbundesligateam haben möchte, Preis egal. Ganz im Gegenteil hat der HSV das sportlich erfolgreiche Frauenteam 2012 bekanntlich “aus finanziellen Gründen” abgemeldet. Danach war die Frauenfußballsparte im Verein einige Jahre sich selbst überlassen und ist im Hamburger Amateurfußball verschwunden. Der Ursprung des jüngsten Erfolgs ist, dass man ab ca 2017 damit angefangen hat, die besten Spielerinnen zwischen Flensburg und Uelzen zu sichten und ihnen Trainingsmöglichkeiten auf hohem Niveau anzubieten. Damit hat man eine “Marktlücke” geschlossen, dass in den Jahrgängen nach Freigang, Cerci, Sterner, etc die größten Talente der Region nicht mehr zugunsten der Fußballkarriere frühzeitig in ein Internat nach Essen, USA (College), etc ziehen mussten, sondern häufig mit Zweitspielrecht weiter in der Jungenmannschaft ihres Heimatvereins spielen duften, aber zusätzliche Trainingseinheiten und Spiele in der B-Juniorinnen Bundesliga und/oder der Frauen Regionalliga beim HSV bekommen haben. Der Kern der Aufstiegsmannschaft ist also nicht wild zusammen gekauft, sondern besteht aus Spielerinnen, die man selbst ausgebildet hat, die größtenteils seit langer Zeit zusammen spielen und bei denen es mit Anfang 20 nun auch an der höchsten Zeit ist, den Schritt in die Bundesliga zu gehen.
Auch in den U-Nationalteams ist der HSV seit Jahren einer der Vereine mit den meisten Abstellungen. Unter anderem werden mit Svea Stoldt, Annaleen Böhler und Melina Krüger (die allerdings vom FFC Magdeburg ausgebildet wurde) drei der letzten noch fehlenden Spielerinnen der 2022er U17-Europameistermannschaft zu ihrem Bundesligadebüt kommen. Stoldt wird bspw im Dezember 20 Jahre alt und wird in der Hinrunde ihren 100. Pflichtspieleinsatz für die HSV-Frauen absolvieren.
Trainerteam
Der HSV hat das Künststück vollbracht, sich mit Lewe Timm und Marwin Bolz zwei Mal am Stück vom jeweiligen Aufstiegstrainer zu trennen. Man kann aber locker argumentieren, dass beide mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Kader eine Saison zu lange für den Aufstieg benötigt haben. Bolz hat 4-2-3-1 mit Fokus auf Gegenpressing spielen lassen. In längeren Ballbesitzphasen war die Hauptidee, die Flügelstürmerinnen im 1v1 zu isolieren, auf die Grundlinie zu bekommen und den Ball flach auf einlaufende Spielerinnen abzulegen. Das war schon sehr vorhersehbar und für einen Aufstiegsfavoriten nicht sehr mutig. Allerdings wurden ihm mit Mühlhaus und Marquardt auch die beiden torgefährlichsten Stürmerinnen genommen, so dass mehr offensive Variabilität evtl zu viel verlangt gewesen wäre. Bolz trainiert jetzt Braga, die in der CL Quali antreten.
Geholt wurde dafür die brasilianische Erfolgstrainerin von St. Pölten, Liese Brancao. Bis November macht sie parallel noch ihre A-Lizenz Pro-Lizenz. Zu ihr kann ich nichts sagen, was über den oben verlinkten Artikel von ballverliebt hinaus geht. Ich würde vermuten, dass aus ihrem 4-3-3 aus St. Pölten erstmal ein defensiveres 4-5-1 oder 4-4-2 wird, da der HSV nicht die nötige Qualität für eine offensive Flügelbesetzung in der Bundesliga hat. Im Trainerteam verbleiben mit Eren Sen und Sascha Kirschstein zwei ehemalige Bundesligaprofis und neu dazu kommt Gerhard Waldhardt, der zuletzt für Wolfsburg als Analyst tätigt war und den Brancao noch aus St. Pölten kennt.
Abgänge
Insgesamt neun Verträge sind ausgelaufen. Größtenteils von Spielerinnen, die seit Regionalligazeiten dabei waren, bei denen es in der zweiten Liga nicht mehr für viele Minuten gereicht hat und wo jetzt mit dem Aufstieg der klare Schnitt erfolgen musste. Die beiden relevanten Abgänge wurden bereits von @saurehefe1887 genannt, Kapitänin Sarah Stöckmann und Toptalent Lisa Baum. Stöckmann ist bei Viktoria Berlin untergekommen und wird dort als Stammspielerin erneut um den Aufstieg mitspielen. Viele Fans sind der Überzeugung, dass sie als Gesicht des Aufstiegs vom Amateurfußball bis in die Bundesliga es verdient gehabt hätte, den Weg zumindest noch ein weiteres Jahr mitzugehen. Meine Einschätzung ist, dass sie zwar zu den besseren LVs der zweiten Liga gehört, die Position aber im Kontrast zur Bundesliga in der zweiten Liga generell sehr schwach besetzt ist, so dass es leistungstechnisch schon verständlich ist, etwas Neues zu probieren.
Flügelstürmerin Baum ist nach Mühlhaus und Marquardt die dritte offensive Leistungsträgerin innerhalb von 12 Monaten, der man keine Perspektive aufzeigen konnte. Ein wiederkehrendes Problem, dass Nachwuchsarbeit im Frauenfußball ein reines Draufzahlgeschäft ist, weil die Spielerinnen häufig ihren Durchbruch haben bevor sie 18 werden und dann ablösefrei ohne jeglichen Vergütungsmechanismus für den Ausbildungsverein gehen. Baum besticht vor allem durch ihre Beschleunigung bei gleichzeitig enger Ballführung. Diese hatte sie allerdings auch schon vor 3 1/2 Jahren, als ich sie das erste Mal spielen gesehen habe. Die Entscheidungsfindung, der Abschluss, und die taktische Disziplin gegen den Ball sind immer noch frustrierend. Wenn sie in diesen Bereichen nicht seit 3 Jahren stagnieren würde, wäre es sicher ein größerer Schritt geworden als „nur“ Raba.
Zugänge
Darauf, dass Brancao halb St. Pölten zum HSV geholt hat, wurde ja bereits zur Genüge hingewiesen. Zu den einzelnen Spielerinnen kann ich noch nicht viel sagen. Gesetzt scheinen aktuell die drei Mittelfeld/Offensivspielerinnen Maria Mikolajova, Melanie Brunnthaler und Sophie Hillebrand, die denke ich vor allem mehr Qualität im Umschaltspiel rein bringen sollen. Michela Croatto von Raba wurde als Ersatz für Stöckmann eigentlich als Stammspielerin geholt, hat sich allerdings direkt mal eine Bänderverletzung zugezogen.
Etwas kurios finde ich den Wechsel von Larissa Haidner. Sie war seit zwei Jahren Stammtorhüterin bei Austria Wien, wurde in der abgelaufenen Saison zur besten Torhüterin der Liga gewählt und gilt als eines der größten Talente Österreichs. Beim HSV scheint sie aber erstmal hinter der Bundesligaerfahrenen Laura Sieger und der Aufstiegstorhüterin Inga Schuldt als dritte Torhüterin in die Saison zu gehen und Spielzeit in der Regionalliga zu sammeln. Hier muss es einen klaren Plan geben, dass sie spätestens nächste Saison Stammtorhüterin werden soll. Ansonsten macht dieser Schritt zurück vom österreichischen Vizemeister in die Regionalliga Nord für beide Seiten keinen Sinn.
Ein Aspekt, der bei dem omnipräsenten St. Pölten Thema etwas untergeht ist, dass die Neuzugänge in der Kaderplanung keinem Talent die Perspektive zu verbauen scheinen. Mit Lotta Wrede und Leni Eggert haben zwei 2008er Talente in der Vorbereitung sehr viel Spielzeit bekommen, die in der Rückrunde als Einwechselspielerinnen herangeführt wurden und denen nun die Tür offen steht, in der Bundesliga eine größere Rolle einzunehmen. Wenn Wrede Spielzeit bekommt, darf sich die Bundesliga auf eine unkonventionelle Kreativspielerin freuen. Groß, schlacksig, linksfüßig und mit einem Magnet im Schuh ausgestattet. Eggert ist eine (eher defensive) Außenbahnspielerin. Zu ihr gibt es den Fun Fact, dass sie vor ein paar Jahren in der ARD Sendung Klein gegen Groß Joshua Kimmich in einer Fußballchallenge geschlagen hat.
Testspiele
6:1 vs Holstein Kiel (Platz 3 Regionalliga Nord), 4:0 vs Nordsjaelland (Vizemeister Dänemark), 0:4 vs CZ Jena, 1:3 vs Viktoria Berlin (Meister Regionalliga Ost), 0:1 vs Raba, 2:0 vs 1. FC Köln, 4:1 vs SC Heerenveen (Platz 10 Holland)
Habe von den Testspielen nix gesehen, aber die beiden mittleren Spiele gegen Jena und Viktoria sind vom Ergebnis natürlich bedenklich. In den vereinseigenen Spielberichten liest es sich so, dass man früh in Rückstand geraten ist, danach dominant aber fahrlässig in der Chancenverwertung gewesen und mehrfach ausgekontert worden sei. Die vielen Gegentore lassen trotzdem darauf schließen, dass die individuelle Qualität in der Defensive zum Problem werden könnte. Man war zwar die beste Zweitligadefensive, hat sich aber so gut wie gar nicht verstärkt. Es muss sich also zeigen, ob die beste Zweitligadefensive minus Stöckmann gut genug für die Bundesliga ist.
In den ersten 3-4 Tests wurde wild zwischen alten und neuen Spielerinnen durch rotiert, so dass Jede mal gemeinsam mit Jeder auf dem Platz gestanden hat. Die Startelf gegen Raba dürfte der Aufstellung am ersten Bundesligaspieltag nahe kommen (Sieger - Profe, Dönges, Hirche, Lahr - Wrede, Mikolajova, Stoldt, Machtens - Hillebrand, Brunnthaler). Der Test gegen Köln war geheim, da gibts von beiden Seiten keine Aufstellung.
Edit:
zur Generalprobe gegen Heerenveen sind gegenüber dem Raba-Test Eggert und Räcke für Profe und Hirche in die Viererkette rotiert, der Rest bleibt gleich (Sieger - Eggert, Dönges, Räcke, Lahr - Wrede, Mikolajova, Stoldt, Machtens - Hillebrand, Brunnthaler).
Darauf eingehend noch ein paar Ergänzungen.
Liese Brancao macht aktuell ihre Pro-Lizenz, nicht die A-Lizenz. Ohne dürfte sie meines Wissens gar nicht trainieren.
Mikolajova scheint herrausragende Standards zu schlagen, kann im Abstiegskampf sehr hilfreich sein.
Es macht wahnsinnig, dass man beispielsweise eine Lisa Baum oder Larissa Mühlhaus nicht halten kann/will. Spielerinnen, die teilweise nachweislich(Mühlhaus) gutes Bundesliganiveau haben, über Jahre im Verein ausgebildet wurden und ausgerechnet an Werder und RB Leipzig abgegeben werden. Womit wir zum letzten Punkt kommen:
Schon mal vorab ein Sorry für die Overreaction.
”Unkonventionelle Kreativspielerin” stellt das Licht von Lotta Wrede schon arg unter den Scheffel. Ich halte sie persönlich, nachdem ich einige Spiele der U-Teams gesehen habe, im gesamten U20 Bereich für das mit Abstand größte deutsche Nachwuchstalent. Einschließlich Alara. Wrede ist enorm kreativ, beherrscht im letzten Drittel nahezu alle Facetten. Steckpässe, Chip-Bälle, Dribblings in kleinen und großen Räumen, Flanken, guter Abschluss. Einzig ein Weitschusstor aus 30m hab ich noch nicht gesehen. Dabei muss man betonen, wie leichtfüssig, umsichtig und technisch herrausragend alles ist. Sie ist zudem flexibel, traue ihr die 8,10 und hängende Spitze zu. Das ist schon einmalig. Und ich hab noch nicht mal angefangen, zu overreacten
Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass Sie noch sehr jung ist und entsprechend wenig Erfahrung hat, athletische Defizite gibts selbstredend auch und der voraussichtliche Spielstil des HSV im Abstiegskampf wird ihre Stärken kaschieren. Eine Konstellation, bei der sich Spielerin und Verein gemeinsam in der Bundeliga Stück für Stück nachhaltig etablieren könnten, mit ihr als immer zentralere Figur über die Zeit. Einziges Problem: Vertragsverlängerung im Sommer bis nur 2026, dann entsprechend abslösefrei.
habe nur versucht, sachlich zu schreiben. Bin ähnlich begeistert von Wrede wie du. Eine Szene, die einige ihrer Stärken ganz gut zeigt, wie sie sich hier aus der Ecke herausdribbelt und dadurch eine Großchance einleitet (bei 21:25):
finde ich immer schwer zu sagen. Alara hat die U-Nationalmannschaften über Jahre hinweg auf ihren Schultern getragen. Bei der U20 WM im Herbst hat sie bspw als jüngste Spielerin auf dem Platz positionsfremd als 6erin gespielt weil die Trainerin irgendwie vergessen hatte, eine 6erin zu nominieren und das Spiel von dort aus absolut dominiert. Das fand ich schon arg beeindruckend. Wrede ist dagegen kürzlich als älterer U17 Jahrgang in der EM Quali an Dänemark und Österreich gescheitert. Das sollte eigentlich nicht der Anspruch sein.
Wie der Übergang in den Erwachsenenbereich klappt, ist aber natürlich nochmal eine ganz andere Frage.
sind unterschiedliche Gründe. Mühlhaus wäre sehr gerne geblieben, wenn man ein Jahr früher aufgestiegen wäre. Baum hat sich wenig mit dem Verein identifiziert, wollte das schnelle Geld und wäre unter gar keinen Umständen zu halten gewesen.
geht halt rechtlich nicht anders. Einen langfristigen Vertrag kann man erst nach seinem 18. Geburtstag unterschreiben.
Falls falsch verstanden: Ich rede nicht vom Ist-Zustand, sondern vom Potential, weil ich Wrede für nochmal sauberer und leichtfüssiger halte. Alara ist natürlich im Moment deutlich weiter, ist ja auch zwei Jahre älter. Genau wie sie, sticht auch Wrede in der U17 deutlich hervor.
Oh, und die Spiele gegen Österreich und Dänemark hätte Deutschland beide haushoch gewinnen müssen. Aber ja, oraklen ist immer heikel. Und wie gesagt, Overreaction
Ich will da auch nicht auf irgendwen mit dem Finger zeigen, aber letztendlich schlägst du im Gegensatz zu den von dir genannten Vereinen einen nachhaltigen Weg ein, bildest erfolgreich aus, nur um dein Tafelsilber kostenlos an die Konkurrenz abzugeben. Hätte nur noch gefehlt, dass Union auch zugegriffen hätte. Und da frag ich mich halt als Außenstehender, ob man mit mehr Finanzaufwand solche Spieler nicht auch hätte halten können. Auch ligaunabhängig.
Leni Eggert hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben.
Danke euch für die ganzen Infos! Ist für mich die erste richtige Saison, die ich verfolge.
Viel konnte ich über den HSV jetzt in der Vorbereitung auf die Saison noch nicht finden.
Wild was der Kicker als Saisonvorschauartikel rausbringt., Mehrwert = Null