Weils im aktuellen Spieltagsfeedbackthread und der neuen Bayernmeisterschaft wieder aufgeflammt ist wie „langweilig“ und „unfair“ die Bundesliga inzwischen ist.
Ich bin Bayernfan und einige der häufig genannten Kritikpunkte treffen auf mich zu. Während ich früher nach ner gewonnenen Meisterschaft nen Tag Ruhe gebraucht habe weil die Feier mit Freunden so lange ging, komm ich inzwischen nichtmehr über ein bisschen freuen für ne Stunde oder zwei und dann geht der „normale“ Tag weiter raus.
Außer für absolute Hardcorefans, wie sollte es auch anders sein, wenn man jedes Jahr den Titel im April holt, ist doch logisch dass da die Emotionen geringer sind. Und ich bin zuwar auch nichtmehr so starker Fan wie früher, aber aktuell wieder mehr als die letzten Jahre und trotzdem ging es mir am Wochenende so. Die CL ist das wo ich mich über die Spiele freue, Bundesliga ist unter Kompany auch gut, weil es mir einfach Spaß macht den „schönen“ Fußball zu sehen, war aber vor Kompany auch nicht immer so.
Jetzt zum eigentlichen Thema von: @RentoYCaron und @Kherova
Von Bayern zu erwarten, dass sie aktiv etwas gegen ihre eigene Dominanz machen ist für mich etwas unverständlich. Das ist so wie von Lidl zu verlangen sein Logistiksystem zur Verfügung zu stellen, oder dass Meta freiwillig seine Algorythmen offen legen sollte. Da fällt mir wirklich schwer zu verstehen wieso Bayern das machen sollte.
Die DFL als ganzes hat natürlich bessere Argumente, aber meiner Meinung nach gibt es da auch genug Gegenargumente. Die Vereine die besser als der Schnitt dastehen haben Angst ihre Position zu verlieren, „Mittelgroße Teams“ haben Angst dass sie wieder verstärkt gegen den Abstieg spielen müssen, wenn die Liga „fairer“ wird.
Dann die (berechtigte) Sorge dass Bayern aus der Liga austreten könnte. Falls sich durch das Engagement von Bayern eine „Superliga“ etablieren würde, kann die BuLi ziemlich sicher die internationale Vermarktung auch streichen. Zusätzlich verlierst du die Fans des größten Vereins der Welt (FCB hat meines Wissens nach knapp über 400k Mitglieder), dessen Spiele mit Abstand die besten Einschaltquoten hat.
Und dann kommt dazu dass der Mehrwert eines spannenderen Wettbewerbs diskustierbar ist. Aktuell steht die Bundesliga im internationalen Vergleich was Vermarktung, Zuschauer usw. angeht doch gar nicht schlecht da (mit Ausnahme England natürlich). Also steht ja durchaus zur Diskussion ob eine spannendere Meisterschaft überhaupt zu einem wirtschaftlichen Mehrwert führen würde. Wie gesagt die Bayernfans sind eine große Gruppe die man verlieren würde und ich halte es schon für hinterfragbar ob das Wachstumspotential gesamtgesellschaftlich so groß ist.
Also würden die ganzen Vereine das Risiko eingehen in wirtschaftliche Schieflage zu geraten „nur“ um einen sportlich attraktiveren Wettbewerb zu bekommen.
Das sind jetzt alles keine neuen Argumente, aber ich finde im Spieltagsthread wurden die etwas ignoriert.
Wie man aus meinem Post nämlich entnehmen kann, glaube ich, dass die DFL sachliche Gründe anführen kann, wieso sie sich (also ihre Mitgliedervereine) scheut grundlegende Änderungen durchzuführen
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