Hier ist Platz für alles, was ihr zu Jena besprechen wollt.
Torfrau Mariella El Sherif fehlt derzeit weil sie für Österreich bei der U20-WM in Kolumbien im Einsatz ist.
Nur ein paar persönliche Eindrücke aus zugegebenermaßen nur wenigen Spielen am Nebenplatz vom EAS.
Vom Fastabstieg zum Aufstieg klingt erstmal nach miracle und für die Spielerinnen hat sich‘s sicher auch so angefühlt. (Hat zumindest Luca Birkholz in einem DFB-Interview so ähnlich gemeint). Sooo schlecht fand ich aber auch die Saison 22/23 nicht, auch wenn‘s punktetechnisch zwischendurch düster aussah. Ich erinnere mich aber an ein - trotz Ergebnis - solides DFB-Pokalviertelfinale gegen Freiburg wo Jena auch die Führung hätte machen können und an ein fast rauschhaftes 5:1 gegen Köln II am Ende der Saison wo sich die Mannschaft dann anscheinend gefunden hatte.
Den Schwung haben sie wohl mitnehmen können und haben mit den Neuen im Team auch noch ein paar Schwungverstärker dazu bekommen.
Für mich spannend war dabei der Mix aus Neuzugängen wie Reuter oder ter Horst, Spielerinnen aus der Jugend wie Janning oder Sträßer, aber teilweise auch persönliche Weiterentwicklungen, wo ich mir teilweise verwundert die Augen gerieben habe. Ich denke da vor allem an Lisa Gora. Es kann natürlich sein, dass ich jeweils nur die beiden Extreme ihres Leistungsspektrum gesehen habe, ich glaube aber lieber daran, dass sie einfach Mihambo-artige Leistungssprünge gemacht hat. Ob‘s für die erste Liga reicht, sei mal dahingestellt, aber ich traue Kästner und dem Trainerteam schon zu, dass sie auch in der ersten Liga noch ein paar Spielerinnen auf ein neues Niveau heben können. (Looking at you Josie Bonsu - Fußballgöttin).
Der Abgang von ter Horst tut schon sehr weh (Congrats nach Essen), da bin ich sehr gespannt wie sie das auffangen wollen. Die hatte letzte Saison immer X-Faktor-Potential, hat ordentlich Kilometer gemacht und ist im Angriff auch immer wieder weit vorne reingeschoben. Gerade im Aufstiegsfinale gegen Hoffenheim II hat sie sich in alles reingeschmissen, was auch daran lag, dass ihre Mitspielerinnen sie absurd oft mit Flanken gesucht haben, was mit 1,65 jetzt nicht unbedingt ihre Stärke ist. Aber geschenkt, denn im letzten Spiel war spürbar Nervosität drin, ist also ein schlechtes Ansichtsbeispiel.
Flanken sind aber schon ein Hobby im
Team, mit Birkholz hat man da auch eine Abnehmerin und bei den - letzte Saison sehr gefährlichen - Standards kommt mit Sträßer auch Co. auch eine torgefährliche Abwehrreihe nach vorne.
Soweit, so oberflächlich. 1. Liga wird wohl erwartet knüppelhart (Pokal gegen Bayern letzte Saison war ein dominanter Vorgeschmack) aber die Vorfreude auf Oberhaus im Ernst-Abbe-Sportfeld (nicht mehr auf dem Nebenplatz!) übertüncht alles. Es heißt realistisch zu bleiben und dann nächstes Jahr ganz unaufgeregt auswärts zu fahren im Europapokal!
Der Artikel wurde bereits im Discord besprochen, ich finde es aber auch wichtig, dass er hier im Forum ankommt: Ein deutscher Traditionsklub wird von seinen Frauen am Leben gehalten auf Spox.
Hierin wird geschildert, dass der FCC der einzige Verein in der Frauen-Bundesliga ist, der die Männer querfinanziert. Rund 800.000€ Erlöse pro Jahr werden aus dem Bundesligabetrieb angesprochen. Und anstatt daraus einen Kader zu bauen, der den Klassenerhalt realistisch ins Auge nehmen kann, wird das Geld genommen, um die Männer in der RLNO am Leben zu halten. Dafür wird in Kauf genommen, dass es im Kader keine Profi-Spielerinnen gibt.
Möglich ist das, weil die Mannschaft deutliche Einbußen in der Kaderplanung hinnimmt. Laut Soccerdonna ist die Mannschaft des FC Bayern mehr als zehnmal so viel wert, wie die der Thüringerinnen. „Bei den großen Vereinen sind die Spielerinnen eben Vollprofis. Bei uns sind sie Vertragsspielerinnen“, sagte der ehemalige Torwarttrainer Luis Urbig kürzlich bei t-online.
Weiter:
“Die Sphären, zu sagen, wir schaffen es, 10, 15 Mädels in Vollzeit anzustellen, haben wir noch nicht erreicht“, so Sportdirektorin Isabell Knipp bei t-online.
Ein Grund dafür: In der kommenden Saison subventionieren die bereits chronisch unterfinanzierten FCC-Frauen ihre Männerabteilung. „Weil die Frauen in der Bundesliga spielen, dort Fernsehgelder und DFB-Förderung erlösen, finanzieren sie in sechsstelliger Höhe einen Teil des Etats für die Männer“, verriet Widera.
Finde das unter aller Sau. Es ist die eine Sache, stark auf die Jugendförderung zu setzen und einen jungen Kader zu haben. Das ist Philosophie, Jena ist eine Universitätsstadt. Aber einen Betrag in, laut Eigenaussage, sechsstelliger Höhe zu den Männern rüberzuschieben und dann den Spielerinnen die das Geld reinholen keine gescheiten Verträge zu geben ist wirklich selten Scheiße, in meinen Augen. Die Spieler in der RLNO verdienen teilweise bestimmt mehr Geld als die Frauen, die für ihren Lohn sorgen. Macht mich echt sauer. ![]()
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Ich weiß gar nicht, ob das hierhin gehört oder besser allgemein zum Frauenfußball, aber die Themenverwandtschaft lässt es mich erstmal hierhin schreiben:
Laut SZ vom heutigen Tage (Fußballerinnen beim FC Barcelona: Die Frauen bezahlen für die Männer - Sport - SZ.de) findet gerade auch eine Art Ausverkauf bei den Barca-Frauen statt. Hintergrund ist wohl eine Regelung von La Liga. Und all das, obwohl die Fußballerinnen nicht nur keine Kosten verursachen, sondern auch noch Einnahmen beschert haben.
Hierzu ein Zitat:
“Da ist es egal, dass die Fußballerinnen dem Verein bisher keine Kosten bereitet haben, sondern sich selbst tragen konnten und Barça gar Einnahmen bescherten.”
Fiona Gaißer war laut dem Instakanal des Vereins beim Trainingsauftakt mit dabei. Das freut mich. Wie weit sie noch von einem Einsatz im Kader ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Bei einer Kreuzbandverletzung kommt es darauf an, ob der das Band ganz durchgerissen ist oder ein Teil, möglichst mit Gefäßversorgung intakt geblieben ist. Dies bestimmt auch die Ausfallzeit mit.
Recht plötzlich war wohl der Abschied von Torhüterin Julia Kassen, die in Jena zu keinem Einsatz kam. Vermutlich hatte sich ihre alte Torwarttrainerin Alisa Vetterlein an sie erinnert, als Melanie Wagner beim 1. FC Union ihre Wechselabsichten äußerte.
Nun benötigt der FCC noch eine weitere Torhüterin, da auch Sofie Lehmann den Verein verlässt.
Mir fällt es schwer Kassen zu bewerten. 2023/24 wurde sie bei Freiburg aufgrund der Verletzungsmisere kurzzeitig die Nummer 1 und hatte dann die ersten fünf Spiele + Pokal bestritten. Das kam vielleicht auch ein wenig zu früh. Dieser Patzer zum 0:2 in der Nachspielzeit gegen Nürnberg und 2:2 in der Nachspielzeit in Duisburg blieben in Erinnerung. Nach dem Duisburg-Spiel stand Gabrielle Lambert im Tor. Kassen kam nur noch ein paar Mal bei der U23 zum Zuge später, weil Borggräfe zurück war. Aber auch da war hinter Rebecca Adamczyk.
Da hatte sie sich wahrscheinlich Spielzeit in Jena erhofft. Deren Torhütersituation kann auch nicht einschätzen.
Für Julia Kassen scheint es in Jena überhaupt nicht so gelaufen zu sein, wie sie sich das erhofft hatte. In Jena spielte sie fünf Mal für die U 20 in der Regionalliga. Jasmin Janning und Hannah Etzold, die ebenfalls erst im Sommer aus Nürnberg kam, wurden ihr vorgezogen. In Berlin wird Julia Kassen sich dann hinter Cara Bösl und Nadine Böhi als Back-Up einfinden.
Jena hatte im Sommer neben Mariella El Sherif auch schon Mailin Wichmann verloren. Und nun auch Sofie Lehmann, die nach München zurückkehrt und mit dem Fußball pausiert. Das ist jetzt dann insgesamt etwas dünne auf der Torhüterinnenposition. In der U 20 gibt es noch Julyetta Christ und Emma Reimann, die man von Hertha BSC geholt hatte, nachsem sie dort Inga Buchholz vor die Nase gesetzt bekommen hatte.
Es gibt einen Zugang, eine Angreiferin mit einem Namen, den man auch singen könnte, Olivia Johansson Alcaide Matilde. Sie war zuletzt auf der Bank von Fenerbahçe und wurde vier Mal eingewechselt.
Mal sehen welche Rolle sie zu spielen vermag.
Nun kommt noch ein zweiter Zugang nach Jena. Lara Schenk ist beidfüßig und verstärkt die Abwehr vom FCC. Sie spielte zuletzt bei den Montréal Roses FC in Kanada in der Premieren-Saison der Northern Super League. Nun kommt die ehemalige U 17 Europameisterin zurück nach Deutschland.
Das Spiel gegen den FC Bayern wurde abgesagt und dann laut DFB am Mittwoch, 11. Februar, um 18 Uhr neu angesetzt.
Das Heimspiel des FC Carl Zeiss Jena gegen den Hamburger SV soll lt. dem DFB ein sogenanntes Highlightspiel werden. Sämtliche Tickets für die Partie des 20. Spieltags am 15. März um 14 Uhr werden nur zwei Euro kosten - statt normalerweise zwölf Euro.
Josephine Bonsu wurde von Ghana für den Afrika Cup nominiert und wird Jena den gesamten März fehlen (gegen HSV, Wolfsburg, Leverkusen und Raba).
Der Afrika-Cup wurde ja nun abgesagt und Bonsu steht dem FCC zur Verfügung. Sie war ja schon in Dubai vor Ort. Über ihre Erfahrungen berichtet sie im Podcast mit Nina Potzel (am 10.3. hochgeladen).
Soeben wurde das Spiel gegen den SC Freiburg abgepfiffen, eine 1:5 Niederlage und somit ist es amtlich. Der FC Carl Zeiss Jena steigt ab und spielt in der kommenden Saison in der 2. Liga.
Was leider zu erwarten war