Kurzpass 118 – Die größten Talente des Weltfußballs


#1

Mal ein etwas anderer Kurzpass mit den Jungs von Cavanis Friseur. Hier findet ihr deren Top 110 Liste: http://cavanisfriseur.de/cavanis-friseur-110-2019/

Und das waren die Gäste:


#2

Wunderbarer Kurzpass! Ich liebe einfach das Beobachten junger Talente, die noch eher unbekannt sind. Man geht da immer sehr unbefangen ran und freut sich ein neues Talent entdeckt zu haben. Das Erstellen von Top-Listen ist dann noch mal schwerer, da man am liebsten alle Talente nennen würde, die man kennt und nur ungerne Spieler herausstreicht, die man schon lange beobachtet hat. Hinzu kommt, dass man junge Spieler sehr ins Herzen schließt, wenn sie man von Beginn ihrer Karriere an verfolgt. Das Voraussagen von Talenten ist aber auch unheimlich schwer, da es so viele Faktoren gibt, die stimmen müssen, um sich auf dem absoluten Top-Level durchzusetzen.

Ähnlich wie den Jungs von Cavanis Friseur hat es mir vor allem der 99er-Jahrgang Portugals angetan, wohl auch weil ich das U19-EM-Finale live im Stadion sehen konnte. Dabei ragte, wie auch schon im gesamten Turnier, Jota heraus. Er strahlte eine unfassbare Spielfreude und Leichtigkeit aus. Es ist schwer zu beschreiben, aber bei ihm erhielt man sofort das Gefühl, einen angehenden Weltklassespieler zu sehen. Zusätzlich sind aus dem Jahrgang noch Ruben Vinagre, Domingos Quina und Diogo Leite zu nennen. Leite ist auch in der „Cavanis 110“ vertreten. Er hat die U19-EM verpasst, um die Vorbereitung mit Porto zu bestreiten. Insgesamt ist es beeindruckend, dass beim U19-Titel noch viele Talente, die wohl zur Startelf gehört hätten, nicht mit dabei waren (Joao Felix, Rafael Leao, Diogo Dalot, Gedson Fernandes). Dies zeigt auch die Breite dieses starken Jahrgangs. Vinagre spielte als Linksverteidiger und glänzte im Zusammenspiel mit Jota. Er verfügt über ein hohes Tempo und guten Antritt, ist sehr trickreich und schlägt genaue Flanken. Diese Saison bekam er schon einige Einsatzminuten bei den Wolves. Ebenfalls in der Premier League spielt Quina, der vor der Saison für nur 1 Millionen Euro von West Ham zu Watford wechselte. Auch er durfte aufgrund von Verletzungen schon zu Premier-League-Minuten kommen und überzeugte dabei sehr. Er ist technisch sehr gut ausgebildet. Seine offensichtlichste Stärke sind seine Fernschüsse. Trotz seines jungen Alters sind bereits einige großartige Fernschusstore von ihm zu finden.

Neben den schon genannten Talenten muss ich selber noch ein paar interessante Talente nennen, die mich im Jahrgang 1999 oder jünger beeindrucken: Schaut man nochmal zurück auf die U19-EM und besonders den Finalgegner Portugals, fallen direkt ein paar italienische Talente ins Auge. Dazu gehört natürlich zuerst Nicolo Zaniolo, der sich ja in die Startelf Romas gespielt hat und mittlerweile durch seinen CL-Doppelpack auch bekannt sein sollte. Noch größeres Potenzial rechne ich aber Sandro Tonali zu, der erst 2000 geboren wurde. Aufgrund seines Spielstils und der ähnlichen Frisur erinnert er sehr an Andrea Pirlo. Er kontrolliert das Spiel von der Sechs und kann auch den finalen Pass spielen. Tonali kommt aus der Brescia-Jugend und spielt dort aktuell als Stammspieler in der 2. Italienischen Liga. Bei Brescia wurde er zum Spieler des Jahres 2018 gewählt und dürfte bald auch zu einem größeren Verein wechseln. Im vergangenen November wurde er folgerichtig zum ersten Mal in die Nationalelf berufen, kam aber nicht zum Einsatz. Mit Moise Kean hat man ein weiteres Ausnahmetalent auf der Stürmerposition (auch erst 200 geboren), der bereits mit 16 Jahren zu seinem Ligadebüt kam. Leider spielt er bei Juve, wo er in dieser Saison auf nur 2 Einsatzminuten kam. Für seine Entwicklung wäre eine Leihe mit Sicherheit hilfreich.

Die Niederlande stellen eine Vielzahl interessanter Talente, von denen viele noch später als 1999 geboren wurden. Natürlich ragt hier Ajax hervor. Im Jahrgang 2001 sind hier die Timber-Zwillinge zu nennen. Beide sind Defensivallrounder und können sowohl in der Innenverteidigung, auf der Rechtsverteidigerposition sowie auf der Sechs spielen. Jurrien Timber ist Kapitän der U19 und spielte zumeist in der Innenverteidigung, während Quinten Timber zumeist als Sechser agierte. Mich beeindruckt vor allem Quinten Timber, der sehr intelligent verteidigt und selber nur schwer vom Ball zu trennen ist. Der Jahrgang 2002 bringt Ryan Gravenberch und Brian Brobbey als nennenswerte Talente. Gravenberch ist ein typischer Box-to-Box-Spieler, der eine hohe Dynamik und gute Physis hat, aber gleichzeitig sehr gut mit dem Ball umgehen kann. Sein Passspiel ist überdurchschnittlich. Brobbey ist ein Stürmer, der sehr über seine Physis kommt. Bei Jugendspielern, die über ihre Physis kommen, muss man generell immer aufpassen, da sich die physische Überlegenheit nicht zwingend so einfach in den Profibereich umwandeln lässt. Brobbey ist aber auch technisch stark und verfügt über einen guten Abschluss. Mit Naci Ünüvar hat man noch ein großes Talent aus dem 2003er-Jahrgang. Er kommt über die Flügel und besticht durch seine Technik.

Im 1999er-Jahrgang ist PSV wohl die bestimmende Mannschaft, vor allem die beiden Flügelspieler Cody Gakpo und Donyell Malen. Malen durfte diese Saison schon 20 Mal für die Profis ran, wenn auch fast immer als Einwechselspieler. Beide sind Flügelspieler, die über ihr hohes Tempo kommen. Größtes Talent der PSV-Akademie ist aber erneut ein Spieler aus dem Jahrgang 2002, Mohammed Ihattaren. Van Bommel verhalf dem Zehner diese Saison schon zu seinem Profidebüt und es dürften weitere Einsätze folgen.

Der niederländische 2002er-Jahrgang wird noch aufgewertet von Ki-Jana Hoever, der vor dieser Saison aus der Ajax-Jugend zu Liverpool wechselte. Der Innenverteidiger durfte im FA-Cup bereits Profiminuten absolvieren. Physisch ist er schon sehr weit, aber auch mental ist er schon auf hohem Level. Er hat eine herausragende Antizipation und eine intelligente Zweikampfführung. Gerne trägt er den Ball auch selber nach vorne.

Schaut man auf England allgemein, fällt eine sehr hohe Talentdichte auf. Die wenigsten davon bekommen aber konstant Spielzeit. Bekannteste Beispiele hierfür sind wohl ManCitys Phil Foden, ManUtds Angel Gomes und Chelseas Callum Hudson-Odoi. Das Potenzial haben sie definitiv und auch mit ihrem aktuellen Leistungsvermögen würden sie in vielen Mannschaften der Top-5-Ligen Stammspieler sein. Dies zeigte vor allem das Zusammenspiel von Sancho, Foden, Hudson-Odoi und Morgan Gibbs-White (von den Wolves) bei der U17-WM vor 1,5 Jahren, bei der sie die gegnerischen Defensiven mit einer unglaublichen Leichtigkeit terrorisierten. Erstaunlich ist, wie viele Talente aus den Jahrgängen 2000 und 2001 jetzt schon nachrücken und bereits für einen großen Konkurrenzdruck in den U-Mannschaften sorgt. Besonders ManUtd (u.A. Tatith Chong, Aiden Barlow und vor allem Mason Greenwood) sowie Tottenham (Oliver Skipp, Timothy Eyoma, Tashan Oakley-Boothe) stechen hier hervor. Im Folgenden soll der Fokus mal auf vier Talent gelegt werden, die schon viel Spielpraxis bekommen haben.

Declan Rice hat mit 20 Jahren laut CIES bereits einen Marktwert von 56 Millionen Euro. Er kommt bereits auf über 50 Einsätze für West Ham und ist diese Saison neben Torwart Lukasz Fabianski der beste Spieler. Er absolvierte bereits 3 Länderspiele für Irland, allerdings keine Pflichtspiele. Gestern gab er dann bekannt, künftig für England spielen zu wollen. In England und Irland war dies ein ziemlich großes Thema und wurde auch schon über Monate diskutiert. Rice wurde als Innenverteidiger ausgebildet, spielt nun aber als Sechser. Defensiv ist er großartig. Er überzeugt in nahezu allen Disziplinen: Stellungsspiel, Timing im Zweikampf, intelligente Balleroberungen, Ballsicherung, Physis. Mit dem Ball am Fuß ist er sehr ruhig und auch pressingresistent. Nur sein Passspiel ist noch verbesserungswürdig. Nur selten schafft er es, Linien zu überspielen. Deswegen erscheint es auch wahrscheinlich, dass er im Laufe seiner Karriere auf die Innenverteidigerposition zurückgezogen wird.

Die Championship bietet derweil eine gute Möglichkeit für junge Spieler, um sich weiterzuentwickeln. Aktuell nimmt Mason Mount diese bei Derby County wahr. Ich kann mich noch erinnern, wie er bei der U19-EM 2019 die deutsche Abwehr mit drei Assists in einem Spiel alleinhändig komplett auseinandernahm. Anschließend wurde er von Chelsea zu Vitesse Arnheim verliehen, bei denen er sich hervorragend weiterentwickelte und ins Team des Jahres der Eredivisie gewählt wurde. Er verfügt über eine hohe Spielintelligenz. Er positioniert sich klug und ist ein Experte für den finalen Pass. Seine Technik, sowohl im Passspiel als auch beim Abschluss, ist überdurchschnittlich. Dies macht ihn auch zu einem gefährlichen Standardschützen.

Neben Mount gefallen mir in der Championship besonders Norwichs Rechtverteidiger Max Aarons und Leeds Uniteds Flügelspieler Jack Clarke. Aarons hat ein hohes Tempo und eine hohe offensive Kontribution. Dafür sprechen 2 Tore und 4 Vorlagen in 26 Spielen für den 19-Jährigen. Am beeindruckendsten ist seine Pressingresistenz, defensiv zeigt er ein kluge Zweikampfverhalten. Clarke bekommt unter Marcelo Bielsa immer mehr Einsatzzeit. Er ist ein typisch englischer Flügelspieler, also schnell, dynamisch und sehr direkt. Er geht immer wieder ins Tempo und liebt es, flache, scharfe Flanken an den Fünfmeterraum zu bringen.

Von den deutschen Talenten bin ich aktuell eher wenig überzeugt, wobei 2 Spieler dabei eine schöne Ausnahme bilden. Dies sind Tobias Raschl und Angelo Stiller. Beide sind Spielgestalter von der Sechs. Raschl spielt bei Dortmund, sein Vertrag läuft jedoch im Sommer aus. Er fühlt sich sehr wohl in verengten Räumen, läuft gerne mit dem Ball und ist nur sehr schwer vom Ball zu trennen. Stiller ist ein Jahr jünger und Teil der Bayern-Jugend (Jahrgang 2001). Er ist nicht ganz so dynamisch wie Raschl, seine größte Qualität ist sein akkurates Passspiel auf jegliche Distanz. Sein linker Fuß ist technisch sehr stark, weswegen er auch viel Standards tritt.

Abschließend noch eine kurze Bemerkung zu transfermarkt.de: Die Seite eignet sich sehr gut, um schnell oberflächliche Daten zu erhalten, wie Einsatzzeiten und Torbeteiligungen. Besonders in der Bewertung der Marktwerte, gefällt mir die Seite aber mittlerweile überhaupt nicht mehr. Besonders bei Spielern kleinerer Ligen liegen die Marktwerteinschätzungen transfermarkts oft weit daneben. Genauso ist es ein Problem, dass die Marktwerte nicht regelmäßig genug geupdatet werden. Dies führt häufig dazu, dass bei einem Wechsel der Marktwert zu Rate gezogen wird und folgend davon berichtet wird, dass ein Spieler über seinem Marktwert verpflichtet wurde, wenn tatsächlich der Marktwert von transfermarkt einfach nicht akkurat war. Die Marktwerte des CIES sind da meiner Ansicht akkurater und vor allem wissenschaftlich berechnet.


#3

Habe deinen fantastischen, ausführlichen und besonders mir hilfreichen Beitrag komplett gelesen. Nun stellen sich mir einige Fragen und würde mich über Antworten freuen.

  • Seit wann beobachtest du Talente?
  • Auf welche Art und Weise verfolgst du diese?
  • Hast du einen die Nationalitäten betreffenden Schwerpunkt?

Bei mir ist es nämlich so, dass ich “auf dem Papier” seit 2013 und über das TM-Tool “Spieler-Watchlist” weitaus mehr als 2000 Spieler verfolge ( von denen selbstverständlich auch viele mit der Zeit in der Versenkung verschwinden). Aber um regelmäßig gutes Videomaterial zu betrachtet, fehlt mir schlichtweg die Zeit dafür.
Auch ist es schwierig derartige Kontakte zu finden mit denen man sich austauschen kann.


#4

Eigentlich beobachte ich Talente schon immer, aber seit ca. 2 Jahren nochmal intensiver. Dabei ist mir vor allem DAZN eine große Hilfe, da man sehr einfach die Top-Ligen sehen kann. Auch das, viele Spiele der UEFA Youth League per Youtube-Live-Stream zu verfolgen sind (übrigens auch wieder nächste Woche), hilft mir. Hinzu kommen natürlich noch die U-Turniere, die zum Großteil auch von der UEFA gratis gestreamt werden. Weiterhin ist Twitter ein wichtiges Mittel, um auf Talente aufmerksam zu werden. Hier sind vor allem https://twitter.com/FTalentScout und https://twitter.com/ScoutedFtbl zu empfehlen. Wenn ich von einem interessanten Talent höre, versuche ich es meistens auch relativ schnell zu beobachten. Das Beobachten von Talenten ist mir dabei am wichtigsten, da ich mich nicht nur auf Statistiken verlassen möchte, sondern die Talent auch spielen sehen will. Da ich gerade aus der Schule komme, habe ich dafür auch viel Zeit und in dieser Zeit schon über 500 Spiele geschaut, wobei ich mich dabei nicht nur auf die Talentsichtung spezialisiere, sondern auch “normale” Spiele aus allen Ligen schaue. Meine Beobachtungen halte ich dann zusammen mit einigen selbst erfassten Daten in einer Excel-Tabelle mit aktuell über 3300 Spielern (für diese Saison) fest.

Was Nationalitäten angeht, habe ich keinen besonderen Schwerpunkt. Ich versuch nur die interessantesten Talente zu beachten, woraus sich dann teils aber schon ein gewisser Schwerpunkt ergeben kann (siehe den portugiesischen 99er-Jahrgang oder die Ajax-Akademie). Insgesamt ist der Fokus natürlich auf Europa, da vor allem der südamerikanische Raum nur schwer zu beobachten ist. Auch den japanischen Raum möchte ich mit Beginn der nächsten J-League-Saison nächste Woche mehr beobachten.


#5

Insgesamt sehr nerdy, aber das ist nicht schlimm. Schön, dass du inzwischen die Zeit hast, auch solche Kurzpässe zu machen.


#6

Die größte Frage, die ich mir in dieser Folge gestellt habe, und die ich mir auch nach @alxalix Ausführungen stelle: Wenn Leute mit so viel Hingabe, Aufwand und Präzision wertvolle Informationen und Beobachtungen zu Spielern zusammentragen, die in manchen Fällen sogar recht schwierig zu bekommen wären, und sie diese Informationen auch noch über den ein oder anderen Kanal öffentlich machen, dann können sich Scoutingabteilungen doch ohne großen Aufwand und Invest diese Daten ziehen und ihre Suche fokussieren. Und das ohne Gegenleistung.

@GNetzer hatte es ja kurz am Ende des Gesprächs angerissen, ob sich denn schon mal der ein oder andere Verein gemeldet hat. Natürlich ersetzen diese Beiträge keineswegs ein professionelles Scouting, doch sie werfen durch die unfassbare umfangreiche Arbeit ein Spotlight auf den ein doer anderen Spieler, den Verein sonst vielleicht gar nicht auf der Rechnung hätte. Zumal, sollten die Leute von Cavanis Friseur mit einigen “Voraussagen” sogar Recht haben, dann bauen sie ja durchaus Renommé auf und treten als “gute Quelle” auf. Und auch das vollkommen gratis.Ich weiß gar nicht, wie ich das finden soll. Da sieht man mal wieder sehr gut, was Hobby-Statistik-Sammler und Freizeit-Spielerbeobachter für einen Mehrwert schaffen. Ich finde das beeindruckend und gruselig zugleich.


#7

Ich denke, dass im Profibereich vor allem das Nachwuchsscouting ausgeprägter ist und den wichtigsten Bereich im Scouting ausmacht. Schaut man sich die letzten Jahre an, landen die jungen Talente immer früher bei den Top-Vereinen und Jugendtransfers nehmen immer mehr zu. Dafür sprechen auch die vielen Transfers unter 18-jähriger Nicht-EU-Ausländer, wegen der schon einige Transfersperren verhängt wurden. In diesem Bereich scouten die Profivereine natürlich viel mehr, schauen die Spiele vor Ort, da diese Spiele zumeist nur so gesehen werden können. Die Jugendtransfers und auch das dabei schon involvierte Geld sind besonders aus menschlicher Sicht schwer zu bewerten. Das Ziel eines jeden Top-Klubs scheint es zu sein, seine zukünftigen Stammspieler nicht mehr im Alter von 19-21, sondern im Alter von 15-17 zu verpflichten.
Allein durch Datenscouting werden die Vereine schon früh wissen, welche Talente gerade am “heißesten” sind. In dem Gebiet gibt es ja genug Dienstleister, wie Wyscout, InStat und Co., die für einen nicht professionellen Beobachter nicht zu finanzieren sind. So bin ich mir ziemlich sicher, dass Profivereine eigentlich schon von allen größeren, aber auch vielen kleinen Talenten, wissen müssten.
In diesen Bereich des Fußballs bekommt man selten einen tieferen Einblick, deswegen ist es schwer einzuschätzen, wie tief das Scouting tatsächlich geht. Ich bin mir aber sicher, dass es dabei die Qualität aufgrund von Live-Beobachtungen im Stadion und den vielen verfügbaren Daten sowie dem Startzeitpunkt des Scoutings nochmal auf einem ganz anderen Level ist.


#8

Klingt nach sehr großem Aufwand aber auch gleichzeitig nach großer Hingabe. Ich persönlich mache da mehr Abstriche und konzentriere mich lieber auf den südwesteuropäischen Raum, da ich mit deren Spielkultur und -philosophie mehr identifizieren kann.
Und klar, mit der Zeit kommen da auch ganz von selbst Spezialisierungen zustande. Du nanntest schon den portugiesischen 99er Jahrgang oder die Ajax-Schule (die meiner Meinung nach die nächsten Jahre nochmals mehr glänzen wird). Ich selbst verfolge schon seit 3 Jahren meinen Jahrgang (1997) der Portugiesen, besonders den der von Benfica ausgebildet wurde.

Ich fände es super hilfreich wenn wir uns künftig weiter über andere Medien diesbezüglich austauschen würden, um so auch sein eigenes Netzwerk auszubauen :slight_smile:


#9

Absolut, davon gehe ich natürlich aus. Ich hab jetzt auch nicht an Barca, Liverpool und Konsorten gedacht, sondern vielmehr ein, zwei oder drei Stufen darunter. Das war vielleicht etwas missverständlich.

Hut ab nochmal für deine Mühe, so ein detailreiches Sheet zu verschiedenen Spielern anzulegen.


#10

Macht doch einen Talentethread im Geplauder auf. Hier gibt es sicher noch andere, die Interesse daran haben und sich dann gezielter Spiele anschauen.


#11

Da habe ich eigentlich mehr erwartet. War aber auch “nur” ein Kurzpass.

Schlussendlich war es nur eine Ansammlung von Namen. Keine wirkliche Bewertung/Einschätzung von Talenten. Der mangelnde Fokus auf Deutschland hat mir auch gefehlt. Da hätte man ja auch mal ein paar deutsche oder in Deutschland spielende Talente etwas genauer beleuchten können.

Ich habe mich aber trotzdem unterhalten gefühlt…:slight_smile:


#12

Irgendwelche Tipps wie/wo man Junioren-Bundesliga schauen kann? Ab und zu bekommt man VODs auf Anfrage, aber das ist eher eine Seltenheit. U19 von Freiburg gibt die manchmal raus.


#13

Junioren-Bundesliga ist tatsächlich eher schwer zu schauen. Die Playoffs werden ja bekanntermaßen übertragen, aber das war´s auch fast schon. Während der “normalen” Saison überträgt der DFB immer mal wieder ein Spiel, das dann auf deren YouTube-Kanal zu finden ist (auch im Re-Live). Abgesehen davon bleiben einem fast nur teure Datendienstleister wie Wyscout, bei denen man gesamte Spiele sowie einzelne Szenen von Spielern sehen kann.