Kurzpass 172 – EM-Tag 26

England im Finale! Wir sprechen mit Hendrik Buchheister (@h_buchheister) über das Halbfinale gegen Dänemark.

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Ich fand es ein bisschen Schade dass ihr in der Folge kein Fazit mehr gezogen habt über die EM der Dänen. Hätte ich auch nicht angesprochen, aber es wurde ja nun bei jedem KO Spiel davor das Fazit der ausscheidenden Mannschaft besprochen, warum also hier nicht, schade.

Und was mir noch im Vorfeld des Spieles nochmal aufgefallen ist, wie convenient der Turnierbaum ist, in den England gfallen ist, ich nenne das schon fast Heim EM+. Wie komme ich darauf? England hat nunmal als erster seiner Gruppe den Turnierbaum erreicht, in dem sie aus 7 Spielen 6 mal in London gespielt haben und nur einmal nach Rom mussten. Heim EM + deshalb, weil selbst wenn eine EM in einem Austragerland stattfindet, der Gastgeber trotzdem da auch reisen muss, man hat in einer normalen EM keine 6 Spiele in einem und dem selben Stadion. Das geht für mich tiefer als „die Dänen mussten ja viel weiter reisen im Viertelfinale“
Und mit Ausblick aufs Finale Italien hatte:
Vorrunde drei mal in Rom, also noch vergleichbar, dann aber:
Achtelfinale London, Viertelfinale München, Semi dann natürlich wieder in London. Es war zwar nicht „weit“ aber man musste in der KO Runde für jede Runde reisen bisher. Muss jeder selber sehen wie man das interpretiert, ich komme auf das Ergbnis dass England hier bei der EM systematisch bevorzugt ist.

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Sehe ich ähnlich. Vielleicht ist es faktisch nicht belegbar, aber wer im Prinzip das gesamte Turnier im eigenen Land (und auch noch in der gleichen Stadt) verbringen kann, der hat schon einen enormen Vorteil. Aus einer nachhaltigen Sicht ist es natürlich gut. Aber Nachhaltigkeit und Fußball-Großturnier…come on :smiley:

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Und auch das Spiel in Rom „konnte“ ja gar nicht gegen Italien stattfinden, also war es garantiert kein Auswärtsspiel…

Das war wirklich nur auf die Reise bezogen, Italien hatte ja in London und München bisher auch „neutral grounds“ Spiele

Und noch einen anderen Punkt habe ich zum Spiel nach dem 2:1. Als Englandfan häte ich mich sicherlich sehr darüber augeregt, wie viele Gänge man zurückgeschalten hat und warum man plötzlich so tief stand dass Dänemark nochmal Richtung Strafraum und Grundlinie kommt. Klar Dänemark war platt schon zu Ende der 90 Minuten aber hätte man es nicht sicherer haben können wenn man weiter konsequent hoch anläuft? Das kann doch immer ne Ecke oder ein Standard runterfallen und auf einmal ist 2:2. Was zum Beispiel, wenn die Ecke von Wass in der 117. Minute genauer kommt und da ein Tor fällt. Und dann ist vielleicht plötzlich alles wieder zittrig. Ist nicht passier, ich weiß, meine Nerven hätten aber trotzdem geflattert in den letzten Minuten der Verlängerung.

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@Eric du treibst Wasser auf meine Verschwörungstheorie. Als die 6 min Nachspielzeit angezeigt wurden habe ich gleich gedacht „ na da will man wohl England die Verlängerung ersparen und ihnen auch noch einen Fitnessvorteil verschaffen. Als dann dieser fragwürdig 11 Meter gegeben wurde, war mein Gedanke „jetzt gibt es das UEFA Dankeschön für volle Stadien bei maximalem Pandemierisiko.
Und wenn ich jetzt hier noch lese das England bei den Reiseaktivitäten so bevorteilt wurde, wie soll ich da nicht von ausgehen das sich jemand das „best case“ Szenario vorher schonmal überlegt hat. Ist ja nicht so das UEFA und FIFA nicht mit Bestechung und diverser anderer Skandale schonmal aufgefallen wären. Na und seit dem Hoyzer Skandal ist ja nichts ausgeschlossen und undenkbar! Die Korruption und Bevorteilung in den Fußballverbänden ist der ewige Schatten wie das Doping im Radsport auf der Tour. :wink:

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Es wird ja zurecht viel über den Elfmeter diskutiert. Ich habe jetzt verstanden, dass die Eingriffsschwelle für den VAR höher sein sollte für die EM und dass bei einem Kontakt eher das Urteil des Feldschiedsrichters gelten soll.
Aber wie ist denn eigentlich die Regelung, ob sich der Schiri, dass nochmal anguckt? In so einer spielentscheidenden Szene in einem Halbfinale wäre das doch möglich, oder? Hat nicht Gräfe (oder war es Aytekin?) mal gesagt, dass er das durchaus bei sehr strittigen und entscheidenden Szenen macht, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Heißt natürlich nicht, dass die Entscheidung ne andere geworden wäre, aber irgendwie wäre die Entscheidung in meinen Augen dann befriedigender gewesen.

Zu den Vorteilen für England: ich würde vielleicht nicht ganz so weit gehen @bluetenolli, aber die Verteilung der Reiseaktivitäten finde ich auch sehr unglücklich. Hatte an anderer Stelle auch schonmal gefragt, was davon zu halten ist und fand die systematische Beschreibung von @Eric echt hilfreich. Vielleicht hast du @GNetzer ja los da nochmal draufzugucken in einer abschließenden Bewertung der EM, falls es die geben wird…