Man hätte für meinen (Bielefelder) Geschmack noch etwas herausstellen können, wie gut die Arminia es geschafft hat Wanitzek weitestgehend aus dem Spiel zu halten, aber das ist eher persönliches Befinden als sachliche Kritik.
Hat großen Spaß gemacht und ich hätte auch noch eine Stunde mehr sehr genossen.
Spannende Folge - ja, die 2. Liga ist auch in diesem Jahr sehr spannend. Viele Mannschaften sind noch in der Lage, oben anzugreifen.
Ich habe mich gefreut, dass Darmstadt gerade jetzt Thema ist und Matthias Kneifl als Gast im Rasenfunk ist. Darmstadt ist leider immer noch nicht konstant, aber doch deutlich stabiler als in der Vorsaison.
aber auch sehr zäh. Gefühlt neutralisieren sich alle gegenseitig. Außer Elversberg, Hannover und Bielefeld spielt kein Team aus der oberen Tabellenhälfte ansatzweise mutigen Fußball, sondern fahren alle den Ansatz, hinten die Null halten und vorne irgendwie einen rein murmeln.
Wo in den letzten Jahren Steffen, Kwansiok, Walter, etc die Liga geprägt haben, nimmt jetzt der Pragmatismus Überhand.
Aufsteigen werden am Ende trotzdem nur zwei Teams. Da macht es keinen Unterschied, ob alle Teams spektakulär oder dröge spielen.
Das sehe ich aber gerade mal gar nicht so, jedenfalls nicht, was den SV Darmstadt 98 anbetrifft. Wahrscheinlich schaust Du unsere Spiele nicht, aber Lidberg, Hornby, Corredor, Marseiler, Akiyama und vermutlich weitere Spieler meines Lieblingsvereins, die ich jetzt im Moment vergessen habe, mauern nicht, sondern setzen mit Geschwindigkeit darauf, nach vorne zu spielen. Gelingt mal besser, mal weniger gut. Aber mutig bleibts.
Ich finde „mutigen Fußball“ ne sehr schwer zu greifende Definition. Das was Schalke spielt ist meiner Meinung nach durchaus mutig. Aber ich kann’s irgendwo nachvollziehen. Ich würde eher sagen, dass es weniger Trainer gibt, die auf einen spielerischen Ansatz setzen und stattdessen viel über Intensität gelöst wird.
Ich finde wie @Blauelili schreibt dne Darmstädter Fußball auch - mindestens phasenweise - durchaus mutig. Die Phase mit den schlechtesten Ergebnissen war die, in der man am wenigsten “mutig” gespielt hat und dann auch offensiv ungefährlich war.
bestimmt habe ich mit eurem Spiel in Kiel genau das Falsche gesehen, aber da war es 90 Minuten lang nichts anderes als lange Bälle von Pfeiffer auf Hornby und Lidberg
finde da gibt es schon ein paar offensichtliche Ansätze. Bringt man im eigenen Ballbesitz viele Spieler in die Box oder bleibt man mit vielen Spielern in der Restverteidigung? Lässt man sich nach Ballverlust sofort in die tiefe Formation fallen oder geht man mit vielen Spielern ins Gegenpressing? Meiner Beobachtung nach entscheiden sich zuletzt immer mehr Trainer für die weniger mutige Variante.
Noch eine kurze Beobachtung in Zahlen: aktuell haben nur drei Teams über 20 Tore. Weniger Teams waren es zum selben Zeitpunkt der Saison zuletzt 2014/15. In den letzten Saisons hatten nach 12 Spieltagen meistens 5-7 Teams über 20 Tore.
Paderborn hat 20 Tore geschossen, Elversberg 24, Hannover 22, Kaiserslautern 20 und Bielefeld 25, also 5 Mannschaften mit 20 oder mehr Toren nach 12 Spieltagen.
In den vergangen Saisons sah es so aus:
24/25: 10 (kurioserweise stand niemand davon auf den ersten drei Plätzen)
23/24: 9
22/23: 7
21/22: ebenfalls 5 (davon alle in den Top 6)
20/21: 6
19/20: ebenfalls 5
18/19: 4
Für mich sieht das so aus, als wäre diese Saison in dieser Hinsicht relativ durchschnitllich und die letzten beiden Jahre wären eher Ausreißer gewesen.
ich habe wie geschrieben die Teams mit über 20 Toren gezählt und nicht mit mindestens 20 Toren
was ja auch ungefähr meinem Gefühl entspricht: in den letzten Jahren war die zweite Liga ein taktisches Experimentierbecken, was auch von Experten wie Tobi Escher etc häufiger in der Form gespiegelt wurde, dass viele Zweitligateams aus taktischer Perspektive interessanter zu gucken waren als große Teile der Bundesliga.
Diese Saison nun der Rückschritt zur “drögen” zweiten Liga der Vergangenheit.